Zahl der Atheisten in Erdogans Türkei steigt

Immer mehr Menschen in der Türkei wenden der Religion den Rücken zu. Aber auch Gläubige interpretieren den religiösen Alltag unterschiedlich. Viele Beobachter sehen das als Reaktion auf Erdogans religiöse Politik.

Deutsche Welle

„In der Türkei gibt es einen Religionszwang“, schimpft Ahmet Balyamez. „Das stört immer mehr Menschen. Sie fragen: Ist das der wahre Islam? Wenn wir uns die Politik anschauen, die die Machthaber verfolgen, dann sehen wir, dass sie der ersten Epoche des Islams nacheifern. Was wir derzeit erleben, ist also der Islam in seiner ursprünglichen Form.“

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In Belgien ist religiöses Schlachten jetzt verboten – aber es geht nicht nur ums Tierwohl

Bild: bento,dpa/Emily Wabitsch
Belgien geht gegen das Schächten vor. In der Region Flandern ist die religiöse Form der Tiertötung bereits seit 1. Januar verboten, in der Region Wallonien soll ein Verbot im September folgen.

Marc Röhlig | bento

Beim Schächten wird einem Tier lebendig die Halsschlagader durchtrennt, dann soll es vollständig ausbluten. Nach religiöser Überzeugung entweicht so die Seele aus dem Tier, erst dann darf es verspeist werden. Das Tier erleidet dabei aber minutenlang einen qualvollen Tod. Das Schächten ist im Judentum und im Islam Pflicht.

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„Im Islam gilt schwarz als hässliche Farbe“

©Jörg-Hendrik Brase, FR Das Geschäft des Teppichmachers Haghighi befindet sich im zweiten Torbogen direkt neben der weltberühmten Imam-Moschee in Isfahan.
Jörg Brase und Niloufar Taghezadeh zeigen bunte Seiten des Lebens im Land der Mullahs.

Von Daland Segler | Frankfurter Rundschau

Von einem Land oder einer Stadt zu behaupten, es oder sie sei „voller Widersprüche“, gehört auf den Index. Denn zum einen gibt es wohl keine größere Ansammlung von Menschen, bei der sich nicht Widersprüche auftäten. Zum anderen ist die Phrase durch Tourismusindustrie und Medien derart abgenutzt, dass sich der Gebrauch verbieten sollte. Dennoch nennt Jörg Brase seinen Film „Iran bittersüß – Reise durch ein Land voller Widersprüche“. Und man kann dem Autor zugute halten, dass sein Berichtsgebiet tatsächlich wohl mehr Antagonismen bereit hält als andere Staaten.

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„Nicht nur Christen kennen eine Heilige Nacht“

© AFP, FR Christen in der Geburtskirche in Bethlehem.
Im Gespräch erzählt Theologe Karl-Josef Kuschel, dass die „Heilige Nacht“ kein Privileg der Christen ist.

Von Simon Berninger | Frankfurter Rundschau

Herr Kuschel, Sie beschreiben in Ihrem aktuellen Buch ein besonderes Erlebnis zwischen Alt-Kanzler Helmut Schmidt und Ägyptens ehemaligem Präsidenten Anwar as-Sadat. Worum ging es?
Der Bundeskanzler wurde anlässlich eines Staatsbesuchs im Dezember 1977 vom damaligen ägyptischen Staatspräsidenten Anwar as-Sadat zu einer Fahrt auf dem Nil von Luxor nach Assuan eingeladen. Sie dauerte einen Tag und eine Nacht. Und während die beiden in der Nacht die Sterne am Himmel über Ägypten betrachteten, erklärte Sadat dem ahnungslosen Deutschen, dass die drei großen monotheistischen Religionen, Judentum, Christentum und Islam, gemeinsame Wurzeln haben. Das Christentum kann nicht ohne das Judentum, und der Islam kann nicht ohne Judentum und Christentum verstanden werden. Davon hatte der Protestant Helmut Schmidt bis dahin keine Ahnung.

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Islam und Gewalt: Das Thema im „moscheereport“ mit Constantin Schreiber auf tagesschau24

Bild: DER TAGESSPIEGEL
Immer wieder wird der Islam mit Gewalt in Verbindung gebracht. Islamistische Terroristen berufen sich bei ihren Taten auf die Religion, rufen zum „Dschihad“ auf.

DER TAGESSPIEGEL

Doch ob dies tatsächlich „Heiliger Krieg“ bedeutet, ist eine Frage der Auslegung. Ist der Islam eine im Kern gewaltsame Religion? Oder steht die Friedensbotschaft im Vordergrund? Mit diesem Thema beschäftigt sich der Journalist Constantin Schreiber im dritten „moscheereport“ auf tagesschau24.

Constantin Schreiber hat einen Aussteiger aus der Salafistenszene, einen syrisch-orthodoxen Christen und einen Islamwissenschaftler getroffen – drei Menschen mit sehr unterschiedlichen Geschichten. Eines vermissen sie alle in der Debatte über das Verhältnis zwischen Islam und Gewalt: einen kritischen, vorurteilsfreien und ehrlichen Dialog.

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„Häresie-App“ in Indonesien: „Gefährlicher Schritt zur Diskriminierung religiöser Minderheiten“

ADEK BERRY/AFP/Getty Images
Eine neue „Häresie-App“ der indonesischen Regierung stößt auf Kritik von Menschenrechtlern. „Es wird immer schlimmer. Das ist ein weiterer gefährlicher Schritt zur Diskriminierung religiöser Minderheiten in Indonesien“.

DOMRADIO.DE

Das sagte Andreas Harsono, Religionsexperte von Human Rights Watch in Jakarta, am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die App „Smart Pakem“ wurde von der Staatsanwaltschaft in Jakarta entwickelt und kann von Android-Nutzern kostenlos bei Google Play heruntergeladen werden. Über „Smart Pakem“ können User den Behörden „unorthodoxe Interpretationen“ der offiziell anerkannten Religionen melden – Islam, Christentum, Hinduismus und Buddhismus. Darüber hinaus sind in der App auch religiöse Erlasse sowie Listen verbotener Glaubensgemeinschaften enthalten.

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Das Schweinefleisch-Verbot im Islam und seine Bedeutung

Grafik: Deutschlandfunk
Dass Muslime kein Schweinefleisch essen dürfen, ist ein prominentes Beispiel für Speisevorschriften; wobei die Gründe dafür umstritten sind. Speisevorschriften gibt es in vielen Religionen – auch im Christentum. Aber wie Nicolai Sinai von der Oxford University zeigt, geht es dabei nicht zwangsläufig um den Genuss eines Produkts, wie man meinen könnte.

Von Dr. Nicolai Sinai | Deutschlandfunk

„Sprich: Ich finde in dem, was mir eingegeben worden ist,
nichts, das jemandem zu essen verboten wäre,
außer Verendetem und ausgegossenem Blut und Schweinefleisch – denn es ist unrein –
oder Gräuel, über den anderes als Gott angerufen wurde.
Doch wenn jemand sich in einer Zwangslage befindet,
ohne Begehrlichkeit zu hegen und eine Übertretung zu begehen – nun, dein Herr ist vergebungsbereit und barmherzig.“

Der gerade vorgetragene Vers ist eine von vier Koranstellen, die mit fast identischen Worten eine Reihe grundsätzlicher Speiseverbote aufstellen: Untersagt sind der Genuss von verendeten Tieren, von Blut, von Schweinefleisch sowie von Nahrungsmitteln, die anderen Wesen als Gott geweiht wurden.

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Vega: The North Star of the Past and the Future

To find the star Vega in the constellation Lyra, look directly overhead. North lies at the top of the sky map. Credit: Starry Night Software
Vega is a bright star located just 25 light-years from Earth, visible in the summer sky of the Northern Hemisphere. The star is part of the constellation Lyra and, with the stars Deneb and Altair, forms an asterism known as the Summer Triangle.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

The star is only about 450 million years old, which makes it a youngster compared to our own solar system (which is 4.6 billion years old). Studies of Vega help astronomers learn more about solar systems that are in the early stages of their formation.

Because the Earth’s axis wobbles, our perception of north gradually shifts to different stars over a 26,000-year cycle. Vega was the North Star several thousand years ago, and it will regain that status in about 12,000 years.

Vega is almost directly overhead at midnorthern latitudes on midsummer nights. Vega sinks below the horizon for only 7 hours a day and can be seen on any night of the year.

Farther south, Vega lies below the horizon for a longer period, but in Alaska, northern Canada and much of Europe, Vega never sets. The star’s location is:

  • Right ascension: 18h 36m 56.3s.
  • Declination: 38 degrees 47 minutes 01 second.

Because Vega’s blue-white light is so bright — the star has an apparent magnitude of 0.03 — it features prominently in ancient cultures, ranging from the Chinese to the Polynesians to the Hindus. Vega’s name comes from the Arabic word „waqi,“ which means „falling“ or „swooping.“

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Sinead O’Connor ist jetzt Muslimin: „Alle Heiligen Schriften führen zum Islam“

Sinéad O’Connor (2014), Bild: wikipedia.org/CC BY-SA 3.0 – Grussworte

Sinead O’Connor, irische Sängerin, ist zum Islam übergetreten. Den Schritt bezeichnete sie als „die natürliche Schlussfolgerung jeder Reise eines intelligenten Theologen“.

DOMRADIO.DE

Die Künstlerin, die 1990 mit ihrem Cover-Hit „Nothing Compares 2 U“ weltbekannt wurde, verkündete auf Twitter, sie sei „stolz“, konvertiert zu sein, und habe den Namen Shuhada angenommen, arabisch für „Märtyrer“. Alle Heiligen Schriften führten zum Islam, was „alle anderen Schriften überflüssig“ mache, so O’Connor weiter.

Die Sängerin hat in den vergangenen Tagen Selfies und Videos auf Twitter gepostet, auf denen sie Kopftuch trägt. Auch ein Video, in dem sie den Adhan, den islamischen Gebetsruf, vorträgt, twitterte sie.

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Die Folgen der christlichen Sündenlehre

Julia, eine ehemals tiefgläubige Christin, erzählt ihre Geschichte.

Richard-Dawkins-Foundation

Sie ist Mitglied des Panels von „Faith to Faithless“, einer wachsenden britischen Organisation von Menschen, die aus allen ehemaligen Glaubensrichtungen kommen und die Religion hinter sich gelassen haben: Islam, Christentum, Judentum, Sekten, Esoterik etc.

http://faithtofaithless.com/

Gründer von Faith to Faithless sind zwei ehemalige Muslime: Imtiaz Shams und Aliyah Saleem.

Dieses Video entstand bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Faith2Faithless und den Humanist Students UK.

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Flucht vor Allah – gefährlich für atheistische Frauen

Für atheistische Frauen aus islamischen Ländern kann es in Flüchtlingsunterkünften gefährlich sein. Das Risiko, auf konservative Männer zu stoßen, ist groß. (dpa / picture alliance / Frank Rumpenhorst)
Atheismus kann lebensgefährlich sein. Worood Zuhair, Biologin aus dem Irak, und Mahmudul Haque Munshi, Blogger aus Bangladesch, bekamen Todesdrohungen, weil sie in ihrer Heimat als unislamisch galten. Jetzt leben sie in Deutschland. Als Asylgrund wird Religionskritik aber nicht anerkannt.

Von Astrid Prange | Deutschlandfunk

Kann Atheismus ein Asylgrund sein? Ja, sagen Worood Zuhair, Biologin aus dem Irak, und Mahmudul Haque Munshi, Blogger aus Bangladesch. Für beide war ihr Hadern mit Gott eine Frage von Leben und Tod. Denn in vielen asiatischen und arabischen Ländern kann der Abfall vom Glauben mit der Todesstrafe geahndet werden.

Mahmudul Haque Munshi und Worood Zuhair werden in Köln von der Säkularen Flüchtlingshilfe betreut. Sie sind mittlerweile als Flüchtlinge anerkannt.

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Wo eiserne Jungfrauen im Mekka-Wasser baden

Spott mit Gott: eine typisches Noktara-Wunder (Noktara.de)
Das Portal „Noktara.de“ – erfunden von zwei Satirikern aus Wiesbaden – macht sich lustig über Fundamentalisten, Terroristen und Nazis. Die Meldung, dass während des Ramadan die Stadt Essen in „Fasten“ umbenannt werde, schaffte es sogar ins ungarische Staatsfernsehen.

Von Kirsten Lorek | Deutschlandfunk

„Noktara.de – feinste Ethno-Satire mit Nachrichten aus dem Morgenland, schon heute.“

Mal ehrlich, wer nach diesem Werbetrailer nicht kapiert hat, dass es hier um Satire geht, ist selber schuld. Und Satire darf, frei nach Tucholsky, schließlich alles. Obwohl, da schränken die beiden Macher von „Noktara.de“ ein:

„Ich würde sagen, man kann sehr viel machen, es ist immer die Frage, wie man es macht. Man kann auch sehr viel machen mit dem Islam.“

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Sarrazin im Interview: „Es gibt nichts Positives am Islam“

© Bild: Kurier/Gerhard Deutsch
Am Freitag gastierte der Bestseller-Autor in Wien, um sein umstrittenes Buch „Feindliche Übernahme“ vorzustellen.

kurier.at

KURIER: Herr Sarrazin, Ihr selbst gesetzter Anspruch ist, dass Sie Ihr neues Buch „Feindliche Übernahme“ – sine ira et studio – also ohne Zorn und Eifer geschrieben haben. Doch am Ende bleibt der Leser mit einer äußerst großen Verunsicherung gegenüber dem Islam zurück. Können Sie wirklich guten Gewissens behaupten, „ohne Zorn und Eifer“ geschrieben zu haben?

Thilo Sarrazin: Das kann ich guten Gewissens behaupten. Die Tonalität des Buches ist sehr nüchtern gewählt, aber die Zusammenstellung und die Wirkung der Fakten ist dramatisch. Die Situation ist mit einem Bergsteiger vergleichbar, der in eine prekäre Situation geraten ist. Auch er muss den Status quo nüchtern beurteilen, deswegen lässt ihn die Konstellation aber emotional nicht unberührt. So verhält sich das auch mit dem Inhalt meines Buches.

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Islam: Religion ohne Mittelalter

Buchhinweis: Thomas Bauer: Warum es kein islamisches Mittelalter gab. C. H. Beck Verlag, 175 Seiten, 23,60 Euro
Ein „islamisches Mittelalter“ hat es nie gegeben: Das ist die These eines neuen Buchs des deutschen Islamwissenschaftlers und Arabisten Thomas Bauer.

religion.ORF.at

Ganz generell geht es Bauer in „Warum es kein islamisches Mittelalter gab“ um ein Überdenken überkommener Sichtweisen: Er findet schon den Begriff „Mittelalter“ problematisch, ist er doch unter Historikerinnen und Historikern selbst umstritten: Zu willkürlich sei er, weil innerhalb des für gewöhnlich angenommenen zeitlichen Rahmens, zwischen dem 5. und dem 15. Jahrhundert, bestünden einfach viel zu starke Brüche und Unterschiede. Es dürfte sich heute „schwerlich ein Historiker finden lassen, der tatsächlich glaubt, die Zeit von 500 bis 1500 stelle eine eigenständige, relativ einheitliche Epoche dar“, schreibt Bauer.

Karl der Große und die Tang-Zeit

Das ist kompliziert genug – doch vor allem kritisiert der Autor die übliche Praxis, für Europa geltende und (eben auch nur mehr oder weniger gut) passende Periodisierungssysteme wie den Mittelalter-Begriff anderen Kulturen überzustülpen. Oder werde etwa auch von der „tangzeitlichen Karolingerzeit“ gesprochen? „Die Tang-Zeit (Ära der Tang-Kaiserdynastie, 618-907, Anm.), scheint es, ist aus China nicht hinausgekommen“, so Bauer ironisch – mit dem Mittelalter verhalte es sich laut landläufiger Meinung hingegen ganz anders.

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Weibliche Genitalverstümmelung: Ein religiöses Recht?

Narendra Modi.

In Indien stärkt Premierminister Narendra Modi muslimische Befürworter von Genitalverstümmelung (FGM). Ein schwerer Rückschlag für die Kampagnen zur Beendigung dieser Praxis in der islamischen Welt.

Von Thomas von der Osten-Sacken | mena-watch

Fast ein Jahrzehnt hat es gedauert, bis sich in Kreisen der UN und anderer Organisationen die Erkenntnis durchsetzte, dass die bisher publizierten Zahlen über Mädchen und Frauen, die weltweit Opfer von Genitalverstümmelung sind, viel zu niedrig angesetzt waren. 120 Millionen seien es, hieß es damals in sämtlichen Stellungnahmen und Erklärungen. Dabei richtete sich der Fokus fast ausschließlich auf den afrikanischen Kontinent. Irgendwann konnte man die Augen nicht mehr vor der Tatsache verschließen, dass FGM auch in unzähligen nahöstlichen und südostasiatischen Ländern praktiziert wird. Den Ausschlag gab eine von der Hilfsorganisation Wadi initiierte Kampagne im Nordirak. Inzwischen musste UNICEF deshalb seine Zahlen nach oben korrigieren und spricht inzwischen von 200 Millionen Mädchen.

Auch diese Zahl dürfte noch zu niedrig sein, weigert sich die Organisation doch Länder in ihre Listen aufzunehmen, aus denen keine von Regierungsseite bestätigten Daten vorliegen. In vielen Fällen weigern sich Regierungen schlicht über dieses Thema auch nur zu reden und behindern Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, die versuchen, entsprechende Daten zu sammeln. Oman ist dafür ein gutes Beispiel: Unter schwierigsten Bedingungen wurden dort zwei kleine Studien durchgeführt, die verheerende Resultate erbrachten. Fast ALLE Frauen dort seien verstümmelt. Und doch taucht Oman auf keiner Karte derjenigen Länder auf, in denen FGM praktiziert wird. Die Liste lässt sich weiterführen. Längst bekannt ist, dass FGM etwa im Iran, in Pakistan, Indien, den Malediven, in Singapur, Malaysia und Indonesien praktiziert wird. Und auch aus anderen Ländern liegen Hinweise vor, denen dringend nachgegangen werden müsste.

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Imam Beckenbauer: Doppelpässe zwischen Politik und Religion

Imam Beckenbauer“ wurde der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan früher genannt. Hier mit dem ehemaligen Nationaltrainer Fatih Terim (links) (dpa /Seskim)
Am Donnerstag wird die Fußball-Europameisterschaft 2024 vergeben – entweder nach Deutschland oder in die Türkei. Unter Präsident Erdoğan nimmt dort die Verquickung von Religion und Politik immer weiter zu. Diese Entwicklung zeigt sich auch in der beliebtesten Sportart, dem Fußball.

Von Ronny Blaschke | Deutschlandfunk

Im Dezember 2016 wurde das neue Stadion von Trabzon eingeweiht, einer konservativ geprägten Stadt im Nordosten der Türkei. 40.000 Menschen hörten Verse aus dem Koran. Ein Imam gedachte der Opfer jüngster Terroranschläge. Immer wieder zeigten die Fernsehkameras die Ehrentribüne. Dort saßen Präsident Erdoğan und Gefolgsleute der Regierungspartei AKP. Der kritische Journalist Volkan Ağır beobachtet die gesellschaftliche Rolle des Fußballs seit Jahren.

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Der fatale Umgang der Linken mit dem Islam

Die Linke ist es, die immer mehr Bürger nach „rechts“ treibt, weil sie bei der Linken nicht mehr finden, was einst zum linken Selbstverständnis gehörte.
In Österreich hat zuletzt die Lehrerin Susanne Wiesinger eine Debatte über den fahrlässigen Umgang mit dem Islam in Schulen losgetreten. Ein neues Buch aus Deutschland beleuchtet die Hintergründe.

Samuel Schirmbeck | derStandard.de

Die deutsche Linke und der Islam, das ist eine monströse Geschichte. Denn es ist die Begegnung zweier Seelenlagen, jede von ihnen voller Schuldgefühle. Das linke Schuldgefühl kommt aus der Hölle der deutschen Vergangenheit. Das islamische Schuldgefühl kommt aus dem allmächtigen Himmel, in dessen Dienst die muslimische Welt ihre Zukunft verpasst. Das linke Schuldgefühl entlastet sich durch maximale Toleranz. Das islamische Schuldgefühl besänftigt sich durch maximale Intoleranz. Beide Schuldgefühle erzeugen ein Monstrum an Irrationalität auf deutschem Boden.

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In Turkey, Darwin is being removed from textbooks

A copy of Darwin’s „Origin of Species“ in front of a stone bust of Charles Darwin at London’s Natural History Museum. Soon, references to the pioneering biologist and his theory of evolution will be removed from Turkish textbooks (SHAUN CURRY/AFP/Getty Image
Science education is being attacked in several countries at the same time, including right here in the good ol‘ U. S. of A.

By Brandon A. Weber | big think

The latest? The country of Turkey has banned the teaching of evolution and even the mention of natural selection and Charles Darwin from the biology textbooks of secondary school children. The law was passed to make such changes soon after an attempted political coup in 2016. Since that move, the country’s government has moved toward a much more authoritarian model—one that regards religious fundamentalism above science and schools. Erdogan’s government is also creating a massive refugee crisis as those who do not wish to live under sharia law escape the country, mainly to Greece.

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Innenministerium will nur mit Religionsgemeinschaften reden

Foto: pixabay.com / Public Domain https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Public-Domain-Bilderquellen
Innen- und Heimatminister Horst Seehofer will eine gesellschaftliche Debatte über Religion und Staat anstoßen. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) begrüßt diesen Vorstoß und fordert eine stärkere Berücksichtigung der Interessen nicht-religiöser Menschen in der politischen Entscheidungsfindung.

hpd.de

Durch das Grundgesetz ist die Bundesrepublik Deutschland als weltanschaulich neutraler Staat konstituiert. Artikel 140 schreibt die Gleichbehandlung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften vor.

Die gesellschaftliche und politische Realität sieht hingegen anders aus: Vor allem die christliche Religion und die traditionellen Kirchen bleiben stark privilegiert. Religionsfreie Menschen und ihre Interessenvertretung werden in die politische Debatte viel zu wenig eingebunden.
Der Humanistische Verband Deutschlands als anerkannte Weltanschauungsgemeinschaft hat deshalb in einem Schreiben das Bundesinnenministerium dazu aufgefordert, bei den geplanten Gesprächen über die Kooperationsbeziehungen zwischen dem Staat und den Kirchen auch andere Weltanschauungsgemeinschaften als Vertreter der wachsenden Zahl nichtreligiöser Menschen in Deutschland einzubeziehen.

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Denken statt Glauben – Wissenschaftlerinnen empfehlen Großbritannien Religionsunterricht zu reformieren

Themenbild.

Der britische Religionsunterricht sollte grundsätzlich überholt werden. Dieser Meinung sind zumindest Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich zwei Jahre lang für eine Studie mit dem Thema beschäftigt haben.

Phil Göbel | bento

Die staatliche „Commission on religious Education“, die die Studie durchgeführt hat, empfiehlt sogar, das Fach umzubennen. Das berichtet der „Guardian„.

Was soll am Religionsunterricht geändert werden?

Wie die Kommission festgestellt hat, ist eine grundsätzliche Neuausrichtung des Religionsunterrichtes nötig, um die „stark angestiegene Diversität der Welt“ darzustellen. Deshalb sollte das Fach neben religiösen auch andere Schwerpunkte haben.

Folgende Themen sollen im Unterricht aufgenommen werden:

  • Atheismus (Das Nichtglauben an einen Gott)
  • Agnostizismus (Weltanschauung, bei der die Existenz eines Gottes nicht rational erklärt werden kann und deshalb weder bejaht, noch verneint werden kann.) (Duden)
  • Säkularismus (Weltanschauung, bei der Kirche und Staat voneinander getrennt sind)

Laut der Empfehlung sollte das Fach auch umbenannt werden. Die Autoren schlagen den Titel „Religion und Weltanschauungen“ vor. Ziel soll es sein, junge Menschen mit Respekt und Empathie für unterschiedliche Glaubensrichtungen und Standpunkte auszustatten, so die Autoren.

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