„Pegida“ zum zweiten Jahrestag in der Krise

Demonstration in Leipzig (Symbolfoto) © Caruso Pinguin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Demonstration in Leipzig (Symbolfoto) © Caruso Pinguin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Eigentlich wollte sich „Pegida“ zum zweiten Jahrestag selbst groß feiern. Doch wegen Gegenprotesten mussten die islamfeindliche Bewegung Zeit und Ort ihrer Demonstration ändern. Und auch intern knirscht es gewaltig.

Von Michael Bartsch | MiGAZIN

Mit einer Kundgebung am Sonntag will die regierungs- und fremdenfeindliche „Pegida“-Bewegung in Dresden an ihr erstes öffentliches Auftreten vor zwei Jahren erinnern. „Auf die Straße zu gehen ist unsere einzige echte Chance, die derzeit noch Regierenden zum tatsächlichen Handeln zu zwingen“, schreibt Gründer und Vereinsvorsitzender Lutz Bachmann im sozialen Netzwerk Facebook.

Die Demonstration soll um 12 Uhr auf dem prestigeträchtigen Theaterplatz vor der Semperoper beginnen. Sie war zunächst für Montag angesetzt worden, an dem üblicherweise die „Abendspaziergänge“ stattfinden. Mehrere Gegendemonstrationen und ein Bürgerfest der Stadtverwaltung sicherten sich aber rechtzeitig diese Plätze in der Innenstadt für den 17. Oktober.

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Akif Pirinçci: „Leider sind die KZs außer Betrieb“

Bild: Facebook. Screenshot: bb
Bild: Facebook. Screenshot: bb
Zum Jahrestag bringt Pegida Zehntausende Menschen auf die Straßen von Dresden. Auch die Gegner formieren sich massenhaft. Es kam zu Zusammenstößen und mehreren Eklats. Ein Pegida“-Redner etwa bedauerte, dass Konzentrationslager „leider außer Betrieb“ sind.

MiGAZIN

Mehrere Zehntausend Menschen haben sich am Montagabend in der Dresdner Innenstadt zu Demonstrationen mit und gegen „Pegida“ versammelt. Zur Kundgebung anlässlich des ersten Jahrestages der fremdenfeindlichen „Pegida“-Bewegung fanden sich nach Schätzungen der studentischen Statistikgruppe „Durchgezählt“ zwischen 15.000 und 20.000 Demonstranten ein. Das waren deutlich mehr als in der Vorwoche, als etwa 9.000 Teilnehmer gezählt wurden. Die Zahl der Gegendemonstranten auf vier Routen eines Sternmarsches summierte sich nach den Zählungen der Gruppe ebenfalls auf mindestens 15.000 Menschen.

Die Gegenproteste führten in Form eines Sternmarsches in die Dresdner Innenstadt. Auf den einzelnen der insgesamt vier Routen wurden zwischen 2.000 und 5.000 Menschen gezählt. An der berühmten Semperoper war auf einem Banner zu lesen: „Wir sind kein Bühnenbild für Fremdenhass“. Zahlreihe Kulturinstitutionen und Kirchen schalteten aus Protest gegen „Pegida“ demonstrativ die Lichter an ihren Gebäuden aus. Die Gegenproteste standen unter dem Motto stand „Es reicht! Herz statt Hetze“. Der sächsische Grünen-Chef Jürgen Kasek sagte auf der Gegenkundgebung: „Pegida bereitet den Boden für den um sich schlagenden Hass in Sachsen.“ Dies würden die Demokraten „nicht mehr tolerieren“, fügte er hinzu.

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Erdoğan warnt Obama: US-Präsident sollte den Begriff „Genozid“ nicht benutzen

erdogan-sultanDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gibt in der Armenier-Debatte nun offenbar auch Anweisungen gen USA: Er erwarte von Präsident Barack Obama, dass dieser in einer Erklärung zum 100. Jahrestag der Gräueltaten an den Armeniern im Osmanischen Reich den Begriff Genozid tatsächlich nicht verwende. Bislang hat die US-Regierung eine solche Einordnung vermieden – aus Rücksicht auf ihre türkischen Freunde.


Deutsch Türkische Nachrichten

Kurz vor den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gräueltaten an den Armeniern stellt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan noch einmal deutlich den vermeintlichen Alleinanspruch seiner Position heraus. Nach einem verbalen Schlagabtausch mit Papst Franziskus sendet er nun vorsorglich noch einmal warnende Worte gen Weißes Haus.

„Ich möchte von Obama so etwas nicht hören. Und ich erwarte auch nicht, dass er so etwas sagt“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet Erdoğan anlässlich eines Pressegesprächs zum Besuch der irakischen Präsidenten Fuad Masum in Ankara. Zuvor war in den Medien kursiert, dass Obama den Begriff Völkermord anlässlich des Gedenktags wohl erneut vermeiden würde. „Die Einschätzung der Rolle der Türkei und die Haltung der USA in dieser Sache liegen damit auf der Hand“, so der türkische Präsident weiter.

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Worldwide Day of Genital Autonomy 2014

Am 7.Mai 2014 wurden anlässlich des 2. Jahrestages des „Kölner Urteils“ zwei Kundgebungen veranstaltet – die erste vor dem Kölner Landgericht, die zweite am Kölner Dom.

Die Reden der insgesamt 10 Sprecher können Sie hier ansehen.

genitale-selbstbestimmung.de

Beiträge am Landgericht:

Victor Schiering, Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

David Smith, General Manager NORM-UK (Englisch)

Mohamed Louizi, Franzose marokkanischer Herkunft, ehemaliger Aktivist in islamischen Vereinigungen in Frankreich und Marokko (Französisch mit Übersetzung)

Viola Schäfer, Vorsitzende intaktiv. e.V.

 

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WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY

Am 7. Mai jährt sich zum ersten Mal die Verkündung des Urteils des Kölner Landgerichtes, das auch die „Beschneidung“ von Jungen als strafbare Körperverletzung bewertete und damit eine heftige, bis heute anhaltende Debatte auslöste.

IBKA

Für diesen Jahrestag möchte der Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., alle UnterstützerInnen der Forderung nach einem zweijährigen Moratorium vom Juli des vergangenen Jahres und des schließlichen alternativen Gesetzentwurfes einladen, eine Demonstration zu Ehren der Rechte aller Kinder weltweit auf genitale Selbstbestimmung unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion gemeinsam durchzuführen – dort, wo die Debatte einen ihrer wichtigsten Impulse erfuhr:

am 7.5. 2013 um 11 Uhr am Landgericht KÖLN
Die Website der Aktion

Die genehmigte Route der Demonstration:

Die Auftaktkundgebung findet um 11 Uhr auf der Fläche zwischen den Gehwegen und dem Treppenaufgang zum Haupteingang des Amts/Landgerichts Köln, Luxemburger Strasse 101, statt.

Der Weg des Demonstrationszuges führt über die Luxemburger Straße, Pfälzer Straße, Barbarossaplatz, Neue Weyerstraße, Rothgerberbach, Blaubach, Hohe Pforte, Hohe Straße, Gürzenichstraße, Große Sandkaul, Marspfortengasse, Sporergasse und Am Hof zur abschließenden Kundgebung auf dem Roncalliplatz (gegen 13 Uhr).

Unterstützt und initiert von:

Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene
Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) – alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland
TERRE DES FEMMES e.V.
TABU e.V.
(I)NTACT e.V.
Zentralrat der Ex- Muslime
pro familia Nordrhein-Westfalen
Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten
AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung
Beschneidungsforum.de

Die Kausalität von Religion und Krieg

Quelle: spreadshirt.net

Zum zehnten Jahrestag der Anschläge am 11. September bleibt die Debatte über die Rolle der Religion bei Konflikten und in der Politik weiterhin bestehen.

Von P. John Flynn, LC – ZENIT

Einen wertvollen Beitrag zu dieser Debatte leistet das kürzlich erschienene Buch „Religion, Identity, and Global Governance: Ideas, Evidence, and Practice“ (Religion, Identität und globale Regierung: Ideen, Fakten, und Praxis) (Presseverlag der Universität von Toronto). Herausgegeben von Patrick James von der University of Southern California greift dieses Buch viele Ergebnisse einer Konferenz vom Oktober 2007 auf.

John F. Stack, Professor an der Florida International University, analysiert in einem der Kapitel die Herausforderung hinsichtlich der Theorie der internationalen Beziehungen. Dabei stellt er fest, dass bereits vor den Ereignissen des letzten Jahrzehnts Klarheit darüber geherrscht habe, dass Religion, weit davon entfernt, verschwunden zu sein, weiterhin eine leistungsfähige, globale Kraft darstellt.

Innerhalb der Vereinigten Staaten zum Beispiel hätten evangelische und evangelikale Einflüsse eine wichtige Rolle in der Innenpolitik gespielt. Die Religion habe den Ländern der ehemaligen Sowjetunion zum Sturz des Kommunismus verholfen, und der Einfluss des Islam sei in Afrika, Asien und Europa sehr bedeutsam geworden.

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