Seyran Ates für Kopftuchverbot für Lehrer und Richter

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Die Anwältin und Gründerin der liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ates, hat sich für ein striktes Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst ausgesprochen.

Frankfurter Rundschau

Die Frauenrechtlerin Seyran Ayes warnte vor einer zunehmenden Islamisierung der deutschen Gesellschaft. „Wir müssen hinschauen“, sagte sie am Donnerstagabend in Münster. Es sei ein kritischer Punkt erreicht, wenn selbst Kinder in Kitas und in Grundschulen heute Kopftücher trügen. Die Kleidung sei kein Bestandteil der fünf Säulen des Islams, betonte die Imamin. Die Politik müsse das Problem, dass Parallelstrukturen in Schulen und Justiz entstünden, ernst nehmen.

Kopftuchverbot an Schulen?

Es sei nicht hinnehmbar, wenn Kinder vom Schwimmunterricht abgemeldet würden. Auf diese Weise werde wieder eine Geschlechtertrennung „durch die Hintertür eingeführt, obwohl das Grundgesetz die Gleichheit von Mann und Frau garantiert“, kritisierte sie und forderte: „Der Islam braucht eine Reformation.“

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Alles Christentum, oder was?

Bild: Deutsche Welle

Weihnachten, Ostern, Pfingsten – der Kalender zeigt: das Christentum gibt hierzulande den Takt an. Aber nicht nur, was unseren Jahresrhythmus betrifft, sondern auch in zahlreichen gesellschaftlichen Belangen.

Von Clemens FinzerDeutsche Welle

Die Würde des Menschen, soziale Gerechtigkeit oder das Tötungsverbot – die Handlungsanweisungen der zehn Gebote oder der Bergpredigt haben unsere Lebenskultur bis heute geprägt. „Die wesentlichen Grundbegriffe, wie sie heute im Recht beispielsweise normativ sind – Solidarität, der Begriff der Person oder der Menschenwürde – sind vom Christentum ausbuchstabiert worden“, sagt der Rechtsphilosoph Thomas Gutmann aus Münster. Es sei der Verdienst der Kirchenväter gewesen, die christliche Theologie früh an die griechische Philosophie und das römische Reich anzubinden, so der Forscher am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster.

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