Kroatien: Verfassungsgericht verbietet Sexualkundeunterricht

Der Lehrplan für den Sexualkundeunterricht trage dem Recht der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder nicht ausreichend Rechnung

kath.net

Das kroatische Verfassungsgericht hat den Sexualkundeunterricht an Schulen für unzulässig erklärt. Wie örtliche Medien berichten, setzten die Richter am Mittwoch den seit Februar geltenden Lehrplan im Fach Gesundheitskunde außer Kraft. Der Lehrplan für den Sexualkundeunterricht trage dem Recht der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder nicht ausreichend Rechnung, heißt es in der Urteilsbegründung. Gegen den Unterricht geklagt hatte unter anderem die kirchennahe Organisation Grozd.

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Kroatien: Die katholische Angst vor Sexualkunde

Bild: Seiya123/wikipedia

Vor dem Altar lassen sich unbotmäßigen Ehrengästen am besten die Leviten lesen. Nachdem der Zagreber Kardinal Josip Bozanic schon in der Weihnachtsmesse Kroatiens Staats- und Regierungsspitze zum Thema „Sexualerziehung“ allzu deutlich seine Meinung gesagt hatte, legte der 63-Jährige beim Neujahrs-Gottesdienst noch einmal nach.

Von Thomas RoserDIE WELT

Die Forderungen der Eltern müssten „berücksichtigt“ werden, forderte der Kirchenfürst: Die Demokratie und „der Frieden im Land“ stünden „auf dem Prüfstand“.

Seit fast zwei Wochen in dem Adriastaat mittlerweile ein Konflikt, den die heimischen Medien gar als „Kalten Krieg“ zwischen Kroatiens katholischer Kirche und der linksliberalen Regierung bezeichnen. Der Grund des kirchlichen Unmuts ist die geplante Einführung von Sexualerziehung an den Schulen: Besorgt warnen die Kirchenväter, dass Minderjährige in Pornografie, Masturbation und Homosexualität „unterrichtet“ werden sollten.

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Kroatien: Sexualkundeunterricht empört katholische „Auoterotiker“

Kardinal Josip Bozanic: „absolut unannehmbare Positionen zur Sexualität und zur Ehe“ REUTERS

Bisher ist Sexualerziehung in kroatischen Schulen nicht Bestandteil des Lehrplans. Das soll sich nun nach dem Willen der Regierung ändern. Die katholische Kirche ist empört: Die Jugend werde verdorben.

SpON

Die mächtige katholische Kirche in Kroatien protestiert gegen die Pläne der sozialdemokratischen Regierung, Sexualkundeunterricht an den Schulen anzubieten. Hohe Kirchenvertreter kritisieren, die neuen Lehrpläne „über Sex von Minderjährigen, Masturbation, Pornografie, Empfängnisverhütung und Abreibung“ verdürben die Jugend. Sie enthielten „absolut unannehmbare Positionen zur Sexualität und zur Ehe im Gegensatz zur christlichen Anthropologie und zum Wesen des kroatischen Volkes“.

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Evangelikale Ärztin: Schwulsein ist heilbar – mit staatlicher Förderung

Screenshot brightsblog
Screenshot brightsblog

Schwulsein ist heilbar, meint eine Ärztin der evangelikalen „Offensive Junger Christen“. Der Verein wurde vom Land Hessen und dem Bund finanziell unterstützt, weil er Jugendarbeit betreibt. Ein Skandal, findet der Grüne Kai Klose. Die Evangelische Kirche reagiert mit Zurückhaltung.

Von Annette LangerSpON

Die Welt der Christl Ruth Vonholdt ist überschaubar. Jahrelang hat sie extensiv zu Homosexualität geforscht und Folgendes dabei herausbekommen: Schwule sind untreu, leiden häufiger unter „sexuellen Süchten und sexueller Nötigung“ als Heterosexuelle und sind öfter psychisch oder physisch krank. Lesbische Frauen leiden unter „Beziehungsverwundung“ und „Identitätsunsicherheit“. Aber all das ist kein Problem, denn: Homosexualität ist heilbar, meint Vonholdt.

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Heiler Braco verzückt die Massen – das menschliche Placebo

Kann alles und tut wenig: Braco.

«Die Leute schwanken, zittern und weinen»: Im Kongresshaus lässt Heiler Braco seine angeblichen Wunderkräfte wirken. Er bewegt sich dabei auf dünnem Eis.

Von Hugo StammTages Anzeiger

Braco, ein Name, der bei vielen Anhängern der Esoterik und Alternativmedizin die Augen zum Leuchten bringt und ihnen ein verklärtes Lächeln ins Gesicht zaubert. Braco ist alles – und nichts. Er kann alles – und tut wenig. Braco ist ein Phänomen, das Wunder vollbringen soll. Mindestens bezeugen es seine Anhänger. Und davon gibt es viele. In Europa, den USA und Japan. Und in der Schweiz. Dies stellt der Wunderheiler am Sonntag im Kongresshaus unter Beweis, wenn Hunderte, vielleicht Tausende anreisen.

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Katholische Unwürdenträger und ihre Unterstützung von Massenmördern

Alojzije Stepinac wird von Ante Pavelic, dem Führer des kroatischen Ustascha-Staates empfangen. Quelle: wikimedia.org

Massenmörder hatte Wohlwollen des Papstes
Der Papstbesuch bringt die Erinnerung an einen Massenmörder zurück, der Hunderttausende massakrieren liess: Ante Pavelic, kroatischer Führer von Hitlers und Mussolinis Gnaden.

Von Emanuel Ringhoffer20min.ch

Pavelic kam nach dem Zweiten Weltkrieg vor kein Kriegsverbrechergericht, sondern gelangte, als Priester verkleidet, mit Hilfe des Vatikans nach Rom. Von dort reisten er und seine Spiessgesellen mit 300 Kilo Gold im Gepäck nach Argentinien.

Nach dem Sturz von Juan Peron in Argentinien (1955) gelangte Pavelic nach Spanien und genoss dort den Schutz und die Verehrung des faschistischen Diktator Francisco Franco. 1959 starb Pavelic in Spanien.

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Der Jesus des kleinen Mannes

Eurythmische Zeichnungen

Ob Waldorfpädagogik oder anthroposophische Medizin, ob biologisch-dynamische Landwirtschaft oder organische Architektur – Rudolf Steiner war einflussreich und umstritten zugleich.

Deutsche Welle

Ein Blender, ein moderner Goethe, ein Reformer oder ein Rassist – wer war Rudolf Steiner wirklich? Der Mann, der 1861 in Kraljevec, damals Österreich-Ungarn, heute Kroatien, geboren wurde, wagte es, zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Welt noch einmal neu zu denken. Lassen sich Geist und Welt versöhnen? Wie sind wir als Individuen in das Weltganze hineingestellt? Das waren Fragen, die Rudolf Steiner bewegten. Sein ganzheitliches Menschenbild prägt in vielfältigen Formen auch heute unseren Alltag.

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Vatikanische Beliebigkeit

Perkovic, Foto: http://www.wikipedia.org

opinio.de

Der Heilige Vater empfängt den umstrittenen koatischen Sänger Perkovic!

Anläßlich einer Generalaudienz hat der Papst den kroatischen Sänger Perkovic samt Familie empfangen, der im Verdacht steht, mit seinen Blut- und- Ehre – Songs Gewalt zu verherrlichen und Rassenhass zu schüren. Die Begegnung verlief harmonisch ab, der Gast überbrachte dem Heiligen Vater Geschenke, nämlich CD’s mit seinen Liedern, die er stilgerecht in einer weißen Ledermappe überreichte.

Wieder nur eine Panne oder steckt mehr dahinter ?

Ein Staat, der mit Gewalt konfrontiert ist, drückt es diplomatisch aus, bezeichnet diese Begegnung als unglücklich und auch als falsches Signal, das in die Welt, die eigentlich friedlich sein sollte, hinaus gesendet wird. Brüskiert fühlt sich zunächst einmal Israel !

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