Methanquellen: Klimawandel ist unschuldig

Das Bohrgerät MARUM-MeBo70 kommt nach erfolgreicher Probennahme am Meeresboden vor Spitzbergen zurück an Bord. © MARUM/ Universität Bremen/ G. Bohrmann
Freispruch für den Klimawandel: Die Freisetzung von Methan am Meeresboden vor Spitzbergen geht wohl doch nicht auf die menschengemachte Erderwärmung zurück. Analysen von Bohrproben zeigen: Das Methan muss bereits seit Tausenden von Jahren aus dem Sediment sprudeln. Verantwortlich dafür ist wahrscheinlich das Abschmelzen von Eismassen nach der letzten Eiszeit. Denn die damit verbundene Druckentlastung machte im Boden vorkommende Methanverbindungen instabil – und das Treibhausgas wurde frei.

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Methan ist bekanntermaßen ein potentes Treibhausgas: Seine Treibhauswirkung liegt bis zu 30-fach höher als die von Kohlendioxid. Das Gas kommt als natürlicher Bestandteil unserer Umwelt vor, ist der Hauptbestandteil von Erdgas und liegt in vielen Regionen der Ozeane in Form von Methanhydraten vor, die auch als brennendes Eis bezeichnet werden.

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Vereinte Nationen: Es wird eng

Geflüchtete Rohingya in Bangladesch im September 2017. © Kevin Frayer/Getty Images
Ökologisch, sozial und politisch stehen dem Planeten düstere Zeiten bevor. Wer nicht handelt, versündigt sich.

Von Stefan Schmitt | ZEIT ONLINE

Alarmstufe Rot für den Planeten – so lautet nicht etwa der Arbeitstitel eines Science-Fiction-Romans. Es ist die Mahnung des UN-Generalsekretärs, der in seiner Neujahrsansprache sagte: „Ich rufe Alarmstufe Rot für unsere Welt aus.“ Was für ein Kontrast zur routinierten Das-wird-schon-Silvesterbotschaft der Bundeskanzlerin!

Doch es gibt da eine Verbindung.

António Guterres zählte auf: verschärfte Konflikte, die Rückkehr der Angst vor einem Atomkrieg, Klimawandel, wachsende Ungleichheit, Menschenrechtsverletzungen, zunehmender Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit … So sieht der Welt-Chefdiplomat also die Gegenwart, seine Liste ließe sich ergänzen, vor allem um den Blick auf die Natur, diese sehr endliche Ressource.

Heute werden global zwei Fünftel des Landes (abzüglich der Eisflächen) landwirtschaftlich genutzt. Dazu kommen Städte, Fabriken, Autobahnen. Siebeneinhalb Milliarden Menschen bewegen mit Baggern, Pflügen, Bewässerungsanlagen mehr Sediment als Flüsse und Wind zusammen. Seit 1970 haben die Wildtierbestände um drei Fünftel abgenommen. Die Lebendmasse aller Nutztiere, dominiert von Rindern, ist mindestens zwanzigmal so groß wie die aller wilden Landwirbeltiere. Auf diese dezimierte, an den Rand gedrängte Wildnis treffen die Folgen des Klimawandels. Schneller denn je in der jüngeren Erdgeschichte gehen aktuell Lebensräume und biologische Vielfalt verloren.

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Sydney erlebt den heißesten Tag seit 1939

Aufgrund des Klimawandels steigen auch die Wassertemperaturen in Australien. – REUTERS
In einer Vorstadt Sydneys erreichten die Temperaturen am Sonntag 47,3 Grad. Die Regierung verhängte ein vollständiges Feuerverbot.

Die Presse.com

Die australische Millionenmetropole Sydney hat am Sonntag den heißesten Tag seit Jahrzehnten erlebt. In der westlichen Vorstadt Penrith wurde mit 47,3 Grad Celsius die höchste Temperatur seit dem Jahr 1939 gemessen. Behörden verboten das Entfachen von Feuern, ein Tennisturnier wurde unterbrochen.

Spitzen-Tennisspieler mussten am Sonntag das Spielfeld bei einem Vorbereitungsturnier auf das Grand-Slam-Turnier Australian Open verlassen. Die Temperaturen waren zuvor auf mehr als 40 Grad gestiegen.

Der französische Tennisstar Kristina Mladenovic unterbrach das Spiel und verwies dabei auf die Belastung durch die Hitze. Auf dem Platz hätten zu Beginn wahrscheinlich 50 Grad geherrscht, schrieb die Elfte der Tennis-Weltrangliste auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. Es sei das erste Mal in ihrer Karriere gewesen, dass sie sich aus einem Spiel zurückgezogen habe, fügte Mladenovic hinzu. „Das sagt alles.“

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Den Ozeanen geht die Luft aus

Die Ozeane verlieren Sauerstoff und die küstennahen Todeszonen – hier im Golf von Mexiko – sind drastisch gewachsen. © NASA/GSFC, MODIS
Forscher schlagen Alarm: In den Ozeanen wird der Sauerstoff knapp. In den letzten 50 Jahren sind sauerstofffreie Wasserbereiche um das Vierfache gewachsen, küstennahe „Todeszonen“ sogar um das Zehnfache. Gleichzeitig sinkt auch der Sauerstoffgehalt insgesamt, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Science“ berichten. Wenn nicht schnell Maßnahmen gegen Klimawandel und Meeresverschmutzung ergriffen werden, drohen weitreichende biologische und ökologische Folgen.

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In vielen küstennahen Meeresgebieten breiten sich schon länger sauerstofffreie „Todeszonen“ aus – Gebiete, in denen Meerestiere nicht überleben können. Solche Zonen existieren unter anderem in der Ostsee, im Indischen Ozean, im Schwarzen Meer und vor der US-Golfküste. Aber auch außerhalb solcher „Todeszonen“ kann schon ein kurzer Sauerstoffmangel jahrzehntelange Folgen haben.

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Kirchen wenden sich gegen Engstirnigkeit und Abschottung

Quelle: N24/Kevin Knauer
Bischof Bode beklagt die Unfähigkeit der Europäer, Europa zu bilden und bei Migration sowie Klimawandel solidarisch und vernetzt zu handeln. Stattdessen mache sich eine „neue Kleinkariertheit“ breit.

WELT

Zum Jahreswechsel haben führende Vertreter der großen Kirchen in Deutschland zu Offenheit und Engagement, aber auch zum Widerstand gegen bedrohliche gesellschaftliche Tendenzen aufgerufen.

Der Osnabrücker katholische Bischof Franz-Josef Bode beklagte eine „neue Kleinkariertheit“. Es gebe „eine starke und gefährliche Tendenz, wieder engstirniger zu denken – nationalistisch, regionalistisch, individualistisch, ideologisch“, sagte er in seiner Silvesterpredigt.

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Alaska: Klimawandel verdoppelt Schneefall

Im Denali-Gebiet Alaskas hat sich der Schneefall seit 1840 mehr als verdoppelt – ein nur scheinbar paradoxer Effekt des Klimawandels. © ArcticHokie/ CC-by-sa 3.0
Paradoxer Effekt: Durch den Klimawandel verstärkt sich der Schneefall in Alaska drastisch. In den Bergen des Denali-Massivs hat sich die Schneemenge seit 1840 mehr als verdoppelt – es schneit dort so viel wie nie zuvor in den letzten 1200 Jahren, wie Eisbohrkerne jetzt belegen. Ursache dafür ist eine skurrile Klima- Fernwirkung: Der wärmere tropische Pazifik verstärkt ein Tiefdruckgebiet über den Aleuten – und das bringt im Winter milde feuchte Luft nach Alaska.

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Egal ob Alpen, Anden oder Himalaya: Für die meisten Bergregionen der Erde bedeutet der Klimawandel weniger Schnee und Eis. Und auch in der Arktis herrscht vielerorts eher Tauwetter als Schneegestöber. Umso paradoxer erscheinen Messdaten, die Wetterstationen entlang der Küste von Alaska in den letzten 60 Jahren ermittelt haben: Sie registrierten seit 1950 eine immer stärkere Zunahme der winterlichen Schneefälle, teilweise um bis zu 65 Prozent.

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Historiker Philipp Blom: „Die Erde braucht uns nicht“

foto: robert newald Philipp Blom: „Technologischen Fortschritt hat es immer gegeben. Das Revolutionäre diesmal ist, dass die Systeme anfangen zu lernen. Sie schreiben die Regeln selbst, wenn das Ziel definiert ist.“
Digitalisierung, Klimawandel und Hyperkonsum läuten das Ende der Demokratie ein, sagt Philipp Blom. Warum der Historiker für unsere Zukunft nicht viel Gutes sieht und die Echokammern der sozialen Netzwerke demokratiepolitisch bedenklich sind

Interview Bettina Pfluger | derStandard.at

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Zukunft keine Verheißung mehr ist sondern als Bedrohung wahrgenommen wird. Die Verteidigung von Privilegien gilt als Geißel unserer Zeit. So schreibt es Philipp Blom in seinem aktuellen Buch „Was auf dem Spiel steht“. Darin entwirft der Historiker ein düsteres Bild von unserer Zukunft. So düster, dass er manchmal selbst damit hadert, ob er das Geschriebene wirklich glauben will. Im Buch wirft eine Forscherin aus der Zukunft einen Blick auf das Heute. Was wird sie sich fragen, fragt Blom. Wohl warum wir gegen die aktuellen Bedrohungen – Digitalisierung, Klimawandel, Hyperkonsum – nicht reagiert und gegengesteuert haben. Denn sie haben laut Blom die Macht, das Ende der Demokratie einzuläuten.

STANDARD: Sie sagen, das Versprechen, dass die Kinder es später besser haben werden als die Erwachsenen heute, gilt nicht mehr. Warum?

Blom: Weil die wenigsten glauben, dass ihre Kinder es besser haben werden. Ein Teil der Bevölkerung hat begriffen, dass unser Wohlstand nicht zu übertreffen ist. Der andere Teil sieht, dass sie keine fairen Aufstiegschancen haben. Es wird nicht gelingen, Wohlstand laufend zu steigern.

STANDARD: Es liegt also auch daran, dass eine Generation nun von Geburt an materiell abgesichert war?

Blom: Es ist unsere historische Erfahrung, dass Krieg das Wirtschaftswachstum angefacht hat. Es ist weder wirtschaftlich möglich noch politisch ratsam noch psychologisch durchzuhalten, dieses Wachstum durch Konsum und damit Identität durch Konsum weiter anzuheizen. Durch den Rohstoffabbau zerstören wir Lebensgrundlagen. Wenn wir hier nicht reagieren, kann das nur in eine problematische Richtung gehen.

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Nobelpreisträger Walker: „Kein Raum für Gegenargumente zur Evolution“

Nobel-Laureat John E. Walker ärgert sich in Zeiten von Fake-News über den Begriff „Evolutionstheorie“

Von Tanja Traxler | derStandard.de

STANDARD: Herr Walker, Sie haben 1997 den Chemienobelpreis für ihre Arbeiten zum Adenosintriphosphat (ATP), dem Energieträger in Zellen, bekommen. Welche Rolle spielt ATP bei der Energieproduktion in der Zelle?

Walker: Ich werde oft gefragt, woher die Energie in der Zelle kommt. Die gesamte Energie in der Biologie wird von der Sonne erzeugt. Durch die Photosynthese wird die Sonnenenergie von den grünen Pflanzen aufgenommen und umgewandelt. Dabei wird Sauerstoff freigesetzt. Wenn wir ein Stück Holz verbrennen, setzen wir es in Flammen. Beinahe aller Sauerstoff, den wir atmen, wird in so einem Prozess konsumiert: Wir haben also lauter molekulare Maschinen, die von einer Turbine angetrieben werden. Ohne diese komplexen Maschinen gebe es kein Leben. Wir brauchen ATP für alles – um Muskeln aufzubauen und zu reproduzieren, für die Zellteilung und -erneuerung. Die Leute nennen ATP daher die universelle Währung für Energie in der Biologie: Sie ist dieselbe für alle Spezies auf der Erde – von Menschen zu den niedrigsten Bakterien, selbst Viren brauchen ATP, um leben zu können.

STANDARD: Worin bestanden die Schwierigkeiten, herauszufinden, wie dieser Prozess funktioniert?

Walker: In den späten 1970er-Jahren arbeitete ich mit Frederick Sanger, der damals schon einen Nobelpreis gewonnen hatte und später noch einen bekam. Damals entwickelte er gerade seine Methode zur Sequenzierung von DNA. Seine Methode wurde verwendet, um die menschliche DNA zu sequenzieren, aber er testete sie damals noch bei der Sequenzierung von kleinen DNA-Molekülen und zog dafür die mitochondriale DNA heran. Fast all unsere DNA befindet sich im Zellkern, nur ein kleiner Teil ist in den Mitochondrien. Durch meine Zusammenarbeit mit Sanger lernte ich mehr über die Mitochondrien und erkannte, dass nicht viel über den Prozess der Energieproduktion in der Zelle bekannt war. Ich hatte großes Glück, da wir an unserem Institut dazu ermutigt wurden, schwierige Langzeit-Projekte in Angriff zu nehmen – daher passte meine Idee sehr gut hinein. Viele meiner Kollegen waren aber recht skeptisch. Am Anfang dauerte es ziemlich lange, bis wir vorankamen – so wenig war über den Prozess bekannt. Bei der Sequenzierung der Proteine stieß ich schließlich auf alle drei ATP-Basen. Dann wollte ich verstehen, wie es funktionierte und das bedeutete, festzustellen, wie das auf atomarer Ebene aussieht. Die Leute sagten, dass es unmöglich sei, das herauszufinden. Manche meinten sogar, dass ich mir mit dieser Arbeit meine Karriere zerstörte.

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Die Welt verliert ihren Boden

Erosionsrinne in einem Kornfeld im Nordwesten der USA © Gemeinfrei
Weggespült: Durch Erosion gehen weltweit große Mengen an Boden verloren – allein Regenfälle spülen jedes Jahr knapp 36 Milliarden Tonnen dieses wertvollen Guts davon. Besonders stark ist der Boden in Südamerika, Südostasien und Äquatorialafrika gefährdet, wie Forscher berichten. Eine der Ursachen sei die Umwidmung von Wald- in offene Ackerflächen, die gegenüber der Erosion besonders schutzlos sind.

scinexx

Täglich treten wir ihn mit Füßen, bauen Häuser und Straßen darauf und produzieren mit seiner Hilfe unsere Lebensmittel: die Rede ist vom Boden. Das Erdreich ist eine wichtige Ressource für den Menschen. Doch wie so viele Güter, die uns die Erde zur Verfügung stellt, ist auch der Boden nicht unerschöpflich. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass wir mehr von ihm bebauen und verbrauchen, als wir langfristig zur Verfügung haben.

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„So sieht es aus, wenn ein Eisbär verhungert“

© Screenshot / Instagram / Paul Nicklen
Ein Video des preisgekrönten Naturfotografen Paul Nicklen geht viral: Zu sehen sind laut dem Biologen die letzten Stunden im Leben eines Eisbären. Damit will er „die Mauern der Apathie“ im Hinblick auf den Klimawandel einreißen.

Frankfurter Allgemeine

Der amerikanische Late-Night-Moderator John Oliver versucht schon seit einer Weile, Donald Trump mit Hilfe von Werbespots auf dessen Lieblingssendern etwas beizubringen – von dort bezieht der Präsident bekanntlich einen Großteil seiner Informationen. Als Oliver sich vor drei Wochen in die Winterpause verabschiedete, kündigte er wieder an, auf „Fox News“ den ganzen Winter lang verschiedene Spots zeigen zu lassen, in denen der „Katheter-Cowboy“ zum Beispiel erklärt, dass man Kohle nicht mit Hilfe eines Schwammes zu einem sauberen Rohstoff machen könne, dass man während einer Sonnenfinsternis besser nicht in die Sonne schaut, und dass die Navy SEALs nicht wirklich Seals, also Seelöwen, seien. („Ich weiß mein Freund, ich war auch enttäuscht.“)

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Trocken im Südwesten und feucht im Nordosten

Überflutung an der Mulde am 4. Juni 2013. Der Klimawandel könnte die Hochwassersaison in Deutschland zunehmend in den Winter verschieben. © UFZ / André Künzelmann
Heiße und trockene Sommer, milde und nasse Winter: Solche Wetterextreme in Folge des Klimawandels könnten in Deutschland künftig zunehmen, wie eine aktuelle Prognose nun erneut bestätigt. Demnach wird es regional zwar deutliche Unterschiede geben – und der Südwesten etwa bedeutend stärker unter sommerlichen Dürren leiden als der Nordosten. Trotzdem werde die gesamte Bundesrepublik in Bedrängnis geraten, wenn die Klimapolitik nicht aktiv entgegensteuere, warnen die Forscher.

scinexx

Der Klimawandel hat auch Deutschland längst erreicht: Die Auswirkungen der Erderwärmung werden bei uns besonders in den Skigebieten bemerkt, die zunehmend mit Schneemangel zu kämpfen haben. Auch mit Wetterextremen wie Dürren im Sommer und Starkregen und Überschwemmungen im Winter bekommen wir es schon jetzt zunehmend zu tun. Forscher gehen davon aus, dass sich diese Extreme in Zukunft weiter verstärken.

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Wissenschaft ist nie ganz frei

Finanzieller Druck ist Alltag in der Forschung, populistische Politiker verstärken ihn

Von Peter Illetschko | derStandard.at

Es war nur eine Fußnote im politischen Alltag der USA: Donald Trump ließ sich entschuldigen, er lud die amerikanischen Nobelpreisträger nicht ins Weiße Haus, ehe sie zur Gala nach Stockholm reisten. Zeitmangel war die offizielle Begründung für den Traditionsbruch, herzerfrischend die Reaktion des deutsch-amerikanischen Laureaten Joachim Frank, der meinte, er wäre ohnehin nicht gekommen.

Die Episode und vor allem die spärliche Resonanz darauf zeigen, wie normal das schlechte Verhältnis zwischen US-Präsident und Wissenschaftern bereits geworden ist. Hier ein politischer Machthaber, der schon oft bewiesen hat, wie wenig er von wissenschaftlichen Fakten hält, dort Wissenschafter, die auf seine Ignoranz nur mehr mit Zynismus reagieren können – und damit Einblick in eine tiefgreifende Verbitterung über die vielen kleinen und größeren Untergriffe der Regierung Trump gegen die Wissenschaften gewähren: Ob es nun Steuerpläne sind, die, sofern sie umgesetzt werden, Uni-Studenten massiv belasten würden, oder Kürzungspläne für die nationalen Förderfonds, um mehr Geld für Militär und Sicherheit zu lukrieren.

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EU-Afrika-Gipfel: Migration als Elefant von Abidjan

foto: afp / ludovic marin In Abidjan verhandeln über 80 Länder eine Partnerschaft zwischen Europa und Afrika. Im Bild: Angela Merkel mit Südafrikas Jacob Zuma (re).
Offiziell stand Migration am Gipfel von Afrikanischer Union und EU nicht im Vordergrund. Am Ende überschattete sie alles andere

Von Anna Giulia Fink | derStandard.at

Auf dem Papier klang das Hauptthema, auf das sich die über 80 Teilnehmer vorab geeinigt hatten, nach einer sicheren Bank. Der zweitägige Gipfel von Afrikanischer Union (AU) und EU startete am Mittwoch in der ivorischen Metropole Abidjan unter dem Titel „Investitionen in die Jugend für eine nachhaltige Zukunft“. Das klingt insofern nach einer theoretisch konsensfähigen Materie, als Afrikas rasant wachsende Bevölkerung für beide Seiten ein enorm wichtiges Thema ist.

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Klimaschädliche Kältemittel werden reduziert

Der Gebrauch klimaschädlicher Kältemittel wird künftig weltweit weiter eingeschränkt. Die entsprechende Kigali-Vereinbarung sei bereits von mehr als 20 Staaten ratifiziert und könne somit am 1. Januar 2019 in Kraft treten, teilte das Bundesumweltministerium am Sonntag nach einer Vertragsstaatenkonferenz des Montreal-Protokolls im kanadischen Montreal mit.

evangelisch.de

Ministerin Barbara Hendricks (SPD) sprach von einem wichtigen Fortschritt im Kampf gegen den Klimawandel. Die Bundesregierung hat die Ratifikationsurkunde am 16. November 2017 hinterlegt.

Im Oktober 2016 hatten sich die 197 Vertragsparteien des Montrealer Protokolls zum Schutz der Ozonschicht in der ruandischen Hauptstadt Kigali darauf verständigt, die Herstellung und den Gebrauch bestimmter klimaschädlicher teilfluorierter Kohlenwasserstoffe (HFKW) schrittweise um bis zu 85 Prozent zu mindern. Diese Stoffe werden vor allem in Kälte- und Klimaanlagen verwendet. Sie schädigen zwar nicht direkt die Ozonschicht, haben aber ein sehr hohes Treibhauspotenzial und können bis zu 22.800 Mal stärker wirken als Kohlendioxid (CO2).

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Invasion der Quallen

Ohrenqualle (Aurelia aurita). Foto: Julian Fahrbach (CrazyBiker 84) / CC BY-SA 3.0 DE
Überfischung, Klimawandel und Nährstoffeinträge sind nur einige der Ursachen dafür, warum sich Quallen in den Meeren ausbreiten und andere Arten verdrängen

Von Susanne Aigner | TELEPOLIS

In die Schlagzeilen geraten Quallen immer dann, wenn sie zu Tausenden die Zuflüsse von Atom- oder Wasserkraftwerke verstopfen, wenn sie die Netze der Fischer an der Atlantikküste oder am Golf von Mexiko überschwemmen oder ihr massenhaftes Auftreten Urlaubern den Badespaß verdirbt.

Ein großes Problem sind die landwirtschaftlichen Dünger, die in die Meere gespült werden und die küstennahen Gewässer mit Nährstoffen anreichern. Dies fördert die Algen, die den kleinen Krebstierchen, auch Zooplankton genannt, als Nahrung dienen. Zooplankton wiederum ist die Hauptnahrung von Quallen. So werden die Nesseltiere, die sich aktiv nur nach oben oder unten bewegen können, manchmal von Wind und Strömung zusammen geschoben und an bestimmten Küstenabschnitten abgeladen.

Seit einigen Jahren warnen Wissenschaftler vor einer steigenden Anzahl großer Quallenblüten, welche sich in Zyklen herausbilden: Brechen diese nach einigen Wochen plötzlich zusammen, werden große Mengen an organischer Masse freigesetzt, die unter anderem einen Mangel an Sauerstoff erzeugen.

In einer Studie von 2016 untersuchten australische und amerikanische Wissenschaftler die biochemischen und ökologischen Auswirkungen der Zersetzung von Quallen anhand der Art Catostylus mosaicus carrion, die sie einer flachen Küstenlagune in New South Wales/Australien aussetzten.

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Stephen Hawking: Wir müssen die Erde verlassen!

Stephen Hawking leidet seit den sechziger Jahren an der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose und kommuniziert über einen Spezialcomputer. ©AP
Klimawandel, Viren, Künstliche Intelligenz und ein Atomkrieg: Der Physiker Stephen Hawking zählt die seiner Ansicht nach großen Bedrohungen der Menschheit auf – ist aber am Ende nicht nur pessimistisch.

Frankfurter Allgemeine

Der weltberühmte Physiker Stephen Hawking hat ein weiteres Mal die Menschheit vor ihrem Untergang gewarnt. „Ich denke nicht, dass wir weitere 1000 Jahre überleben, wenn es uns nicht gelingt, bis dahin unseren zerbrechlichen Planeten zu verlassen“, sagte der 75 Jahre alte Wissenschaftler nach einem Bericht der britischen „Independent“ während einer Diskussionsveranstaltung.

Hawking hat dabei kein konkretes einzelnes Ereignis vor Augen und rechnet auch nicht damit, dass in den nächsten zehn Jahren eine gewaltige Katastrophe bevorsteht. Vielmehr zählt er regelmäßig eine Serie verschiedener Risiken auf – Klimawandel, Atomkrieg, genetisch veränderte Viren, Künstliche Intelligenz – die zu einer die gesamte Menschheit bedrohenden Krise führen könnten. In jedem einzelnen Jahr ist die Wahrscheinlichkeit gering, nicht aber mit Blick auf die kommenden 1000 oder 10.000 Jahre, wie Hawking das tut.

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Stadtbäume wachsen schneller

Die Aufheizung von Stadtzentren verpasst Bäumen einen Wachstumsschub. © Moodboard/ thinkstock
Turbo-Wachstum: Bäume in den Zentren von Metropolen wachsen weltweit schneller als Bäume in ländlicher Umgebung, wie eine Studie zeigt. Demnach verschaffen höhere Temperaturen durch den städtischen Wärmeinseleffekt den Pflanzen einen Größenvorteil von 20 bis 25 Prozent. Künftig könnten die Landbäume jedoch aufholen. Denn durch den Klimawandel stellen sich auch auf dem Land allmählich Bedingungen ein, wie sie städtische Bäume bereits seit Längerem erleben.

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Ob in den Tropen, in gemäßigten Breiten und sogar bis in den hohen Norden: Bäumegibt es fast überall. Die Pflanzen sind ein wichtiger Bestandteil nahezu jeden Ökosystems. Sie bieten nicht nur einer Vielzahl von Tieren und anderen Pflanzen wertvollen Lebensraum, sondern prägen auch das lokale und globale Klima entscheidend mit.

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„Warnung an Menschheit“: 15.000 Forscher unterstützen dramatischen Umwelt-Appell

nasa Um unseren Planeten, hier in der ikonischen Blue-Marble- Aufnahme der Apollo-18-Mission vom Dezember 1972, steht es gar nicht gut.
In acht von neun entscheidenden Problemfeldern für den Umweltschutz hat es seit 1992 Rückschritte gegeben

derStandard.at

Es ist genau 25 Jahre her, dass 1700 Wissenschafter – darunter etliche Nobelpreisträger – neun besonders drängende Problemfelder für die Zukunft unseres Planeten benannten: Dazu gehörten damals unter anderem der Klimawandel, die Abholzung der Wälder, die Geburtenexplosion oder das Schwinden der Artenvielfalt. Diese damalige Initiative für besseren Umweltschutz hat nun eine Version 2.0 erhalten. Und die fällt ernüchternd aus.

Wenig Grund für Optimismus

Der Zeitpunkt des neuen Aufrufs kommt nicht zufällig: Bei der Weltklimakonferenz in Bonn soll dieser Tage entschieden werden, wie das Pariser Klimaabkommen umgesetzt werden kann. Und die neuesten Daten in Sachen CO2-Ausstoß geben wenig Grund zu Optimismus: Nach Jahren der Stagnation erreicht der globale Ausstoß von Treibhausgasen heuer voraussichtlich ein Rekordhoch.

Nun sind es mehr als 15.000 Forscher aus 184 Ländern, die diese noch eindringlichere „Warnung an die Menschheit“ unterzeichnet haben, zumal sich die Lage unseres Planeten seit 1992 zum Teil dramatisch verschlechterte, wie das Autorenteam um Thomas Newsome (Universität Sydney) im Fachblatt „BioScience“ berichtet.

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Hendricks: Reformation reicht bei Klimaschutz nicht mehr aus

Themenbild.

Anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) weitgehende Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung von allen Staaten gefordert.

evangelisch.de

Man müsse weg von fossilen und hin zu erneuerbaren Energien, sagte Hendricks am Sonntag vor der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die zeitgleich zur UN-Konferenz in Bonn berät. Mit Blick auf die Feiern zum 500. Reformationsjubiläum sagte sie: „Wir haben beim Klimawandel einen Punkt erreicht, an dem keine Reformation mehr hilft, sondern nur eine vollständige Transformation.“

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Ökonom Jeffrey Sachs attackiert Lebensschützer: ‚Sie sind widerlich!’

John-Henry Westen hatte Sachs als ‚abtreibungsbefürwortenden Globalisierer’ bezeichnet. Das war dem Wirtschaftswissenschaftler zu viel, bei einer Konferenz im Vatikan kam es zu der Konfrontation.

kath.net

„Sie sind widerlich, sie sind widerlich, widerlich!“ Mit diesen Worten attackierte der bekannte Wirtschaftswissenschaftler Jeffrey Sachs den Chefredakteur von LifeSiteNews, John-Henry Westen. Die beiden trafen im Casino di Pio IV. aufeinander, dem Sitz der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften und der Päpstlichen Akademie des hl. Thomas von Aquin. Dies berichtet Westen auf seinem Blog.

Sachs nahm an der Konferenz „Gesundheit der Menschen, Gesundheit des Planeten und unsere Verantwortung: Klimawandel, Luftverschmutzung und Gesundheit“ teil, die von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften veranstaltet von 2. bis 4. November veranstaltet wurde. Westen hatte ihn zuvor in einem Artikel für LifeSiteNews als „abtreibungsbefürwortenden Globalisierer“ („pro-abortion globalist“) bezeichnet. Er lehne es ab, als „Abtreibungsbefürworter“ bezeichnet zu werden, teilte Sachs Westen in nicht besonders freundlichen Worten mit.

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