Das unwürdige Hin-und-Her im Todestrakt von Arkansas

Don Davis (r.) saß schon an seiner Henkersmahlzeit, als seine Exekution in Arkansas ein weiteres Mal gestoppt wurde. Auch die Exekution von Bruce Ward wurde ein weiteres Mal aufgeschoben. © Arkansas Departmend of Correction/AP
Eine Exekutionsserie weil das Haltbarkeitsdatum des Giftcoktails abläuft – schon das hat Arkansas in den Fokus gerückt. Inzwischen ist der Streit zu einem unwürdigen Gezerre ausgeartet. Ein Verurteilter saß schon bei seiner Henkersmahlzeit. Und durfte dann doch weiterleben. Vorerst.

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Die Uhr tickte. Unaufhaltsam rückte Mitternacht heran. Don Davis, schon 1992 des Mordes überführt, aß Brathühnchen mit Kartoffelbrei, Bohnen, Brötchen und Erdbeertorte zum Nachtisch – seine Henkersmahlzeit. Doch die Exekution am späten Abend des Ostermontags fand nicht statt. Im letzten Moment bestätigte der Supreme Court, das höchste US-Gericht, den zuvor vom höchsten Gericht des US-Bundesstaates Arkansas erlassenen Stopp einer geplanten Hinrichtungsserie. Diese sollte mit Davis‘ Exekution starten.

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Arkansas: Pharma-Firmen klagen gegen Gebrauch ihrer Stoffe bei Hinrichtungen

Das Todesurteil gegen diese Männer will der US-Bundesstaat Arkansas in einer Hinrichtungsserie vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums des Giftcocktails vollstrecken. © Arkansas Department of Correction/AFP
Ehe das Haltbarkeitsdatum für den Giftcocktail abläuft, will der US-Bundesstaat Arkansas noch rasch mehrere Todeskandidaten hinrichten. Mehrere Pharma-Firmen wollen nun den Gebrauch ihrer Mittel vor Gericht verhindern.

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Eine US-Tochterfirma des deutschen Medizinkonzerns Fresenius geht gegen eine im US-Bundesstaat Arkansas geplante Serie von Hinrichtungen vor. Zusammen mit dem Unternehmen West-Ward Pharmaceuticals schloss sich Fresenius Kabi USA einer Klage vor einem Bezirksgericht in Arkansas an, wie ein Firmensprecher am Freitag mitteilte. Ziel ist es demnach, dass Arkansas Medikamente der Firmen nicht bei den geplanten Hinrichtungen verwenden darf. Der Bundesstaat beabsichtige, das Medikament Kaliumchlorid bei den geplanten Hinrichtungen zu verwenden – als Teil eines Giftcocktails.

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