Haut samt Haaren im Labor gezüchtet

Fluoreszenzmarker lassen die induzierten Stammzellen in diesem gezüchteten und implantierten Hautstück grün leuchten. © Takashi Tsuji/ RIKEN
Neue Haut aus dem Labor: Forschern ist es erstmals gelungen, komplettes Hautgewebe aus Stammzellen zu züchten. Die neue Haut umfasst alle drei Hautschichten sowie Haarfollikel und Schweißdrüsen und ist damit im Gegensatz zu bisherigem Hautersatz vollkommen funktionstüchtig. Dieser Durchbruch eröffnet künftig neue Möglichkeiten, Verbrennungsopfern oder Menschen mit Haarausfall zu helfen, wie die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“ berichten.

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Forschern ist es inzwischen gelungen, eine ganze Reihe von Geweben und Organen im Labor zu züchten, darunter Muskelfasern, den Meniskus und sogar eine Vorform des Gehirns. Ein Gewebetyp jedoch entzog sich bisher der naturgetreuen künstlichen Herstellung: die Haut.

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Neues Wundermittel bei Haarausfall?

Anscheinend gibt es Grund zur Hoffnung für Menschen mit Haarausfall. Das amerikanische Magazin „Science Advances“ hat unlängst Forschungsergebnisse einer wissenschaftlichen Studie der Columbia University in New York veröffentlicht, die sich intensiv mit modernen Behandlungsmethoden des Haarausfalls beschäftigt. Die Wissenschaftlerin Angela Christiano hat die Studie im Medical Center der Universität geleitet und dabei den Einfluss eines bestimmten Enzyms auf das Haarwachstum entdeckt.

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JAK-Enzymblocker regen das Haarwachstum an

{1l}Das wissenschaftliche Team untersuchte Prozesse in den Haarfollikeln von Menschen und Mäusen. Hierbei stießen sie auf eine bestimmte Art von Enzymen. Solche, die zu der Familie der sogenannten Januskinasen (JAK) gehören, würden die Entwicklung von neuen Haaren hemmen und die Follikel in die Ruhephase (Endes des Lebenszyklus im Haarwachstum) versetzen.

Die Ergebnisse legen nahe, dass bei einer Hemmung der Enzyme der natürliche Prozess des Haarwachstums wieder aktiviert und angeregt werden könne. Der entsprechende Versuch an Mäusen innerhalb der Studie war erfolgreich. Für das Ausschalten der JAK-Enzyme kommen zwei Substanzen in Frage – Ruxolitinib und Tofacitinib. Diese sind in Deutschland bereits für die medizinische Verwendung zugelassen und finden bei der Behandlung von Blut- oder Rheumaerkrankungen ihren Einsatz. Eine Ausweitung der Indikation wäre durchaus denkbar und der erste Ansatz in der Entwicklung von JAK-Hemmern zur Behandlung von Haarausfall.

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Sterbehilfe mit Ayurveda-Medizin

Bild: en.vyganews.com
Statt der erhofften Entgiftung gab es Kügelchen voller Quecksilber, Blei oder Arsen: Zwei deutsche Ehepaare haben sich nach SPIEGEL-Informationen bei einem Kuraufenthalt auf Sri Lanka vergiftet.

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Der Skandal um belastete Ayurveda-Medikamente weitet sich aus: Bei zwei Ehepaaren aus Nordrhein-Westfalen sind erhöhte Arsen-, Blei- oder Quecksilberwerte gemessen worden. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Die neue Ausgabe finden Sie hier.)

„Die Vergiftungen sind erheblich“, sagt Siddhartha Popat im SPIEGEL, ein Allgemeinmediziner aus dem rheinland-pfälzischen Sankt Katharinen, der die Patienten behandelt. „Sie haben Magenkrämpfe, Durchfälle, Kopfschmerzen, Haarausfall und leiden unter Vergesslichkeit.“

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