UN-Bericht: Immer mehr IS-Gräueltaten bei Mossul

Zahlreiche Menschen sind auf der Flucht. Dieses Foto vom 6. November 2016 zeigt Zivilisten in einem südlichen Vorort von Mossul. Foto: dpa
Zahlreiche Menschen sind auf der Flucht. Dieses Foto vom 6. November 2016 zeigt Zivilisten in einem südlichen Vorort von Mossul. Foto: dpa
Die Vereinten Nationen (UN) berichten über neue Gräueltaten des IS im Irak. Mindestens 40 Zivilisten wurden demnach hingerichtet und ihre Leichen an Strommasten aufgehängt.

Frankfurter Rundschau

Die von irakischen Truppen bedrängte IS-Terrormiliz begeht nach UN-Informationen in der Stadt Mossul immer mehr Gräueltaten an der Zivilbevölkerung. Zeugen würden von Massenhinrichtungen, Folter, Sexualverbrechen an Frauen und Mädchen sowie von der Zwangsrekrutierung von Kindern als Kämpfer berichten, sagte eine UN-Sprecherin am Freitag in Genf. Mindestens 60 Menschen wurden demnach getötet. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, rief einer Mitteilung zufolge zu sofortigen Schutzmaßnahmen für die Zivilbevölkerung auf.

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Vatikan verteidigt Papst gegen scharfe Kritik aus der Türkei

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
  • Papst Franziskus bezeichnet das Massaker an den Armeniern bei seinem Besuch in Eriwan zum wiederholten Male als Völkermord.
  • Das empfindet die Türkei als „Kreuzfahrermentalität“, woraufhin der Vatikan vehement widerspricht.
  • Die Gräultaten des Osmanischen Reiches sind in der Türkei ein Politikum, der Begriff „Völkermord“ wird dort strikt abgelehnt.

Süddeutsche.de

Der Ton zwischen dem Vatikan und der Türkei wird schärfer. Nachdem Papst Franziskus am ersten Tag seiner Armenienreise das Massaker im Osmanischen Reich vor 101 Jahren als Völkermord verurteilte, reagierte der türkische Vize-Regierungschef Nurettin Canikli empört. Die Erklärung sei „sehr unglücklich“, habe „keinerlei Bezug zur Realität“ und zeige eine „Kreuzfahrermentalität“ des Papstes.

Das wiederum wollte der Vatikan nicht auf sich sitzen lassen. „Der Papst befindet sich nicht auf einem Kreuzzug“, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Franziskus versuche nicht, Kriege zu organisieren oder Mauern zu erreichten, er wolle Brücken bauen. „Er hat die Menschen in der Türkei nicht angegriffen oder beleidigt“. sate Lombardi.

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Was der Islam wirklich unter „Dschihad“ versteht

Foto: dpa In diesem Video verkündete die Terrormiliz IS Ende Januar die Gründung eines Ablegers in Afghanistan
Das Wort „Dschihad“ hat die Welt verändert: In seinem Namen geschehen immer neue Gräueltaten. Doch was verstehen Koran und islamische Lehrtradition wirklich unter „Heiligem Krieg?“ Eine Einführung.


Von Rüdiger Seesemann|DIE WELT

„Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ – dieser Satz ist derzeit als Antwort auf im Namen des Islam verübte Terrorakte so häufig und von so vielen unterschiedlichen Akteuren zu hören wie selten zuvor. Zuletzt nach der auf Video zur Schau gestellten brutalen Verbrennung eines jordanischen Piloten durch den „Islamischen Staat“. Selten gab es nach solchen Gewalttaten mehr Distanzierungserklärungen von Vertretern hiesiger muslimischer Verbände. Zugleich erheben sich nach derartigen Ereignissen immer wieder die anderen Stimmen, die das Gegenteil behaupten: Es sei der im Grunde seines Wesens gewaltaffine Islam, der solche Taten hervorbringe. Aussage, so scheint es, steht gegen Aussage.

Auffällig ist das Schweigen der eigentlichen Experten in dieser Frage: Von Islamwissenschaftlern kam fast keine Stellungnahme. Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Islamwissenschaft nach wie vor der Vormoderne weit mehr Aufmerksamkeit schenkt als der Moderne. Vielleicht liegt es auch daran, dass ihr das Verweilen im kühlen Elfenbeinturm angesichts der Hitze der Debatten attraktiver erscheint. Dabei liefern die aktuellen Entwicklungen Anlass genug, dem Verhältnis zwischen Islam und Gewalt auf fundierter wissenschaftlicher Basis nachzugehen.

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Kriegsverbrechen: Ermittlungen gegen deutsche IS-Dschihadisten

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com
Deutsche begehen Gräueltaten im Namen des Islamischen Staats. Nun werden IS-Kämpfer nach ihrer Rückkehr womöglich wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Auch Ex-Rapper Deso Dogg steht im Verdacht.


Von Florian Flade|DIE WELT

Der Angriff begann am Abend des 16. Juli 2014. Hunderte Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) attackierten das von syrischen Regierungstruppen bewachte Al-Shaer-Gasfeld in der Provinz Homs. Das Ergebnis des Überfalls dokumentieren die wackeligen, von Handkamera aufgezeichneten Videos, die IS-Dschihadisten später ins Internet stellten:

Zu sehen sind darin unzählige blutüberströmte Leichen von syrischen Soldaten und Mitarbeitern der Gas-Förderanlagen. Wie viele Menschen bei dem IS-Angriff ermordet wurden, ist bis heute unklar. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht von bis zu 270 Toten.

Ein Video, das offenbar kurz nach dem Überfall entstand, zeigt einen deutschen IS-Terroristen, der über einem Berg von Leichen trohnt. „Wie ihr sehen könnt, haben wir diese Tiere geschlachtet“, prahlt der Dschihadist. „Wir haben gekämpft. Und Allah hat uns den Sieg gewährt!“

Der Mann, der sich mit der Ermordung wohl Hunderter Menschen brüstet, heißt Fared S., ist 25 Jahre alt und kommt aus Bonn. Er ist einer von rund 600 Islamisten aus Deutschland, die sich dem Islamischen Staat nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden angeschlossen haben.

Es sind unter anderem schockierende Aufzeichnungen wie jene, die derzeit für ein Umdenken in der deutschen Justiz sorgen. Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ werden deutsche IS-Kämpfer nach ihrer Rückkehr womöglich wegen Kriegsverbrechen angeklagt.

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Auswertung von TV-Sendungen: Medien berichten negativ über den Islam

Tacheles, screenshot Brightsblog
Tacheles, screenshot Brightsblog
Wenn Medien über Religionsgruppen berichten, dann meist negativ – insbesondere der Islam kommt nicht gut weg. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, über die der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe berichtet.


SpON

Über Religionsgruppen wird in den Medien meistens mit negativer Tendenz berichtet. Zu diesem Schluss kommt der Schweizer Auswertungsdienst Media Tenor, der seit 2001 für seine Analyse zahlreiche Medien untersuchte. Eine der wenigen Ausnahmen sei Papst Franziskus, der oft gut wegkomme. Besonders kritisch sei die Tonalität in Berichten über den Islam.

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Dem „Islamischen Staat“ geht das Geld aus

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com
Der US-Sonderbeauftragte John Allen ortet Erfolg der Militäroffensive gegen die Terrormiliz. Sie tue sich „erkennbar schwerer, die Gehälter zu zahlen“.


Die Presse.com

Der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) geht nach Einschätzung des US-Sonderbeauftragten John Allen das Geld aus. „Unsere Militäroffensive hat dazu geführt, dass die Einnahmen der Gruppe aus dem Ölgeschäft deutlich zurückgegangen sind“, sagte der Ex-General dem „Spiegel“ laut einer Vorausmeldung vom Sonntag. Der Miliz falle es derzeit „erkennbar schwerer, die Gehälter zu zahlen“.

Die USA und zahlreiche Verbündete greifen seit Monaten IS-Stellungen in Syrien und im Irak an. Dadurch gelang es, den Vormarsch der Extremisten zu stoppen. Allerdings kontrollieren sie nach wie vor große Gebiete in beiden Ländern. In dem von ihnen ausgerufenen „Kalifat“ setzten sie mit Gräueltaten radikalislamische Regeln durch.

Burbach: Abu Ghraib in NRW

Screenshot: youtube
Screenshot: youtube
Die Ermittlungen gegen die Wachleute in Burbach und Gießen dauern an. Durch die Berichterstattung haben sich weitere Betroffene gemeldet.

FOCUS ONLINE

Besonders das Ausmaß der Gräueltaten überrascht. Der Geschäftsführer und Mitbegründer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, sagt im Interview mit FOCUS Online: „Für mich ist schockierend, dass diese Vorfälle sich über zwei Wochen hingezogen haben sollen. Wenn es wiederholt vorkommt, ist das eine ganz neue Dimension.“

Die Taten zeigten, dass die Kontrollinstanzen versagten. Burkhardt sagt: „Wer kontrolliert diese Firma und warum gab es offensichtlich keine Person, die das Vertrauen der Flüchtlinge hatte? Ich sehe hier die Landesregierung in der Pflicht: Sie muss die Arbeit der privaten Betreiber kontrollieren.“

Patriarch: Keine Gräueltaten gegen Christen im Nordirak

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com
Der chaldäisch-katholische Patriarch Louis Raphaël I. Sako hat Berichten über Gräueltaten an Christen im Nordirak widersprochen. Bisher sei lediglich ein Mann an einem Checkpoint umgebracht worden, sagte er nach Angaben der französischen katholischen Tageszeitung „La Croix“ (Donnerstagsausgabe). Die sunnitische Terrorgruppe „Islamischer Staat“ habe Christen weder gefoltert noch enthauptet.

evangelisch.de

In Mossul hätten die Terroristen Geld gestohlen, aber die Christen nicht körperlich angegriffen. Allerdings seien die Gläubigen massenhaft vertrieben worden. Sako nannte die Zahl von 200.000 Flüchtlingen, etwa die Hälfte von ihnen seinen Christen.

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