Erzapostel Woelki weist Kritik an Weihnachtspredigten zurück

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Seiner Meinung nach sei es ein falscher Eindruck, dass die Predigten in diesem Jahr politischer ausgefallen seien als sonst.

kath.net

Der Kölner Erzbischof, Kardinal Woelki, hat am Donnerstag in der ARD Kritik an Weihnachtspredigten in Deutschland zurückgewiesen. Seiner Meinung nach sei es ein falscher Eindruck, dass die Predigten in diesem Jahr politischer ausgefallen seien als sonst. Woelki meint dann, dass diee Bischöfe stets versuchten, das Evangelium in die heutige Zeit zu übersetzen und auf die aktuelle Situation der Menschen zu beziehen. Zu Weihnachten gab es mehrfach Kritik an Predigten zu Weihnachten. „Welt“-Chefredakteurs Ulf Poschardt meinte auf Twitter: „Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den #Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht?“ Auch die CDU-Bundesvize Julia Klöckner, die auch Theologie studiert hat, hat die Kirchen aufgefordert nicht parteipolitische Programme zu übernehmen“.

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Woelki warnt vor Besserwisserei

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki warnt vor Besserwisserei und rät bei guten Ratschlägen zu Sensibilität.

evangelisch.de

„Ich gebe gerne zu, dass auch wir Geistlichen hin und wieder dazu neigen, von oben herab zu predigen“, sagte der Kardinal im „Wort des Bischofs“, das am Sonntag im Domradio ausgestrahlt wird. Bei guten Ratschlägen und Belehrungen sei aber wichtig, dass der Ratgeber dem Ratsuchenden auf Augenhöhe begegne und weder arrogant noch überheblich auftrete.

Zugleich erklärte Woelki, das Belehren von Unwissenden sei notwendig und laut der Bibel sogar ein Werk der Barmherzigkeit.

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RatzeBene und der Zeitgeist

Bild: bb
Die Kirche muss sich öffnen. Tradition alleine wird dem Katholizismus nicht hochhalten, nicht in Europa. Ein Brückenschlag zur übrigen Welt ist nötig. Ein Kommentar.

Von Stephan-Andreas Casdorff | DER TAGESSPIEGEL

Es ist ein Kreuz. Da gibt es nun schon zwei Päpste – und jetzt streiten die auch noch. Ja, nicht so, wie sich gewöhnliche Leute streiten. Aber was Benedikt, der Abgedankte, auf der Beisetzungsfeierlichkeit für den ehemaligen Berliner und Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, in seinem Namen hat verlesen lassen, ist eine Botschaft in mehrerlei Hinsicht. Einmal, dass es den großen Kirchen(ober)lehrer Benedikt noch gibt, zum anderen, dass er sich nicht gerade am Kurs seines Nachfolgers ergötzt.

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Eucharistie für Wiederverheiratete wahrscheinlich

jesus_schaukelDie Teilnahme an der Eucharistie wird auch für wiederverheiratete Geschiedene immer wahrscheinlicher. Das jedenfalls ist die unmissverständliche Botschaft der deutschen Bischöfe, die dem Papst damit den Rücken stärken.

Von Lothar Schröder | RP ONLINE

„Im Umgang mit den wiederverheiratet Geschiedenen muss deutlich werden, dass sie zur Kirche gehören, Gott ihnen seine Liebe nicht entzieht und sie gerufen sind, die Gottes- und Nächstenliebe zu praktizieren und echte Zeugen Jesu Christi zu sein“, heißt es im gestern veröffentlichten Dokument, mit dem sich die Bischöfe auf das Apostolische Schreiben „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus beziehen.

Zwar könne es eine generelle Zulassung zu den Sakramenten nicht geben, zumal die betroffenen Personen mit dem Zerbrechen einer Ehe schwere Schuld auf sich geladen hätten. Doch dürfe dies keineswegs zum „kategorischen und irreversiblen Ausschluss von den Sakramenten“ führen, heißt es. In gewissen Fällen, so die deutschen Bischöfe, soll es mit Hilfe kirchlicher Begleitung die Möglichkeit des Sakramenten-Empfangs geben.

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Kirchenrechtler Schüller attackiert Kardinal Meisner

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Münsteraner Kirchenrechts-Professor Thomas Schüller attackiert früheren Kölner Erzbischof, Kardinal Meisner, und wirft diesem gegenüber Papst Franziskus Abtrünnigkeit vor

kath.net

Der Münsteraner Kirchenrechts-Professor Thomas Schüller attackiert den früheren Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, und wirft diesem gegenüber Papst Franziskus Abtrünnigkeit vor. „Der öffentliche Versuch Meisners und dreier weiterer Kardinäle, den Papst mit Brandbriefen unter Druck zu setzen, ist ein Akt der Illoyalität. So etwas gehört sich für keinen katholischen Christen, geschweige denn für Kardinäle, die dem Papst Gehorsam ‚bis aufs Blut‘ versprochen haben“, meint Schüller gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ Trotzdem könne der 82-Jährige „ruhig schlafen“. Nicht jeder Dissens mit dem Papst führe zur Degradierung, obwohl sie kirchenrechtlich ohne weiteres möglich wäre, so Schüller. „Der Papst ist frei, Kardinäle zu ernennen und abzuberufen.“

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Katholische Kirche: Rektor hat einmal zu oft geheiratet

Mitarbeiter im Kirchendienst müssen sich an die katholischen Moralprinzipien halten – entgegen des allgemeingültigen Arbeitsrechts. Foto: dpa
Die Neuwahl eines Rektors an der Katholischen Hochschule NRW scheitert an moralischen Bedenken. Der Kölner Erzbischof hatte die zweite Heirat als schwerwiegenden Verstoß gegen die Loyalitätspflicht bewertet.

Von Joachim Frank|Frankfurter Rundschau

Die Liberalisierung des Arbeitsrechts in der katholischen Kirche hat im ersten Stress-Test zu einem heftigen Konflikt geführt. An der „Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen“ (KatHo) scheiterte die Neuwahl des Rektors im Januar am mehrheitlichen Einspruch der fünf NRW-Bistümer gegen den geschiedenen, wiederverheirateten Kandidaten. Treibende Kraft war der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Woelki. Er bewertet die zweite Heirat als schwerwiegenden Verstoß gegen die Loyalitätspflicht kirchlicher Mitarbeiter. Die Bistümer Köln, Aachen, Essen, Münster und Paderborn sind die Gesellschafter der Hochschule.

Der Fall offenbart heftige Differenzen unter den Bischöfen über die Auslegung der 2015 reformierten „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ (GO) sowie über die Freiheit der Wissenschaft. Der amtierende KatHO-Rektor, Peter Berker, warf den Bischöfen einen unrechtmäßigen Eingriff in die Hochschul-Selbstverwaltung vor und spricht zudem von einer „Machtdemonstration“, mit der die Bischöfe das Vertrauen in ihr eigenes neues Arbeitsrecht zerstörten. Die Behandlung seines Kollegen, dessen zweite Eheschließung die Kirche erst im Moment seiner Bewerbung um das Rektorenamt beanstandete, ließ Berker die Frage stellen: „Wie viel Pharisäertum wollen wir uns eigentlich in der Kirche leisten?“

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Ohne Menschen kein Gott!

TheCreation_399Eucharistischer Kongress mit feierlicher Messe in Köln beendet, Grußwort von Papst Franziskus und Predigt von Kardinal Meisner: Gott ist keine Privatsache, sondern die öffentlichste Sache, die es überhaupt gibt

kath.net

Papst Franziskus verrichtet bald 100 Tage den Petrusdienst. Seit seiner ersten Rede vor den Kardinälen „stört“ er die Ruhe mit dem Hinweis aufzubrechen und dorthin zu gehen, wo sich die Menschen aufhalten.

Er mahnt Bischöfe und Priester, Hirten und keine Funktionäre zu sein. Er warnt vor Karrieristen, die das Christentum für ihre Zwecke instrumentalisieren. Er verstößt gegen Tabus, indem er vom Teufel und von heutigen Formen des Götzendienstes spricht.

Die inner- und außerkirchliche Opposition hat ihren Tritt noch nicht gefunden. Mühsam werden Unterschiede zu Papst Benedikt konstruiert. Im Übrigen sei der Papst vor allem der Bischof von Rom. Ja sicher, kontert der Präfekt der Glaubenskongregation Erzbischof Müller: Es ist aber auch der Nachfolger des Hl. Petrus und der hatte immer eine besondere Stellung im Apostelkollegium.

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Bezahlte Provokateure, ein beschämter Dodo-Meisner und etwas Lächerlichkeit

Erklärungsversuche: Wencke Ruhwedel vom St. Vinzenz Krankenhaus, Hendryk Pilch vom Heilig Geist Krankenhaus in Köln. (Foto: dpa)

Dogmatisches Dilemma
Der Fall der unbarmherzigen Mediziner an zwei katholischen Kliniken in Köln löste bundesweit Empörung aus: Einem Vergewaltigungsopfer war dort eine gynäkologische Untersuchung verwehrt worden. Teil des dogmatischen Dilemmas sind auch militante Abtreibungsgegner, die auf die Moral kirchlicher Krankenhäuser pochen.

Von Matthias DrobinskiSüddeutsche.de

Eine junge Frau fürchtet, bewusstlos vergewaltigt worden zu sein, sie sucht Hilfe im katholischen St.-Vinzenz-Hospital – und wird abgewiesen, auch in einem zweiten katholischen Krankenhaus. Angeblich fürchteten die Ärzte berufliche Konsequenzen, wenn sie der Frau zur „Pille danach“ raten.

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Aggressive Abtreibungsgegner schicken Detektive in Kliniken

Von Claudia KellerDER TAGESSPIEGEL

Die Ablehnung einer Vergewaltigten hat eine Vorgeschichte. Eine bezahlte Provokateurin denunzierte beim Erzbistum Ärzte in katholischen Kliniken, die ihr die „Pille danach“ verschrieben haben. Aus Angst lehnten die Ärzte daraufhin die Behandlung vergewaltigter Frauen ab.

Hinter dem Skandal um katholische Krankenhäuser in Köln steht eine Kampagne radikaler Abtreibungsgegner. Wie sich jetzt herausstellt, hatte eine von Abtreibungsgegnern angeheuerte Detektivin im Oktober 2011 in vier katholischen Kliniken in Köln um die „Pille danach“ gebeten und Einrichtungen, die ihren Wunsch erfüllten, beim Erzbistum Köln angeschwärzt. Diese Denunziation hat dazu beigetragen, dass es kürzlich zwei katholische Kliniken abgelehnt haben, eine junge Frau zu untersuchen, die mutmaßlich vergewaltigt worden war.

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Kardinal Meisner „beschämt“ über Klinik-Abweisung nach Vergewaltigung

kathweb

Kölner Erzbischof entschuldigt sich für Vorgang in katholischen Spitälern – „Es gibt keine kirchliche Anweisung, Vergewaltigungsopfer anders zu behandeln oder abzuweisen“Köln

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat die Abweisung durch die beiden katholischen Kliniken in seiner Stadt bedauert und sich dafür entschuldigt. „Dieser Vorgang beschämt uns zutiefst“, erklärte der Erzbischof am Dienstag, wie die deutsche katholische Nachrichten-Agentur (KNA) meldete. Es gebe keine kirchliche Anweisung, Vergewaltigungsopfer anders zu behandeln oder abzuweisen. Zugleich lehnte der Kardinal jegliche Maßnahmen ab, „welche die Tötung eines möglicherweise schon gezeugten Kindes bedeuten“.

Nach den Worten Meisners darf sich ein solcher Fall nicht wiederholen. „Deshalb muss jetzt genau erforscht werden, was dazu führte, diese Frau nicht aufzunehmen“, sagte der Erzbischof. Die Patientin habe in großer Not Hilfe gesucht und keine Aufnahme gefunden. Eine Vergewaltigung sei ein schlimmes Verbrechen. „Gerade hier müssen wir jede notwendige medizinische, seelsorgliche und menschliche Hilfe leisten“, so Meisner. Dies schließe die Spurensicherung ein.

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„Das ist lächerlich

Von Christoph Arens kathnet

Katholische Krankenhäuser weisen Kritik der Politik zurück – Im Kölner Fall hatte bereits eine medizinische Erstversorgung stattgefunden, seitens der Staatsanwaltschaft wird nicht ermittelt.

Berichte, nach denen zwei Kliniken in Köln ein Vergewaltigungsopfer abgewiesen haben, haben zu einer heftigen Debatte über katholische Krankenhäuser in Deutschland geführt. Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Freiburg wies der Geschäftsführer des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschland (KKVD), Thomas Vortkamp , am Dienstag Drohungen von Bundespolitikern zurück.

KNA: Herr Vortkamp, haben die Ereignisse in Köln dem Image katholischer Krankenhäuser bundesweit geschadet?

Vortkamp: Natürlich hat das Ereignis bundesweit Wellen geschlagen. Und viele der katholischen Kliniken wurden angefragt, ob so etwas auch bei ihnen passieren könnte.

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