Schlagwort-Archive: Landtag

Muslime im Landtag: Positive statt negative Islam-Bilder

Bild: br.de
Premiere im Landtag: Zum ersten Mal haben Mitglieder aller Fraktionen in großem Stil Muslime zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Rund 200 Teilnehmer werden zu der Veranstaltung erwartet, auch der Ministerpräsident hat sich angekündigt.


Von Hans Häuser|BRaktuell

Einerseits ist Vlamado Dipama froh über die Gelegenheit zum Dialog zwischen den Religionen und Kulturen. Andererseits ärgert er sich auch ein bisschen: So eine Veranstaltung hätte man schon viel früher machen müssen, sagt der stellvertretende Vorsitzende der bayerischen Ausländer- und Integrationsbeiräte.

Viel zu oft beherrschten negative Islam-Bilder die Debatte, werde die Religion mit Terrorismus in Verbindung gebracht, so Dipama. Auch Tarek Abdin Bey will sich für die Integration von Muslimen einsetzen.

Der Vorsitzende des Deutsch-Syrischen Vereins wünscht sich darüber hinaus von der bayerischen Politik mehr Einsatz für syrische Flüchtlinge: Viele von ihnen versuchten seit Jahren, ihre Familie nach Deutschland zu holen, scheiterten aber an den Hürden der bayerischen Bürokratie.

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NSU-Untersuchungsausschuss: Blutschwur in weißer Kutte

Das gab es zur Jahreswende 2001/2002 tatsächlich: Polizisten in der Kutte des rassistischen Ku-Klux-Klans. Die Aufnahme in den Klan wurde mit einem Fingerabdruck mit dem eigenen Blut besiegelt. Foto: dpa
Was treibt einen Polizisten zum Ku-Klux-Klan? Er sagt: Interessante Vorträge über das Christentum. Bleibt die Frage, ob ihm die Abgeordneten des NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags in Stuttgart das abnehmen werden.

Von Reiner Ruf|Stuttgarter Zeitung.de

Die Kutten kamen aus den USA, um die 50 Euro sollen sie gekostet haben, und der Titel, mit dem sich Steffen B. beim Ku-Klux-Klan (KKK) seinerzeit schmückte, war ebenfalls dem großen Vorbild jenseits des Atlantiks abgeschaut: Grand Knighthawk. Damit füllte der heute 39-Jährige aus Schwäbisch Hall die Funktion des KKK-Sicherheitsbeauftragten aus. Er sollte darauf achten, dass die Kuttentruppe nicht gestört wurde, wenn sie sich mal wieder in Burgverliesen oder auch nur im Keller von Achim Schmid trafen, dem Anführer des European White Knights of the Ku-Klux-Klan (EWK KKK). Knapp 20 Personen werden der Rassistengruppierung zugerechnet.

Achim Schmid hat sich inzwischen von seiner rechtsradikalen Vergangenheit zumindest nach außen hin distanziert. Er lebt in den Vereinigten Staaten, strebt die US-Staatsbürgerschaft an und kann deshalb nach eigenen Angaben das Land derzeit nicht verlassen. Die Vernehmung durch den NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags soll deshalb demnächst per Videoschaltung bewerkstelligt werden. Statt seiner tritt Steffen B. am Montag vor den Ausschuss. Die Hände ineinander gelegt, den Blick zur Decke gerichtet, maulfaul. So sitzt er vor den Abgeordneten, eine schwere, zottelbärtige Gestalt. „Man war halt jung“, sagt er zu seinem Treiben bei den Kapuzenträgern und später bei der NPD. „Man“ habe sich aber nicht groß was zu Schulden kommen lassen. Mit den Leuten vom Ku-Klux-Klan verhielt es sich laut Steffen B. so: Wenn es „menschlich gepasst“ hat, dann war man willkommen.

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Verfassungsschützer: «Dschihad wird eine Familienangelegenheit»

Seit Anfang des Jahres steige der Anteil der Frauen, die nach Syrien ausreisen – auch mit kleinen Kindern. (Foto: Flickr/ Family walk by Thomas Leth-Olsen CC BY 2.0)
Die Keimzelle für islamistische Gefahr ist oft nicht das zentral gesteuerte Terrornetzwerk, sondern die Familie. Die Gefahr geht nicht nur von Netzwerken aus, es sind auch Einzeltäter. Mittlerweile richtet die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihre Propaganda verstärkt auf Frauen und Kinder aus.

Deutsch Türkische Nachrichten

Diese Variante der Radikalisierung werde bei Salafisten zunehmend beobachtet, sagte der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Düsseldorfer Landtags. «Der Dschihad wird sowas wie eine Familienangelegenheit.»

Nicht erst mit dem Ende April vereitelten islamistischen Terroranschlag in Hessen sei deutlich geworden: «Die Gefahr geht nicht nur von Netzwerken aus, sondern auch von Einzeltätern.» Dabei werde die Szene immer häufiger im Rahmen von Ehe und Familie aktiv. Die Fahnder hatten in Hessen ein Islamisten-Paar festgenommen, das möglicherweise einen Anschlag auf ein großes Radrennen um Frankfurt geplant hat. Die Chemikalien für eine Bombe hatte es gemeinsam mit seinen beiden kleinen Kindern im Baumarkt besorgt.

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Niedersachsen plant Staatsvertrag mit muslimischen Verbänden

Stephan Weil (2013)Bild: wikimedia.org/ AG Gymnasium Melle, CC-BY-SA 3.0
Das Land Niedersachsen will Anfang des neuen Jahres einen Staatsvertrag mit den muslimischen Verbänden schließen. Damit könnten auch islamische Feiertage staatlich anerkannt werden.


FOCUS ONLINE

Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einem Gespräch mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Samstag an. Mit dem neuen Staatsvertrag könne es auch zu Lockerungen beim Kopftuchverbot für Lehrerinnen im öffentlichen Dienst kommen.

„Es ist möglich, dass es zu einer flexibleren Regelung kommt als derzeit“, sagte Weil. Allerdings müsse der Schulfrieden gewahrt bleiben. Bisher ist es muslimischen Lehrerinnen strikt untersagt, im Unterricht ein Kopftuch zu tragen – mit Ausnahme des Religionsunterrichtes.

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‘Sexuelle Vielfalt’ wird Pflicht im Unterricht

Themenbild.
Themenbild.
Niedersachsens Landtag verabschiedet Schulreform – Proteste waren vergebens – Expertin warnte vor einer Sexualisierung des Schulunterrichts und der Einführung in verschiedene Sexualpraktiken


kath.net

Proteste christlicher Eltern halfen nicht: Der niedersächsische Landtag hat Mitte Dezember eine Schulreform beschlossen, wonach künftig in allen Jahrgängen und Klassen auch Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität zum Thema gemacht werden müssen. Ziel sei, Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität zu unterstützen, begründete Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), den Antrag, der von der rot-grünen Regierungskoalition und der oppositionellen FDP unterstützt wurde. Die Schulexpertin der CDU, Karin Bertholdes-Sandrock (Lüchow), warnte hingegen in der Debatte vor einer Sexualisierung des Schulunterrichts und der Einführung in verschiedene Sexualpraktiken. Bertholdes-Sandrock warnte davor, dass zu wenig auf die unterschiedliche Reife von Schülern geachtet werde und der Elternwille bei der Sexualaufklärung zu kurz komme. Auch müsse man auf Glaubensgrundsätze Rücksicht nehmen, so die evangelische Pädagogin.

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Bodo Ramelow: Mehr Religion in der Staatskanzlei

Bodo Ramelow. Bild: Cicero/bearb. BB
Bodo Ramelow. Bild: Cicero/bearb. BB
Bodo Ramelow ist der bundesweit erste Ministerpräsident der Linkspartei. Der Thüringer Landtag wählte ihn am Freitag in Erfurt im zweiten Wahlgang zum Chef der neuen Landesregierung im Freistaat. Mit der Katholischen Nachrichten-Agentur sprach er über sein neues Amt, die SED-Vergangenheit seiner Partei und das Verhältnis von Linken und Religion.


Interview Karin Wollschläger|katholisch.de

Frage: Herr Ramelow, was erwidern Sie denjenigen, die fürchten, nun ziehe der “Gott-sei-bei-uns” in die Erfurter Staatskanzlei ein?

Ramelow: Ich erwidere, dass es ein evangelischer Christ ist und jemand, der gleichzeitig in dem Themengebiet des interreligiösen Dialogs engagiert unterwegs ist. Eher kommen jetzt mehr Glauben und mehr Religion in die Staatskanzlei.

Frage: Haben Sie Verständnis dafür, dass manche SED-Opfer einen Linken-Ministerpräsidenten als beklemmend empfinden?

Ramelow: Ja, dafür habe ich Verständnis. Ganz klar. In meiner Partei liegt immer die Verantwortung für das, was der Machtapparat der SED und der Staatssicherheit war, und das ist gekennzeichnet durch Unrecht und Willkür. Deshalb verstehe ich jeden, dessen Leben oder Biografie dadurch zerstört wurde.

Frage: Die Präambel des rot-rot-grünen Koalitionsvertrags bezeichnet die DDR ausdrücklich als Unrechtsstaat und spricht sich für Aufarbeitung der SED-Vergangenheit aus. Wie kann das konkret aussehen?

Ramelow: Das findet sich ausführlich im Koalitionsvertrag. Ich habe im Vorfeld mehrfach mit Vertretern von Opferverbänden und Aufarbeitungsinitiativen gesprochen, um dort Rat und Hinweise zu holen.

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Nordkirche lehnt Volksinitiative zum Gottesbezug in der Verfassung ab

Bild: schleswig-holstein.de
Die Nordkirche wird das politische Votum des Landtages akzeptieren, keinen Gottesbezug in die Landesverfassung aufzunehmen.

evangelisch.de

Die evangelische Nordkirche wird keine Volksinitiative für den Gottesbezug in der Verfassung von Schleswig-Holstein auf den Weg bringen. Ein solches Vorhaben “steht für uns derzeit nicht zur Debatte”, sagte der Schleswiger Bischof Gothart Magaard am Samstag dem epd. Damit wird sich die Nordkirche nicht an der geplanten Volksinitiative des katholischen Erzbistums beteiligen.

Die Nordkirche habe im Vorfeld stets betont, dass sie das politische Votum des Landtages zur Landesverfassung akzeptieren werde, sagte der Bischof. “Ich werde diese Haltung nach dem Nein des Landtags zum Gottesbezug in der Verfassung nicht aufgeben.” Er werde sich auch nicht für eine Unterstützung einer Initiative durch die Nordkirche stark machen.

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Neubau von Synagoge in Potsdam vorerst auf Eis gelegt

Bild: brightsblog
Bild: brightsblog
Brandenburg hat als einziges Bundesland noch kein jüdisches Gotteshaus – und in der Landeshauptstadt ist der Plan eines Neubaus zunächst gescheitert.

FOCUS ONLINE

Die rot-rote Landesregierung werde vorerst keinen Auftrag für den Neubau einer Synagoge in Potsdam geben, teilte das Kulturministerium am Freitag mit. Es habe bislang keine Einigung unter den jüdischen Gemeinden erzielt werden können. „Lediglich eine der drei Potsdamer jüdischen Gemeinden steht zu dem Vorhaben, sowohl zu dem neuen Architektenentwurf als auch zur Trägerkonstruktion“, so Staatssekretär Martin Gorholt. Die Landesregierung stehe jedoch zu dem Vorhaben und wolle in der nächsten Legislaturperiode nach der Landtagswahl im Herbst einen neuen Anlauf unternehmen, erklärte der Staatssekretär. In Cottbus soll die evangelische Schlosskirche zu einer Synagoge umgebaut werden.

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Baden-Württemberg: Sargpflicht aufgehoben

Bild: br.de
Baden-Württemberg hat die Aufhebung der Sargpflicht beschlossen. Die Neuregelung kommt den rund 600.000 im Land lebenden Muslimen entgegen. Integrationsministerin Bilkay Öney spricht von einem deutlichen Zeichen: „Wir erkennen die religiöse Vielfalt an.“

MiGAZIN

Der Landtag von Baden-Württemberg hat am Mittwoch vergangener Woche mit den Stimmen aller Fraktionen die Änderung des Bestattungsgesetzes beschlossen. Damit sind im Land Begräbnisse nach den Riten Andersgläubiger möglich. Integrationsministerin (SPD) Bilkay Öney sagte: „Das ist ein deutliches Zeichen an die Menschen im Land: Wir erkennen die religiöse Vielfalt an.“ Erfreulich sei auch, dass die Änderungsinitiative parteiübergreifend aufgenommen worden sei.

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Ehemaliger Ministerpräsident(CDU) verteidigt Homo-Heiler-Verein

Christoph Bergner hat den Verein Leo verteidigt Foto: CDU
Der Verein Leo steht in der Kritik, weil er angeblich Homosexuelle von zwanghaften Gefühlen befreien will. Zu seinen Unterstützern zählt der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Christoph Bergner (CDU). Er verteidigte Leo nun gegenüber der Tageszeitung Die Welt.

pro Medienmagazin

Am Montag hatte das ARD-Magazin Fakt berichtet, Leo (Gesellschaft für Lebensorientierung) sehe Homosexualität als psychische Krankheit und biete entsprechende Kurse an. Der heutige Bundestagsabgeordnete Bergner gehört zum Kuratorium des Vereins. Er verteidigte Leo nun im Gespräch mit der Welt: „Ich bin Mitglied und bleibe Mitglied“, zitiert ihn das Medium. Wenn er jetzt austräte, zeugte das von wenig Zivilcourage. Die Arbeit des Vereins auf den Umgang mit Homosexualität zu reduzieren, halte er für unsachlich und irreführend. Leo habe schon vielen Menschen in schwierigen Lebenssituationen geholfen. Klar sprach er sich aber dagegen aus, Homosexualität als Krankheit zu bewerten. Dies habe „zweifellos eine diskriminierende Wirkung“.

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Gero Hocker, MdL (FDP): Der grönländische Gelatiere der FDP in Niedersachsen

Peinlich, peinlich dieser Gero Hocker. Er leugnet nicht nur den Klimawandel, nein, er stellt die steile These auf “Vor tausend Jahren war Grönland eisfrei.”
Dummheit, dreist gelogen? Die Beifallklopfer des Landtages in Niedersachsen sind nicht besser.

Es wäre ein einfaches im Alfred Wegener Institut in Bremerhaven aufzukreuzen und sich die dort befindlichen Eisbohrkerne aus Grönland zeigen zu lassen. Anhand dieser Kerne sind lückenlose Eisschichten aus den letzten 100.000 Jahren nachweisbar. Rund 2,9 Millionen Kubikkilometer Eis, stellenweise bis zu 3 km dick, 2,67 Millionen Gigatonnen Gewicht, sind nicht ignorierbar.
So einem Mann kann man noch nicht einmal die Fernbedienung seines Fernseher anvertrauen. Wer wählt sowas in einen Landtag?

Bayern verkürzt stille Feiertage

bayern_VGHDie sogenannten stillen Feiertage in Bayern werden um zwei Stunden kürzer.

evangelisch.de

Der Landtag in München stimmte am Dienstagabend einem Gesetz zu, das den Feiertagsschutz neu regelt. Er beginnt nun erst um zwei Uhr morgens statt wie bisher um Mitternacht. Die alte Regelung bleibt jedoch an Karfreitag und Karsamstag gültig. Im Gesetzentwurf begründete Innenminister Joachim Hermann (CSU) die Änderung mit dem “heutigen Ausgehverhalten vieler Menschen”.

Stille Feiertage in Bayern sind Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag und -samstag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag sowie Buß- und Bettag. An ihnen sind Tanzveranstaltungen verboten. Der Heilige Abend gilt ab 14 Uhr als stiller Tag. Gegner des neuen Gesetz hatten in den vergangenen zwei Wochen im Internet rund 1.800 Unterschriften gesammelt. Auch der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hatte die Verkürzung immer wieder abgelehnt.

Eine ähnliche Änderung gab es im Februar in Bremen: Das Land verkürzte den Schutz der stillen Feiertage Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag.

Bayern Bischöfe wollen auf Konkordatsrechte verzichten

Bild: Humanistische Union

Die Ankündigung der bayerischen Bischöfe, künftig nicht mehr bei der Besetzung von Konkordatslehrstühlen mitreden zu wollen, ist von den bayerischen Grünen begrüßt worden. Die Kirche sei hier einen Schritt weiter, als die schwarzgelbe Landesregierung, erklärte die religionspolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Ulrike Gote, am Freitag laut deutscher katholischer Nachrichtenagentur KNA in München. Denn im Landtag sei ihre Initiative, “dieses Relikts aus vorsäkularer Zeit” abzuschaffen, stets geblockt worden.

kathweb

Die Landesregierung müsse das Gesprächsangebot der Kirche zügig annehmen und die Trennung von Staat und Kirche auch hier vorantreiben, forderte Gote. Außerdem kündigte sie an, ihren diesbezüglichen Antrag vom April 2010 erneut im Parlament einbringen zu wollen.

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Apostel Overbeck unterstreicht NEIN der Kirche zur Abtreibung

Bischof Franz-Josef Overbeck (2012) Bild: wikipedia/Christoph Wagener

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck: Die Sorge um das ungeborene Leben ist eine Grundsatzfrage des Christentums.

kath.net

In der Debatte um den Umgang mit Vergewaltigungsopfern hat Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck (Foto) das Nein der katholischen Kirche zu Abtreibungen bekräftigt. Die Sorge um das ungeborene Leben sei eine Grundsatzfrage des Christentums, sagte er am Dienstag bei einem Gottesdienst in Düsseldorf mit Vertretern von Landtag und Landesregierung. Der Kirche gehe es auch um den Schutz des menschlichen Lebens an seinem Ende. Deshalb lehne sie Maßnahmen wie die Beihilfe zum Suizid ab. Zugleich betonte der Essener Bischof, es sei eine Gewissensfrage, Menschen in allen Lebenslagen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.

Overbeck rief dazu auf, familiäre Bindungen zu stärken. Kirchliches Ideal sei «die Gemeinschaft von Mann und Frau als Vater und Mutter mit Kindern»

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Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

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NRW wird Ex-Bin-Laden-Leibwächter nicht los

Mittagsgebet in einer deutschen Moschee: Der Salafist Sami A. wollte in Bochum eine islamische Gebetsstätte eröffnen

Er war Bodyguard von Terrorchef bin Laden. Er predigt den Islamismus und wollte eine Moschee gründen. Bislang schlugen alle Versuche fehl, Sami A. abzuschieben. Das war jetzt Thema im Landtag.

WELT ONLINE

Nordrhein-Westfalen wird den islamistischen Prediger und Ex-Bin-Laden-Leibwächter Sami A. nicht los, solange ihm in seiner Heimat Tunesien Folter droht. Auch wenn das Oberverwaltungsgericht die Ausweisungsverfügung gegen den Mann bestätigen sollte, dürfe er nicht abgeschoben werden, sagte Verfassungsschutz-Chef Burkhard Freier am Donnerstag dem Innenausschuss des Landtags.

Die Ausweisung des als Gefährders eingestuften Islamisten sei mehrfach geprüft und als nicht durchsetzbar eingestuft worden. Seine Meldeauflagen halte er weitgehend ein: Bislang habe er sich mehr als 2000 Mal bei der Polizei gemeldet – was er täglich tun müsse.

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Christliche Taliban wollen im niedersächsischen Landtag beten

Im Portikus des Niedersächsischen Landtags wollen die Christen Hannovers im Rahmen der Allianzgebetswoche beten. Der Grünen-Fraktion schmeckt dies nicht. Sie forderten Landtagspräsident, Hermann Dinkla (CDU), auf, die Veranstaltung abzusagen. Foto: Tim Schredder / Wikipedia

In der kommenden Woche treffen sich 300.000 Christen in über 1.100 Gemeinden zur Allianzgebetswoche der Deutschen Evangelischen Allianz. Für Zündstoff sorgt die Initiative der Evangelischen Allianz in Hannover, im dortigen Landtag beten zu wollen. Die Grünen-Fraktion hat den Präsident des Landtags, Hermann Dinkla (CDU), aufgefordert, das geplante “politische Gebet” in den Räumlichkeiten abzusagen.

pro Medienmagazin

Die Parlamentarische Geschäftsführerin Gabriele Heinen-Kljajic hat in einem Brief die Kritikpunkte ihrer Fraktion geäußert: “Innerhalb der Evangelischen Allianz finden sich christlich-fundamentalistische Positionen wieder, die mit Toleranz und einem aufgeklärten Menschenbild wenig gemein haben.”

Verpflichtung zur Neutralität

Die Verpflichtung zur Neutralität verbiete es, den Landtag religiösen Gruppen gleich welcher Konfession für religiöse Handlungen zur Verfügung zu stellen. Bei einer Organisation wie der Evangelischen Allianz erscheine es nicht geboten, von der üblichen Praxis abzuweichen. Deshalb solle der Präsident die Einladung an die Gruppe wieder zurücknehmen, heißt es laut Meldung des Evangelischen Pressedienstes (epd).

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Gott braucht keine Lobbyisten!

Am 13.12.2011 befindet sich Prälat Martin Hülskamp im Katholischen Büro NRW in einem Gespräch mit der NRZ. Martin Hülskamp ist seit gut einem Jahr neuer Leiter des Katholischen Büros NRW, des Kommissariats der Bischöfe in NRW. Foto: Matthias Graben / WAZ FotoPool

Zwischen Seelsorge und Politik: Prälat Martin Hülskamp leitet das Katholische Büro in der Landeshauptstadt

DERWESTEN

Am Dienstag bekommt Prälat Martin Hüls­kamp einen neuen Arbeitsplatz. Gewissermaßen. Denn der „Raum der Stille“, den der Landtag in Düsseldorf dann einweiht, ist nur einer von vielen Orten im Regierungsviertel, in denen der Landesbeauftragte der katholischen Bischöfe arbeitet. Aber es ist wohl der Ort in Düsseldorf, an dem der 52-Jährige am ehesten als Priester tätig ist. Im Wechsel mit seinem evangelischen Amtskollegen Rolf Krebs wird er dort künftig die monatliche „Landtagsandacht“ für Abgeordnete und ihre Mitarbeiter feiern. Gleich am Donnerstag darf Hülskamp den Reigen mit der Adventsandacht eröffnen. Am Ende des Parlamentsjahres „wird es da immer besonders voll“, freut sich der Kirchenmann im NRZ-Gespräch. Eine richtige Kapelle im Landtag wäre ihm wohl lieber gewesen. „Aber auch ein solcher ,Raum der Stille’ ist ein Weg, Religiosität und Transzendenz im öffentlichen Raum zu transportieren.“

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Dalai Lama: Der Glückskeks als ideale Projektionsfläche

Quelle: op-online.de

Der Dalai Lama besucht Hessen und wird im Landtag empfangen. Was macht den Mann und seine Lehre so anziehend?

op-online.de

Herr Eissler, warum mögen so viele Menschen den Dalai Lama?

Friedmann Eissler: Man kennt den Dalai Lama vor allem lächelnd. Ich glaube, dass viele diese scheinbare Gelassenheit und Leichtigkeit mit einer eigenen Sehnsucht sehen. Der Dalai Lama ist eine ideale Projektionsfläche für eigene Sehnsüchte und Wünsche.

Warum gelingt das den christlichen Kirchen weniger gut?

Eissler: Wir leben in einer Zeit starker Individualisierung und Pluralisierung. Das heißt: Die individuelle Beziehung zur Religion, also das, was Religion mir sagt und gibt, ist wichtig. Hier bietet der Dalai Lama eine mundgerecht zurechtgestutzte Spiritualität. Es ist keine dogmatische Spiritualität, wie sie im Christentum erlebt wird, sie verpflichtet auch zu nichts. Es ist im Grunde eine vage, angenehme Sache. Es geht darum, sich selbst und das eigene Dasein zu meditieren. Da muss man nicht „an etwas glauben“. Der Dalai Lama hat die Botschaft: Das Wichtigste im Leben sind Liebe und Glück. Wer wollte das nicht? Die Frage ist nur: Was ist darunter zu verstehen? Wie fremd und kompliziert die Welt des tibetischen Buddhismus‘ eigentlich ist, wird weithin gar nicht gesehen.

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Kleine Anfrage im Landtag von NRW

Ralf Michalowsky, Bild: © Andreas Heidrich

Was zahlt NRW an die Kirchen und deren Personal?

Im Jahr 2010 hat die katholische Kirche in Bayern etwa 1,2 Milliarden Euro an Kirchensteuer eingenommen. Der Freistaat Bayern zahlt darüber hinaus laut Haushaltsplan: “Die Gehälter von sieben Erzbischöfe und Bischöfen, von 12 Weihbischöfen, 14 Dignitären, 60 Kanonikern, 12 Domvikaren, sieben Generalvikaren, sieben Ordinariats-Offiziaten, sieben Dom-Mesnern, 15 Direktoren und 33 Erziehern an bischöflichen Priester- und Knabenseminaren usw. usw.” berichtet „Spiegel Online“ am 8.6.2010.
Aus NRW sind solche Zahlen bisher nicht bekannt.

Deshalb fragen wir die Landesregierung:
1. Wie hoch waren die Kirchensteuereinnahmen, nach Anteilen der jeweiligen Glaubensgemeinschaften, in NRW im Jahre 2010?
2. Welche kirchlichen Amtsträger beziehen Mittel aus dem Landeshaushalt?
3. Wie hoch sind die monatlichen Gesamtaufwendungen z.B. für einen kath. Diözesanbischof in NRW?
4. Beziehen kath. Bischöfe (und andere zölibatär lebende kath. Amtsträger) in NRW neben dem Grundgehalt wie auch immer benannte Landesmittel mit dem pauschalen Tarifmerkmal “verheiratet, 2 Kinder”?
5. Wenn kath. Bischöfe in NRW Landesmittel mit dem unter 4. genannten Tarifmerkmal beziehen, wie bewertet die Landesregierung diese Eingruppierung?

Kleine Anfrage

de omnibus dubitandum

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