Union für Moschee-Steuer

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Christliche Kirchenmitglieder zahlen in Deutschland auch eine Kirchensteuer – geht es nach der Union könnten Muslime künftig auch eine Moschee-Steuer zahlen. Auch die SPD zeigt sich offen für den Vorstoß.

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Politiker der großen Koalition haben sich für die Einführung einer Moschee-Steuer für Muslime ausgesprochen. Unions-Bundestagsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) sagte der Zeitung „Die Welt“, Ziel müsse sein, „dass sich der Islam in Deutschland von der Einflussnahme ausländischer Staaten emanzipiert und eine stärkere Inlandsorientierung gewinnt“.

Eine Moschee-Steuer wäre dazu „ein wichtiger Schritt“. Sie würde es Muslimen erlauben, finanziell auf eigenen Füßen zu stehen. „Der Weg zur Erhebung einer solchen Steuer ist bereits heute grundsätzlich offen“, sagte Frei. Auch der Justiziar der Unionsfraktion, Michael Frieser (CSU), unterstützt eine Moschee-Steuer. „Das Ziel muss eine eigenständige Finanzierung sein, um die Unabhängigkeit der Moscheegemeinden zu gewährleisten“, sagte Frieser der „Welt“. Er gehe davon aus, dass eine solche Steuer für mehr Transparenz sorgen werde.

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Seyran Ates für Kopftuchverbot für Lehrer und Richter

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Die Anwältin und Gründerin der liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ates, hat sich für ein striktes Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst ausgesprochen.

Frankfurter Rundschau

Die Frauenrechtlerin Seyran Ayes warnte vor einer zunehmenden Islamisierung der deutschen Gesellschaft. „Wir müssen hinschauen“, sagte sie am Donnerstagabend in Münster. Es sei ein kritischer Punkt erreicht, wenn selbst Kinder in Kitas und in Grundschulen heute Kopftücher trügen. Die Kleidung sei kein Bestandteil der fünf Säulen des Islams, betonte die Imamin. Die Politik müsse das Problem, dass Parallelstrukturen in Schulen und Justiz entstünden, ernst nehmen.

Kopftuchverbot an Schulen?

Es sei nicht hinnehmbar, wenn Kinder vom Schwimmunterricht abgemeldet würden. Auf diese Weise werde wieder eine Geschlechtertrennung „durch die Hintertür eingeführt, obwohl das Grundgesetz die Gleichheit von Mann und Frau garantiert“, kritisierte sie und forderte: „Der Islam braucht eine Reformation.“

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Gründerin liberaler Moschee in Berlin bekommt 100 Morddrohungen

Deutschlands erste Imamin gründete liberale Moschee und bekommt nun Morddrohungen. FOCUS Online/Wochit
Die Gründerin der liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ates, wird nach zahlreichen Drohungen verstärkt von der Polizei geschützt. Wie aus ihrem Umfeld bekannt wurde, ist die Anwältin schon mehrfach bedroht worden, auch einmal auf offener Straße. Daraufhin sei der Personenschutz für die Frauenrechtlerin rund um die Uhr verschärft worden.

FOCUS ONLINE

Ates sagte dazu der „Welt am Sonntag“, sie habe bereits rund 100 Morddrohungen bekommen. „Über die sozialen Medien habe ich wegen der Moscheegründung so viele Morddrohungen bekommen, dass das LKA zu der Einschätzung gelangt ist, mich rund um die Uhr schützen zu müssen.“

Ates war 1984 bereits Opfer eines Attentats geworden und dabei lebensgefährlich verletzt worden.

Jüngst hatte die Anwältin, die sich für einen säkularen und liberalen Islam einsetzt, im Stadtteil Moabit die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee gegründet. Dort können Frauen und Männer, Sunniten, Schiiten und Aleviten gemeinsam beten.