Schlagwort-Archive: Hessen

Hessen: Hochburg der Salafisten

© dpa Türöffner: Aktionen wie die „Lies“-Kampagne seien ein Weg zu den Salafisten. Hier ist ein Teilnehmer auf der Frankfurter Zeil unterwegs.
Enthauptungen schrecken nicht mehr ab. Die brutale Variante des Islamismus hat laut Verfassungsschutz in Hessen besonders viele Anhänger. Die Rückkehrer aus Syrien würden als „Kriegshelden“ in der hessischen Szene gefeiert.


Von Ewald Hetrodt|Frankfurter Allgemeine

Die salafistische Szene in Hessen ist viel stärker, als die Größe des Landes es eigentlich erwarten ließe. Das geht aus aktuellen Zahlen des Verfassungsschutzes hervor. Hessen zählt sechs Millionen Einwohner, darunter sind rund 1600 Salafisten. Nur 300 mehr halten sich in Nordrhein-Westfalen auf, in dem dreimal so viele Menschen leben. Auch im bundesweiten Vergleich ist der hessische Anteil unverhältnismäßig hoch. In ganz Deutschland leben etwa 7500 Salafisten.

Dass Hessen außer Berlin und NRW zu den drei Hochburgen der deutschen Szene gehöre, führt Roland Johne vom Landesamt für Verfassungsschutz in erster Linie auf die städtischen Strukturen des Ballungsraums Rhein-Main zurück. Andererseits weist er darauf hin, dass sich auch in Kassel einiges tue. Im Übrigen seien in Hessen „Zugpferde“ wie Pierre Vogel unterwegs. Sie verstünden sich besonders gut darauf, Menschen zu mobilisieren.

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Präsident des Zentralrats der Juden ist für islamischen Religionsunterricht

Präsident Josef Schuster vom Zentralrat der Juden befürwortet neue Schritte, um islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache einzuführen.


evangelisch.de

Bild: bb
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Dieser Unterricht müsste von angemessen ausgebildeten Imamen an den allgemeinbildenden Schulen angeboten werden, sagte Josef Schuster am Mittwochabend im Münchner Presseclub. Dagegen würde in einigen Moscheegemeinden “gerade jungen Menschen Gedankengut vermittelt, das nicht dem entspricht, was ich erwarte”, warnte Schuster, der seit 2014 Präsident des Zentralrats der Juden ist. Er werte dies allerdings nicht als Risiko für jüdische Gemeinden in Deutschland.

Bekenntnisorientierter islamischer Religionsunterricht wird als ordentliches Unterrichtsfach derzeit nur in den Bundesländern Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen angeboten. In anderen Bundesländern gibt es Modellversuche. Bundesweit gibt es rund 700.000 muslimische Schüler.

Hessische Kirchen gegen gemeinsame Bestattung von Mensch und Tier

Die beiden evangelischen Landeskirchen in Hessen lehnen kirchliche Bestattungen von Menschen und Tieren in gemeinsamen Gräbern ab.

evangelisch.de

“Das wären für mich Grenzüberschreitungen”, sagte der Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Rahn, am Mittwoch in Darmstadt. Bei einer Ausweitung der kirchlichen Bestattung auf Tiere “würde der Unterschied zwischen Mensch und Tier zum Nachteil der ohnehin durch die Ökonomisierung unserer Bestattungskultur gefährdeten Menschenwürde verwischt”, sagte Lutz Friedrichs von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kassel.

Bei der Trauerfeier drohten “tiefgreifende theologische Probleme”, sagte Rahn. Denn die Beisetzung sei ein religiöser Akt, der eng mit der Taufe am Anfang des Lebens verbunden sei. Beides seien Übergangsriten, die aus christlicher Sicht mit der Hoffnung auf ein ewiges Leben bei Gott verknüpft werden. Bei der christlichen Feier würde sich dann unweigerlich die Frage stellen, ob das Tier auch einen Glauben hat. “Das möchte ich bei aller Wert- und Hochschätzung für die Tiere dann doch bezweifeln”, ergänzte Rahn.

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Unesco-Welterbe Grube Messel: Viecher im Schiefer

HP Grube Messel. Screenshot: bb
HP Grube Messel. Screenshot: bb
Krokodilalarm in Hessen: Zumindest in versteinerter Form sind die Tiere in der Grube Messel anzutreffen. Und die berühmten Urzeitpferdchen. Nicht nur Forscher entdeckten hier sensationelle Fossilien – sondern manchmal auch Besucher.


SpON

 

Man könnte glauben, dass Yvonne Roeper einen langweiligen Beruf hat. 360 Mal im Jahr führt sie Besucher in die Grube Messel bei Darmstadt. Aber sie sieht das anders: “Ich zeige immer neuen Gästen, dass tote Steine eine ereignisreiche Geschichte erzählen können”, sagt Roeper. Die Senke, in der sie so viel Zeit verbringt, ist 60 Meter tief, hat einen Durchmesser von 800 Metern und zählt zum Weltnaturerbe der Unesco. Nicht umsonst.

Eine Führung durch die Grube Messel, dieses uralte Fossilienlager, ist wie eine kleine Forschungsreise – mit Einschränkungen: Die sechs Grabungsfelder sind für Besucher gesperrt, Gäste dürfen lediglich den weggeworfenen Schiefer der Forscher begutachten. Roeper und ihre zwei Kolleginnen gehen von Frühjahr bis Herbst fast täglich durchs Gelände. Manchmal sehen sie Rehe und Wildschweine und scheuchen Gänse auf. Doch die interessantesten Tiere sind hier schon lange tot.

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AfD-Volksinitiativen gegen den Rundfunkbeitrag

Screenshot: Telepolis
Die AfD will die im April in Nordrhein-Westfalen gestartete Volksinitiative Genug abGEZockt auch auf andere Bundesländer ausweiten. Ziel der Initiativen ist, dass die Regierungen der Länder den Runfunkstaatsvertrag kündigen.


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

In Nordrhein-Westfalen müssen die Initiatoren bis Ende März 2016 insgesamt 66.000 Unterschriften sammeln und von den Städten und Gemeinden beglaubigen lassen. Bislang haben etwa 5.000 Bürger unterschrieben. Viele davon wollen sich selbst am Sammeln Unterschriften beteiligen, weshalb Projektleiter Christian Neupert gegenüber Telepolis davon ausgeht, dass “das Gesamtziel innerhalb von 12 Monaten gut erreichbar ist”.

Die Volksinitiative ist nach Auskunft des Vereins Mehr Demokratie allerdings nur eine “qualifizierte Massenpetition”. Kommen die Unterschriften innerhalb der Frist zusammen, muss sich der Düsseldorfer Landtag lediglich mit dem Anliegen “beschäftigen”. Lehnt er es ab, dann können die Initiatoren ein Volksbegehren starten, für das innerhalb eines Jahres etwa 1,1 Millionen neue Unterschriften zusammenkommen müssen. Anders als in Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein dürfen die für die Volksinitiative gesammelten Unterschriften in Nordrhein-Westfalen nämlich nicht für das Volksbegehren verwendet werden. Es ist jedoch erlaubt, dass Bürger (deren Adressen die Initiatoren dann schon haben) erneut unterschreiben.

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Homosexualität: “Kirchen sind fortschrittlicher als unsere Bundesregierung”

Theologe und Autor David Berger (picture alliance / dpa / Foto: Karlheinz Schindler)
Die evangelischen Kirchen in Hessen und Berlin-Brandenburg wollen auch homosexuelle Paare trauen. Das sei wirkliche Gleichstellung, sagt der Theologe David Berger. Damit senden die Kirchen ein Signal an die Bundesregierung, die nur die für die sogenannte “Homo-Ehe” ist.


Theologe David Berger im Gespräch mit Philipp Gessler|Deutschlandradio Kultur

Philipp Gessler: Homosexuelle und Kirche, das ist keine Liebe auf den ersten Blick, zumindest meistens nicht – und Zwiespältiges gibt es derzeit mal wieder zu beobachten: In der evangelischen Kirche gibt es manche Fortschritte in Sachen Akzeptanz und Gleichberechtigung von Homosexuellen, etwa die Ernennung des bekannten schwulen Propstes Horst Gorski aus Hamburg zum neuen Leiter des Amtes der lutherischen Kirchen Deutschlands und zum Vizepräsident des EKD-Kirchenamts in Hannover – ein großer Fortschritt. Dagegen scheint die Entwicklung in der katholischen Kirche eher rückwärts zu gehen. Jüngstes Beispiel: Der Vatikan weigert sich beharrlich, den designierten französischen Botschafter am Heiligen Stuhl zu akkreditieren – weil er schwul ist. Mit dem bekannten schwulen Theologen David Berger habe ich über diese divergierenden Entwicklungen gesprochen. Meine erste Frage an ihn war, ob zumindest in der evangelischen Kirche Schwule und Lesben nun endgültig und völlig anerkannt seien.

David Berger: Zum einen sind das natürlich Teilkirchen der evangelischen Kirche, wo auch wirklich ungeheure Fortschritte erzielt worden sind, das kann man überhaupt nicht anders sagen, das ist großartig, was da erreicht worden ist. Das sind Teilkirchen, die ein wichtiges Signal geben, aber deswegen von einer völligen Anerkennung in der gesamten evangelischen Kirche in Deutschland zu sprechen, wäre natürlich noch zu viel. Das heißt, wir haben auch in der evangelischen Kirche nach wie vor evangelikale Kreise, wir haben Landeskirchen, die sich da nicht so weit vortrauen wie in Berlin-Brandenburg oder in Hessen, wo wir ja schon seit längerer Zeit eine ähnliche großzügige Regelung haben, wo wir wirklich von einer vollkommenen Gleichstellung von Schwulen und Lesben reden können. Es ist Großes erreicht worden mit wichtiger Signalwirkung, aber es ist auch in der evangelischen Kirche noch vieles zu tun.

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Faz-Redakteur ruft zur Bespitzelung der Mitbürger auf

Obgleich keineswegs klar ist, dass in Hessen ein Terroranschlag durch die Festnahme eines Ehepaars “vereitelt” wurde, wird Panik geschürt


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Noch ist vieles unklar. Im hessischen Oberursel wurde ein Ehepaar festgenommen, dass unter dem Verdacht steht, einen Anschlag geplant zu haben. Das Paar stand schon länger unter Beobachtung, der Mann, ein Deutscher mit türkischer Herkunft, soll Kontakte mit salafistischen Extremisten gehabt haben. In der Wohnung der beiden wurden nach Angaben der Polizei drei Liter Wasserstoffperoxid, eine “augenscheinlich” funktionsfähige Rohrbombe, 100 Schuss Munition und ein Sturmgewehr G3.

Es bestehe der “konkrete Verdacht”, dass der Mann und die Frau einen Terroranschlag geplant und vorbereitet hätten, so die Polizei. Da der Mann sich in den letzten Tagen in der Nähe des Streckenverlaufs des Radrennens rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt aufgehalten haben soll, wurde trotz der Festnahme und offenbar keinen wirklichen konkreten Hinweisen das Radrennen abgesagt. Zwar wurde es dann inoffiziell doch noch durchgeführt, aber alles sieht danach aus, als ob die Sicherheitskräfte hier eher Panik verbreiten, als tatsächlich akute Gefährdungen verhindern.

Die Suche nach möglichen “Mittätern” gehe weiter, klar ist freilich schon gar nicht, ob es sich bei den Festgenommenen um potenzielle Täter handelt. Abgesehen von der “augenscheinlich” funktionsfähigen Rohrbombe und dem Gewehr scheint es keine Hinweise auf konkrete Pläne auf unmittelbar drohende Anschläge zu geben. Dass die Polizei Vermutungen nachgehen und in solchen Fällen auch präventiv eingreifen muss, ist nachvollziehbar. Das Verbot des Radrennens ist jedoch ebenso überzogen wie manche Stellungnahmen in Medien, die nicht nur einfach weiter geben, dass angeblich ein Terroranschlag “vereitelt” worden sei, was keineswegs gewiss ist, sondern auch noch wie Nikolas Busse, Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik der Faz, meinen, sie müssten die Menschen dazu aufrufen, ihre Mitmenschen zu bespitzeln.

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Tauhid Germany: De Maizère verbietet Dschihadistengruppe

Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Foto: REUTERS
Sie gehören zu einer Islamisten-Gruppe, die schon 2012 verboten worden war. Doch im Internet und mit Flugblättern warben sie weiter für den “Heiligen Krieg” in Syrien und im Irak. Jetzt schreiten die Sicherheitsbehörden erneut ein und verbieten die Vereinigung “Tauhid Germany”.


Frankfurter Rundschau

Die Bundesregierung hat im Kampf gegen Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die militant-dschihadistische Vereinigung «Tauhid Germany» verboten. Seit 6.00 Uhr würden bei Razzien in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Schleswig-Holstein 26 Objekte durchsucht, insgesamt gehe es um knapp 30 Verdächtige, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Donnerstag in Berlin. Unter den Verdächtigen seien auch Dschihadisten, die sich in Syrien und im Irak aufgehalten hätten. Bei der Aktion seien knapp 500 Polizisten im Einsatz, darunter Spezialkräfte.

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Die Rückkehr der Religion

Thinkstock
Der Staat darf muslimischen Lehrerinnen das Tragen von Kopftüchern nicht länger und pauschal verbieten, hat das Bundesverfassungsgericht nun entschieden. Für ein entsprechendes Verbot müssen konkrete Gründe vorliegen. Ein solcher Grund wäre zum Beispiel eine Gefahr für das friedliche Zusammenleben an bestimmten Schulen. Damit revidiert das Gericht ein eigenes Urteil aus dem Jahr 2003. 


Von Sevim Dağdelen|Huffington Post

Die Bundesländer Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Saarland führten seinerzeit nach dem Richterspruch ein Kopftuchverbot für ihre Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen ein. Konsequent wäre es gewesen, alle religiösen Symbole zu verbannen, doch fünf der acht Bundesländer haben Ausnahmen für christliche Symbole festgeschrieben.

Die Gesetze richteten sich damit ausschließlich gegen Muslime. Das ist aus meiner Sicht nicht nur ein klarer Widerspruch zur religiösen Neutralitätspflicht der Schulen, sondern diskriminierend. Insofern ist das aktuelle Urteil des Verfassungsgerichts zu begrüßen.

In anderer Hinsicht aber nicht: Das aktuelle Urteil entfernt die Bundesrepublik weiter von der strikten Trennung von Staat und Religion. Als Politikerin der Linken vertrete ich die Auffassung, dass religiöse Symbole – egal welcher Religion – nicht in Gerichte, Parlamente, Rathäuser, staatliche Krankenhäuser, Kindestagesstätten, Schulen oder Behörden gehören.

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Hessen will islamischen Religionsunterricht ausbauen

Gebet-islamDer bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht in Hessen soll weiter ausgebaut werden.


evangelisch.de

Dies kündigte Nurgül Altuntas vom Hessischen Kultusministerium am Samstag auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Hofgeismar an. Schon jetzt könne der zum Schuljahr 2013/2014 als ordentliches Lehrfach eingeführte Unterricht als ein “historischer Erfolg” bezeichnet werden, sagte sie. Mit diesem bundesweit einmaligen Schritt sei Schulgeschichte geschrieben worden. Der Unterricht, der sich zunächst auf Grundschulen beschränkt, sei mit insgesamt 19 Lehrkräften gestartet worden.

Momentan werde rund 1.150 Schülern in 61 Klassen an 36 Schulen islamischer Religionsunterricht erteilt, sagte Fuat Kurt, Landesvorsitzender der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib). Grundsätzlich stehe es auch nichtmuslimischen Kindern oder Kindern von Eltern, die nicht der Ditib angehörten, frei, an diesem Religionsunterricht teilzunehmen. Aktuell werde zudem an einem Curriculum für künftige Religionslehrer gearbeitet, die an der Goethe-Universität Frankfurt ausgebildet werden sollen.

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Akteneinsicht: Dreiste Atomkonzerne

Bild: greenpeace.de
Für ihre Milliardenklagen gegen den Atomausstieg haben sich Eon und RWE ausgerechnet bei den Behörden mit Informationen bedient: Sie nutzten zur Akteneinsicht das Umweltinformationsgesetz, gegen dass sie sich erst kürzlich noch sperrten. Kritiker sind empört.


Von Kurt Stukenberg|greenpeace magazin

Mindestens Erstaunen löst das neueste Kapitel im Streit zwischen den Energiekonzernen und dem Staat um den Atomausstieg bei der Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl aus: Da überziehen die Firmen RWE und Eon Bund und Länder mit milliardenschweren Schadenersatzklagen, weil diese ihre rentablen Atommeiler abschalten wollen und lassen sich dann ausgerechnet von den dortigen Behörden mit Informationen eindecken.

Was war passiert? Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, haben sich RWE und Eon bei insgesamt 17 Behörden Unterlagen beschafft, die ihre Klageposition stützen sollen. Mit dabei sind sechs Bundesbehörden, das Bundeskanzleramt, vier Fachressorts und das Bundesamt für Strahlenschutz. Akteneinsicht bekamen sie in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

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Kretschmann und Bouffier rufen zum Dialog mit “Pegida”-Anhängern auf

Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
Die Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Hessen, Winfried Kretschmann (Grüne) und Volker Bouffier (CDU), haben zum Dialog mit den Anhängern der sogenannten Pegida-Bewegung aufgerufen.


evangelisch.de

Ängste und Vorurteile von Menschen dürften nicht einfach verurteilt werden, das einzige Mittel dagegen sei Aufklärung, sagte Kretschmann dem Berliner “Tagesspiegel” (Samstagsausgabe): “Wir müssen mit ihnen reden und sie von etwas Besserem überzeugen.”Dies gelte jedoch nicht für die Drahtzieher von “Pegida”,  die die Vorurteile der Menschen für niedere politische Zwecke missbrauchten, betonte Kretschmann. Mit Blick auf die wachsende Zahl von Flüchtlingen sprach sich der Ministerpräsident dafür aus, die Bevölkerung bei der Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften stärker mit einzubeziehen, um Ängsten zu begegnen. “Man darf nicht warten, bis einem die Probleme auf die Füße fallen”, sagte Kretschmann: “Die Bürger müssen in jedem Fall einbezogen werden, sonst haben Demagogen freie Bahn.”

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Fundamentalchristen: Schulverweigerer verlieren vor Bundesverfassungsgericht

justiz_grossEltern dürfen hart bestraft werden, wenn sie ihre Kinder der Schulpflicht entziehen. Das Bundesverfassungsgericht billigte eine entsprechende Regel aus Hessen. Gegen die hatte ein streng religiöses Ehepaar geklagt.

SpON

Wenn Eltern ihre Kinder dauerhaft nicht in eine Schule schicken und zu Hause unterrichten, dürfen sie härter bestraft werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Die Richter billigten eine entsprechende Landesregel aus Hessen.

Ein streng religiöses Ehepaar hatte beim Bundesverfassungsgericht gegen diese Klage Beschwerde eingelegt – und scheiterte: Die Richter haben sie nicht zur Entscheidung angenommen, “denn sie hat keine Aussicht auf Erfolg”, teilt das Gericht mit. Das Paar hat neun Kinder und unterrichtete bereits die ältesten fünf zu Hause. Obwohl die Eltern mehrfach zu Geldstrafen verurteilt worden waren, gingen auch die jüngeren drei Sprösslinge nicht zur Schule.

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Salafist soll trotz elektronischer Fußfessel nach Syrien gereist sein

Bild: allmystery.de
Ein Radikal-Islamist aus Hessen ist nach Recherchen von “Report Mainz” trotz einer elektronischen Fußfessel nach Syrien ausgereist, um sich dort einer Terrorgruppe anzuschließen.

evangelisch.de

Der 24-jährige Salafist hatte dem ARD-Politmagazin zufolge im Juni 2013 ein ARD-Kamerateam in Offenbach angegriffen. Das hessische Justizministerium wollte sich im Laufe des Dienstags äußern.

Nach Ermittlungen wegen Einbruchs hatte ein Ermittlungsrichter den Mann nicht dauerhaft in Untersuchungshaft geschickt, sondern angeordnet, ihn mit einer sogenannten kleinen Fußfessel auszustatten. Diese garantiert aber keine lückenlose 24-Stunden-Überwachung. Der junge Mann sei vermutlich nach Syrien gereist, zitiert der Hessische Rundfunk den Leiter der gemeinsamen Überwachungsstelle der Länder (GÜL) für die Fußfessel, Hans-Dieter Amthor.

Heilpraktiker auf dem Vormarsch: Krankenkassen werben mit dubiosen Therapien

Bild: rbb
Immer mehr Gesetzliche Krankenkassen locken neue Mitglieder durch Kostenübernahmen für Alternativmedizin. Doch das Sozialgesetzbuch untersagt den Kassen eigentlich, Rechnungen von Heilpraktikern zu begleichen. Denn deren Kenntnisse sind oftmals ungenügend, die Methoden umstritten. Die IKK Südwest bricht nun ganz offensiv die Regeln im Kampf um Kunden: Auch teure Heilpraktiker-Gespräche werden abgerechnet.

Kontraste—RBB

Homöopathie, die sanfte Heilbehandlung, – für die einen Hokuspokus, die anderen schwören auf die Heilkraft der Globuli, der kleinen weissen Kügelchen. Immer mehr Menschen in Deutschland sind der Meinung: Homöopathie hilft, wo Schulmedizin versagt. Inzwischen übernehmen viele Krankenkassen sogar die Kosten für homöopathische und andere alternative Behandlungen. Das allerdings sorgt bei den Ärzten für großen Ärger. Denn die Homöopathen dürfen viel mehr Zeit für Patientengespräche abrechnen als die Ärzte. Chris Humbs, André Kartschall und Markus Pohl haben recherchiert.

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CDU-Politiker: “Tebartz-van Elst hat mich belogen”

Bild: @Kiwi_Gold/twitter
Bild: @Kiwi_Gold/twitter
Franz-Peter Tebartz-van Elst sieht sich neuen Vorwürfen ausgesetzt. Hessens Ex-Staatsminister Riebel (CDU) klagt, der Limburger Bischof habe ihm unter vier Augen ein “heiliges Versprechen” zu den Schätzen der neuen Residenz gegeben – dabei aber schamlos gelogen.

FOCUS ONLINE

Der frühere hessische Staatsminister Jochen Riebel (CDU) erhebt neue Vorwürfe gegen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Riebel, der dem Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls in Limburg angehört, sagte der „Welt am Sonntag“, von Tebartz-van Elst belogen worden zu sein bei der Frage, wie viele Antiquitäten und künstlerische Figuren für das Diözesane Zentrum angeschafft worden seien.

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Kopftuch-Debatte an Schulen

kopftuchIn Hessen dürfen Lehrerinnen und andere Beamtinnen keine Kopftücher tragen, Referendarinnen hingegen schon. In der Praxis stoßen sie allerdings auf Vorbehalte. Die SPD fordert, das Kopftuch-Verbot nach zehn Jahren auf den Prüfstand zu stellen.

Von Pitt von BebenburgFrankfurter Rundschau

Frauen mit Kopftuch stoßen in Hessen auf Probleme, wenn sie sich zu Lehrerinnen ausbilden lassen wollen. Diese Erfahrung von Musliminnen wird nun durch eine Auskunft des Kultusministeriums teilweise bestätigt.

Danach gebe es „Einzelfälle“, in denen Studienseminare oder Schulen „zur Aufnahme einer Lehrkraft im Vorbereitungsdienst angewiesen“ werden müssten, weil „keine einvernehmliche Lösung“ zustande käme, heißt es in dem Schreiben der Regierung. Es trägt noch die Unterschrift der bisherigen Kultusministerin Nicola Beer (FDP). In einem Fall habe es bei der Einstellung einer angehenden Lehrerin sogar solche Schwierigkeiten gegeben, dass sie ihr Referendariat nicht im Mai, sondern erst im November habe aufnehmen können.

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Peter Tauber(CDU): Evangelischer Eiferer will über Gebärmütter bestimmen

peter_tauberPeter Tauber setzt sich für eine Reform des Abtreibungsparagraphen 218 ein – Ein straffreier Schwangerschaftsabbruch solle nur noch nach einer Vergewaltigung oder bei einer dauerhaften Gesundheitsgefährdung der Frau gewährt werden.

kath.net

Ein bekennender evangelischer Christ aus Hessen wird neuer CDU-Generalsekretär. Der 39-jährige Bundestagsabgeordnete Peter Tauber (Foto) tritt die Nachfolge von Hermann Gröhe an. Tauber schreibt auf seiner Internetseite: „Mein Wertefundament ergibt sich daraus, dass ich gläubiger Christ bin, Historiker und Reserveroffizier.“ Er fügt hinzu: „Das christliche Menschenbild, das Wissen um die wichtige Aufgabe, die wir als Partei für unser Land wahrnehmen und die Bereitschaft zu dienen, sind mir wichtig.“

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Deutscher Minister will Scharia-Recht einführen

Jochen Hartloff, Bild: jochen-hartloff.de
Justizminister Hartloff aus Rheinland-Pfalz sorgt für großen Wirbel: Er hat vorgeschlagen, Teile des islamischen Rechtssystems in Deutschland zu übernehmen – und erntet dafür heftige Kritik.

merkur-online.de

Der rheinland-pfälzische Justizminister Jochen Hartloff (SPD) hat mit seinem Äußerungen zum Einsatz von islamischen Scharia-Gerichten in Deutschland für Aufregung gesorgt. Der CSU-Rechtsexperte Stephan Mayer forderte am Freitag in der “Bild“-Zeitung den Rücktritt Hartloffs. “Es ist unvorstellbar, dass ein Justizminister solche Gedanken hegt. Bei uns ist kein Platz für islamisches Recht“, wird der Bundestagsabgeordnete zitiert.

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Salafisten: Vom Pausenhof in den Jihad

Salafisten in Deutschland (Bild: DW)
Salafisten in Deutschland (Bild: DW)

Salafisten versuchen derzeit auf Schulhöfen gezielt Nachwuchs zu rekrutieren. An sechs Frankfurter Schulen seien Anwerbeversuche beobachtet worden, sagt Innenminister Boris Rhein (CDU). Etwa 30 Menschen seien schon von Hessen in den Krieg in Syrien gezogen.

HR Online – Volker Siefert

Am Anfang standen die Koran-Verteilungen in Fußgängerzonen, inzwischen machen radikalislamische Salafisten bei ihrer Nachwuchsanwerbung auch vor Schulen nicht Halt. Rhein berichtete am Freitag in Wiesbaden von einem Fall, in dem Salafisten einen Aktionsstand direkt vor dem Schulgelände platziert hatten.

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