Britische Umfrage: 28% halten Jesus für einen Extremisten

democraticunderground.com

Die Umfrage zeige das Ausmaß der moralischen Verwirrung der Gegenwart. ‚Extremismus’ droht zum Kampfbegriff gegen unliebsame Ansichten und Glaubensinhalte zu werden, befürchtet die Evangelische Allianz in Großbritannien.

kath.net

28 Prozent der Briten halten Jesus Christus für einen „Extremisten“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes ComRes, die im Auftrag der Evangelische Allianz Großbritanniens durchgeführt worden ist, berichtet der Catholic Herald.

25 Prozent halten Martin Luther King für einen Extremisten, eben so viele sind der Ansicht, dies treffe auf Nelson Mandela zu. Bei Mahatma Gandhi sind es 20 Prozent, beim Dalai Lama 13 Prozent.

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Wie zwei Männer mithilfe der Bibel einen Massenmord in der Arktis entfachten

Bild: VICE.com
Bild: VICE.com
Der Winter 1941 war eine schwierige Zeit für die kanadischen Belcherinseln – und das war, bevor neun Menschen in einer Teufelspanik ihr Leben ließen

Von Seth Ferranti | VICE.com

Die Jagderträge waren dürftig im Winter 1941. Außerdem hatte ein Meteoritenschauer einige Inuit auf den Belcherinseln glauben lassen, dass die Welt bald untergeht. Etwa zu dieser Zeit geschah es, dass der 27-jährige Schamane Charlie Ouyerack sich selbst zu Jesus Christus und seinen Freund, Peter Sala, zu Gott ernannte.

Der erste heilige Akt des Duos bestand darin, die Schlittenhunde töten zu lassen. Damit war ein Entkommen für Gläubige und Skeptiker gleichermaßen schwer.

Eine Teenagerin, Sara Apawkok, stellte die selbsternannten Religionsführer öffentlich in Frage und wurde prompt zur Teufelin erklärt. Eifrige Konvertiten nahmen sich der Sache an und schlugen ihr mit einem Gewehrkolben den Kopf ein. Weitere Morde folgten.

Die Belcherinseln sind ziemlich abgelegen, aber sie befinden sich auch nicht im Nirgendwo. Sie bestehen aus einer Ansammlung von 1.500 Felsen in den turbulenten Ostgewässern der Hudson Bay. Heftige Winde, Gletschergeröll, Granitkiesel und das eiskalte Meer bestimmen das Bild der Inselgruppe.

In seinem neuen Buch, At the End of the World: A True Story of Murder in the Arctic, setzt Lawrence Millman die Belcherinsel-Morde unserem modernen Bildschirmleben gegenüber. Für ihn ist unsere Besessenheit mit der digitalen Welt selbst zu einer Religion geworden, die das Ende einer bestimmten Art zu leben einläutet. Das mutet vielleicht wie das Gemecker eines verbohrten Fortschrittsskeptikers an – VICE sprach mit Millman, der noch nicht mal ein Handy besitzt, übrigens per Festnetz – , aber nur wenige westliche Autoren sind so erfahren darin, sich ernst und gründlich mit anderen Kulturen – insbesondere den Inuit – zu befassen.

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Katholische Kirche im Schock: Jesus als Frau wiedergeboren

Jergitsch. Foto: Ernest F/CC-BY-SA 3.0, Montage
Jergitsch. Foto: Ernest F/CC-BY-SA 3.0, Montage
Schon seit 2000 Jahren warten Katholiken in aller Welt auf Wiederkunft von Jesus Christus. Heute war es schließlich in Argentinien soweit, wo Jesus auf die Welt kam – doch auf die Euphorie folgt der Schock. Denn der Messias wurde als Frau wiedergeboren.

DiE TAGESPRESSE

Vatikan-Forscher bestätigten mittlerweile, dass die in der argentinischen Stadt Córdoba geborene Julietta Martinez ohne Zweifel der ersehnte Erlöser im Körper einer Frau ist. Doch anstatt das Ereignis zu feiern, hadern offenbar viele Kardinäle damit, sich unter die Führerschaft einer Frau zu begeben

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Kanada: Atheistische Pfarrerin muss gehen

Gretta Vosper, Bild: grettavosper.ca
Gretta Vosper, Bild: grettavosper.ca

Eine Pastorin der Vereinigten Kirche Kanadas, die sich selbst als Atheistin bezeichnet, darf nicht länger als Geistliche arbeiten. Bereits 2001 bekannte Gretta Vosper (Toronto), dass sie nicht an einen „Gott namens Gott“ glaube. Sie predigte stattdessen über Liebe, Güte und zwischenmenschliche Beziehungen.

kath.net

Gott ist für sie nach eigenen Angaben ein Symbol für verschiedene Werte. Nun beschloss ein Überprüfungskomitee des Kirchenbezirks Toronto, dass Vosper nicht tragbar für die Kirche sei. „Wir sind der Ansicht, sie kann nicht länger ordinierte Geistliche sein, weil sie nicht an Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist glaubt“, heißt es in einem 39-seitigen Bericht. Heute würde man sie nicht wieder ordinieren. Der Bericht wurde von dem 23-köpfigen Gremien mit 19 Stimmen bei vier Gegenstimmen verabschiedet.

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Ayahuasca: Der heimliche Hype um eine bittere Liane

foto: afp / eitan abramovich Religiöses Ritual nach schamanischem Ritus, unterstützt von Ayahuasca, fotografiert in Brasilien: erst brauen, …
In Deutschland ist Ayahuasca verboten, in Österreich legal. Das Interesse an dem bitteren Lianentee steigt weltweit

Von Livia Mata|derStandard.at

Du darfst aber nicht weggehen!“, Hans wirkt ernst und konzentriert. In einer Wiener Altbauwohnung bereiten sich fünf Männer und drei Frauen auf ein spirituelles Ritual vor, das mindestens fünf Stunden dauern wird. Und wie Hans uns einschärft, müssen alle bis zum Schluss bleiben. Zunächst wechseln Singen (auf Portugiesisch) und Schweigen einander ab. Die Lieder handeln von der Jungfrau Maria und Jesus Christus. Die Teilnehmer, Österreicher und Deutsche, sind um die 40 und leger gekleidet. Der Höhepunkt der Zeremonie wird daraus bestehen, Ayahuasca zu trinken.

Ayahuasca hat eigentlich nichts mit Jesus und Maria zu tun. Das Getränk besteht aus Lianen (Banisteriopsis caapi) und dimethyltryptaminhaltigen Pflanzen, kurz: DMT, das auch in LSD enthalten ist und Visionen hervorruft. Es wird von Indigenen in Lateinamerika seit vielen Jahrhunderten für schamanische Rituale verwendet.

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»Arisierter Jesus«

Propaganda der "Deutschen Christen" in Berlin (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0109-502 / CC-BY-SA)
Propaganda der „Deutschen Christen“ in Berlin (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0109-502 / CC-BY-SA)
Manfred Gailus hat unter dem Titel »Täter und Komplizen« einen Sammelband herausgegeben, der aufzeigt, welchen Anteil protestantische Theologen und kirchliche Institutionen an der Herrschaftssicherung der faschistischen Diktatur hatten.


Von Rainer Zilkenat|jW

Bereits bei den »Kirchenwahlen« im November 1932 errangen die »Deutschen Christen«, die kurz zuvor gegründete Organisation der NSDAP innerhalb der protestantischen Kirche, etwa ein Drittel der Mandate in den Gemeindekirchenräten Berlins. Nicht wenige Pfarrer zählten bereits in der Zeit der Weimarer Republik zu den Mitgliedern der Nazipartei bzw. der SA. So durfte niemand überrascht sein, als nach dem 30. Januar 1933 in vielen Kirchen »Dankgottesdienste« abgehalten und Andachten in Anwesenheit geschlossener SA-Formationen in Uniform durchgeführt wurden. Letzteres – ebenso wie die »Ausschmückung« des Altarraumes oder der Kanzel durch Hakenkreuzfahnen – war bereits vor 1933 in manchen protestantischen Kirchen an der Tagesordnung. Als ideologischer Kitt zwischen den Nazis und der protestantischen Kirche diente zum einen die gemeinsame Frontstellung gegen den »gottlosen Bolschewismus«, ja gegen alles, was in Politik, Gesellschaft und Kultur als »links« verortet wurde. Zum anderen hatte auch innerhalb des Protestantismus allmählich ein vor allem antisemitisch aufgeladenes »völkisches Denken« an Boden gewonnen, das u. a. Jesus Christus »arisierte«. Er wurde sogar kurzerhand zu einer »Heldengestalt«, als Kämpfer gegen »das Judentum« umgeformt.

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Turiner Grabtuch: Ansturm auf ein Stück Stoff

Das seit 1578 im Dom von Turin aufbewahrte Leinentuch wird von Gläubigen als das Grabtuch Jesu verehrt© ANSA/DPA
Ab Sonntag werden Hunderttausende Pilger nach Turin strömen. Was sie dort sehen wollen? Ein Tuch. Und zwar das, mit dem Jesus Christus nach seiner Kreuzigung begraben worden sein soll.


stern.de

Das Stück Stoff, das die einen anbeten und die anderen mit großer Skepsis betrachten, ist etwa vier Meter lang und einen Meter breit. Die einen sehen darauf ganz klar den Leichnam von Jesus Christus mit Spuren der Folter. Sie halten den Stoff für das Tuch, mit dem Jesus nach seiner Kreuzigung begraben wurde. Die anderen meinen, das Tuch stamme aus dem Mittelalter und sei nichts anderes als eine Täuschung der Gläubigen.

Roberto Gottardo hat für beide Verständnis, obwohl der Präsident der für das Grabtuch zuständigen Kommission der Diözese Turin dem ersten Lager zugerechnet werden kann. „Jeder, der sich davor stellt, sieht etwas. Nicht weil er wissenschaftlich recherchiert oder weil er gläubig ist. Sondern weil dieses Bild allen etwas sagt. Das ist das Schöne an dem Grabtuch“, sagt er.

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John Cleese: „Muslime haben das Recht, ausgelacht zu werden“

John Cleese, Bild: rebellesociety.com
Muslime auszulachen ist in Ordnung: So sieht es Monty-Python-Mitglied John Cleese im SPIEGEL-Gespräch. Über den Propheten habe er sich allerdings nie lustig gemacht.


SpON

Der Islam ist nach Ansicht des britischen Komikers und Autors John Cleese ein gutes Thema für die Satire.

Cleese, 75, und die übrigen Mitglieder der legendären Gruppe Monty Python hatten in den Achtzigerjahren mit der Religionssatire „Das Leben des Brian“ Kontroversen unter Christen ausgelöst.

In einem SPIEGEL-Gespräch anlässlich seiner Autobiografie, die am Montag auf Deutsch erscheinen wird, sagte Cleese: „Muslime, die bei uns leben, sind Teil unserer Gesellschaft. Sie haben das Recht, ausgelacht zu werden.“ (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Pastor Olaf Latzel übt scharfe Kritik an der evangelischen Kirche

TheCreation_399Sie braucht dringend eine Reform hin zur Bibel und zu Jesus Christus – Jeder normale Mensch frage sich: „Warum soll ich glauben, wenn selbst die Kirche nicht mehr glaubt?“ – Erneuert seine Kritik an Reliquienverehrung.


kath.net

Der wegen einer Predigt in die Kritik geratene Pastor Olaf Latzel (Bremen) hat Fehlentwicklungen in der evangelische Kirche angeprangert. So seien viele Pfarrer nicht mehr vom christlichen Glauben überzeugt. „Sie sprechen das Glaubensbekenntnis, ohne dahinterzustehen“, sagte der Theologe in einem Interview mit der Berliner Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (Ausgabe 26. Februar). Er habe Kollegen, die öffentlich – im Widerspruch zur Bibel – sagten, Jesus Christus sei nicht der einzige Weg zum Heil. Schon bei der Ausbildung junger Pfarrer wird der Glaube laut Latzel „systematisch kaputtgemacht, indem die Autorität der Bibel ausgehöhlt wird“. Latzel verweist darauf, dass der Begriff „Kirche“ vom griechischen „Kyrios“ – also „zum Herrn“ – komme: „Wenn das nicht mehr erkennbar ist, werden wir keinen Segen von Gott erhalten und bald auch keine Bedeutung mehr in dieser Welt haben.“

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Alienscheu der Astrophysik

Nikolaus Kopernikus, Bild: heise.de
Vierhundert Jahre Leugnung des belebten Weltraums
Vor vierhundert Jahren war die Ansicht von einem allgemein belebten Weltall noch ein todeswürdiges Verbrechen, wenn man sie nicht für sich behielt. Der italienische Freigeist Giordano Bruno (1548 – 1600) wagte laut und deutlich darüber zu sprechen und landete auf dem Scheiterhaufen. Zum Verhängnis wurden ihm Äußerungen wie: „Darum habe ich stets behauptet, daß es unzählige Welten ähnlich dieser Erde gibt.“


Von Volker Wittmann|TELEPOLIS

Soviel Weitblick ging der mächtigen Mutter der Kirche über die Hutschnur. Wenn der Ketzer Recht behielte, so fürchtete der Klerus, würde die Erlösung der Menschheit durch Jesus Christus in Frage gestellt. Sie macht schließlich das Kernstück der christlichen Lehre aus. Warum sollte Gottes Sohn ausgerechnet hierher kommen, wenn der blaue Planet nur eine unter vielen anderen ist? Auch die Rolle des Papstes als einzigem Stellvertreter Gottes mitsamt seiner Unfehlbarkeit geriete zu eitlem Wahn. Nicht zuletzt wären von einer aufgeklärten Menschheit weniger Ablaßgelder und Kirchensteuern zu erwarten.

Als sie des unbequemen Denkers habhaft werden konnte, warf die Heilige Inquisition Bruno in den Kerker und folterte ihn, bis er Teile seiner Erkenntnisse widerrief. Schließlich verurteilte sie ihn zum Tod und ließ ihn zu Rom verbrennen.

Ein Vorgänger in Sachen Aufklärung, Nikolaus Kopernikus (1473 – 1543), hatte wohlweißlich erst auf dem Sterbebett damit heraus gerückt, daß nicht die Erde der Mittelpunkt des Weltalls sein könne. Sonst wäre es ihm womöglich ergangen wie Giordano Bruno. Schon der Befund, die Sonne drehe sich nicht um die Menschenwelt, wo die Kirche das große Wort führte, sondern umgekehrt, kam zu seinen Lebtagen noch einer Gotteslästerung gleich.

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Gericht schiebt kontroverse Hinrichtung in Texas auf

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Ein US-Bundesgericht in New Orleans hat die Hinrichtung eines offenbar psychisch kranken Mannes in Texas wenige Stunden vor dem Termin aufgeschoben.


evangelisch.de

Die Justiz brauche mehr Zeit für die „komplexen“ Fragen des Falles, urteilte das für Texas zuständige Bundesgericht am Mittwoch (Ortszeit). Der wegen Doppelmordes verurteilte Scott Panetti (56) hatte 1992 seine Schwiegereltern erschossen.

Der Fall hatte große Aufmerksamkeit in den USA erregt. Selbst namhafte Vertreter konservativer Verbände und Todesstrafenbefürworter forderten, den Verurteilten zu lebenslanger Haft zu begnadigen. Die Hinrichtung eines schwer Geisteskranken untergrabe „das Vertrauen des Volkes auf ein faires und moralisches Justizwesen“, argumentierten der Politikwissenschaftler Charles Murray vom American Enterprise Institute, der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Gary Bauer und weitere Konservative.

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Die Suche nach der Heiligen Vorhaut(Sanctum Praeputium)

Bild: arte/BB
Bild: arte/BB
Fast 2.000 Jahre lang war die Vorhaut von Jesus Christus die heiligste Reliquie der katholischen Kirche, das einzige Stück vom Fleische Jesu, das auf der Erde verblieben ist, nachdem er gen Himmel gefahren war. Das Sanctum Praeputium, ein Teil des Göttlichen! Doch dann passierte es: Zu Neujahr 1983 musste ein Pater den Pilgern verkünden, dass ihre geliebte Reliquie gestohlen wurde.

arte.tv

Sie ist die heiligste und die sonderbarste Reliquie des Christentums: Die Heilige Vorhaut Christi. Das kleine Hautstück reiste seit der Beschneidung des Jesuskindes quer durch die Jahrhunderte, bis es durch Kriegswirren und Zufälle im 16. Jahrhundert ins italienische Dorf Calcata gelangte. Gläubige aus ganz Europa pilgerten seitdem dorthin, um den letzten auf Erden verbliebenen Teil von Gottes Sohn anzubeten.

Bis zu jenem Neujahrstag 1983, an dem die Reliquie unter mysteriösen Umständen verschwindet. Sind gotteslästernde Diebe die Täter, wie Pater Don Dario seine Gemeinde glauben machen will? Oder hat die Kirche, die mit dem Kult um die Vorhaut nie wirklich glücklich war, selbst die Hände im Spiel?

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Christian Schmidt(CSU) an die Front!

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Mit einem gehörigen Maß an Lust zum Widerspruch habe ich das Interview von Frau Margot Käßmann als Botschafterin der Luther-Dekade für Religion und Politik gelesen.

Von Christian Schmidt(CSU)—The Huffington Post

Obwohl sie mit einem kurzen Verweis auf die Friedensdenkschrift des Rats der EKD aus dem Jahr 2007 sich zu denen hinhält, die auch unter dem Blickwinkel des Postulats des „Gerechten Friedens“ den Einsatz von Gewalt zur Gefahrenabwehr nach mehreren Prüfpunkten nicht ganz ausschließen wollen, dringt doch bis hin zur Infragestellung des Militärseelsorgevertrags eine konsequente Ablehnung des Einsatzes von Gewalt aus ihren Worten. „Gut, christlich, ehrenwert!“, mag man sagen, und sage auch ich.

Schwierig wird es zu verstehen, wieso die, die sich in Gefahr begeben (nicht weil sie rauf- oder mordlustig sind), sondern weil andere in Not sind, nicht in ihrem Einsatz seelsorgerisch betreut werden sollten – Jesus Christus war immer bei denen, die schwere und umstrittene Aufgaben hatten! Deswegen ist es richtig, dass die Kirche sich hierfür nicht zu fein ist! Selbst ein Besuch bei unseren Soldaten ist nicht christlich verwerflich!

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Glaubensstreit bei Wikipedia

Eine der umstrittendsten Personen der Menschheitgeschichte: Jesus Christus ist auch bei Wikipedia Zankapfel. Am fünfthäufigsten diskutieren Wikipedianer über ihn
Foto: Marius Prusaczyk
Welche Artikel korrigieren Wikipedia-Autoren besonders häufig? Einen Blick auf die Zahlen der Plattform hat der Blog Fifty Thirty Eight geworfen. Besonders umstritten sind demnach auch zahlreiche religiöse Begriffe und Persönlichkeiten. pro zeigt sie in einer Bilderstrecke.

Slideshow pro Medienmagazin

Luther-Disput: Luthers Judenhass ist durch nichts zu entschuldigen

Die Kirchenhistorikerin Dorothea Wendebourg und der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Reinhard Schramm beim Luther-Disput. Bild: Thüringer Allgemeine
In seinem Verhältnis zu den Juden offenbart der Wittenberger Reformator Martin Luther die wohl umstrittenste Seite seines theologischen Denkens. War sein Hass nur die sprachliche Entgleisung eines übereifrigen Glaubenskämpfers?

Von Hanno MüllerThüringer Allgemeine

Der junge Luther setzt sich für Juden ein, der alternde Luther ruft dazu auf, Synagogen anzuzünden. War dieser Wandel vom jungen zum älteren Luther eine Folge seiner Lehre, seines Charakters oder des Zeitgeistes?

Reinhard Schramm: Luthers Antisemitismus war keine Folge des Zeitgeistes. Bei Kirche und Papst hat Luther dem Zeitgeist unerschrocken widersprochen. Genauso unerschrocken hätte er sich für Menschlichkeit gegenüber den Juden einsetzen können. Luther aber hat den Antisemitismus in Form des religiösen Antijudaismus auf die Spitze getrieben. Da gibt es von jüdischer Seite nur Traurigkeit.

Es hat eine Zeit gegeben, in der sich der junge Luther vernünftig in Richtung Toleranz bewegte. Aber nach seinem Reifeprozess liefen seine Ratschläge auf eine Entziehung der religiösen und materiellen Grundlagen des jüdischen Volkes hinaus. Das war bösartig – da gibt es von unserer Seite nichts zu relativieren. Luther wurde nicht aus Altersschwäche intolerant.

Luther stellte die Geschlossenheit der Kirche über alles. Das war ein Möglichkeit, Macht auszuüben und eigene Ziele durchzusetzen. Das hat dieser geniale Mann mit Ehrgeiz und Eitelkeit getan. Das ist aus jüdischer Sicht nicht bewundernswert. Mich interessieren nicht die Lehren, denen Luther treu blieb, sondern die furchtbaren praktischen Auswirkungen, die er anstrebte. Das ist nicht zu verzeihen. Wir können keine Luther-Festspiele mitmachen.

Dorothea Wendebourg: Was den unakzeptablen Antisemitismus Luthers anbelangt, stimme ich Reinhard Schramm uneingeschränkt zu.Luthers antijüdische Schriften von 1543 sind unsäglich. Da gibt es nichts zu relativieren und nichts zu verzeihen – weder christlicher- noch protestantischer- noch menschlicherseits. Der Rückgriff darauf im Dritten Reich ist ein ganz schwarzes Kapitel deutscher Geschichte.

Und doch gibt es daneben den bis heute rätselhaften jüngeren Luther, der 1523 so gegen den Zeitgeist schreibt. Da sagt er, dass Jesus Christ ein geborener Jude sei. Es sei kein Wunder, dass Juden mit dem Christentum nichts anfangen können, weil Christen die Juden seit Hunderten Jahren behandelt hätten wie Hunde.

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Dodo Lütz: Für eine mehr missionierende Kirche

Manfred_LützAnlässlich der Heiligsprechung der beiden Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. am 27. April hat der katholische Theologe, Arzt und Bestsellerautor Manfred Lütz (Bornheim bei Bonn) eine mehr missionierende Kirche gefordert.

idea.de

„Wenn wir als Christen wirklich der Überzeugung sind, dass der Glaube an Jesus Christus der wahre Glaube ist und dass er auch zum Glück führt, dann müssen wir das doch anderen Menschen auch mitteilen und nicht egoistisch für uns behalten“, sagte Lütz in einem Interview mit dem Deutschlandfunk (Köln). Das sehe auch Papst Franziskus so. Es komme darauf an, mehr über das Wesentliche zu reden, wie es auch die Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. getan hätten. Lütz: „Dann wird das Christentum wieder ausstrahlen.“ Dies sei in vielen Ländern der Fall und auch in Deutschland habe man den Eindruck, dass es langsam wieder dazu komme.

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War Jesus ein Kiffer? Ein Blick auf die Heilige Salbung

Wissenschaftler und Theologen haben Hinweise diskutiert, die darauf hindeuten, daß Jesus Christus in seinen Ritualen Cannabis verwendet haben könnte. War Jesus ein Kiffer?

Zamnesia

Es mag sein, daß Jesus nicht zur modernen Definition eines „Kiffers“ passt – aber es gibt Hinweise, daß er die Heilkraft von Cannabis nutzte. Das heilige Salböl, von dem geschrieben wurde, das Jesus es hergestellt und verwendet hat, enthielt eine verdächtige Zutat, die ursprünglich „kahneh-bosem“ genannt wurde. Das ursprüngliche hebräische Rezept, das in Exodus (30:22-23) gefunden werden kann, beschreibt, daß das heilige Öl 6 Pfund dieses Krauts enthielt – Anthropologen, Botaniker, Sprachwissenschaftler und Sprachforscher sind sich einig, daß kaneh-bosem Cannabis ist. Es scheint sicher, daß das heilige Öl eine Mischung aus Cannabis und anderen duftenden Kräutern war.

Der Begriff „Christus“ selbst ist eine Übersetzung des hebräischen Wortes „Messias,“ was der „Gesalbte“ bedeutet. Dies würde darauf hindeuten, daß Jesus selbst mit Cannabis gesalbt war. Es ist bekannt, daß Cannabinoide über die Haut aufgenommen werden, wenn auch nicht so schnell und effizient wie bei der Einnahme oder dem Rauchen.

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Archäologe: Jesus starb an Astgabel, nicht am Kreuz

Bild: public domain
Bild: public domain

Geht es nach einem italienischen Forscher, starb Jesus an einem Y-förmigen Kreuz. Die Echtheit des Beweisstücks ist jedoch umstritten.

Südwest Presse

Eine Studie stellt das klassische Bild der Kreuzigung mit seitlich an einen Querbalken genagelten Armen in Frage. Jesus Christus starb demnach mit über den Kopf hochgereckten Armen und nicht in der bislang angenommenen T-Form. Anders lässt sich nach Auffassung des italienischen Archäologen Matteo Borrini der Verlauf der Blutspuren auf dem Turiner Grabtuch nicht erklären.

Borrini wollte wissen, ob die Blutflecken der linken Hand tatsächlich vom Handrücken ausgehen konnten, wenn die Hände des Gekreuzigten sich in waagerechter Position zum Körper befanden. Der Chemiker Luigi Garlaschelli von der Universität Pavia testete zu diesem Zweck verschiedene Kreuzigungspositionen, bei denen Blut aus einer Kanüle in jeweils unterschiedlicher Höhe ausfloss. Nur wenn die Hände oberhalb des Kopfes angenagelt wurden, wäre das Blut aus den Wundmalen wie auf dem Grabtuch über die Ellenbogen abgeflossen, verkündete der italienische Archäologe von der Universität Liverpool das Ergebnis bei einem Kongress für Gerichtsmedizin in Seattle.

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Evangelikale Katholiken

ideaIn diesem Sommer titelte das Nachrichtenportal Idea: „Evangelikale Katholiken auf dem Vormarsch“. Dem Artikel zufolge breitet sich eine solche Bewegung aus – vor allem in den USA, aber auch in Europa. Die Römisch-Katholische Kirche in Deutschand habe 24,5 Millionen Mitglieder, von denen 675.000 evangelikal seien.

Von Ulrike HeitmüllerTELEPOLIS

Idea e.V. ist evangelikal, sehr evangelikal sogar. Und man kann sich sicherlich darüber streiten, ob das Nachrichtenportal den Trend nun darum sieht, weil die Redakteure ihn eher wahrnehmen, eben weil sie als Insider besonders gute Verbindung zu Evangelikalen haben – oder ob sie den Trend sehen, weil sie ihn sehen wollen.

In jedem Fall wurde die Katholische Kirche in ihrer Geschichte immer wieder durch Bewegungen oder „Trends“ herausgefordert. Nun durch Evangelikale? Erstaunlich wäre es jedenfalls, schon weil man Evangelikale normalerweise mit dem Protestantismus in Verbindung bringt.

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Jesus Christus hasst Weihnachten

Jesus Christus, Gottes Sohn, hat heute gegenüber dem Postillon zugegeben, dass er seine Geburtstagsfeier an Weihnachten auf den Tod nicht ausstehen kann. Nahezu alles an dem Fest mache ihn wütend.(Anmerkung: Das Interview fand bereits 2010 statt, ist aber hochaktuell.)

Der Postillon

„Es ist furchtbar“, so der Erlöser. „Seit über 2000 Jahren muss ich mir die Geschichte meiner eigenen Geburt wieder und wieder anhören. Hirten hier, Engel da – das war anfangs noch schmeichelhaft, nervt aber spätestens seit dem 13. Jahrhundert!“ Vor allem aber wolle er nichts mehr darüber hören, ob das Jungfernhäutchen seiner Mutter nach seiner Geburt noch intakt gewesen sei.

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