Schlagwort-Archive: Kriegen

Vatikan: Es gibt kein viertes Geheimnis von Fatima

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Der Vatikan hat Spekulationen um ein angebliches viertes «Geheimnis von Fatima» zurückgewiesen. «Es gibt kein viertes Geheimnis, und es gibt keine anderen noch verborgenen Geheimnisse»,


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Der Vatikan hat Spekulationen um ein angebliches viertes «Geheimnis von Fatima» zurückgewiesen. «Es gibt kein viertes Geheimnis, und es gibt keine anderen noch verborgenen Geheimnisse», schrieb der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, in der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» (Freitag). Die Botschaften von Fatima handelten vom Kampf zwischen Gut und Böse und blieben daher zeitlos gültig.

Die ersten beiden Botschaften, die die Gottesmutter den drei portugiesischen Seherkindern in mehreren Visionen im Jahre 1917 zukommen ließ, wurden bereits 1941 veröffentlicht. Der dritte Teil, der zunächst geheimblieb und dem Papst persönlich zugeleitet wurde, war Jahr 2000 publiziert worden. Er enthielt Visionen, die mit dem Papstattentat von 1981 und den kommunistischen Diktaturen in Osteuropa in Verbindung gebracht wurden.

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Rothschild-Verschwörungen bei Xavier Naidoo

Xavier-Naidoo
Verkürzte Kapitalismuskritik hat derzeit Hochkonjunktur. Auf Straßen, Plätzen und im Netz tummeln sich zunehmend Infokrieger, die meinen, eine geheime Weltregierung entdeckt zu haben, die einen großen und bis ins Detail ausgefeilten Plan zur Knechtung der gesamten Menschheit verfolgt. Hinter diesem finsteren Treiben stecken – wen wundert es – die Juden. Das historische Feindbild ist in Deutschland offenbar aktueller denn je und treibt muntere Blüten bis hinein in die Popmusik. Besonderen Kultstatus unter den “Aufgewachten”, die sich felsenfest überzeugt geben verstanden zu haben, was da “hinter den Kulissen” passiert, genießt der Mannheimer Sänger Xavier Naidoo. Das ist kein Zufall, denn seine Texte stecken aus deren Sicht voller “Wahrheiten”.


Von Silvio Duwe|TELEPOLIS

Vereinfachte Kapitalismuskritik zeichnet sich oft dadurch aus, dass sie “die Kapitalisten” als monolithischen Block mit gleichgerichteten Interessen wahrnimmt. Dass es auch unter den Kapitalisten Konkurrenz und damit widersprüchliche Interessen gibt, die miteinander ringen, wird ausgeblendet. Statt die Ursache aktueller Probleme wie Kriegen, Umweltverschmutzung, schlechte Arbeitsbedingungen und Ausbeutung der Dritten durch die Erste Welt differenziert zu analysieren fragt die verkürzte Kapitalismuskritik gerne: “Wem nützt es?” – und unterstellt, dass der, der von einer aktuellen Entwicklung profitiert auch derjenige ist, der diese Entwicklung angestoßen hat.

Dieses verkürzte Denken, welches ausblendet, dass beispielsweise im derzeitigen Konflikt zwischen dem Westen und Russland ein Teil der Industrie Interesse an einer Entspannung hat, um weiterhin gute Geschäfte mit und in Russland zu machen, während ein anderer Industriezweig von einem Rüstungswettlauf wie zu Zeiten des Kalten Krieges profitieren würde, stellt das Weltbild der Infokrieger vor ein Problem: ein eindeutiger Profiteur des weltpolitischen Geschehens lässt sich mit der Cui Bono-Methode nicht ermitteln.

Wenn dieses Denkmodell funktionieren soll, braucht es eine übergeordnete Macht, die über den unterschiedlichen Akteuren in Wirtschaft und Politik steht. Eine Macht, die in der Lage ist die Handlungen nahezu aller Regierungen und Industriezweige zu ihrem eigenen Zweck zu steuern. Diese unheimliche Macht wird den Juden zugeschrieben; wobei die Anhänger dieser Verschwörungstheorie penibel darauf achten, diese offen antisemitische Denkweise zu kaschieren, in dem sie ihren Antisemitismus personalisieren und einzelne jüdische Familien für das Elend der Welt verantwortlich machen. Besonders beliebt ist hierfür die Familie Rothschild:

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F1 der Ratzinger-Klon

Aus Ratzingers Retorte: Benedikt XVI. und sein Nachfolger Kardinal Jorge Mario Bergoglio, damals noch Erzbischof von Buenos Aires (Vatikan, 13.1.2007) Foto: AP Photo/L’Osservatore Romano

Nach Benedikt XVI. wurde nun erstmals ein Mann aus Lateinamerika zum Papst gewählt. Ändern wird sich dadurch im Vatikan nichts

Von Uta Ranke-HeinemannjW

Als im Jahr 2005 Ratzinger zum Papst gewählt wurde, hatte ich große Hoffnungen, daß er es fertigbringen könnte, die zweitausendjährige Geschichte der Kirche, geprägt von Unterdrückung, Kriegen, Frauenfeindlichkeit, Sexualfeindlichkeit, Homosexuellenfeindlichkeit, zu überwinden.

Ich kannte Ratzinger von unserer gemeinsamen Studienzeit in München 1953/1954 und hatte ihn als sanften, bescheidenen, sympathischen jungen Mann in Erinnerung. Ratzinger fiel mir damals auf als sehr intelligent. Er war der Star unter den Studenten. Und ich sehe uns noch, wie wir beide einsam in einem der großen Hörsäle nebeneinander sitzen und die Thesen unserer Doktorarbeiten ins Lateinische übersetzen. Eine gegenseitige Achtung war seitdem verblieben. Da ich mich mit 17 Jahren auf der Schulbank des Essener Burggymnasiums mit meinem Klassenkameraden Edmund Ranke verlobt hatte, hatte ich unter den Studenten einen gesucht, der für mich als Verlobte in Frage kam und mir nicht plötzlich einen Kuß auf die Backe drückt, wenn wir stundenlang mutterseelenallein abends in einem der großen, leeren Hörsäle sitzen und übersetzen. Er hatte schon immer die Aura eines Kardinals, hoch intelligent bei Abwesenheit jeglicher Erotik. Und über 50 Jahre habe ich geglaubt, daß er unter Johannes Paul litt.

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Ohne den Tod wäre das Leben ein Horror

Sargträger bei einer Beerdigung: Mitten im Leben vom Tode umfangen zu sein, ist nichts Selbstverständliches mehr – der Gedanke, dass der Mensch sterben muss, wird ausgesperrt dpa

Es ist schwer, sich mit der Willkür des Todes abzufinden. Heutzutage wird er hinter einem Schleier der Diskretion verborgen. Und doch muss sich der Mensch mit der Sterblichkeit versöhnen.

Von Eckhard FuhrDIE WELT

Wir wissen, dass wir sterben müssen. Das macht uns zu Menschen. Im Lichte der Wissenschaft ist nicht viel übrig geblieben von den angeblich prinzipiellen Unterschieden zwischen Mensch und Tier.

Nach der zoologischen Systematik handelt es sich beim Homo sapiens um eine von drei derzeit auf der Erde existierenden Schimpansenarten. Je weiter wir die vielstimmige Schrift der Genetik entschlüsseln, desto fragwürdiger wird die von uns Menschen beanspruchte Sonderstellung in dem, was auch in aufgeklärten Zeiten von vielen trotzig noch “Schöpfung” genannt wird.

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