Mond um drittgrößten Zwergplanet entdeckt

In diesen beiden Aufnahmen des Hubble-Telekops ist der Mond von 2007 OR10 als schwacher Lichtpunkt zu sehen, der seine Position wechselt. © NASA, ESA, C. Kiss (Konkoly Observatory), and J. Stansberry (STScI)
Zwerg mit Begleiter: Auch der drittgrößte Zwergplanet im Sonnensystem hat einen eigenen Mond. Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop enthüllen einen knapp 400 Kilometer großen Trabanten, der den 1.500 Kilometer großen Zwergplaneten 2007 OR10 umkreist. Spannend ist dies deshalb, weil damit fast alle bekannten „Zwerge“ im Kuipergürtel einen Mond besitzen. Dies liefert wertvolle Einblicke in ihre Vergangenheit.

scinexx

Monde sind bei Planeten nichts Ungewöhnliches, bei Asteroiden dagegen schon: Nur selten sichten Astronomen Brocken mit eigenen Trabanten im Asteroidengürtel oder beim Vorbeiflug an der Erde. Einer der Gründe: Diese Asteroiden fliegen oft zu schnell, um einen anderen Brocken bei einer nahen Begegnung einfangen zu können. Stattdessen kommt es oft zu einer Kollision.

weiterlesen

Advertisements

Jagd auf „Planet 9“ – jetzt zum Mitmachen

Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planetenjagd für Alle: Bei der Suche nach dem mysteriösen Planet 9 am Rand unseres Sonnensystems kann nun jeder mitmachen. Denn die NASA hat ein Citizen-Science Projekt lanciert, bei dem Laien in den Aufnahmen des Weltraumteleskops WISE nach Indizien für den Planeten, aber auch nahe Braune Zwerge suchen sollen. Wer den Planeten findet, dem ist auf jeden Fall einiger Ruhm sicher.

scinexx

Vor gut einem Jahr sorgte die Meldung eines möglichen neunten Planeten im Sonnensystem für eine Sensation. Demnach könnte es weit jenseits des Neptun noch einen weiteren, neptungroßen Planeten in einer stark exzentrischen Umlaufbahn geben. Bisher schließen Astronomen nur aus den Bewegungen anderer Himmelskörper im Kuipergürtel auf die Existenz von „Planet 9“, ob es ihn wirklich gibt, bleibt offen.

weiterlesen

Unbekannter Himmelskörper: Forscher hält Planet IX für Ursache von Massensterben

Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Etwa alle 27 Millionen Jahre erlebte die Erde ein massenhaftes Artensterben. Ein Physiker macht nun einen bislang unentdeckten Planeten am Rande des Sonnensystems dafür verantwortlich.
 

SpON

Im Jahr 1985 nannte Daniel Whitmire ihn noch „Planet X“. Damals kannte man inklusive Pluto neun Planeten, und der nächste wäre die Nummer zehn gewesen. Der weit draußen im Sonnensystem befindliche Planet X sollte seiner Theorie zufolge verantwortlich sein für das periodische Massenaussterben auf der Erde. Im Januar 2016 berichteten Astronomen dann über neue Indizien für die Existenz eines solchen bislang unbekannten Gasriesen am dunklen Rand des Sonnensystems. Sie nannten ihn „Planet Neun“, denn Pluto war inzwischen kein Planet mehr.

weiterlesen

Sonnensystem: Gibt es doch einen neunten Planeten?

So könnte der neunte Planet unseres Sonnensytems aussehen – er liegt 20 Mal weiter von der Sonne entfernt als Neptun. © Caltech/ R. Hurt (IPAC)
Sollte sich dies bestätigen, wäre es eine echte Sensation: Astronomen haben Indizien für einen neunten Planeten im Sonnensystem entdeckt. Ihren Berechnungen nach umkreist dieser neptungroße Planet die Sonne auf einer stark asymmetrischen Bahn und benötigt rund 15.000 Jahre für einen Umlauf. Weil er im Durchschnitt 20 Mal weiter weg liegt als Neptun, wurde er bisher noch nicht gesichtet. Jetzt jedoch ist die Jagd auf „Planet 9“ eröffnet.

scinexx

Nach gängiger Theorie entstanden im äußeren Sonnensystem vier große Gasplaneten – Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Weiter außen dagegen bleiben unzählige kleinere Eis- und Gesteinsbrocken übrig, die heute den Kuipergürtel bilden. Zu diesen transneptunischen Objekten gehören auch die Zwergplaneten Pluto und Sedna. So weit, so bekannt.

weiterlesen

Pluto ist der Größte

Das aktuellste Bild von Pluto und seinem Mond Charon © NASA-JHUAPL-SWRI
Jetzt ist es amtlich: Pluto ist größer als Eris und damit unangefochten das größte bekannte Objekt im Kuipergürtel. Das bestätigt eine neue Messung der NASA-Sonde New Horizons, die den Durchmesser des Zwergplaneten auf 2.370 Kilometer festlegt. Die Sonde wird heute den Pluto erreichen und soll bei ihrem Vorbeiflug neue Informationen über den Zwergplaneten liefern.
Das aktuellste Bild von Pluto und seinem Mond Charon


scinexx

Wie groß Pluto wirklich ist, darüber streiten Astronomen und Planetenforscher schon seit seiner Entdeckung. Wegen seiner großen Helligkeit hielt man ihn zunächst sogar für erdgroß, dann korrigierte man seinen Durchmesser immer weiter nach unten bis auf rund 2.300 Kilometer. Die Größe genau zu messen, blieb aber selbst mit dem Weltraumteleskop Hubble schwierig, weil seine Atmosphäre das genaue Maß verschleiert.

Als dann Mike Brown im Jahr 2005 den Zwergplaneten Eris im Kuipergürtel entdeckte, wurde dies Pluto zum Verhängnis. Denn Eris war 30 Prozent massereicher und mit 2.326 Kilometern Durchmesser größer als er und alle anderen Objekte im Kuipergürtel – so dachte man jedenfalls. Als Folge wurde Pluto vom Planeten zum bloßen Zwergplaneten degradiert.

weiterlesen

Machen Quanten Sprünge?

DIGITAL CAMERADie Quantentheorie scheint zu besagen, dass sich die Natur auf der kleinsten Ebene sprunghaft verhält. Doch bei genauerer Betrachtung gelten auch im Mikrokosmos stets kontinuierliche Gesetze: Die Welt funktioniert im Grunde nicht digital, sondern analog!

Von David TongSpektrum.de

Von dem deutschen Mathematiker Leopold Kronecker (1823 – 1891) stammt der Ausspruch: „Die ganzen Zahlen hat der liebe Gott gemacht, alles andere ist Menschenwerk.“ Er meinte damit, die Zahlen Null, Eins und so weiter spielten eine fundamentale Rolle in der Mathematik. Doch für heutige Physiker nimmt das Zitat eine Überzeugung vorweg, die sich in den letzten Jahrzehnten immer fester etabliert hat: Die Natur sei im Grunde diskret, die Bausteine der Materie und der Raumzeit ließen sich einzeln abzählen. Diese Idee geht auf die Atomisten der griechischen Antike zurück, gewinnt aber im digitalen Zeitalter zusätzliche Plausibilität. Viele Physiker stellen sich das Universum als einen gewaltigen Computer vor (siehe Spektrum Spezial 3/2007), in dem die physikalischen Gesetze als Algorithmus für diskrete Informationsbits dienen – wie der grüne Ziffernregen, den die Hauptfigur Neo am Ende des Films „Matrix“ an Stelle der vermeintlichen Realität sieht.

weiterlesen