Europas Christen fühlen sich wie neue Hexen

Themenbild, dw.de

Sind sie in ihrer eigenen Heimat tatsächlich immer weniger sicher? Europas Christen fühlen sich mitten im Abendland verfolgt. Viel stärker als etwa Muslime seien sie ausgegrenzt, würden vom Gesetzgeber diskriminiert und zum Ziel von Hassverbrechen – auch in Deutschland.

Von Jan Grundmannnews.de

Erst machten die Christen Europa groß, die gemeinsame Religion einte die unterschiedlichen Staaten des Abendlandes. Doch nun macht Europa die Christen klein und diskriminiert sie. Dies zumindest beklagen einige Vertreter der Religion mit dem Kreuz – und sprechen gar von einer Christen-Verfolgung mitten in Europa.

Zu den Wortführern in Sachen Christenverfolgung zählt das österreichische «Dokumentationsarchiv für Intoleranz gegen und Diskriminierung von Christen in Europa». Deren Chefin Gudrun Kugler warnt: «Studien zeigen, dass 85 Prozent aller anti-religiös motivierten ‹hate crimes› gegen Christen gerichtet sind». Damit seien Christen die am meisten verfolgte Religion der Welt.

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Wider den Säkularismus

Bild: humanismus.aktuell

Report: Diskriminierung von Christen in Europa nicht totschweigen

kath.net

Vor einer zunehmenden rechtlichen Diskriminierung von Christen und der vermehrten Intoleranz gegenüber christlichen Positionen in Europa warnt der neue „Report 2011“ der in Wien ansässigen Beobachtungs- und Dokumentationsstelle „Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe“. Das Dokumentationsarchiv recherchierte und dokumentierte für das Jahr 2011 180 Vorfälle von Intoleranz und Diskriminierung, die im Bericht aufgeführt sind. Studien zeigten, dass 85 Prozent aller sogenannten „hate crimes“ gegen Christen gerichtet sind. Wie „Observatory“-Leiterin Gudrun Kugler betonte in einer Presseaussendung am Montag betont, dürfe diese Tatsache „in der öffentlichen Debatte nicht totgeschwiegen“ werden.

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Neonazis in den USA

halsloser Nazi-Doppel-Whopper; Getty images

Der Mord an dem US-Neonazi Jeff Hall zeigt vor allem eines: Auch in der amerikanischen Gesellschaft sind Rechtsextreme aktiv. Die meisten Hassgruppen sind zwar zersplittert und zerstritten. Bürgerrechtler warnen trotzdem.

Von Marc PitzkeSpON

Bei der Erinnerung an den Vorfall geriet Jeff Schoep schnell ins Schwärmen: Eine tolle „Schlacht“ sei das gewesen, bei der sich seine „Kameraden“ gegen die „bewaffneten Entarteten“ zur Wehr gesetzt hätten. „Als alles vorbei war“, schreibt Schoep auf seinem Blog, „hatten wir den Kommunisten-Abschaum in die Flucht geschlagen.“ Er selbst habe einen „Anarchisten“ verprügelt: „Es war mir eine Ehre.“

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