Möglicher Standort für Basis: Kilometerlange Höhle auf dem Mond gefunden

(Bild: JAXA)
Japanische Forscher haben dank einer inzwischen zerstörten Sonde eine bis zu 50 Kilometer lange Höhle auf dem Mond gefunden. In solch einer Höhle könnten Astronauten eine geschützte Basis errichten.

Von Martin Holland | heise.de

Die japanische Weltraumbehörde JAXA hat eine mutmaßlich bis zu 50 Kilometer lange Höhle auf dem Mond gefunden. Wie die Forscher nun mitteilten, wären solche Höhlen von großem Wert nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für eine mögliche Kolonisierung des Mondes. Unter der Oberfläche des Mondes könnten nicht nur Gesteinsproben gefunden werden, die von äußeren Einflüssen relativ unberührt werden. Astronauten könnten dort eine Basis bauen, die vor Strahlung, Mikrometeoriten und den immensen Temperaturunterschieden geschützt wäre. Die Höhle liegt im Gebiet der sogenannten Marius-Hügel und wurde nun in Daten der Selene-Mission vom Bodenradar an Bord der Sonde Kaguya gefunden.

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11.000 Jahre alte Bettwanzen gefunden

Von Verwandten der heutigen Bettwanze Cimex lectularius wurden 5.100 bis 11.000 Jahre alte Fossilien gefunden. © CDC/Harvard University / Piotr Naskrecki
Plagegeister der Vergangenheit: In einer Höhle in Oregon haben Archäologen Fossilien von Bettwanzen entdeckt. Mit 5.100 bis 11.000 Jahren sind diese Funde die ältesten dieser Tiergruppe, die jemals entdeckt wurden. Sie erlauben spannende Einblicke in die Entwicklung der Blutsauger.

scinexx

Bettwanzen sind Insekten, die sich auf den Menschen als Wirt spezialisiert haben. Tagsüber verstecken sie sich in dunklen Ecken des Schlafzimmers, nachts gehen sie auf Nahrungssuche und saugen unser Blut. Die bisher ältesten Funde der Cimicidae, wie die biologische Familie der Bettwanzen genannt wird, stammten aus Ägypten. Dort wurden 1999 die 3.500 Jahre alten Überreste von „Cimicids“ entdeckt.

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Das Siebenschläfer-Märchen

Der Tod ist nicht das Ende: Die Siebenschläferlegende erzählt von sieben Jünglingen, die nach mehreren hundert Jahren Schlaf zum Leben erweckt werden. Die Geschichte symbolisiert die Wiederauferstehung.
Foto: Etzold

Die alten Bauernregeln zum Siebenschläfertag kennt fast jeder. Ein Spruch lautet zum Beispiel „Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.“ Doch die wenigsten wissen, dass der Siebenschläfertag noch eine ganz andere Bedeutung hat. Das Wetter spielt dabei keine Rolle.

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Schwarz auf weiß steht es im Kalender: Heute ist Siebenschläfer. Nahezu jedem dürfte ein flotter Spruch dazu einfallen. Denn im Hinterkopf verbinden viele diesen Tag mit dem Wetter. Doch ursprünglich hat der 27. Juni eine religiöse Bedeutung.

Der Kampf um den Glauben war kein leichter. Oft bezahlten Christen ihre Treue zu Gott mit ihrem Leben. So auch in der Legende von den „Sieben Schläfern“, kurz Siebenschläferlegende, die so gar nichts mit den sich lustig reimenden Wetter-Sprüchen zu tun hat.

Die Legende erzählt von sieben Jünglingen, die unter dem römischen Kaiser Decius (249 bis 251) in Ephesos in Kleinasien lebten. Der Kaiser duldete keine Christen in seinem Reich. Und so suchten sieben Männer, die an Gott und Jesus Christus glaubten, Schutz vor der rigiden Christen-Verfolgung in einer Höhle. Das Versteck wurde alsbald verraten. Kaiser Decius ließ daraufhin den Höhleneingang zumauern. Die Männer sollten qualvoll sterben. Die Höhle wurde zum steinernen Grab.

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