Schlagwort-Archive: Glaube

Mehr als die Eifel liebt Andrea Nahles nur Jesus

Die mächtigste Frau, die es je in der SPD gab, kämpft gegen ihr Image der regulierungswütigen Linken und erteilt auf ihrer Sommerreise Managern Lehreinheiten. Kraft gibt ihr die Heimat und der Glaube.


Von Uwe Schmitt|DIE WELT

Andrea_NahlesSturmwolken ziehen über Ludwigsburg, als die Manager von BorgWarner beginnen, nervös ihre Armbanduhren zu befragen. Als die Ministerin eine halbe Stunde zu spät bei dem Autozulieferer aus ihrem Dienst-Audi steigt, begegnen ihr die Herren mit der vorsichtigen Eilfertigkeit, die sich bei Erbtanten empfiehlt.

Man muss sie nicht lieben, aber auskommen muss man mit Andrea Nahles. Und gegen Beihilfen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat man notfalls auch nichts einzuwenden.

Fröhlich stürmt Nahles an der Spitze ihrer Entourage und eines knappen Dutzends Presseleute in den Betrieb und entwaffnet Manager wie Arbeiter in der Fertigungshalle mit ihrem besten Trick: Sie wirkt so einig mit sich und ihrer Rolle, sie will sich und andere so offenkundig nicht langweilen mit Besichtigungsroutine, dass ihre Gastgeber sie bald wie eine Kundin umschwärmen.

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Vatikan-Astrologe äußert sich zu Leben auf neuem Planeten

Chefastronom Funes zu neu entdecktem Planeten Kepler 452b: Erst feststellen, ob dort Leben möglich ist, dann kann sich Theologie dazu äußern – kein Widerspruch zwischen Glaube und Wissenschaft


kathweb

Erde_CousinNach Einschätzung des vatikanischen Chefastronomen kann es noch Jahre dauern, bis zuverlässige Aussagen über mögliches Leben auf dem neu entdeckten Planeten Kepler 452b möglich sind. Die Wissenschaftler müssten erst prüfen, ob der Planet denselben Aufbau und dieselbe Dichte wie die Erde aufweise, sagte Jose Gabriel Funes am Samstag dem Sender “Radio Vatikan”. “Vielleicht brauchen wir noch zehn Jahre, um festzustellen, wie die Atmosphäre dort aussieht. Und erst danach können wir auch abwägen, ob Leben auf jenem Planeten überhaupt möglich ist?, so der Leiter der vatikanischen Sternwarte und argentinische Jesuitenpater. Erst dann könne sich die Theologie dazu äußern.

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hatte jüngst die Entdeckung des erdähnlichen Planeten Kepler 452b in 1.400 Lichtjahren Entfernung bekanntgeben. Diese Entdeckung gilt als Sensation und beflügelte Spekulationen über außerirdisches Leben.

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Altkanzler Schmidt erwartet mehr Konflikte in islamischer Welt

Helmut Schmidt (2014), Bild: wikimedia.org/Kleinschmidt / MSC/CC BY 3.0 de
“Innerhalb der muslimischen Gesellschaften gibt es heftige, größtenteils blutige Kämpfe. Dort geht es weniger um den Glauben, auch nicht um Territorien – es geht um Macht. Und diese Machtkämpfe werden zunehmen und sich ausweiten”, sagte Schmidt der “Bild”-Zeitung (Samstagsausgabe).


evangelisch.de

Solche Konflikte könnten möglicherweise aus muslimischen oder schwarzafrikanischen Ländern auch nach Europa getragen werden, warnte der 96-jährige Schmidt.

“Heute gibt es auf der Welt etwa gleich viele Muslime wie Christen. Die muslimischen Gesellschaften werden sich jedoch bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts noch einmal deutlich vergrößert haben und die christlichen Nationen deutlich überragen”, erklärte der Altkanzler. Die Bedeutung Europas unter den Weltmächten werde bis 2050 weiter abnehmen: “Unser christlich geprägter Kontinent schrumpft zahlenmäßig seit Jahrzehnten”, konstatierte Schmidt.

Liebe Fanatiker: Ist Gottes Wille gut?

Bild: Frankfurter Rundschau
Selbst wenn man an die Existenz Gottes glaubt, steht man vor so manchen Problemen.

Von Markus Tiedemann|Frankfurter Rundschau

Wer an die vielen Probleme mit den Heiligen Schriften denkt, kommt irgendwann zu einer schwierigen Frage: Woher wissen wir, dass Gottes Wille gut ist? Sind der Wille Gottes und das Gute identisch? Die meisten religiösen Menschen antworten mit einem klaren Ja. Selbstverständlich ist dies aber nicht.

Dass Atheisten hier eine andere Meinung haben, ist klar. Schon bei einer Religion mit mehreren Göttern wird die Sache kniffelig. Für die alten Griechen etwa war es klug, aber nicht unbedingt gut, den Göttern zu gehorchen. Sich mit Zeus, Poseidon oder Athene anzulegen war ziemlich dämlich, also tat man besser, was verlangt wurde. Mit Überzeugung hatte das wenig zu tun. Erstens waren diese Götter selbst alles andere als moralische Vorbilder und zweitens stellten sie oft unterschiedliche Forderungen. Die einen wollten Troja zerstören, die anderen wollten es verteidigen. Einige wollten Odysseus absaufen lassen, die anderen wollten ihn retten.

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Religiotie:Kinder brauchen Religion

Themenbild.Bild: katholisches.info
Themenbild.Bild: katholisches.info
Was brauchen Kinder, um glücklich aufzuwachsen und zu starken, konflikt- und liebesfähigen Erwachsenen zu werden? Brauchen sie Religion?


evangelisch.de

Die einen meinen, Kinder benötigen neben Nahrung, Unterkunft und Kleidung vor allem Zeit, verlässliche Beziehungen und klare Grenzen. Anderen steht das Bedürfnis nach Bewegung, Bildung, Liebe und Zuneigung vor Augen. Danach, ob Kinder auch religiöse Erziehung und Antworten auf die Frage, was denn dem Leben Sinn gibt, brauchen, wird nicht oft gefragt. Religiöse Erziehung und gar die Bibel rangieren selten an vorderster Stelle, wenn es um Kindererziehung geht.

‘Mein Kind soll das später selbst entscheiden’, sagen viele Eltern. Aber mit dieser vorgeblichen Neutralität treffen Eltern bereits eine wichtige Vor-Entscheidung: Wo Religion und Glaube nicht vorkommen, wird vermittelt, dass diese Dimensionen des Lebens unwichtig sind. “Wie soll jemand entscheiden, ob ihm der Glaube schmeckt, wenn er ihn nie vorher gekostet hat?”, fragt der Theologe und Erziehungswissenschaftler Fulbert Steffensky.

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Dodo Käßmann fordert mehr christliches Selbstbewusstsein

Margot-KässmannEuropäische Christen sollten sich nicht ständig entschuldigen, verlangt die Theologin. Nicht nur der Kirchenbesuch zähle, sondern Verschränkung von Glaube und Vernunft.


ZEIT ONLINE

Die Altbischöfin und Botschafterin der Reformation, Margot Käßmann, fordert in der ZEIT mehr christliches Selbstbewusstsein. “Europäische Christen sollten sich nicht dauernd entschuldigen, dass unsere Kirchen weniger voll sind als etwa in Südkorea”, sagte sie. Kirchenbesucherzahlen sagten nichts über Glaubwürdigkeit aus. Die Europäer hätten es geschafft, Glaube und Vernunft zusammenzuhalten. “Das ist eine Kulturleistung. Wir sollten selbstbewusster sein.”

Käßmann verteidigt die Modernität der evangelischen Kirche: “Die russische Orthodoxie hat uns Protestanten immer wieder vorgeworfen, dass wir verwestlicht seien und die Tradition verraten. Dagegen wehre ich mich. Wir sind tolerant aus Überzeugung.”

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„Verfehlung“: Und die Kirche schweigt

Die Freundschaft der Priesterkollegen Jakob, Dominik und Oliver (v.l.) wird durch den Vorwurf, Dominik habe einen Jungen sexuell misshandelt, hart auf die Probe gestellt Foto: Camino Filmverleih
Spätestens seit 2010 weiß die Öffentlichkeit vom systematischen Missbrauch in katholischen Einrichtungen. Seitdem kämpfen die Opfer um Aufklärung und Entschädigung. Der Spielfilm „Verfehlung“ fragt ab Donnerstag im Kino, ob das Vertuschen in der Kirche Methode hat.


Von Sebastian Schramm|pro Medienmagazin

Verschwitzt und untergehakt gehen Jakob, Dominik und Oliver vom Fußballfeld. Die drei Freunde verbindet viel. In einer Kneipe stoßen die Priester-Kollegen nach dem Spiel gemeinsam auf eine Beförderung an: Oliver wird stellvertretender Generalvikar. Die Heiterkeit des Films „Verfehlung“ endet abrupt, als plötzlich wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs gegen Dominik ermittelt wird. Die ungeheuerlichen Vorwürfe säen Zweifel. Sie stellen nicht nur die enge Freundschaft auf die Probe, sondern auch den Glauben an die gemeinsame Sache und die eigene Integrität.

Mit seinem Regiedebüt wagt sich Gerd Schneider an ein schwieriges Thema: dem Umgang der katholischen Kirche mit dem Missbrauch. Immer wieder habe er sich gefragt: „Wer bin ich eigentlich, dass ich diesen schwierigen Stoff bearbeite?“, sagte der Regisseur bei der Premiere von „Verfehlung“ am Dienstag in Berlin. Am Donnerstag läuft der Film offiziell in den deutschen Kinos an.

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Jeder Christ ein Evangelist

Derwin Gray (li.) war Profi-Footballer, jetzt ist er Pastor. Zum Glauben kam er, weil ihm ein Mannschaftskollege von Jesus erzählt hatte Foto: Willow Creek D/CH
Wer an Jesus glaubt, wird zum Evangelisten. Das sagte der Pastor Leo Bigger beim Willow-Creek-Kongress in Erfurt. Der ehemalige Profi-Footballer Derwin Gray, ist so zum Glauben gekommen.


pro Medienmagazin

Die Grundlage aller Theologie sei, dass Jesus die Menschen liebe, erklärte Leo Bigger, Leiter des International Christian Fellowship (ICF) in Zürich, am Samstag bei seinem Vortrag auf dem Jugendplus-Kongress von Willow Creek. Wer eine solche Liebe erfahre, beginne ganz automatisch, für den Glauben zu werben. „Leuchten“ nenne das die Bibel.

Manche Christen seien wie Flutlichter, ihr Glaube sei kaum zu übersehen. Andere seien wie Kühlschränke. Ihr Glaube sei auf den ersten Blick nicht zu erkennen, erst wenn sie sich öffneten, würden andere ihr Licht sehen. Schließlich könne Gott auch kirchenferne Menschen in Kontakt mit Christen bringen, selbst wenn diese keine Lust hätten, für den Glauben zu werben. Bigger nannte diese Menschen Wunderlampen: „Man weiß nie, wann sie leuchten.“ Die Zuhörer rief er dazu auf, ihren eigenen Stil zu entdecken, wie sie anderen von ihrem Glauben erzählen könnten.

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Die Torah und die Wissenschaft

Wissenschaft und Torah teilen die Auffassung, dass der menschliche Geist diese Ordnung auch rational wahrnehmen kann. (dpa / picture alliance / Daniel Bockwoldt)
Torah und Wissenschaft, Glaube und Wissen, das passe nicht zusammen – so meinen all jene, die von Judentum und Torah nicht viel verstehen. Denn tatsächlich haben beide Dinge gewisse Gemeinsamkeiten und Schnittmengen.


Von Yael Kornblum|Deutschlandradio Kultur

Es gab und gibt immer wieder Versuche, den Wahrheitsgehalt der Torah wissenschaftlich zu belegen. Doch hier soll es nicht um den Beleg des Urknalls oder der Evolution in der Torah gehen, sondern um die allgemeine Fragstellung: Was haben die Torah als religiöse und daher a priori irrationale Schrift und die Wissenschaft, per Definition rational, miteinander gemeinsam? Zwischen ihnen beiden existieren drei Parallelen.

Zunächst: Der Glaube an die Gesetzmäßigkeit der Natur. Wenn es keine Ordnung, keine Kausalität gibt, ist der menschliche Geist wie blockiert. Naturereignisse scheinen dann das Resultat eines Gottes auf Rachefeldzug gegen eine rivalisierende Gottheit. Chaos ist dann die Konsequenz völliger Willkür. Außerdem ist die individuelle Eigenverantwortung dann hinfällig, weil göttlicher Eigenwilligkeiten ausgesetzt. Die moderne Naturwissenschaft konnte nur deshalb entstehen, weil es Menschen gab, die intuitiv an die Gesetzmäßigkeit der Natur glaubten. Dieses intuitive Wissen manifestiert sich übrigens erstmalig in der Torah auf der Suche nach Gott: Abraham beobachtet das Himmelsgestirn und vermutet einen tieferen Sinn, eine Kausalität dahinter. “Die Tage der Erde soll immer währen. Säen und Ernte, Sommer und Winter, Tag und Nacht sollen nie enden.” (Genesis 8,22). Der Glaube an und das Wissen um die Gesetzmäßigkeit der Natur – die erste große Gemeinsamkeit.

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De Maizière: Christlicher Glaube ein „wertvoller Schatz“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sprach beim Kongress christlicher Führungskräfte über seinen eigenen christlichen Maßstäbe für politisches Handeln Foto: pro / Lutz
Beim Kongress Christlicher Führungskräfte in Hamburg hat Bundesinneminister Thomas de Maizière über wertebasiertes Handeln in der Politik gesprochen. Er stellte seine eigenen, christlich geprägten Maßstäbe für seine Arbeit als Politiker vor.


pro Medienmagazin

Die Bedingungen für politisches und unternehmerisches Handeln befänden sich im Wandel, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Aufgabe von Führungskräften sei es, diesen Wandel mitzugestalten. Es gehe darum, ihn zu analysieren und Entscheidungen zu treffen, sich selbst zu reflektieren und die weitere Zukunft im Blick zu haben. „Dabei ist es ist gut und wichtig, einen inneren Kompass zu haben“, sagte der Protestant.

Dieser Kompass könne eine Orientierung an christlichen Grundwerten sein. Wertebasierte Unternehmensführung sei derzeit hochaktuell. „Nie zuvor gab es so viele Reden in der Wirtschaft darüber wie heute.“ Die Schwierigkeit sei, sich auf gemeinsame Werte zu einigen, da jeder andere Werte als wichtig empfinde. „Ich hab großen Respekt vor allen, auch vor Ihnen, die den Versuch unternehmen, verbindliche Werte zu proklamieren“, sagte de Maizière. Für nicht-christliche Unternehmen sei die Einigung auf ein wertebasiertes Leitbild noch eine größere Herausforderung.

Über seinen persönlichen Glauben sagte er: „Christsein und Politik sind für mich keine identischen Welten, aber auch keine getrennten. Sie gehören zusammen und sind aufeinander bezogen. Der christliche Glaube prägt mein Leben, und die Politik gehört zu meinem Leben.“ Seine persönlichen Handlungen seien vom christlichen Menschenbild geleitet. Aus der Bibel lasse sich aber nicht direkt eine christliche Politik ableiten. Er orientiere sich vor allem an den drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe, sagte er.

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Zwingen Sie Ihre religiösen Ansichten nicht Ihren Kindern auf

dawkins

Letzte Woche wurde in der Islington Gazette berichtet, dass der lokale Regierungsrat des Londoner Stadtteil Islington Schweinefleisch-Produkte aus dem Essen der Grundschule verbannt hat.


Von Richard Dawkins|RDF

Das Gerücht eines völligen Verbots wurde seitdem bestritten, und die Wahrheit ist unklar. Es gäbe in der Tat ein gutes Argument für ein Verbot, aus humanitären Gründen. Es gibt nach wie vor überzeugende Beweise dafür, dass Schweine ein Level von Intelligenz und Bewusstsein haben, welches mit unseren geliebten Haustieren vergleichbar ist. Aber solche humanen Überlegungen wurden hier nicht aufgeführt. „Durch den Verzicht auf Schweinefleisch auf der Speisekarte in unseren Schulen können wir Kosten senken und Lebensmittelabfälle reduzieren, um das Budget für das Schulessen unter finanziell schwierigen Umständen maximal zu verwerten“, wurde Stadtrat Joe Caluori, exekutives Mitglied des Rates für Kinder und Familien, in der Gazette zitiert.

Der eigentliche Grund wurde von einem anderen Sprecher des Rates verdeutlicht, wie in der Gazette zitiert und in der The Independent, eine von Großbritanniens renommiertesten nationalen Zeitungen wiedergegeben wurde: „Kleine Kinder, einige nicht älter als vier Jahre alt, mit verschiedenen religiösen und ethnischen Hintergründen können nicht wissen, welche Lebensmittel Schweinefleisch enthalten oder nicht die Bedeutung erkennen, dies aufgrund ihrer Kultur oder ihres Glaubens zu meiden.“

Was auch immer wahr oder falsch an dem ursprünglichen Bericht über das Verbot ist, es steht etwas in diesem Zitat, was heraus sticht und einem ins Auge springt. „Ihr“ Glaube? Der „Glaube“ von vierjährigen Kindern? Kam es den Sprechern nicht in den Sinn, dass Kinder, die zu jung sind, die Bedeutung „ihres“ Glaubens zu erkennen, auch zu jung sein könnten um denselben Glauben ursprünglich zu besitzen? Wie kann der „Glaube“ für ein vierjährigen Kindes „wichtig“ sein, wenn es nicht einmal weiß, was sein Glaube ist?

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Cadenzza/Swarovski: Gegen den bösen Blick – religiös-esoterisch

Hand von Fatima, Symbolbild, wikimedia.org/CC BY 3.0
Fiona Pacifico Griffini-Grasser hat eine Schmuckkollektion, die von ihrem Glauben inspiriert ist, lanciert.


Die Presse.com

Fiona Pacifico Griffini-Grasser hat für das Label Cadenzza der Firma Swarovski Schmuck designt. Die Urenkelin des Unternehmensgründers Daniel Swarovski und Ehefrau von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat sich bei ihren Entwürfen von höheren Mächten leiten lassen, namentlich Buddha und der Hand von Fatima. Die ersten Stücke der Kollektion “by fiona” sind ab März erhältlich.

Für die “Buddha-Kollektion”, das Cadenzza-Debüt der Jetset-Lady, habe sie auch die beiden verwendeten Kristallschliffe selbst kreiert. Seit dem vergangenen Jahr bringe sie “ihre mehr als 20 Jahre Erfahrung in Design und Kunst” bei der Modeschmuckmarke als “Design Director” ein und spüre Trends und Talente auf.

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Leben ist wertvoller als Würde

Kindeswohl

Ian Mc Ewan beschreibt in seinem neuen Roman Kindeswohl die Welt zwischen Recht, Gerechtigkeit und Richtigkeit


Von Andrea Schurian|derStandard.at

Glaube, Liebe, Hoffnung, Recht und Religion, kirchliche und staatliche Autorität, ethische Werte, menschliche Würde, die Grenzen von Macht und Medizin, Moral und Gesetz – es sind existenzielle Themen, die Ian McEwan in seinem jüngst auf deutsch erschienenen Roman Kindeswohl aufwirft. Fiona Maye, 59, kinderlos, ist Familienrichterin am High Court. Ihr Eheleben geht den Bach hinunter, und während sie das Ansinnen ihres Mannes Jack, sie möge seinen geplanten Seitensprung doch bitte als – zugegeben extravagantes – Eheaufputschmittel genehmigen, wortkarg abschmettert und mit dem Austauschen der Türschlösser quittiert, vermag sie ihre juristisch schwerwiegenden Entscheidungen zum Wohl des Kindes eloquent zu untermauern. Nur in Ausnahmefällen, so heißt es im Gesetz, nur wenn das seelische oder körperliche Kindeswohl gefährdet ist, darf der Staat in des Erziehungsrecht der Eltern eingreifen. Doch wann genau ist das? Schließlich wollen Väter und Mütter meist das Beste für ihre Kinder. Wann aber ist das Beste schlicht nicht gut?

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Franz-Witz: Ideologischer Einfluss der EU destabilisiert Familien

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst warnt: Litauen sei durch seine EU-Mitgliedschaft einem “ideologischen Einfluss” ausgesetzt, der die herkömmlichen Familienstrukturen destabilisiere.


kath.net

Papst Franziskus hat die Bischöfe Litauens zur Verteidigung der klassischen Familie aufgerufen. Als Mitglied der EU sei das Land einem “ideologischen Einfluss” ausgesetzt, der die herkömmlichen Familienstrukturen destabilisiere, sagte Franziskus den Bischöfen bei ihrem turnusmäßigen Besuch am Montag im Vatikan. Er kritisierte einen “falsch verstandenen Sinn für die persönliche Freiheit” und einen wachsenden Relativismus. Dagegen solle die Kirche mit Vernunft und Glauben angehen und besonderen Wert auf die Familienseelsorge legen.

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Michel Houellebecq – zuviel Raël gelesen?

Michel Houellebecq schätzt die Religion. Auch den Islam Foto: ActuaLitté | flickr | CC BY-SA 2.0
Michel Houellebecq hat die Religion gesucht, aber nie zu einem Glauben gefunden. Dennoch schätzt er Islam und Christentum, wie er nun in Interviews verriet, und stellt fest: „Es geht nicht ohne Religion.“


pro Medienmagazin

Michel Houellebecqs Buch „Unterwerfung“ steht auf Platz eins der Bestsellerliste in Deutschland. Und das, obwohl es umstritten ist. Kritiker warfen ihm Islamophobie vor. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung wiederholte er nun, was er bereits bei seiner Lesung in Köln sagte: Der Vorwurf sei kompletter Unsinn. „Gleichzeitig sage ich aber nach diesen Attentaten, dass jeder, der darauf Lust hat, das Recht hat, ein islamophobes Buch zu schreiben.“ Bei dem Anschlag auf die Pariser Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo am 7. Januar starb Houellebecqs Freund Bernard Maris. Houellebecq steht sei dem 8. Januar unter Personenschutz. Angst hat er dennoch keine: „Warum sollte ich? Mein Buch beleidigt den Islam in keinster Weise. Wenn ich Angst habe, dann nur davor, dass jetzt viele Angst haben, ihre Meinung zu sagen.“

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Politischer Islam: Im Kampf um Seele, Herz und Kopf

islam_frauenJeder Glaube will überzeugen. Wie aber wirbt der politische Islam für sich? Seine Anhänger halten abgeschlagene Köpfe hoch, schwenken Maschinengewehre und geraten in mörderische Rage wegen gezeichneter Strichmännchen.


Von Caroline Fetscher|DER TAGESSPIEGEL

Amerikaner haben nach 1945 für ihr Lebensmodell geworben. Sie taten das nicht allein in Deutschland, sondern in sämtlichen vom Zweiten Weltkrieg erschütterten Gebieten. Unter dem Namen Marshallplan als Dachbegriff wurde das European Recovery Program (ERP) bekannt, assoziiert wird es meist mit den Milliarden Dollar, die nach dem Krieg aus den USA in die zerstörten Städte und Gesellschaften Europas geflossen sind.

Weniger bekannt ist, in welchem staunenswerten Ausmaß dieses Programm nicht nur Gelder exportiert hat, sondern auch Gedanken. Um Demokratie und Freiheit zu vermitteln, gab es Abteilungen für Film, Radio, Presse, visuelle Medien.

„Selling Democracy“ hieß das Programm. Gemeint war: für Demokratie werben. Ja, die Gesamtstrategie fügte sich ins Konzept des Kalten Krieges. Zugleich handelte es sich bei dem Programm um das vermutlich größte und produktivste Geschenk der Geschichte. Seine Geber, die Vereinigten Staaten, sind weiterhin die Nummer eins der beliebtesten Einwanderungsstaaten der Erde.

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Solidarität mit den Berufsspöttern? Ja!

Ein Kind hält am 7. Januar das Solidaritätssymbol „Je suis Charlie” in den nächtlichen Himmel Brüssels Foto: Valentina Calà | flickr | CC BY-NC 2.0
Nach dem Terroranschlag in Paris solidarisieren sich im Netz und auf den Straßen tausende Menschen mit einem französischen Satiremagazin, das gerne sämtliche Religionen verhöhnt. Warum Christen mitmachen sollten – und was Pegida damit zu tun hat.

Von Nicolai Franz|pro Medienmagazin

Ich bin Christ. Mein Glaube ist mir sehr viel wert. Ich versuche, so gut wie möglich Jesus nachzufolgen, auch wenn ich es oft nicht schaffe. Weil ich überzeugt davon bin, dass dies die beste Art zu leben und zu glauben ist. Es verletzt mich, wenn Menschen meinen Glauben, meinen Gott verhöhnen.

Und ich bin Demokrat. Ich respektiere Meinungen, die ich für falsch halte, die meinem Glauben widersprechen oder die mich in meinem tiefsten Inneren angreifen.

Für viele Zeitgenossen ist der Glaube der Feind von Toleranz und Meinungsvielfalt. Ich halte das für Blödsinn. Mein Glaube befähigt mich erst dazu, Menschen anzunehmen, wie sie sind, und seien sie in meinen Augen noch so borniert und arrogant.

Christen müssen ihren Gott nicht rächen. Jesus lässt den Hohn und Spott dieser Welt über sich ergehen. Dieses Denken ist den Islamisten fremd, für Christen ist es selbstverständlich.

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Hoffnung: „Ich will alles, und es soll toll sein“

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Wenn das Hoffen aufhört, ist das der Tod, sagt Markus Gabriel. Ein Gespräch über Theokratie und den Ausschluss Andersgläubiger.


Von Patricia Hecht und Jan Feddersen|taz.de

taz: Herr Gabriel, war Hoffnung schon immer da?

Markus Gabriel: Ich würde sagen: Hoffnung ist eine anthropologische Konstante. Sie hängt mit Freiheit zusammen. Hoffnung heißt, dass die Dinge anders sein können. Menschen haben einen Sinn im Kern ihres Denkens und Fühlens dafür, daran zu glauben.

Menschen hoffen also seit der Ursteinzeit?

Ja. Der Mensch war immer frei. Deshalb kann er denken: Oh, dort hinter der nächsten Ecke könnte es aber besser sein. Schon in der Frühzeit machten Menschen Dinge radikal anders: Jetzt sind wir keine Nomaden mehr, jetzt versuchen wir es mal mit Ackerbau. Oder: Wie wär’s, einen König zu haben – oder wie wär’s, den zu köpfen? Radikale Möglichkeiten sind immer angelegt, wenn man von Freiheit spricht.

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US-Evangelikale: Naturkatastrophen sind Zeichen der Apokalypse

Die apokalyptischen Reiter
Die apokalyptischen Reiter
Meinungsumfrage zum Zusammenhang von Glaube und Klimawandel


kath.net

Weiße Evangelikale in den USA schreiben Naturkatastrophen eher der Endzeit als dem Klimawandel zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Public Religion Research Institutes (Forschungsinstitut für Religionsfragen/Washington). Demnach glauben 77 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe, dass Naturkatastrophen ein Zeichen der herannahenden Apokalypse sind, während sie 49 Prozent für eine Folge der Erderwärmung halten. Unter der gesamten US-Bevölkerung gehen 62 Prozent davon aus, dass eine Zunahme solcher Katastrophen das Ergebnis der Klimaveränderungen ist. 49 Prozent meinen, sie seien Vorboten der Endzeit. 2011 waren 44 Prozent dieser Auffassung.

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TV-Dokumentation zeigt Glaube ohne Kirche

Die „Religiöse“ Maria (r.) besucht ein Hospiz. Sie sagt: „Wenn es nach dem Tod nichts gäbe, keinen Glaube, keinen Gott, keine Auferstehung, dann wäre so ein Menschenleben wie ein Windstoß – vorbei, Nächster.“ Foto: BR
Ein Jahr lang haben über 10.000 User auf dem Blog des Bayerischen Rundfunks über die Frage „Woran glauben die Menschen heute?“ diskutiert. Vier Arten zu glauben wurden herausgefiltert. Der BR zeigt am Samstag die Dokumentation dazu.

pro Medienmagazin

Woran glauben die Menschen heutzutage? Ein Jahr wurde diese Frage im Internet auf dem BR-Blog www.woranglauben.de diskutiert. Über 10.000 User haben mitgemacht, Hunderte ihr Glaubensbekenntnis geschickt. Aus den zahlreichen Kommentaren haben die BR-Autorinnen Christiane Miethge und Eva Achinger vier große Glaubenslinien herausgefiltert, mit Unterstützung des „Cred-O-Mat“, einem wissenschaftlichen Test für Glaubensfragen.

Jeweils einen Vertreter eines Glaubenstypen, wie etwa der „Religiöse“ oder der „Wissenschaftsgläubige“, haben sie mit der Kamera für ihre Dokumentation begleitet. Der BR zeigt sie am Samstag, den 1. November, um 19.00 Uhr.

„Glaube ist ein sinnstiftendes Vertrauen in eine Überzeugung“

Da Glaube heute sehr individuell ist, versuchten die Autorinnen diese vielen Glaubensformen zu bündeln. Eine wissenschaftliche Analyse der Kommentare sollte dabei helfen. Tatjana Schnell von der Universität Innsbruck entwickelte den „Cred-O-Mat“. Er half, Kategorien zu bilden und gibt den Usern gleichzeitig Rückmeldung, woran sie bewusst oder unbewusst glauben: Liebe, Freiheit, Natur, Gott. Die Definition, die dahinter steckte: „Glaube muss nichts mit Religion zu tun haben, er ist ein sinnstiftendes Vertrauen in eine Überzeugung“.

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