Aktivisten wollen Kirchenprivilegien abschaffen

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Die Christen in Deutschland werden in 20 Jahren voraussichtlich in der Minderheit sein. Konfessionslose und Atheisten in Bremen und Niedersachsen nehmen dies zum Anlass, die Abschaffung des Sonderstatus zu fordern, den die beiden großen Amtskirchen laut Gesetz genießen. Der Bremer Senat und die niedersächsische Landesregierung sehen hingegen keinen Handlungsbedarf.

Hans-Jürgen Rosin hält nicht viel von den religiösen Vorstellungen der evangelischen und der katholischen Kirche. „Religionsfreiheit bedeutet auch, dass man das Recht hat, frei von Religion zu sein“, sagt der 59 Jahre alte Hildesheimer, der sich als Sprecher des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen im Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) engagiert. Diese Freiheit aber werde ihm nicht gewährt. „Obwohl ich keiner Kirche angehöre, muss ich indirekt für sie zahlen“, klagt Rosin.

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Atheistenverband kritisiert Anklage gegen Blogger
[…]Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wendet sich gegen die Anklage eines Bloggers nach Paragraph 166 StGB wegen Äußerungen über die Römisch-Katholische Kirche. „Auch zugespitzt formulierte Kritik an Institutionen muss in einer Demokratie hingenommen werden“, sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. „Ein Schutz gegen als überzogen oder verletzend empfundene Kritik steht nur Privatpersonen zu. Der besondere Schutz von Religionsgemeinschaften durch den § 166 StGB stellt eine vordemokratische Privilegierung dar. Der § 166 schränkt die Meinungsäußerung und den gesellschaftlichen Diskurs unzulässig ein. Er darf daher nicht länger angewendet, sondern muss abgeschafft werden.“ Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft Berlin erhob Anklage gegen den Blogger Jörg Kantel. Dieser hatte in seinem Blog im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche den Begriff „Kinderficker-Sekte“ benutzt.[…]

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Italienisches Parlament lässt Anti-Homophobie-Gesetz abblitzen
[…]Der lange Arm der römisch-katholischen Kirche ist in Rom offenbar allgegenwärtig: Das italienische Parlament hat ein Gesetz zur Bekämpfung von Homophobie abgelehnt. So hat die Abgeordnetenkammer den Entwurf mit Mit 293 Stimmen gegen 250 und 21 Enthaltungen einen Entwurf abgelehnt, nach dem „sexuelle Intoleranz“ bei Verbrechen gegen eine Person als erschwerender Umstand gewertet worden wäre. Das Gesetz wurde von Paola Concia von der oppositionellen Demokratischen Partei (PD) eingebracht. Die Ministerin für Chancengleichheit, Mara Carfagna, unterstützte den Oppositionsentwurf. Anlass für die Initiative waren mehrere Angriffe gegen Lesben und Schwule in der italienischen Hauptstadt. Dementsprechend kritisiert Concia auch, dass das Gesetz abgeblitzt ist: „Italien hat die Chance verpasst, sich im Kampf gegen Homophobie europäischen Standards anzupassen“, ärgert sich die Parlamentarierin. Doch der Entwurf war nicht einmal in ihrer eigenen Partei unumstritten. So kritisierte der katholische Flügel der PD rund um die Abgeordnete Paola Binetti den Entwurf scharf. Auch die katholische Oppositionspartei UDC lehnte den Entwurf ab. Sie behauptete, das Gesetz verletzte das in der italienischen Verfassung verankerte Gleichheitsprinzip. Der linke Flügel der PD unterstützte das Gesetz hingegen aktiv. Concia vermutete gegenüber der italienischen Presse, dass der Entwurf am starken Druck katholischer Kreise im Parlament gescheitert ist. Paolo Patane, Chef der Lesben- und Schwulenorganisation Arcigay möchte nun, dass die EU „uns hilft, diesem extrem gefährlichen Anstieg an Homophobie, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entgegenzustehen, den das italienische Parlament beschlossen hat, zu legitimieren“.[…]

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In Mainz gibt es einen kollektiven Kirchenaustritt

Nichts wie raus aus der Kirche? DPA (ARCHIVBILD)

Endlich raus? Kollektiver Kirchenaustritt geplant
Mainz – Am Donnerstag – einen Tag vor Karfreitag – soll es eng werden im Mainzer Standesamt.

Von Alexandra SchröderRhein-Zeitung

Über Facebook haben sich mehr als 70 Personen (Stand: Montagmorgen) zu einem kollektiven Kirchenaustritt verabredet. Mit der Aktion wollen die Organisatoren ein Zeichen „gegen die Missstände in der Kirche“ setzen. Wer David Häußer, einer der Organisatoren, nach seinen Gründen fragt, der wird schon fast erschlagen mit Argumenten. Ganz klar sei, dass die Kirche nicht die liebevolle, moralische Institution sei, als die sie „sich verkauft“. Die im vergangenen Jahr aufgedeckten Missbrauchsfälle sind für ihn nur ein Beispiel. Auch die Verwendung der Kirchensteuer ärgert ihn: „Oft wird ja darauf verwiesen, dass die Kirche damit soziale Aufgaben erfüllt, aber laut Giordano-Bruno-Stiftung gilt das nur für 10 Prozent der Steuern. 90 Prozent sind für innerkirchliche Zwecke.“

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