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Abdullah-Zentrum-Wien: Rabbiner Rosen warnt Österreich vor Heuchelei

Bild: ntv/Schreenshot BB

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Während hinter den Kulissen im Bundeskanzleramt und Außenministerium um die Zukunft des saudi-finanzierten Wiener König-Abdullah-Dialogzentrums (KAICIID) gerungen wird, hat am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion in der neu eröffneten Österreich-Onlineredaktion der “Neuen Zürcher Zeitung” (nzz.at) ein prominentes Board-Mitglied Österreich diesbezüglich vor “Heuchelei” gewarnt. “Wenn die Regierung jetzt den Rückzug anordnet, sich aber gleichzeitig um den Verbleib der OPEC – und des saudisch finanzierten OPEC-Entwicklungsfonds – in Wien bemüht, wäre das ein Höchstmaß an Heuchelei”, sagte der Dialogbeauftragte des staatlichen Großrabbinats von Israel, Rabbi David Rosen (Jerusalem), bei der von nzz.at-Chefredakteur Michael Fleischhacker moderierten Diskussion.


kathweb

Rosen erntete in diesem Punkt keinen Widerspruch seiner Gesprächspartner, den KAICIID-Gegnern Schriftsteller Doron Rabinovici und Grünen-Politikerin Alev Korun. Der Rabbiner erinnerte an den diplomatischen Schutz Österreichs, der dem KAICIID gewährt wurde, aber ebenso der OPEC und dem OPEC-Entwicklungsfonds, dessen Projekte andernorts bereits mehrfach wegen ihrer wahabitischen Ausrichtung kritisiert worden waren.

Der aus Südafrika stammende Rabbiner betonte, dass für ihn der Dialog eine Lebensaufgabe sei. Rosen berichtete von einer Tagung im KAICIID vor wenigen Monaten in Wien. Die muslimischen Vertreter hätten sehr konservativen Strömungen angehört. Sei seien aus verschiedenen arabischen Staaten gekommen. “Fünf von ihnen haben noch nie in ihrem Leben einen Juden gesehen. Es war enorm wichtig, dass es zu dieser Kontaktaufnahme kam. Es ist eine Entwicklung, die über das KAICIID weiter gehen könnte.”

Kirchen: Dialog bringt mehr als Verweigerung

Sehr klar werde das besonders vom Vatikan, vom orthodoxen Ökumenischen Patriarchat und von der anglikanischen Staatskirche gesehen, sagte der südafrikanisch-israelische Dialogexperte: “Warum sind die drei Kirchen mit so hochrangigen Hierarchen im Board vertreten? Weil sie erkannt haben, dass man so mehr erreichen kann als durch Abwesenheit.” Zudem hätten die vergangenen Jahre klar gemacht, “dass das Zentrum eine bewundernswerte Arbeit leistet”.

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König-Abdullah-Zentrum: Vatikan weist Kritik zurück

foto: standard/cremer
Die Intiative liberaler Muslime in Österreich protestiert gegen das Zentrum für interreligiösen Dialog.

Das Zentrum für interreligiösen Dialog sei keine Einrichtung “für die Regierung von Saudi-Arabien allein”, heißt es aus dem Vatikan.

Die Presse.com

Der Vatikan hat Kritik an einem angeblich zu großen Einfluss Saudi Arabiens auf das Wiener König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog zurückgewiesen. Das Zentrum, das am kommenden Montag unter anderem von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Wiener Hofburg eröffnet werden soll, sei “eine unabhängige, internationale Institution” und “kein Zentrum für die Regierung von Saudi-Arabien alleine”, erklärte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, am Freitag laut Kathpress in einer Pressemitteilung.

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“König Abdullah Zentrum” – Dialog zwischen Abdullah und B16-Ratze gab Anstöße

Quelle: .igs-hamburg.de

Interreligiöses Dialogzentrum in Wien gegründet
Österreich, Spanien und Saudi-Arabien unterzeichneten Gründungsvertrag für “König Abdullah Zentrum” – Dialog zwischen Abdullah und dem Papst gab Anstöße

Kath.net

Die Außenminister von Österreich, Spanien und Saudi-Arabien haben am Donnerstag in Wien den Gründungsvertrag für das “Internationalen König Abdullah Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog” unterzeichnet. Die drei Staaten starteten damit offiziell die Aufbauphase einer neuen internationalen Organisation, die ein Dialogforum für die Weltreligionen bieten soll.

Initiator der Einrichtung, die ihren Sitz in einem Wiener Innenstadtpalais haben wird, ist der saudi-arabische König Abdullah, der auch die Anschubfinanzierung leistet. Geplant ist, dass der Vatikan an dem interreligiösen Zentrum, das seinen Vollbetrieb voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres aufnehmen wird, als Beobachter mitwirkt und auch einen Vertreter in den Aufsichtsrat entsendet.

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