Schlagwort-Archive: Islam

John Cleese: “Muslime haben das Recht, ausgelacht zu werden”

John Cleese, Bild: rebellesociety.com

Muslime auszulachen ist in Ordnung: So sieht es Monty-Python-Mitglied John Cleese im SPIEGEL-Gespräch. Über den Propheten habe er sich allerdings nie lustig gemacht.


SpON

Der Islam ist nach Ansicht des britischen Komikers und Autors John Cleese ein gutes Thema für die Satire.

Cleese, 75, und die übrigen Mitglieder der legendären Gruppe Monty Python hatten in den Achtzigerjahren mit der Religionssatire “Das Leben des Brian” Kontroversen unter Christen ausgelöst.

In einem SPIEGEL-Gespräch anlässlich seiner Autobiografie, die am Montag auf Deutsch erscheinen wird, sagte Cleese: “Muslime, die bei uns leben, sind Teil unserer Gesellschaft. Sie haben das Recht, ausgelacht zu werden.” (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Ohne Orient kein Oxident

Bild: Wikimedia Commons/Steve Evans

Bild: Wikimedia Commons/Steve Evans

Der Islam war schon immer Teil der europäischen Kultur. Beide sind durch eine lange gemeinsame Entwicklung verbunden.


Von Muhammad Sameer Murtaza|The European

Der Islam gehört nicht zu Europa! Das zumindest legte Ulrich Greiner in der ZEIT nahe und ergänzte noch, dass man sich dies auch nicht wünschen solle.

Greiners Artikel ist Ausdruck für die Schwierigkeit des Abendlandes mit seinem eigenen noch nicht überwundenen Essentialismus. Indem die “westliche Welt” die Vernunft und die Freiheit für sich in Anspruch nimmt, kann in der allgemeinen Wahrnehmung der Islam hierzu keinen Beitrag geleistet haben. Das imaginäre Bild des Islam ist das einer antimodernen Gegenkultur zum Westen. Diese Sichtweise führte dazu, dass der Einfluss islamischer Philosophen und Wissenschaftler mitsamt ihrem Wirken weitestgehend im europäischen Bildungswissen verdrängt wurden. Wo dies nicht möglich war, latinisierte man die muslimischen Namen.

Wer heute eine Apotheke mit dem weitverbreiteten Namen Avicenna betritt, wird wohl kaum vermuten, dass sich dahinter der Name des muslimischen Philosophen und Arzt Ibn Sina verbirgt. Ihm verdanken wir die Erfindung der Arznei in Tablettenform und sein Kanon der Medizin war bis in das 17. Jahrhundert Pflichtlektüre in der Ärzteausbildung Europas.

Es gibt genügend Stützen für die Annahme, dass die Renaissance und die frühe Form der europäischen Aufklärung durch die islamische Philosophie und die islamischen Bildungseinrichtungen in Europa mit angestoßen wurden. Doch wie konnte es passieren, dass 700 Jahre Islam in Südwesteuropa und 500 Jahre Islam auf dem Balkan im kollektiven Gedächtnis Europas verdrängt wurden?

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Abdullah-Zentrum-Wien: Rabbiner Rosen warnt Österreich vor Heuchelei

Bild: ntv/Schreenshot BB

Bild: ntv/Schreenshot BB

Während hinter den Kulissen im Bundeskanzleramt und Außenministerium um die Zukunft des saudi-finanzierten Wiener König-Abdullah-Dialogzentrums (KAICIID) gerungen wird, hat am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion in der neu eröffneten Österreich-Onlineredaktion der “Neuen Zürcher Zeitung” (nzz.at) ein prominentes Board-Mitglied Österreich diesbezüglich vor “Heuchelei” gewarnt. “Wenn die Regierung jetzt den Rückzug anordnet, sich aber gleichzeitig um den Verbleib der OPEC – und des saudisch finanzierten OPEC-Entwicklungsfonds – in Wien bemüht, wäre das ein Höchstmaß an Heuchelei”, sagte der Dialogbeauftragte des staatlichen Großrabbinats von Israel, Rabbi David Rosen (Jerusalem), bei der von nzz.at-Chefredakteur Michael Fleischhacker moderierten Diskussion.


kathweb

Rosen erntete in diesem Punkt keinen Widerspruch seiner Gesprächspartner, den KAICIID-Gegnern Schriftsteller Doron Rabinovici und Grünen-Politikerin Alev Korun. Der Rabbiner erinnerte an den diplomatischen Schutz Österreichs, der dem KAICIID gewährt wurde, aber ebenso der OPEC und dem OPEC-Entwicklungsfonds, dessen Projekte andernorts bereits mehrfach wegen ihrer wahabitischen Ausrichtung kritisiert worden waren.

Der aus Südafrika stammende Rabbiner betonte, dass für ihn der Dialog eine Lebensaufgabe sei. Rosen berichtete von einer Tagung im KAICIID vor wenigen Monaten in Wien. Die muslimischen Vertreter hätten sehr konservativen Strömungen angehört. Sei seien aus verschiedenen arabischen Staaten gekommen. “Fünf von ihnen haben noch nie in ihrem Leben einen Juden gesehen. Es war enorm wichtig, dass es zu dieser Kontaktaufnahme kam. Es ist eine Entwicklung, die über das KAICIID weiter gehen könnte.”

Kirchen: Dialog bringt mehr als Verweigerung

Sehr klar werde das besonders vom Vatikan, vom orthodoxen Ökumenischen Patriarchat und von der anglikanischen Staatskirche gesehen, sagte der südafrikanisch-israelische Dialogexperte: “Warum sind die drei Kirchen mit so hochrangigen Hierarchen im Board vertreten? Weil sie erkannt haben, dass man so mehr erreichen kann als durch Abwesenheit.” Zudem hätten die vergangenen Jahre klar gemacht, “dass das Zentrum eine bewundernswerte Arbeit leistet”.

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Joumana Haddad über arabische Tabus: „Das Hauptproblem ist die Religion“

Carlin_Religion

Die drei monotheistischen Religionen Islam, Christentum und Judentum stehen der Geichberechtigung im Wege.

Die Autorin Joumana Haddad hält nicht viel von Tabus. Ein Gespräch über sexuelle Freiheit, einen libanesischen Pornostar und wie sie zur Mörderin wurde.


Das Interview führte Juliane Metzker|taz.de

taz: Frau Haddad, im Januar wurde die Libanesin Mia Khalifa zur beliebtesten Pornodarstellerin der Internetplattform Pornhub gewählt. Fanden Sie das gut?

Joumana Haddad: Solange sie ihrem Beruf aus freien Stücken nachgeht, kann ich ihr nur applaudieren und sage: „Bravo!“ Aber ich sehe die Pornoindustrie durchaus kritisch, in der immer noch überwiegend Männer das Sagen haben und Frauen benutzen. Ich hoffe, dass das bei Mia Khalifa nicht der Fall ist.

Mia Khalifa bekam nach ihrer Nominierung viel Kritik und sogar Morddrohungen – vor allem aus dem Libanon. Was ist der Grund für diese Reaktionen?

Diese Reaktionen kenne ich. Ich selbst wurde für meine Arbeit hier schon schlimm beschimpft. Man nannte mich „Schlampe“, „Hure“ und drohte mir mit dem Tod. Aber auf das Echo muss man sich einstellen. Die Menschen hier haben Angst vor dem, was sie sind, und davor, ihre sexuelle Freiheit einzufordern. Sie haben eine sehr ungesunde Beziehung zu ihrem Körper und ihrer Sexualität.

 

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TV-Schlagabtausch über Gewalt im Islam und Christentum

religion_warKünast: Das Christentum sei bei den Kreuzzügen auch nicht besser als der Islam gewesen


kath.net

Einen heftigen Schlagabtausch über das Thema Gewalt im Islam und im Christentum haben sich der Schweizer Kabarettist Andreas Thiel (Bern) und die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast (Berlin) geliefert. Sie traten am 10. März in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ zum Thema „Vorurteilsfalle – Gute Muslime, böser Islam?“ auf.

Thiel sagte, der Koran sei ein einziger Aufruf zur Gewalt und eine Anleitung für Krieg und Unterdrückung; daher müsse er geändert werden. Mohammed sei auch kein Prophet, sondern ein Massenmörder, Sklaventreiber und Kinderschänder gewesen, so Thiel, der nur noch unter Polizeischutz auftreten kann.

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SPD-Politiker fordert Religionssteuer für Muslime

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

In der aktuellen Debatte über die Rolle des Islam in Deutschland hat der SPD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, eine Art Kirchensteuer für Muslime gefordert.


evangelisch.de

“Wir brauchen für die deutschen Muslime im Grunde genommen eine eigene Finanzierung”, sagte Saleh dem ARD-Magazin “FAKT“. “Daher muss man darüber nachdenken, ob man ähnlich wie die Kirchensteuer eine Art Religionssteuer einführt, damit die hier lebenden Moslems selber ihre Gemeinden mitfinanzieren.” Dadurch bekämen die deutschen Muslime eine größere Unabhängigkeit.

«Die islamische Gesellschaft braucht eine sexuelle Revolution»

Die Lust der Frau stellt für den Islam eine Gefahr dar. Ein junges Paar gönnt sich am Ufer des Nils in der Nähe von Kairo einen intimen Moment. Foto: Asmaa Waguih (Reuters)

Der Philosoph Rachid Boutayeb befasst sich mit der Verdrängung der Erotik und Sexualität im Islam. Als verspätete Religion übe sie Gewalt aus gegen die Frau, spreche ihr Körper und Autonomie ab.


Mit Rachid Boutayeb sprach Michael Meier|Tages Anzeiger

Ist es in der islamischen Gesellschaft statthaft, über den Orgasmus der Frau zu sprechen?
Es ist überhaupt nicht vorstellbar, in den heutigen islamischen Gesellschaften über die Frauen als souveräne ­Subjekte zu sprechen, geschweige denn über ihren Orgasmus. Freilich muss man sagen, dass es die islamische Gesellschaft an und für sich gar nicht gibt: Die Frauen zum Beispiel in Tunesien und Marokko verfügen über mehr Freiheiten und fürchten darum die Sexualität weniger als jene in den Golfstaaten. Die freieren Frauen werden in den nahöstlichen Medien als «Prostituierte» dämonisiert.

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Wir brauchen keinen „deutschen Islam”

getty

„Der Islam gehört zu Deutschland” wurde zum Leitsatz der aktuellen Diskussion über die Zukunft der Muslime in Deutschland. Dabei verwirren immer wiederkehrende Begriffe wie „deutscher Islam”, „Staatsislam”, „moderner Islam” oder „liberaler Islam” sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer der Debatte und lenken von den Ursachen der Probleme ab. 


Von Mehmet Celebi|Huffington Post

Eine Dekonstruktion der Begriffe ist daher elementar, eine Richtigstellung dieser Begriffe gemeinsam mit Muslimen der Ausgangspunkt für eine auch von Muslimen akzeptierte Antwort.

Dass der Islam schon längst eine Realität für Deutschland ist, wusste man als Muslim bereits im Kindesalter, wenn man zum ersten Mal ein Eid-Gebet besucht hatte – sei es nun in einer Hinterhofsmoschee oder einer mit Minaretten bestückten Zentralmoschee.

Für Muslime war der Satz “Der Islam gehört zu Deutschland” wie ein Rückschritt

Umso befremdlicher war es aus Sicht eines Muslims, als Christian Wulff den Satz „der Islam gehört zu Deutschland” aussprechen musste. Als er dann auch noch heftige Kritik eingesteckt hatte, stellten sich die Muslime zum ersten Mal bewusst die Frage: „Gehöre ich zu Deutschland?”

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Rabbiner gegen Öffnung von christlich-jüdischem Dialog zum Islam

religion_warDie «Gemengelage zwischen Judentum und Christentum» sei völlig anders als beim Islam. Das bedeute nicht, dass ein Gespräch mit dem Islam nicht notwendig wäre.


kath.net

Gegen eine Ausweitung des Dialogs zwischen Christen und Juden auf die Muslime hat sich der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Henry G. Brandt, ausgesprochen. «Ein Trialog würde dazu führen, dass die Gespräche verflachen», meinte Brandt in einem Interview der «Jüdischen Allgemeinen» (Donnerstag). Die «Gemengelage zwischen Judentum und Christentum» sei völlig anders als beim Islam. Die Stufe des Vertrauens zwischen Juden und Christen, aber auch die Themen seien «so unterschiedlich, dass ein Trialog nicht dasselbe leisten kann». Brandt äußerte sich aus Anlass der am Sonntag beginnenden jährlichen «Woche der Brüderlichkeit».

Beim christlich-jüdischen Dialog gehe es nicht nur um aktuelle Probleme, sondern um die Aufarbeitung einer 2.000 Jahre alten Geschichte mit tiefen theologischen Wurzeln, so der Augsburger Rabbiner weiter. «Da gibt es noch viel zu klären, aber auch zu verteidigen: Wir wollen die Werte bewahren, die sich als gemeinsames Gut herausgestellt haben.» Das bedeute nicht, dass ein Gespräch mit dem Islam nicht notwendig wäre, fügte Brandt hinzu.

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Christen-Pfaffe erklärt den Islam

Pfarrer Karl-Hermann Gruhler. Archiv/schwäbische.de

Darf ein christlicher Geistlicher die Frage klären, inwieweit der Islam eine menschenfreundliche oder intolerante Religion ist? Pfarrer Karl-Hermann Gruhler will darüber beim Sonntags-halbzehn-Gottesdienst in der Albanskirche sprechen. Die Vorstände der muslimischen Gemeinden in Laichingen sind darüber nicht glücklich.


Von Johannes Rauneker|schwäbische.de

Dem evangelischen Pfarrer Karl-Hermann Gruhler ist bewusst, dass das Thema, welches er am Sonntag im Gottesdienst (ab 9.30Uhr) behandeln wird, „ein heißes Eisen“ ist. Es soll um die Frage gehen, welche Rolle die Religion des Islam spielt angesichts der Meldungen über den islamischen Terror und gleichzeitig dem friedvollen Zusammenleben von Millionen Muslimen mit Deutschen. Wie passt das zusammen? Zugespitzt hat Gruhler in seiner Gottesdienst-Einladung die Frage formuliert: „Ist der wahre Islam eine menschenfreundliche Religion oder ist etwas dran an der Behauptung, dass er im Kern aggressiv und intolerant ist?“

Als Halil Dinc, Vorsitzender der Laichinger Gemeinde der Alb-Mevlana-Moschee, diese Passage las, sei sie ihm „komisch“ vorgekommen. Er habe sich gefragt: „Wie kann man eine solche Frage klären, ohne dass man Vertreter des Islam dabei hat?“, sagt er der SZ und ergänzt: „Ich finde es blöd, wenn Religionsvertreter nicht miteinander, sondern übereinander reden.“ Auch die Wortwahl der Einladung hält er für ungeschickt, ja, sie könne dazu beitragen, Vorurteile zu schüren. Denn für Dinc stehe außer Frage: „Mit dem Islam als Religion hat der Terror im Namen des Islam nichts zu tun.“

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This stupidity needs to end: Why the Atlantic & NY Post are clueless about Islam

Image: Salon

This week, President Obama hosted a summit on countering “violent extremism,” where he received criticism from some on the rightwing over his refusal to call such violence “Islamic.” American media outlets, particularly the Atlantic and the New York Post, have struck a similar chord of late.


By H.A. Hellyer|Salon

All of this happens against a rather poignant backdrop: Only a few days ago, ISIS released a video showing the killing of 21 Coptic Egyptians in Libya. The group expressed what it considered to be Islamic justification for its actions. Long after the summit, specialists in the field of counter-extremism will continue to ask the question: Is ISIS actually representative in some way of Islam? And what, really, is the relationship between the group that calls itself the “Islamic State” and the world’s second largest religion?

There will be those that will insist that ISIS has nothing to do with Islam or religion in general — that ISIS is primarily a social and political phenomenon, bereft of ideology entirely, or simply using Islam as a superficial justification. Counterterrorism studies indicate that for very many people in the broader radical Islamist universe, non-ideological factors certainly play magnificently important roles. At the same time, it is also the case that for radical Islamists, an ideological component not only exists, but is crucial in understanding their world views. In some shape or form, for ISIS supporters, religion certainly plays a role. But what religion, precisely?

The easy answer is to say “Islam” – but it is also a rather lazy answer. There are around 1.5 billion Muslims around the world. The vast, overwhelming majority of them, needless to say, are not members of ISIS — and, in fact, Muslims actually make up the majority of ISIS’s victims, its most active enemies on the battlefield, and its most prominent detractors.

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Streit: Ist der Islam eine ‘Religion des Friedens’?

us_flagge_bibel_kreuzUS-Evangelikale kritisieren Präsident Barack Obama – Sie werfen unter anderem Präsident Barack Obama vor, mit der Formel, der Islam sei eine durch und durch friedliche Religion, die ganze Wahrheit zu verschweigen.


kath.net

Gegen eine Verharmlosung des Gewaltpotentials im Islam haben sich führende Evangelikale in den USA gewandt. Sie werfen unter anderem Präsident Barack Obama vor, mit der Formel, der Islam sei eine durch und durch friedliche Religion, die ganze Wahrheit zu verschweigen. Obama hat angesichts des Terrors von militanten Organisationen wie dem „Islamischen Staat“ (IS), El Kaida und Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) eine internationale Anti-Extremismus-Konferenz in Washington einberufen. Dabei betonte Obama, dass man sich nicht im Krieg gegen den Islam befinde; die Mehrheit der Muslime sei friedlich.

Allerdings müssten führende Muslime deutlich zum Ausdruck bringen, dass der Islam nicht mit Gewalt verteidigt werde, sondern dass Gewalt Muslimen und dem Islam schade. Ähnlich hatte sich Obama beim Nationalen Gebetsfrühstück am 5. Februar in Washington geäußert. Dabei verurteilte er einerseits den islamischen Terrorismus scharf, erinnerte aber andererseits an die blutige Geschichte der Christenheit mit den Kreuzzügen und der Inquisition. In allen Religionen gebe es „eine sündhafte Tendenz, die unseren Glauben pervertieren und verzerren kann“.

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Obama: Religion nicht verantwortlich für Terrorismus

Hope Gone? (CC-by-nc-nd/3.0/us by Shepard Fairey)

Hope Gone? (CC-by-nc-nd/3.0/us by Shepard Fairey)

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat Religionen von der Verantwortung für Terrorismus freigesprochen. Vielmehr seien Menschen für ihre Taten verantwortlich. Die Vereinigten Staaten kämpften auch nicht gegen den Islam, sondern nur gegen eine pervertierte Auslegung.


Frankfurter Allgemeine

Der Islam darf nach den Worten des amerikanischen Präsidenten Barack Obama nicht als Quelle für Extremismus diffamiert werden. „Keine Religion ist verantwortlich für Terrorismus. Menschen sind verantwortlich für Gewalt und Terrorismus“, sagte Obama am Mittwoch in Washington.

Er forderte auch muslimische Führer auf, ihren Gemeinden klarzumachen, dass der Westen nicht versuche, den Islam zu unterdrücken. „Wenn Extremisten mit der Lüge hausieren gehen, dass unsere Länder feindselig gegen Muslime sind, dann müssen wir zeigen, dass wir Menschen aller Religionen willkommen heißen.“

Die Strippenzieher in Organisationen wie der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) seien keine religiösen Anführer, sagte Obama mit Blick auf den laufenden Militäreinsatz im Irak und in Syrien. „Wir sind nicht im Krieg mit dem Islam. Wir sind im Krieg mit Menschen, die den Islam pervertiert haben.“

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Religionsfreiheit in Zeiten der Scheintoleranz

Ratzinger_HomoKann die katholische Kirche noch als legitimer Bestandteil unserer Gesellschaft gelten, wenn sie sich weigert, homosexuelle Verbindungen abzusegnen?


Von Giuseppe Gracia|kath.net

Der Streit um die Segnung homosexueller Paare sorgt für Schlagzeilen. Viele sind bestürzt, dass die katholische Lehre solche Segnungen nicht zulässt, wie es auch ein Dokument der Schweizer Bischofskonferenz festhält. Das empfindet man als menschenverachtend, homophob und fundamentalistisch. Katholische Bischöfe erscheinen als Unmenschen, die man im Namen der Nächstenliebe medial bekämpft, weil sie zur Lehre ihrer Glaubensgemeinschaft stehen.

Das wirft Fragen auf. Kann die katholische Kirche noch als legitimer Bestandteil unserer Gesellschaft gelten, wenn sie sich weigert, homosexuelle Verbindungen abzusegnen? Ist überhaupt die katholische Sexualmoral noch tragbar? Der Katechismus bejaht sexuelle Akte bekanntlich nur innerhalb der monogamen Ehe zwischen Mann und Frau. Auch das orthodoxe Judentum und der Islam lehnen homosexuelle Akte ab. Was soll die freie Gesellschaft davon halten?

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Auch im Buddhismus ist Gewalt zu finden

Auch als friedliebend wahrgenommene Religionen wie der Buddhismus unterdrücken Minderheiten Foto: Tevaprapas, flickr | CC BY-NC 2.0

Geht es um religiöse Gewalt, liegt der Fokus meist auf dem Islam – oder der Geschichte des Christentums. Doch auch Buddhisten und Hindus verüben im Namen ihres Glaubens Gewalttaten, erklären Experten der Universität Münster.


pro Medienmagazin

In Indien habe der Buddhismus den Dauerkonflikt mit dem Hinudismus nicht überlebt, schreiben drei Experten vom Exzellenscluster „Religion und Politik“ der Universität Münster am Montag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Gerd Althoff, Thomas Bauer und Perry Schmidt-Leukel geben in ihrem gemeinsam verfassten Beitrag einen Überblick über die Geschichte unterschiedlicher Religionskonflikte.

Auch in Sri Lanka gebe es blutige Konflikte zwischen Hinduismus und Buddhismus, zwei Religionen, von denen im Westen eine „romantisierende Wahrnehmung“ herrsche. Obwohl in beiden Religionen Gewaltlosigkeit ein hohes Ideal sei, sei es dort zum Kampf zwischen Anhängern beider Religionen gekommen. In Thailand habe es Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten und Muslimen gegeben.

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„Der Islam ist eine geladene Waffe“

Einschusslöcher im Kulturzentrum „Krudttoenden“: Im Namen des Islam werden Menschen getötet, picture alliance

In Libyen köpfen IS-Terroristen zahlreiche Christen vor laufender Kamera, in Kopenhagen schießt ein Attentäter auf Cafébesucher und Juden: Die türkischstämmige Muslimin Güner Yasemin Balci grenzt sich klar gegen den tödlichen Irrsinn im Namen Allahs ab. Ein Plädoyer für eine zeitgemäße Lesart des Korans


Von Güner Yasemin Balci|Cicero

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, liebe Geschwister im, mit und ohne Glauben, im Namen Allahs des Barmherzigen rufe ich alle zur Vernunft – zum kritischen Denken auf!

Seit es unsere Religion gibt, werden im Namen des Islam Menschen getötet. Ja, es stimmt, auch im Namen anderer Religionen wurde viel Blut vergossen. Ich rede heute aber für meine Religion.

Viele Muslime, ich hoffe die meisten, distanzieren sich nicht nur von diesen Taten, sondern verurteilen und verachten die Menschen, die sie begehen. Muslime stehen heute mehr denn je in der Pflicht, nicht nur den Islamisten, sondern auch allen Traditionalisten den Kampf anzusagen. Hier und überall. Es reicht nicht aus, sich zu distanzieren. Es müssen Taten folgen. Die Ursachen des Übels, des Kampfes gegen alle Nichtmuslime, liegen in unserem Umgang mit dem Islam. Wenn ich „unserem“ sage, meine ich alle Menschen, aber in erster Linie uns Muslime. Zu leise sind die Stimmen, die ihn reformieren wollen, verstummt sind die Muslime, die es einst wagten, einen aufgeklärten Blick auf unser heiliges Buch zu werfen.

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Ich bin Pfarrer Olaf Latzel dankbar

Man sollte die Unterschiede zwischen den Religionen nicht dem interreligiösen Dialog opfern, findet der Journalist Hans-Joachim Vieweger Foto: Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern

Der Bremer Pfarrer Olaf Latzel hat mit einer Predigt über den Unterschied zwischen Islam und Christentum landesweit für Aufsehen gesorgt. „So wichtig das friedliche Miteinander der Religionen ist – es kann nicht auf Kosten des eigenen Wahrheitsanspruchs geschehen“, findet der Journalist . Seinen Kommentar sendete der Bayerische Rundfunk (BR 2) am Samstag in der Sendung „Zum Sonntag“.


pro Medienmagazin

Es kommt nicht häufig vor, dass eine Predigt in einer einzelnen Kirchengemeinde für bundesweites Aufsehen sorgt. So geschehen jetzt in der St. Martini-Gemeinde in Bremen. In einer Predigt über die alttestamentarische Figur Gideon rief der evangelische Pfarrer Olaf Latzel seine Gemeinde zur radikalen Distanzierung von anderen Religionen auf. Weil – Zitat – „unserem heiligen und ewigen Gott nichts mehr ein Gräuel ist, als wenn neben ihn andere Götter gestellt werden.“ Als Christ, so der Pfarrer weiter, könne man keinen Talisman tragen, keine Buddha-Statuen zuhause aufstellen und nicht am muslimischen Zuckerfest teilnehmen. Gemeinsamen Gottesdiensten mit Muslimen sowie der so genannten abrahamitischen Ökumene erteilte er eine klare Absage. Worauf ihm ein führender Geistlicher der Kirche in Bremen „geistige Brandstiftung“ vorwarf, 70 Pastoren protestierten mit einer Mahnwache auf den Stufen des Bremer Doms gegen ihren Kollegen.

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Focus-Titelthema: Passt der Islam zu Deutschland?

Passt der Islam zu Deutschland? fragt die aktuelle Ausgabe des Magazins Focus in mehreren Beiträgen Foto: Focus

Der Islam in Deutschland erfährt derzeit einen Prozess der Erneuerung. Diese These wird im Titelthema des aktuellen Magazins Focus aufgestellt. Mehrere Beiträge behandeln die Frage: Passt der Islam zu Deutschland?


pro Medienmagazin

Als gutes Beispiel für einen Vertreter eines modernen Islam wird Mouhanad Khorchide dargestellt. Er ist Leiter des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Münster. Für manche Muslime und Politiker gelte der 43-jährige Wissenschaftler als große Hoffnung: „ein Muslim, der endlich das theologische Fundament eines aufgeklärten Islam legt.“

Diese neue Bewegung wolle auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ausdrücklich unterstützen. Gegenüber Focus sagte der EKD- Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm: „Professor Khorchide ist eine wichtige Stimme der noch jungen Disziplin islamischer Theologie an deutschen Universitäten, wie es sie inzwischen in Münster, aber etwa auch in Erlangen, Nürnberg, Frankfurt oder Hamburg gibt.“ Er fordert: „Wir müssen diejenigen Muslime stärken, die ihre eigene Religion im Kontext von Demokratie und Pluralität weiterentwickeln wollen, statt immer nur ihre Defizite zu sehen.“

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Religiöse Zensur und schwarze Nachrichtenlöcher

Bild: wikimedia.org/CC-2.5/MarkusAngermeier

Bild: wikimedia.org/CC-2.5/MarkusAngermeier

«Reporter ohne Grenzen» legen «Rangliste der Pressefreiheit» vor. Im Nahen Osten scheint vor allem der Islam in seinen streng konservativen oder radikalen Varianten ein Hindernis für die Pressefreiheit zu sein.


Von Joachim Heinz|kath.net

Raif Badawi ist mittlerweile auch in höchsten Kreisen kein Unbekannter mehr – auch wenn der Blogger seit mehr als zwei Jahren in seiner Heimat Saudi-Arabien im Gefängnis sitzt, . Am Dienstag sprach der britische Thronfolger Prinz Charles bei einem Treffen mit dem neuen saudischen König Salman den Fall an, der viele Menschen schon allein aufgrund der drakonischen Strafe bewegt, die für Badawi im Raum steht. Wegen Beleidigung des Islam wurde der Familienvater und Gründer des Portals «Die Saudischen Liberalen» zu zehn Jahren Haft und 1.000 Peitschenhieben verurteilt.

Badawi steht damit beispielhaft für einen beunruhigenden Trend, den die am Donnerstag vorgelegte «Rangliste der Pressefreiheit» von «Reporter ohne Grenzen» dokumentiert. Dafür wertete die Organisation Daten aus 180 Staaten und Regionen im Zeitraum von Oktober 2013 bis Oktober 2014 aus. Demnach greift die religiöse Zensur um sich: Immer mehr Länder nutzten Verbote von Gotteslästerung, um gegen unliebsame Berichterstatter vorzugehen. Neben Saudi-Arabien gehören dazu auch Iran oder Kuwait.

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Der Islam und Deutschland – eine Ex-Muslimin antwortet einem Leser

Mina Ahadi und Udo Ulfkotte demonstrieren mit KIK gegen Islamkritik unautorisierter Bürger

Mina Ahadi und Udo Ulfkotte demonstrieren mit KIK gegen Islamkritik unautorisierter Bürger

Gehört der Islam wirklich zu Deutschland? Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, antwortet in der Rubrik “Zurückgeschrieben” auf den Leserbrief eines Tagesspiegel-Lesers.


Von Mina Ahadi|DER TAGESSPIEGEL

Der Tagesspiegel-Leser Bruno Schneider aus Teltow hat zu dem Artikel „Tillich: Islam gehört nicht zu Sachsen“ vom 26. Januar einen Leserbrief geschrieben:

“Endlich spricht Herr Tillich mal aus, was meiner Meinung nach die Mehrheit der Deutschen von dem Zitat „Der Islam gehört zu Deutschland“ hält. Die Tatsache, dass Muslime in Deutschland leben und hier ihre Religion ausüben dürfen, macht sie zu einem Bestandteil der Bevölkerung, aber ihre Religion noch lange nicht zu einem Teil von Deutschland oder zu einem Teil der deutschen Identität.

Eine Religion, deren Rechtssystem die Scharia ist, von der der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in mehreren Verfahren urteilte, dass sie „inkompatibel mit den fundamentalen Prinzipien in der Demokratie“ sei, kann nicht in engerem Sinn zu Deutschland „gehören“ . Unsere Politiker neigen dazu, unsere christlichen und abendländischen Werte einer übertriebenen politischen Correctness zu opfern. Das ist es, was die Menschen zu Pegida treibt, allem voran dieses als vermeintliche Wahrheit in die Welt gesetzte Zitat Wulffs, das nun auch von unserer Kanzlerin übernommen wurde, die mit Sicherheit nicht für die Mehrheit der Deutschen spricht.

P.S. Ich bin kein Anhänger der Pegida-Bewegung.”

Bruno Schneider, Teltow

Mina Ahadi, Vors. des Zentralrats der Ex-Muslime und des Int. Komitees gegen Steinigung, Köln, schrieb dem Leser zurück:

“Als Ex-Muslimin und auch als langjährige Kritikerin von Islam und Islamismus, bin ich der Meinung, dass der Islam nicht zu Deutschland gehören sollte und meine auch, dass nicht nur der Islam, sondern alle Religionen nichts im staatlichen System und Unterricht zu suchen haben. Wir müssen versuchen, noch mehr Säkularismus, noch mehr Trennung zwischen Religion und Staat zu verwirklichen. Aber was ist unser Problem in Wahrheit? Meiner Meinung nach ist der Islam und der Islamismus heutzutage ein großes Problem für die Menschheit, das muss klar betrachtet und entschieden bekämpft werden.

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