Dodo Marx: Religionen nicht freisprechen bei gewaltsamen Konflikten

Quelle: http://www.bgland24.de

Religionen können nach Einschätzung von Kardinal Reinhard Marx mitverantwortlich für gewaltsame Konflikte sein. Man könne Religionen hierbei „nicht generell freisprechen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Wochenende in einem Interview der Zeitung „Luxemburger Wort“.

kathpress

Religionen müssten sich fragen lassen, ob sie „dazu beitragen, Konflikte zu rechtfertigen oder sogar zu schüren, oder ob sie Ausgleich, Frieden und Versöhnung zwischen kulturell unterschiedlich geprägten Nationen und Gruppen fördern“, sagte Marx.

Religionen könnten einen „recht großen Einfluss auf die charakterliche und seelische Bildung gerade von jungen Menschen haben“. Er fragte: „Nutzen sie diesen Einfluss, um zu deren Radikalisierung beizutragen oder lehren Sie Maß und Mitte? Wird Gewalt in der Theologie grundsätzlich und unzweideutig kritisch beurteilt? Werden diejenigen, die Gewalt religiös legitimieren, von der Gemeinschaft korrigiert?“ Hier müsse „Klarheit herrschen“, forderte Marx.

„In der Bibel findet sich durchgehend eine Kritik der Gewalt“, gab sich der Kardinal überzeugt. „Die Bibel verherrlicht Gewalt keinesfalls, sondern zielt auf die Überwindung von Gewalt.“ Die Kirche habe sich „leider nicht immer in der Geschichte auf diesem Niveau bewegt“. Sie habe lernen müssen, „dass Toleranz nicht dasselbe bedeutet wie Relativismus“, sagte Marx. „Und sie musste lernen, die Wahrheit des christlichen Glaubens zu bezeugen, ohne sie gewaltsam durchzusetzen“, sagte der Erzbischof von München und Freising.

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Türkei: Presse sieht in Gülen „Trojanisches Pferd des Vatikans“

Fetullah Gülen - insgeheim Kardinal der katholischen Kirche? - REUTERS
Fetullah Gülen – insgeheim Kardinal der katholischen Kirche? – REUTERS
Der islamische Prediger Fethullah Gülen ist ein „trojanisches Pferd des Vatikans“ – das behaupten türkische Medien, die der Regierung Erdogan nahe stehen. In der Medienkampagne wird Gülen, der in den USA im Exil lebt, vorgeworfen, den Putschversuch vom 15. Juli initiiert zu haben.

Radio Vatikan

Er und die von ihm geführte Hizmet-Bewegung seien aber schlussendlich als „Trojanisches Pferd des Vatikans“ zu bezeichnen, so resümiert der vatikanische Pressedienst Fides die entsprechende Berichterstattung in der Türkei.

In der vergangenen Woche gaben nationalistische Zeitungen wie „Sabah“ die These des aserbaidschanischen Journalisten Agil Alesenger wieder, der behauptet, Gülens Hizmet-Bewegung sei Teil eines „Infiltrationsplans“, den der Vatikan durch den Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog vorantreibe. Als angeblichen Beweis für seine Theorie zitiert der Journalist lobende Worte Gülens für den Papst sowie Auszüge aus einer Ansprache von Johannes Paul II.

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Enthüllungen im Vatikan: Viel Geld, wenig Skrupel

Bild: tilly
Bild: tilly
Neue Enthüllungen bringen den Vatikan in Bedrängnis: Spenden kommen offenbar nicht bei den Armen an, sondern fließen zum Beispiel in die Luxus-Wohnung eines Kardinals. Reformpapst Franziskus steht noch ganz am Anfang.

Von Hans-Jürgen Schlamp|SpON

„Bambino Gesù“ in Rom ist das größte Kinderkrankenhaus in Europa. Es ist „das Krankenhaus des Papstes“, seit es 1924 Papst Pius XI. von der adligen Familie Salviati geschenkt wurde. Dort gelten die „moralischen und ethischen Prinzipien des katholischen Glaubens“. Das nötige Geld dafür kommt vom italienischen Staat und von Spendern aus aller Welt. Ob bei Weihnachtslotterien von Fluglinien oder bei Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen, allerorten wird für das Kinder-Hospital gesammelt.

Doch ein Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), die im Auftrag des Papstes die Vatikan-Rechnungsbücher geprüft hat, weckt nun einige Zweifel, ob das Geld immer im Sinne der Spender ausgegeben wird.

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Joachim Meisner: Der selbsternannte „Wachhund Gottes“

meisner_400q Joachim Meisner, der ebenso einflussreiche wie umstrittene Kölner Erzbischof und Kardinal, geht in den Ruhestand.

Von Gerhard KieferBadische Zeitung

Joachim Meisner kann spalten und versöhnen, umgänglicher sein als mancher Dorfpfarrer und sein Publikum doch wieder vor den Kopf stoßen – so poliert der Kölner Kardinal seit langem sein Image als Polarisierer. Mittlerweile ist Meisner in so viele Fettnäpfchen getreten, dass manche ihn den „Steinbrück der deutschen Bischöfe“ nennen. Doch der Erzbischof ist, wie immer man zu ihm steht, eine prägende Persönlichkeit des deutschen Episkopats. Am Sonntag nimmt der 80-jährige „Wachhund Gottes“ (Meisner über Meisner) im Kölner Dom Abschied von der größten und reichsten der 27 deutschen Diözesen, die er 25 Jahre souverän bis autoritär geleitet hat. Unter den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. galt er gar als einer der einflussreichsten Kardinäle der Weltkirche.

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Kardinal Woelki: Beten mit dem Tablet-Computer

Apple iPad, Bild: wikipdia

Es gibt so Nachrichten aus der Welt der Religiotie, die nach dem ersten Kopfschütteln ein schallendes Gelächter auslösen.
So vermeldet die Plattform kath.net das der Berliner Erzbischof Woelki sein tägliches „Brevier“ auf einem Tablet-Computer betet. Woelki und Co geben vor an die Mythen-und Märchenwelt der Bibel zu glauben, angeblich seien sie durch den Heiligen Geist in ihre Funktion berufen und eingesetzt. Und jetzt vermitteln sie den Eindruck, dass eben jener über TCP/IP und Wlan wirksam werde. Widerspruchsfrei kann man das gar nicht denken. Vielleicht sind ja all die technischen Raffinessen gar eine Erfindung des Teufels und Woelki betet mit ihm.

Auf kath.net lesen wir

Er habe auf seinem Kleincomputer eine „App“ für das verpflichtende priesterliche Stundengebet installiert, erklärt Woelki in der Sendung „Hörbar Rust“ von „Radioeins“ des RBB.

Gott und der Heilige Geist brauchen ein App auf einem Notizblock mit Touchscreen um wirksam zu werden. Das hat was, das ist schon fast ungöttlich. Wissenschaftliche und ingenieur-technische Leistungen um göttliches Wirken zu erleben.

„Da brauche ich nicht immer ein dickes Buch mitzuschleppen“, begründet der Erzbischof im Gespräch mit Moderatorin Bettina Rust die Wahl des Spezialprogramms.

Faul ist er auch noch. Wäre es nicht an der Zeit die ganz normale Menschlichkeit religiöser Würde zu deklarieren, anzuerkennen, dass man selbst ein ganz normaler Mensch ist und der Heilige Geist der Bibel eine Erfindung derselben ist. Außerdem sollte das dicke Buch ein Bedürfnis des Kardinals sein, hat schon fast was von Doping an sich. Fortschrittsfeindlich im Glauben, macht man sich den Fortschritt zu nutze. Der Zweck heiligt die Mittel.

Wie menschlich ist das denn?

Erzbistum München und Freising muss sich arm rechnen

Papst Franziskus predigt eine „arme Kirche für die Armen“, ganz anders wahrgenommen wird Kardinal Reinhard Marx (rechts), Erzbischof von München und Freising. (Foto: Claus Schunk)
Wie reich ist das Erzbistum München und Freising? Es nimmt Hunderte Millionen Euro an Steuer ein, hält 7000 Immobilien und ist an florierenden Unternehmen beteiligt. Beziffern kann es sein Vermögen aber nicht. Noch nicht.

Von Jakob WetzelSüddeutsche.de

Für das Erzbistum München und Freising ist er eine Herausforderung, dieser Mann in Weiß. Papst Franziskus forderte bereits wenige Tage nach dem Konklave eine „arme Kirche für die Armen“. Seither präsentiert er sich selbst als Vorbild: Er verzichtet auf Statussymbole, er lebt im Gästehaus des Vatikans statt im Apostolischen Palast, und im Juni sagte er den Besuch eines Konzertes ab, offenbar genervt vom Hofstaatgehabe der Kurie.

Ganz anders wahrgenommen wird hingegen Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München und Freising: Er bewohnt das Palais Holnstein, einen Rokoko-Palast in der Münchner Altstadt, ein repräsentatives Haus, auch wenn Marx nur drei Zimmer belegt. Und im Juli lud er 600 Gäste zum festlichen Empfang in den Garten von Schloss Suresnes in Schwabing.

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Ohne Menschen kein Gott!

TheCreation_399Eucharistischer Kongress mit feierlicher Messe in Köln beendet, Grußwort von Papst Franziskus und Predigt von Kardinal Meisner: Gott ist keine Privatsache, sondern die öffentlichste Sache, die es überhaupt gibt

kath.net

Papst Franziskus verrichtet bald 100 Tage den Petrusdienst. Seit seiner ersten Rede vor den Kardinälen „stört“ er die Ruhe mit dem Hinweis aufzubrechen und dorthin zu gehen, wo sich die Menschen aufhalten.

Er mahnt Bischöfe und Priester, Hirten und keine Funktionäre zu sein. Er warnt vor Karrieristen, die das Christentum für ihre Zwecke instrumentalisieren. Er verstößt gegen Tabus, indem er vom Teufel und von heutigen Formen des Götzendienstes spricht.

Die inner- und außerkirchliche Opposition hat ihren Tritt noch nicht gefunden. Mühsam werden Unterschiede zu Papst Benedikt konstruiert. Im Übrigen sei der Papst vor allem der Bischof von Rom. Ja sicher, kontert der Präfekt der Glaubenskongregation Erzbischof Müller: Es ist aber auch der Nachfolger des Hl. Petrus und der hatte immer eine besondere Stellung im Apostelkollegium.

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Dodo-Meisner erläutert seine Roma-Äußerungen

meisner_400qMeisner: «Meine Schilderung von Einzelfällen war nicht als pauschale Beschreibung geschweige denn Verurteilung aller Sinti und Roma gemeint»

kath.net

Kölns Kardinal Joachim Meisner (Foto) hat seine Äußerungen über Roma präzisiert. «Meine Schilderung von Einzelfällen war nicht als pauschale Beschreibung geschweige denn Verurteilung aller Sinti und Roma gemeint», heißt es in einem am Freitag in Köln veröffentlichten Offenen Brief an einen Roma-Verein. Der Erzbischof bedauert, dass seine Äußerungen als diskriminierend aufgefasst worden seien. Dies habe er nicht beabsichtigt.

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Erzbistum Los Angeles: Erneut Millionen an Missbrauchsopfer

Roger Mahony, Bild: wikipedia

Wegen des sexuellen Missbrauchs durch einen Priester entschädigt die Diözese L.A. einige Männer. Der damalige Erzbischof wusste von den Fällen und sitzt nun im Konklave.

ZEIT ONLINE

Die katholische Kirche von Los Angeles zahlt vier Missbrauchsopfern eine Entschädigung von insgesamt fast zehn Millionen Dollar, umgerechnet etwa 7,7 Millionen Euro. Mit der Zahlung wurde eine Klage von vier Männern beigelegt, die in den siebziger Jahren mehrfach von einem Priester sexuell missbraucht worden waren.

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Geistliche teilen sich Palazzo mit Schwulensauna

Europas größter Schwulenclub Tür an Tür mit 19 Geistlichen des Vatikans – ein Skandal. (Foto: Quelle: europamulticlub.com)

Pikantes Detail: 19 Geistliche, unter ihnen ein Kardinal, wohnen in einem Palazzo Tür an Tür mit Europas größter Schwulensauna. So viel Nähe zur Homosexualität pflegt die katholische Kirche in der Öffentlichkeit sonst eher selten.

Süddeutsche.de

Kardinal Ivan Dias ist dafür bekannt, dass er Homosexualität als „unnatürlich“ schimpft und auch mal öffentlich sagt, Schwule und Lesben könnten „geheilt“ werden. In der Ewigen Stadt wohnt der 76-jährige Inder laut der britischen Zeitung Independent in einem schicken Zwölf-Zimmer-Luxusappartement – nur einen Stock über Europas größter Schwulensauna, dem „Europa Mulitclub“.

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US-Kardinal Roger Mahony hat pädophile Priester gezielt geschützt

Kardinal Roger Mahony
Kardinal Roger Mahony

Kardinal Roger Mahony hatte offenbar 1986/87 mit einem damaligen kirchlichen Missbrauchsreferenten eine Strategie entworfen, um drei Priester den polizeilichen Ermittlungen zu entziehen. Diese Priester hatten der Kirchenleitung Pädophilie gestanden.

kath.net

Der US-amerikanische Kardinal Roger Mahony (Foto) soll kircheninternen Akten zufolge pädophile Priester gezielt vor Strafverfolgung geschützt haben. Laut den Dokumenten von 1986 und 1987, aus denen die Zeitung «Los Angeles Times» (Montagnachmittag Ortszeit) zitierte, entwarfen Mahony als damaliger Erzbischof von Los Angeles und der für Missbrauchsfälle zuständige Referent Thomas Curry eine Strategie, um drei Priester, die der Kirchenleitung sexuellen Missbrauch von Kindern gestanden hatten, polizeilichen Ermittlungen zu entziehen.

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Sylvester Stallone seit 500 Jahren im Vatikan

Screenshot Daily mail

Sylvester Stallone wurde in eine Wand des Vatikans gemalt, 1511 vom großen Meister Raffael persönlich. Was jahrhundertelang verborgen geblieben war, hat nun ein Harvardstudent entgedeckt. Stallone spielt in dem Fresco einen Kardinal.

news.de

Dieselben roten Wangen, derselbe Schlafzimmerblick, derselbe wild entschlossene Gesichtsausdruck. Kein Zweifel, er ist es. Sylvester Stallone himself muss dem großen Meister Raffael 1511 im Vatikan Modell gestanden haben, als der eine Szene mit Papst Gregor IX. in den frischen Putz einer Wand malte.

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„Vatileaks“ beunruhigt die Kirchenführung

Bild: vatileaks.com

Am Samstag schien im Vatikan die Welt wieder in Ordnung. Chormusik erfüllte den Petersdom, der Purpur der Kardinäle sorgte für eine farbenprächtige Kulisse, die uralte Zeremonie des Konsistoriums zog tausende Gläubige an.

derStandard.at

Die Besorgnis über die jüngsten Indiskretionen und Intrigen aber konnte sie nur für einen Tag verdrängen. Der ansonsten eher spröde Vatikan-Sprecher Federico Lombardi ließ sich eine originelle Formulierung der jüngsten Enthüllungen einfallen: Vatileaks. Er räumte ein, dass es sich um ein „echtes Problem“ handle, man sich aber dadurch nicht entmutigen lassen werde. Man werde sich nicht „in den Strudel der Verwirrung ziehen“ lassen.

Während der Vatikan fieberhaft nach den Maulwürfen im Staatssekretariat fahndete, publizierte die Zeitung Il Fatto letzte Woche ein neues Dokument über angebliche Geldwäsche durch die Vatikanbank IOR. Wurden die geheimen Unterlagen wirklich an die Medien verkauft, wie La Repubblica erfahren haben will? Oder ist deren Preisgabe Teil einer Intrige gegen den ungeliebten Staatssekretär Tarcisio Bertone? Kein Zweifel: Der 77-Jährige hat viele Gegner. Zu ihnen gehört der umtriebige Kardinal Mauro Piacenza, Präfekt der mächtigen Kongregation für den Klerus. Der 68-Jährige, ein Kenner der Ränkespiele der Kurie, will Bertone als Staatssekretär nachfolgen.

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Kardinalistischer Woelki-Pop

Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Berlin (2011), Foto: wikipedia

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki feiert seine Erhebung zum Kardinal auf ungewöhnliche Weise. Er wolle nach seiner Rückkehr aus Rom arme Berliner zum Mittagessen einladen, sagte Woelki am Dienstag in Berlin in einem Interview der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Wann und wo dies stattfinde, sei noch nicht entschieden. Papst Benedikt XVI. nimmt Woelki am Samstag im römischen Petersdom mit 21 weiteren Geistlichen in sein wichtigstes Beratergremium auf.

kathweb.at

Mit der Einladung an obdachlose und andere bedürftige Menschen wolle er deutlich machen, „dass auch sie zu uns gehören und ein Recht darauf haben, mit uns zu feiern“, erklärte Woelki. Nach der christlichen Botschaft sei „jeder unabhängig von Bildung und wirtschaftlicher Situation bedingungslos von Gott geliebt“, betonte der Erzbischof. „Daran müssen wir uns ausrichten bei allem innerkirchlichen Streit, der ausgetragen werden muss.“

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Nanni Moretti: »Ich bin froh, ein Atheist zu sein«

Bild: (c) Dapd (PROKINO Filmverleih)

Nanni Morettis Vatikan-Komödie »Habemus Papam« kommt nächste Woche ins Kino. Ein Gespräch mit dem Italo-Regie-Star über die Kirche, ihre Skandale und Krach mit Michel Piccoli.

Von Christoph HuberDie Presse

In Ihrem Film „Habemus Papam“ spielt Michel Piccoli einen Kardinal, der zum Papst gewählt wird: Da packt ihn die Panik, und er flieht aus dem Vatikan. Als Religionssatire ist das wesentlich milder als die Filme des Regisseurs Luis Buñuel. Von dem stammt ja das berühmte Zitat, er danke Gott dafür, ein Atheist zu sein. Wie ist das denn bei Ihnen?

Nanni Moretti: Ich bin froh, ein Atheist zu sein! Aber in meiner Jugend war ich gläubig, etwa bis ich 16Jahre alt wurde. Dann habe ich das Vertrauen verloren.

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Meisner dodoesk: Gebetsecke in jeder Wohnung

Je größer der Dachschaden, um so schöner der Aufblick zum Himmel

Der Kölner Kardinal Meisner predigt bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz über Bruno den Kartäuser: Kartäuser Praxis und Gesinnung lassen einen Christen bei Gesprächsrunden auf keinen Fall länger reden als er täglich betet.

kath.net

Jeder Christ „sollte in seiner Wohnung einen Gebetsort, eine Gebetsecke haben, wo er wie ein Kartäuser oder wie eine Kartäuserin täglich ein gutes Stück Einkehr halten kann.“. Dies sagte der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner in seiner Predigt, als er im Rahmen der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofkonferenz die Heilige Messe feierte. „Kartäuser Praxis und Gesinnung lassen einen Christen bei Gesprächsrunden auf keinen Fall länger reden als er täglich betet“, erläuterte der Kardinal über den in Köln geborenen Tagesheiligen. Doch auch „in einem Bischof muss ein gutes Stück Kartäuser-Existenz vorhanden sein, wenn er nicht in den täglichen Herausforderungen zerrissen, zerfasert und zerstreut werden will und dabei dann sein Herz verliert.“

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Die Gottespest

Bildmontagen: HF, scharf-links.de

Der Papst hatte zugestimmt, endlich. Der Kardinal war hochzufrieden. Dies war sein Lebenswerk zum Wohlgefallen Gottes, es würde seinen Namen unsterblich machen.

Als Verantwortlicher für die geheimen Genlabore der katholischen Kirche in den polnischen Karparten war er derjenige, auf dessen Initiative DAS PROJEKT zurückging, so nannten es alle, DAS PROJEKT.

Von Yuriko Yushimatascharf-links.de

Er stand auf der leicht baufälligen Außentreppe der alten Klosteranlage, in deren geheimen Kellerräumen die katholische Kirche die modernste biotechnologische Forschungseinrichtung der Welt unterhielt. Das Kloster lag weit ab jeder modernen Zivilisation in einem Teil Polens, der sich seit dem Zusammenbruch des Sozialismus noch weiter entvölkert hatte. Nachts war das Heulen der Wölfe zu hören. Niemand ahnte etwas von dem, was hier vorging. Selbst die Spitzel des Opus Dei wussten nichts von dieser Anlage.

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Atheismus ist vernunftwidrig

Walter Brandmüller, Quelle: sueddeutsche.de

Von Antonio Gaspari zenit.org

Von der Vernunftwidrigkeit des Atheismus handelt ein Interviewbuch mit Bischof Walter Brandmüller, dem emeritierten Präsidenten des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft, der am Samstag von Benedikt XVI. zum Kardinal kreiert wird.

Das Buch „Atheismus? Nein danke! Glaube ist vernünftig“, von der LEV herausgebracht , behandelt in lebendigen Originaldialogen zwischen Bischof Walter Brandmüller und dem Publizisten und Cineasten Ingo Langner eine der am meisten geführten Debatten überhaupt: Existiert Gott? Glaube oder Atheismus? Wissenschaft oder Religion? Gott oder kein Gott?

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Ein heiliges silentium secretum

Erst im April dieses Jahres wurde das Schweigegebot Groers aufgehoben, Quelle: der Standard.at

Ein bisher unbekanntes Schreiben Kardinal Groers scheint die Vertuschung durch den Vatikan zu belegen. Ein neuer Zeuge behauptet: Rom und Österreichs Bischöfe wussten über den sexuellen Missbrauch durch Groer weit früher Bescheid als zugegeben.

Von Otmar Lahodynskyprofil.online.at

Ein handschriftlicher Brief sorgt derzeit in der katholischen Laien-Plattform „Wir sind Kirche“ für Aufregung. Obmann Hans Peter Hurka hat ihn von der Witwe eines Freundes von Kardinal Hans Hermann Groer erhalten. Geschrieben hat ihn der ehemalige Wiener Erzbischof im Mai 1998, als er in der vom Vatikan verfügten Verbannung im Frauenkloster Goppeln bei Dresden lebte.

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Die Ideologen der Gegenaufklärung

Papst Johannes Paul II und Kardinal Schönborn (© APA/Schneider)
Papst Johannes Paul II und Kardinal Schönborn (© APA/Schneider)

Dummer Sozialdarwinismus – aus Sankt Pölten

Im Gutshof Fratres bei Waldkirchen, nahe der tschechischen Grenze diskutierten am 16. August beim Verein Kuturbruecke, einer Plattform zur Überwindung von Grenzen, Christoph Kardinal Schönborn und Wirtschafts- und Evolutionsforscher Ewald Walterskirchen über Zusammenhänge und Widersprüche der christlichen Schöpfungstheorie und der wissenschaftlichen Evolutionstheorie.

Wirtschafts- und Evolutionsforscher Ewald Walterskirchen unterstrich die Problematik dieser Grenzüberschreitung. Er wies hin, dass dies auch wirtschaftspolitische Auswirkungen habe: Der Neoliberalismus leite sich direkt vom Darwinismus ab: Wie im Darwinismus werde von der natürlichen Selektion und der Anpassung der Lebewesen an die die Umweltbedingungen – in disem Fall Wirtschaft und Marktmechanismus – ausgegangen. Oberste Priorität habe – wie im Darwinismus – der Blickwinkel der Mikroebene, also der maximale Profit der Unternehmen.


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