Schlagwort-Archive: Islam

Möchtegern-Reformatorin Ayaan Hirsi Ali erklärt den Islam

ayaan-hirsi-aliIst sie eine Luther-Figur des 21. Jahrhunderts? Ayaan Hirsi Ali will mit “Reformiert euch!” dem Islam eine neue Stoßrichtung geben. Doch sie beraubt eine ganze Religion ihres Kerns.


Von Thomas Avenarius|Süddeutsche.de

Kritik am Islam ist im Wortsinn fast immer billig: Jeder kann, jeder darf und jeder hat irgendwo ein bisschen oder sogar sehr, sehr Recht, solange im Namen des Islam gesteinigt, geköpft und gemordet wird. Wer bestreitet, dass diese große östliche Religion sich selbst in Frage stellen muss, ist entweder ein bockbeiniger Fundamentalist vom Islamischen Staat oder ein pseudotoleranter Kulturversteher aus Tübingen.

Seit dem 11. September geht es um wenig anderes. Der Erkenntnisgewinn in Sachen Islam und Moderne wird auch nicht größer, wenn das Mohammed-Bashing von Ayaan Hirsi Ali kommt, Frauenrechtlerin, Politikerin, Wissenschaftlerin und weltbekannte Apostatin.

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Katrin Göring-Eckardts protestantischer Narzissmus

Bild: blogs.taz.de


Interview: Ghassan Abid|taz.blogs

taz: Wodurch unterscheidet sich der evangelische Glauben vom Islam?

Katrin Göring-Eckardt: Der Islam ist eine Religion, der Protestantismus eine christliche Konfession. Die Unterschiede sind definitiv zahlreicher als nur freier Sonntag oder freier Freitag, aber ich frage ja lieber nach Gemeinsamkeiten.

Dann fragen wir nach den Gemeinsamkeiten.

Gemeinsamkeiten lassen sich bei jeder Gelegenheit feststellen, bei der religiöse Menschen miteinander ins Gespräch kommen und über Demut, Unverfügbarkeit und übrigens auch über Freiheit miteinander sprechen. Glauben heißt, selbst nicht letzte Instanz zu sein – diese Einsicht ist religiös übergreifend.

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Tabakunternehmen: Muslime sollten zum Rauchen verleitet werden

Nicht rauchen aus religiösen Gründen: Für die Tabakindustrie ein No Go. (Foto: Flickr/ no smoking by machechyp CC BY 2.0)

„Big Tobacco“ soll einen theologischen Krieg geführt haben, um das Rauchen in der muslimischen Welt zu fördern. Im Visier sollen die großen US-amerikanischen Tabakhersteller vor allem Frauen gehabt haben. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie.


Deutsch Türkische Nachrichten

Eine Überprüfung interner Dokumente der Tabakindustrie über mehrere zurückliegende Jahrzehnte hat ergeben, dass „Big Tobacco“ offenbar eine ganz gezielte Kampagne geführt hat. Nach Ansicht eines internationalen Forscherteams gab es eine perfide Botschaft: Nichtrauchen steht in Verbindung mit Extremismus.

Die Kampagne sei so weit gegangen, dass man eigene Anwälte anheuerte, um seine Propaganda gezielt zu verbreiten. Ihr Job sei es gewesen, theologische Argumente gegen islamische Führungspersönlichkeiten zu sammeln, die sich gegen den Tabakkonsum ausgesprochen hätten.

„Das Papier zeigt, wie die Industrie sich bemüht hat, die kulturellen Überzeugungen dieser Gemeinschaften zu verzerren und falsch zu interpretieren“, zitiert das Nachrichtenportal Daily Brew Kelley Lee, Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Simon Fraser University und Co-Autorin der Studie. „Und das alles, um ein Produkt zu verkaufen, das die Hälfte seiner Konsumenten tötet.“

Gesundheitskampagnen gegen das Rauchen waren in den westlichen Ländern sehr erfolgreich. Doch mit dem Rückgang der Raucher in Nord-Amerika und Europa hätten sich die Zigarettenhersteller zunehmend den Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zugewandt, heißt es weiter.

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Erdoğan und Putin schließen Bündnis gegen Gülen-Bewegung

Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und Präsident Wladimir Putin sind sich in vielerlei Hinsicht einig. (Screenshot via Youtube)

Erdoğan und Putin sehen die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen als Sicherheitsbedrohung. Deshalb wollen die die Bewegung gemeinsam bekämpfen. Ein ehemaliger FBI-Berater sagt, dass die CIA und die Gülen-Bewegung kooperieren.


Deutsch Türkische Nachrichten

Die Gegner des islamischen Predigers Fethullah Gülen mehren sich. Der türkische Premier Erdoğan soll sich deshalb bei einem Russland-Besuch im vergangenen Jahr mit Präsident Putin auf die Bekämpfung Gülens geeinigt haben.

Der russische Politologe Vitaly Naumkin schreibt in einem Beitrag von Al-Monitor:

„Paradoxerweise ist es die gemeinsame negative Einstellung gegen die Aktivitäten Fethullah Gülens, die die Annäherung zwischen Russland und der Türkei gefördert hat.“

Die Schulen des islamischen Predigers wurden in Russland 2002 geschlossen. Auslöser war ein schwerwiegender Vorwurf, den der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB) als erwiesen ansah. Die Mitglieder der Gemeinde sollen für die CIA spioniert haben. Der ehemalige FBI-Berater Paul L. Willams sagte im März 2014 der Zeitung Akşam, dass die CIA die Aktivitäten der Gülen-Bewegung in Zentralasien unterstützt habe.

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Özoguz und Griese machen sich für religiöse Bildung stark

Kerstin Griese (2014), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de/SvenTeschke

Die Religions- und Kirchenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Kerstin Griese, hat sich der Forderung des Berliner Bischofs Markus Dröge nach einer neuen Bildungsoffensive in Sachen Religion und des interreligiösen Dialogs angeschlossen.


evangelisch.de

Sie sagte am Freitag in Berlin auf einer Tagung der SPD-Fraktion, Toleranz und Vielfalt könne nur leben, wer die eigene Religion kenne und die des anderen verstehen wolle.

Auf einer Tagung der SPD-Fraktion mit dem Titel “Wir alle sind Deutschland” über das Miteinander von Menschen verschiedener Religionen und Kulturen zeigte sich Griese besorgt, dass 60 Prozent der Bundesbürger glauben, der Islam passe nicht in die westliche Welt, während zugleich die deutschen Muslime sich mehrheitlich zur pluralistischen deutschen Demokratie bekennen.

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Dem deutschen Staat fällt der Umgang mit dem Islam schwer

Moscheekuppel © Islamwoche Berlin

Jede Religion ist anders. Während der deutsche Staat im Umgang mit den christlichen Konfessionen geübt ist, gestaltet sich seine Beziehung zum Islam schwieriger. Sie lässt sich nicht in die Politikmuster einpassen. Ein Umdenken wäre dringend nötig.


Von Prof. Dr. Gunnar Folke Schuppert|MiGAZIN

Einladungen zu Konferenzen bereiten normalerweise keine unüberwindbaren Schwierigkeiten: Wenn man die für das Konferenzthema wichtigsten und interessantesten Stakeholder identifiziert hat, gibt es allenfalls noch einige ergänzende protokollarische Überlegungen anzustellen. Bei der im Jahre 2006 vom damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble einberufenen ersten Islamkonferenz war dies offenbar anders: Wen sollte man einladen, welche Verbände repräsentieren den Islam? Dieses Problem, den für den Islam zuständigen Ansprechpartner zu finden, wird naturgemäß noch einmal verschärft, hat man die Absicht, die als verbesserungswürdig angesehenen Beziehungen zum Islam auf eine vertragliche Grundlage zu stellen. Wie schön wäre es deshalb – so ließen sich manche Zeitgenossen vernehmen –, wäre auch der Islam eine „verkirchlichte“ Religion.

Dass das deutsche Staatskirchenrecht mit seiner Fixierung auf fest institutionalisierte Religionsgemeinschaften mit dem geringen Organisationsgrad des Islam Schwierigkeiten haben würde, war vorauszusehen und gipfelte in der lebhaften Diskussion darüber, ob der vergleichsweise unorganisierte Islam in Gestalt der Dachverbände ein hinreichend repräsentativer und verlässlicher Vertragspartner des Staats sein könne. Welche Denkweisen bei dieser Diskussion Pate standen und stehen, zeigt der Beitrag von Ansgar Hense mit dem bezeichnenden Titel „Staatsverträge mit Muslimen – eine juristische Unmöglichkeit?“, in dem wie folgt argumentiert wird: Als Partner eines religionsverfassungsrechtlichen Vertrags, der grundlegende Aspekte auf Dauer stabil regeln will, komme nur eine Institution in Betracht, die diesem Regelungsanliegen gerecht werden könne. In Übereinstimmung mit dieser notwendigen Voraussetzung sei das deutsche Religionsverfassungsrecht durch einen hohen Grad an Institutionalität geprägt; gerade bei der Aufgabe, den Islam in das religionsverfassungsrechtliche Gefüge des Grundgesetzes zu integrieren, stelle sich die Frage „Wie viel Institution braucht Religion?“ Der Islam scheide daher als Partner religionsverfassungsrechtlicher Staatsverträge aus, lautet die Botschaft dieser Argumentation.

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Hitler in Philadelphia

Buswerbung in Philadelphia Weil Hitler mal einen Araber traf, sollen die USA keine Entwicklungshilfe mehr an islamisch dominierte Länder zahlen.(Foto: ap)

Mit einem Bild von Adolf Hitler hetzt die American Freedom Defense in Philadelphia gegen Islam und Koran. Ein Busunternehmen versuchte sich dagegen zu wehren, die „Werbung“ schalten zu müssen – vergeblich.


Handelsblatt

Trotz Demonstrationen gegen die Werbemaßnahme fahren mit einem Hitler-Bild bedruckte Busse seit Mittwoch durch Philadelphia. Die Werbung zeigt Adolf Hitler mit einem früheren arabischen Anführer. Eine proisraelische Organisation wirbt mit dem Motiv und dem Slogan „Islamischer Judenhass: Er liegt im Koran“. Die USA werden dabei aufgefordert, keine Entwicklungshilfe mehr an islamische Länder zu zahlen.

Ein US-Richter hatte die Transportbehörde von Philadelphia vor drei Wochen angewiesen, die Werbung der sogenannten American Freedom Defense Initiative zu akzeptieren. Auf eine Berufung gegen das Urteil verzichtete die Behörde, wie sie vergangene Woche bekanntgegeben hatte. Sie hatte die Werbeposter zuvor abgelehnt, weil diese aus ihrer Sicht gegen „minimale Standards höflichen Zusammenlebens“ verstießen.

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John Cleese: “Muslime haben das Recht, ausgelacht zu werden”

John Cleese, Bild: rebellesociety.com

Muslime auszulachen ist in Ordnung: So sieht es Monty-Python-Mitglied John Cleese im SPIEGEL-Gespräch. Über den Propheten habe er sich allerdings nie lustig gemacht.


SpON

Der Islam ist nach Ansicht des britischen Komikers und Autors John Cleese ein gutes Thema für die Satire.

Cleese, 75, und die übrigen Mitglieder der legendären Gruppe Monty Python hatten in den Achtzigerjahren mit der Religionssatire “Das Leben des Brian” Kontroversen unter Christen ausgelöst.

In einem SPIEGEL-Gespräch anlässlich seiner Autobiografie, die am Montag auf Deutsch erscheinen wird, sagte Cleese: “Muslime, die bei uns leben, sind Teil unserer Gesellschaft. Sie haben das Recht, ausgelacht zu werden.” (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Ohne Orient kein Oxident

Bild: Wikimedia Commons/Steve Evans

Bild: Wikimedia Commons/Steve Evans

Der Islam war schon immer Teil der europäischen Kultur. Beide sind durch eine lange gemeinsame Entwicklung verbunden.


Von Muhammad Sameer Murtaza|The European

Der Islam gehört nicht zu Europa! Das zumindest legte Ulrich Greiner in der ZEIT nahe und ergänzte noch, dass man sich dies auch nicht wünschen solle.

Greiners Artikel ist Ausdruck für die Schwierigkeit des Abendlandes mit seinem eigenen noch nicht überwundenen Essentialismus. Indem die “westliche Welt” die Vernunft und die Freiheit für sich in Anspruch nimmt, kann in der allgemeinen Wahrnehmung der Islam hierzu keinen Beitrag geleistet haben. Das imaginäre Bild des Islam ist das einer antimodernen Gegenkultur zum Westen. Diese Sichtweise führte dazu, dass der Einfluss islamischer Philosophen und Wissenschaftler mitsamt ihrem Wirken weitestgehend im europäischen Bildungswissen verdrängt wurden. Wo dies nicht möglich war, latinisierte man die muslimischen Namen.

Wer heute eine Apotheke mit dem weitverbreiteten Namen Avicenna betritt, wird wohl kaum vermuten, dass sich dahinter der Name des muslimischen Philosophen und Arzt Ibn Sina verbirgt. Ihm verdanken wir die Erfindung der Arznei in Tablettenform und sein Kanon der Medizin war bis in das 17. Jahrhundert Pflichtlektüre in der Ärzteausbildung Europas.

Es gibt genügend Stützen für die Annahme, dass die Renaissance und die frühe Form der europäischen Aufklärung durch die islamische Philosophie und die islamischen Bildungseinrichtungen in Europa mit angestoßen wurden. Doch wie konnte es passieren, dass 700 Jahre Islam in Südwesteuropa und 500 Jahre Islam auf dem Balkan im kollektiven Gedächtnis Europas verdrängt wurden?

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Abdullah-Zentrum-Wien: Rabbiner Rosen warnt Österreich vor Heuchelei

Bild: ntv/Schreenshot BB

Bild: ntv/Schreenshot BB

Während hinter den Kulissen im Bundeskanzleramt und Außenministerium um die Zukunft des saudi-finanzierten Wiener König-Abdullah-Dialogzentrums (KAICIID) gerungen wird, hat am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion in der neu eröffneten Österreich-Onlineredaktion der “Neuen Zürcher Zeitung” (nzz.at) ein prominentes Board-Mitglied Österreich diesbezüglich vor “Heuchelei” gewarnt. “Wenn die Regierung jetzt den Rückzug anordnet, sich aber gleichzeitig um den Verbleib der OPEC – und des saudisch finanzierten OPEC-Entwicklungsfonds – in Wien bemüht, wäre das ein Höchstmaß an Heuchelei”, sagte der Dialogbeauftragte des staatlichen Großrabbinats von Israel, Rabbi David Rosen (Jerusalem), bei der von nzz.at-Chefredakteur Michael Fleischhacker moderierten Diskussion.


kathweb

Rosen erntete in diesem Punkt keinen Widerspruch seiner Gesprächspartner, den KAICIID-Gegnern Schriftsteller Doron Rabinovici und Grünen-Politikerin Alev Korun. Der Rabbiner erinnerte an den diplomatischen Schutz Österreichs, der dem KAICIID gewährt wurde, aber ebenso der OPEC und dem OPEC-Entwicklungsfonds, dessen Projekte andernorts bereits mehrfach wegen ihrer wahabitischen Ausrichtung kritisiert worden waren.

Der aus Südafrika stammende Rabbiner betonte, dass für ihn der Dialog eine Lebensaufgabe sei. Rosen berichtete von einer Tagung im KAICIID vor wenigen Monaten in Wien. Die muslimischen Vertreter hätten sehr konservativen Strömungen angehört. Sei seien aus verschiedenen arabischen Staaten gekommen. “Fünf von ihnen haben noch nie in ihrem Leben einen Juden gesehen. Es war enorm wichtig, dass es zu dieser Kontaktaufnahme kam. Es ist eine Entwicklung, die über das KAICIID weiter gehen könnte.”

Kirchen: Dialog bringt mehr als Verweigerung

Sehr klar werde das besonders vom Vatikan, vom orthodoxen Ökumenischen Patriarchat und von der anglikanischen Staatskirche gesehen, sagte der südafrikanisch-israelische Dialogexperte: “Warum sind die drei Kirchen mit so hochrangigen Hierarchen im Board vertreten? Weil sie erkannt haben, dass man so mehr erreichen kann als durch Abwesenheit.” Zudem hätten die vergangenen Jahre klar gemacht, “dass das Zentrum eine bewundernswerte Arbeit leistet”.

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Joumana Haddad über arabische Tabus: „Das Hauptproblem ist die Religion“

Carlin_Religion

Die drei monotheistischen Religionen Islam, Christentum und Judentum stehen der Geichberechtigung im Wege.

Die Autorin Joumana Haddad hält nicht viel von Tabus. Ein Gespräch über sexuelle Freiheit, einen libanesischen Pornostar und wie sie zur Mörderin wurde.


Das Interview führte Juliane Metzker|taz.de

taz: Frau Haddad, im Januar wurde die Libanesin Mia Khalifa zur beliebtesten Pornodarstellerin der Internetplattform Pornhub gewählt. Fanden Sie das gut?

Joumana Haddad: Solange sie ihrem Beruf aus freien Stücken nachgeht, kann ich ihr nur applaudieren und sage: „Bravo!“ Aber ich sehe die Pornoindustrie durchaus kritisch, in der immer noch überwiegend Männer das Sagen haben und Frauen benutzen. Ich hoffe, dass das bei Mia Khalifa nicht der Fall ist.

Mia Khalifa bekam nach ihrer Nominierung viel Kritik und sogar Morddrohungen – vor allem aus dem Libanon. Was ist der Grund für diese Reaktionen?

Diese Reaktionen kenne ich. Ich selbst wurde für meine Arbeit hier schon schlimm beschimpft. Man nannte mich „Schlampe“, „Hure“ und drohte mir mit dem Tod. Aber auf das Echo muss man sich einstellen. Die Menschen hier haben Angst vor dem, was sie sind, und davor, ihre sexuelle Freiheit einzufordern. Sie haben eine sehr ungesunde Beziehung zu ihrem Körper und ihrer Sexualität.

 

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TV-Schlagabtausch über Gewalt im Islam und Christentum

religion_warKünast: Das Christentum sei bei den Kreuzzügen auch nicht besser als der Islam gewesen


kath.net

Einen heftigen Schlagabtausch über das Thema Gewalt im Islam und im Christentum haben sich der Schweizer Kabarettist Andreas Thiel (Bern) und die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast (Berlin) geliefert. Sie traten am 10. März in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ zum Thema „Vorurteilsfalle – Gute Muslime, böser Islam?“ auf.

Thiel sagte, der Koran sei ein einziger Aufruf zur Gewalt und eine Anleitung für Krieg und Unterdrückung; daher müsse er geändert werden. Mohammed sei auch kein Prophet, sondern ein Massenmörder, Sklaventreiber und Kinderschänder gewesen, so Thiel, der nur noch unter Polizeischutz auftreten kann.

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SPD-Politiker fordert Religionssteuer für Muslime

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

In der aktuellen Debatte über die Rolle des Islam in Deutschland hat der SPD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, eine Art Kirchensteuer für Muslime gefordert.


evangelisch.de

“Wir brauchen für die deutschen Muslime im Grunde genommen eine eigene Finanzierung”, sagte Saleh dem ARD-Magazin “FAKT“. “Daher muss man darüber nachdenken, ob man ähnlich wie die Kirchensteuer eine Art Religionssteuer einführt, damit die hier lebenden Moslems selber ihre Gemeinden mitfinanzieren.” Dadurch bekämen die deutschen Muslime eine größere Unabhängigkeit.

«Die islamische Gesellschaft braucht eine sexuelle Revolution»

Die Lust der Frau stellt für den Islam eine Gefahr dar. Ein junges Paar gönnt sich am Ufer des Nils in der Nähe von Kairo einen intimen Moment. Foto: Asmaa Waguih (Reuters)

Der Philosoph Rachid Boutayeb befasst sich mit der Verdrängung der Erotik und Sexualität im Islam. Als verspätete Religion übe sie Gewalt aus gegen die Frau, spreche ihr Körper und Autonomie ab.


Mit Rachid Boutayeb sprach Michael Meier|Tages Anzeiger

Ist es in der islamischen Gesellschaft statthaft, über den Orgasmus der Frau zu sprechen?
Es ist überhaupt nicht vorstellbar, in den heutigen islamischen Gesellschaften über die Frauen als souveräne ­Subjekte zu sprechen, geschweige denn über ihren Orgasmus. Freilich muss man sagen, dass es die islamische Gesellschaft an und für sich gar nicht gibt: Die Frauen zum Beispiel in Tunesien und Marokko verfügen über mehr Freiheiten und fürchten darum die Sexualität weniger als jene in den Golfstaaten. Die freieren Frauen werden in den nahöstlichen Medien als «Prostituierte» dämonisiert.

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Wir brauchen keinen „deutschen Islam”

getty

„Der Islam gehört zu Deutschland” wurde zum Leitsatz der aktuellen Diskussion über die Zukunft der Muslime in Deutschland. Dabei verwirren immer wiederkehrende Begriffe wie „deutscher Islam”, „Staatsislam”, „moderner Islam” oder „liberaler Islam” sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer der Debatte und lenken von den Ursachen der Probleme ab. 


Von Mehmet Celebi|Huffington Post

Eine Dekonstruktion der Begriffe ist daher elementar, eine Richtigstellung dieser Begriffe gemeinsam mit Muslimen der Ausgangspunkt für eine auch von Muslimen akzeptierte Antwort.

Dass der Islam schon längst eine Realität für Deutschland ist, wusste man als Muslim bereits im Kindesalter, wenn man zum ersten Mal ein Eid-Gebet besucht hatte – sei es nun in einer Hinterhofsmoschee oder einer mit Minaretten bestückten Zentralmoschee.

Für Muslime war der Satz “Der Islam gehört zu Deutschland” wie ein Rückschritt

Umso befremdlicher war es aus Sicht eines Muslims, als Christian Wulff den Satz „der Islam gehört zu Deutschland” aussprechen musste. Als er dann auch noch heftige Kritik eingesteckt hatte, stellten sich die Muslime zum ersten Mal bewusst die Frage: „Gehöre ich zu Deutschland?”

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Rabbiner gegen Öffnung von christlich-jüdischem Dialog zum Islam

religion_warDie «Gemengelage zwischen Judentum und Christentum» sei völlig anders als beim Islam. Das bedeute nicht, dass ein Gespräch mit dem Islam nicht notwendig wäre.


kath.net

Gegen eine Ausweitung des Dialogs zwischen Christen und Juden auf die Muslime hat sich der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Henry G. Brandt, ausgesprochen. «Ein Trialog würde dazu führen, dass die Gespräche verflachen», meinte Brandt in einem Interview der «Jüdischen Allgemeinen» (Donnerstag). Die «Gemengelage zwischen Judentum und Christentum» sei völlig anders als beim Islam. Die Stufe des Vertrauens zwischen Juden und Christen, aber auch die Themen seien «so unterschiedlich, dass ein Trialog nicht dasselbe leisten kann». Brandt äußerte sich aus Anlass der am Sonntag beginnenden jährlichen «Woche der Brüderlichkeit».

Beim christlich-jüdischen Dialog gehe es nicht nur um aktuelle Probleme, sondern um die Aufarbeitung einer 2.000 Jahre alten Geschichte mit tiefen theologischen Wurzeln, so der Augsburger Rabbiner weiter. «Da gibt es noch viel zu klären, aber auch zu verteidigen: Wir wollen die Werte bewahren, die sich als gemeinsames Gut herausgestellt haben.» Das bedeute nicht, dass ein Gespräch mit dem Islam nicht notwendig wäre, fügte Brandt hinzu.

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Christen-Pfaffe erklärt den Islam

Pfarrer Karl-Hermann Gruhler. Archiv/schwäbische.de

Darf ein christlicher Geistlicher die Frage klären, inwieweit der Islam eine menschenfreundliche oder intolerante Religion ist? Pfarrer Karl-Hermann Gruhler will darüber beim Sonntags-halbzehn-Gottesdienst in der Albanskirche sprechen. Die Vorstände der muslimischen Gemeinden in Laichingen sind darüber nicht glücklich.


Von Johannes Rauneker|schwäbische.de

Dem evangelischen Pfarrer Karl-Hermann Gruhler ist bewusst, dass das Thema, welches er am Sonntag im Gottesdienst (ab 9.30Uhr) behandeln wird, „ein heißes Eisen“ ist. Es soll um die Frage gehen, welche Rolle die Religion des Islam spielt angesichts der Meldungen über den islamischen Terror und gleichzeitig dem friedvollen Zusammenleben von Millionen Muslimen mit Deutschen. Wie passt das zusammen? Zugespitzt hat Gruhler in seiner Gottesdienst-Einladung die Frage formuliert: „Ist der wahre Islam eine menschenfreundliche Religion oder ist etwas dran an der Behauptung, dass er im Kern aggressiv und intolerant ist?“

Als Halil Dinc, Vorsitzender der Laichinger Gemeinde der Alb-Mevlana-Moschee, diese Passage las, sei sie ihm „komisch“ vorgekommen. Er habe sich gefragt: „Wie kann man eine solche Frage klären, ohne dass man Vertreter des Islam dabei hat?“, sagt er der SZ und ergänzt: „Ich finde es blöd, wenn Religionsvertreter nicht miteinander, sondern übereinander reden.“ Auch die Wortwahl der Einladung hält er für ungeschickt, ja, sie könne dazu beitragen, Vorurteile zu schüren. Denn für Dinc stehe außer Frage: „Mit dem Islam als Religion hat der Terror im Namen des Islam nichts zu tun.“

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This stupidity needs to end: Why the Atlantic & NY Post are clueless about Islam

Image: Salon

This week, President Obama hosted a summit on countering “violent extremism,” where he received criticism from some on the rightwing over his refusal to call such violence “Islamic.” American media outlets, particularly the Atlantic and the New York Post, have struck a similar chord of late.


By H.A. Hellyer|Salon

All of this happens against a rather poignant backdrop: Only a few days ago, ISIS released a video showing the killing of 21 Coptic Egyptians in Libya. The group expressed what it considered to be Islamic justification for its actions. Long after the summit, specialists in the field of counter-extremism will continue to ask the question: Is ISIS actually representative in some way of Islam? And what, really, is the relationship between the group that calls itself the “Islamic State” and the world’s second largest religion?

There will be those that will insist that ISIS has nothing to do with Islam or religion in general — that ISIS is primarily a social and political phenomenon, bereft of ideology entirely, or simply using Islam as a superficial justification. Counterterrorism studies indicate that for very many people in the broader radical Islamist universe, non-ideological factors certainly play magnificently important roles. At the same time, it is also the case that for radical Islamists, an ideological component not only exists, but is crucial in understanding their world views. In some shape or form, for ISIS supporters, religion certainly plays a role. But what religion, precisely?

The easy answer is to say “Islam” – but it is also a rather lazy answer. There are around 1.5 billion Muslims around the world. The vast, overwhelming majority of them, needless to say, are not members of ISIS — and, in fact, Muslims actually make up the majority of ISIS’s victims, its most active enemies on the battlefield, and its most prominent detractors.

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Streit: Ist der Islam eine ‘Religion des Friedens’?

us_flagge_bibel_kreuzUS-Evangelikale kritisieren Präsident Barack Obama – Sie werfen unter anderem Präsident Barack Obama vor, mit der Formel, der Islam sei eine durch und durch friedliche Religion, die ganze Wahrheit zu verschweigen.


kath.net

Gegen eine Verharmlosung des Gewaltpotentials im Islam haben sich führende Evangelikale in den USA gewandt. Sie werfen unter anderem Präsident Barack Obama vor, mit der Formel, der Islam sei eine durch und durch friedliche Religion, die ganze Wahrheit zu verschweigen. Obama hat angesichts des Terrors von militanten Organisationen wie dem „Islamischen Staat“ (IS), El Kaida und Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) eine internationale Anti-Extremismus-Konferenz in Washington einberufen. Dabei betonte Obama, dass man sich nicht im Krieg gegen den Islam befinde; die Mehrheit der Muslime sei friedlich.

Allerdings müssten führende Muslime deutlich zum Ausdruck bringen, dass der Islam nicht mit Gewalt verteidigt werde, sondern dass Gewalt Muslimen und dem Islam schade. Ähnlich hatte sich Obama beim Nationalen Gebetsfrühstück am 5. Februar in Washington geäußert. Dabei verurteilte er einerseits den islamischen Terrorismus scharf, erinnerte aber andererseits an die blutige Geschichte der Christenheit mit den Kreuzzügen und der Inquisition. In allen Religionen gebe es „eine sündhafte Tendenz, die unseren Glauben pervertieren und verzerren kann“.

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Obama: Religion nicht verantwortlich für Terrorismus

Hope Gone? (CC-by-nc-nd/3.0/us by Shepard Fairey)

Hope Gone? (CC-by-nc-nd/3.0/us by Shepard Fairey)

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat Religionen von der Verantwortung für Terrorismus freigesprochen. Vielmehr seien Menschen für ihre Taten verantwortlich. Die Vereinigten Staaten kämpften auch nicht gegen den Islam, sondern nur gegen eine pervertierte Auslegung.


Frankfurter Allgemeine

Der Islam darf nach den Worten des amerikanischen Präsidenten Barack Obama nicht als Quelle für Extremismus diffamiert werden. „Keine Religion ist verantwortlich für Terrorismus. Menschen sind verantwortlich für Gewalt und Terrorismus“, sagte Obama am Mittwoch in Washington.

Er forderte auch muslimische Führer auf, ihren Gemeinden klarzumachen, dass der Westen nicht versuche, den Islam zu unterdrücken. „Wenn Extremisten mit der Lüge hausieren gehen, dass unsere Länder feindselig gegen Muslime sind, dann müssen wir zeigen, dass wir Menschen aller Religionen willkommen heißen.“

Die Strippenzieher in Organisationen wie der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) seien keine religiösen Anführer, sagte Obama mit Blick auf den laufenden Militäreinsatz im Irak und in Syrien. „Wir sind nicht im Krieg mit dem Islam. Wir sind im Krieg mit Menschen, die den Islam pervertiert haben.“

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