Sonnenmilch stört Spermien-Funktion

Chemische UV-Filter in gängigen Sonnencremes können die Spermienfunktion stören © Ravnikovstudio/ thinkstock
Erhöhte Unfruchtbarkeit durch Sonnenmilch? In Sonnenmilch enthaltene UV-Filter können die Funktion der männlichen Spermien stören, wie Forscher herausgefunden haben. Schon in niedrigen Dosen hemmen sie die Funktion von Ionenkanälen der Keimzellen. Einige chemische UV-Filter wirken zudem ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Progesteron. Diese Ergebnisse seien besorgniserregend, meine die Wissenschaftler.

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Sonnencremes enthalten meist chemische, teilweise auch mineralische Filtersubstanzen, die die UV-Strahlung absorbieren oder reflektieren und damit die Haut schützen. Dabei werden oft mehrere Filtersubstanzen kombiniert, in einigen Sonnencremes kommen inzwischen auch Nanopartikel wie Nano-Titandioxid zum Einsatz. Schon vor einigen Jahren jedoch hatten Forscher festgestellt, dass einige chemische UV-Filter auf Wasserorganismen hormonähnlich wirken.

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Bisphenol A: Ersatzstoff ist genauso schädlich

Zebrafisch-Eier und eine Fischlarve: Sie reagieren auf Bisphenol S ähnlich wie auf Bisphenol A. © Zebrafish Lab/ UCLA
Von wegen harmlos: Auch wenn auf einem Plastikgegenstand „frei von Bisphenol A“steht, kann er gesundheitsschädlich sein. Denn der inzwischen häufig eingesetzte Ersatzstoff Bisphenol S hat ebenfalls eine hormonähnliche Wirkung, wie US-Forscher bei Experimenten mit Zebrafischen feststellten. Der Ersatzstoff löste bei den Fischembryonen die gleichen Folgen aus wie Bisphenol A. Er sei daher keineswegs harmlos, betonen die Forscher im Fachmagazin „Endocrinology“.

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Der Plastik-Zusatzstoff Bisphenol A (BPA) gilt als endokriner Disruptor – als Chemikalie, die hormonähnlich wirkt und deshalb störend in die hormonellen Regelkreise des Körpers eingreift. Bei männlichen Tieren führt die Chemikalie zu einer Verweiblichung, sie kann ihr Verhalten verändern und möglicherweise sogar das Autismus-Risiko von Kindern fördern.

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