Mehrere deutsche Diözesen in finanziellen Schwierigkeiten

Bild: tilly
Neben Hamburg offenbar auch Magdeburg, Essen, Hildesheim und Mainz betroffen – Kirchenrechtler Schüller: „Das ist ein erster Geschmack auf das, was allen Diözesen in den nächsten zehn Jahren bevorsteht.“

kath.net

In der Erzdiözese Hamburg steht es um die Finanzen offensichtlich schlimmer als befürchtet. Dies berichtet der ORF unter Berufung auf die KNA. Laut einem Bericht der Unternehmensberatung Ernst & Young soll die Überschuldung bis 2021 auf 353 Millionen Euro steigen. Derzeit fehlen bereits 79 Millionen Euro. In der offiziellen Begründung wird auf finanzielle Belastung durch Schulen sowie Sanierungen von Kirchen und Gebäude verwiesen. Laut Kirchenrechtler Thomas Schüller sollen auch Magdeburg, Essen, Hildesheim und Mainz finanzielle Probleme haben. Laut Schüller ist besonders im Bistum Mainz die Lage schlimm. Dort fehlten 2016 fast 19 Millionen Euro, auch 2017 gibt es ein Minus. Schüller wird dann mit folgenden Worten zitiert: „Das ist ein erster Geschmack auf das, was allen Diözesen in den nächsten zehn Jahren bevorsteht.“

Verdächtige Briefe in mehreren türkischen Generalkonsulaten

Quelle: n-tv, Screengrab: bb
Bei mehreren türkischen Generalkonsulaten in Deutschland sind heute Briefe mit verdächtigen Substanzen eingegangen.

Frankfurter Rundschau

Berichte über Funde lagen der Deutschen Presse-Agentur aus den Vertretungen in Frankfurt, Mainz, Hamburg, Hannover und Essen vor. Dort kam es zu teils größeren Polizei- und Feuerwehreinsätzen. An keinem der Orte entpuppte sich die Substanz jedoch als gefährlich. Türken in Deutschland hatten bis gestern die Möglichkeit, für oder gegen das Präsidialsystem zu stimmen. Die Stimmabgabe erfolgte unter anderem in den türkischen Generalkonsulaten.

Hessen: Mehr als 50 Millionen Euro für Religionsgemeinschaften

Bild: tilly
Bild: tilly
Hessen zahlt im Jahr mehr als 50 Millionen Euro an verschiedene Religionsgemeinschaften.

FOCUS ONLINE

Das geht aus einer Antwort von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf eine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Wolfgang Greilich hervor. Demnach hat Hessen im vergangenen Jahr 7,8 Millionen Euro an die evangelische Kirche in Hessen und Nassau, 25,6 Millionen Euro an die evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, eine Million Euro an die evangelische Kirche im Rheinland, 8,4 Millionen Euro an das Bistum Fulda, 2,2 Millionen Euro an das Bistum Limburg und 3,34 Millionen Euro an das Bistum Mainz gezahlt. Der Landesverband der jüdischen Gemeinden erhielt 4,25 Millionen Euro, die jüdische Gemeinde in Frankfurt 1,1 Millionen Euro und das Erzbistum Paderborn 100 000 Euro. Für die Erfüllung sogenannter baustaatlicher Verpflichtungen an kirchlichen Gebäuden wurden weitere 383 000 Euro gezahlt.

weiterlesen

Karfreitag: Kommunen stellen striktes Tanzverbot infrage

jesus_schaukel

Der Karfreitag ist ein stiller, christlicher Feiertag. In vielen Bundesländern sind an diesem Tag Feiern und Tanzveranstaltungen gesetzlich untersagt. Nun werden Forderungen nach Reformen laut. Diese Verbote würden der gesellschaftlichen Realität nicht entsprechen.


MiGAZIN

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund befürwortet mit Blick auf das Tanzverbot am Karfreitag eine Lockerung der Feiertagsgesetze. Nötig sei eine “größere Anpassung an die gesellschaftliche Realität”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Deutschland sei nach wie vor ein vom Christentum geprägtes Land. Dem müsse der Staat auch durch die Feiertagsgesetze Rechnung tragen, sagte Landsberg. Aber er sollte dabei den Menschen nicht vorschreiben, wie sie zu feiern oder zu leben hätten. Es gehe darum, den Christen die Möglichkeit zu geben, diesen Tag in Stille zu begehen, ohne anderen ihre Lebensweise vorzuschreiben, erklärte der Kommunalvertreter. Insoweit könne auch eine Tanzveranstaltung in geschlossenen Räumen die Feiertagsruhe der übrigen kaum stören.

weiterlesen

 

Demo für Badawi: „Es ist wichtig, dass wir das durchziehen“

Foto: Anne Kampf/evangelisch.de Demo gegen die Prügelstrafe für den Blogger Raif Badawi vor dem saudi-arabischen Konsulat in Frankfurt am Main
Plötzlich ist alles anders: Die Strafe für den saudi-arabischen Blogger Raif Badawi ist angeblich ausgesetzt. Außerdem ist der König gestorben, auch das könnte die Lage für den von Folter bedrohten Mann ändern. Doch fast 30 Demonstranten in Frankfurt am Main lassen sich nicht beirren: Sie denken darüber nach, was es heißen würde, einen Peitschenhieb für Badawi zu übernehmen. Und sie fordern Freiheit – nicht nur für Raif.


Von Anne Kampf|evangelisch.de

Stapelweise haben sie große, unscharfe Fotos von Raif Badawi mitgebracht, hochkant und quer, mit Spruch und ohne. Dazu ein paar dünne Latten und Klebeband. Bei dem starken Wind vor dem Frankfurter Messeturm kann man allerdings schlecht Plakate basteln. Also geht die kleine Gruppe, die sich hier zum Demonstrieren eingefunden hat, in den Rolltreppen-Eingang seitlich am Messeturm – da ist es warm und windstill. Sie schütteln sich die Hände, stellen einander vor.

Aus Gießen, Bayreuth, Mainz, Frankfurt, Waiblingen und Tübingen sind sie angereist, um dem Generalkonsul des Königreichs Saudi-Arabien in Frankfurt am Main einen Brief zu bringen. Darin fordern sie die Freilassung des saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi. Zu 1.000 Peitschenhieben – Amnesty International spricht von Stockschlägen – und zehn Jahren Haft ist der islamkritische und freiheitsliebende Blogger verurteilt worden. 50 Hiebe hat er schon bekommen.

„Schlagt uns statt Raif“ steht in dem Brief und auf den schnell gebastelten Plakaten. Die Aktion ist eine Idee des FPD-Politikers Albert Duin aus Bayern, die sein Parteikollege Christopher Gohl aus Tübingen übernommen und auf Facebook verbreitet hat: Wenn sich 950 Menschen finden, um je einen Hieb zu übernehmen, kann Raif Badawi leben. Soweit die Idee. Ist das ernst gemeint? Für Julia Goll aus Waiblingen, Richterin am Landgericht Stuttgart, schon. „Ich denke, einen Schlag überlebt man“, sagt die Demonstrantin tapfer. Wie sich so ein Schlag wohl anfühlt – ob mit Peitsche oder Stock? „Ich habe dazu keine Vorstellung. Ich kann es mir nicht vorstellen, ich bin als Kind nie verhauen worden.“ Auf jeden Fall sei das eine Strafe, die allem Menschlichen widerspreche, findet Julia Goll. „Jeder sollte aufstehen und seinen Mund dazu aufmachen. Man darf nicht wegschauen.“

weiterlesen

DBK-Pressesprecher: Kirchenimage in Deutschland ziemlich angekratzt

Bild: seri.at
ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler bei kirchlichem Medienempfang: Das Interesse an Themen rund um die Institution Kirche halte sich in Grenzen. Hier müssten die Kirche und die Gläubigen selbst gegensteuern.

kath.net

Mit einer kontroversen Debatte über das Verhältnis von Kirche und Medien nach dem Skandal um den zurückgetretenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst haben die Bistümer Mainz und Limburg am Dienstagabend in Wiesbaden ihren diesjährigen Medienempfang bestritten. Kardinal Karl Lehmann rief die Kirche dazu auf, in der Öffentlichkeit durch Argumente und Glaubwürdigkeit zu überzeugen.

weiterlesen

Männliche Bischöfe lehnen erleichterten Zugang zu «Pille danach» ab – Fuck you

pille_danachKardinal Lehmann nannte es eine «seltsame Widersprüchlichkeit», dass es die Antibabypille nur auf Rezept gebe, während bei der «Pille danach», die eine viel höhere Dosierung von Hormonen enthalte, die Rezeptpflicht aufgehoben werden solle.

kath.net

Die katholischen Bischöfe in Deutschland lehnen eine rezeptfreie Abgabe der «Pille danach» ab. Ein erleichterter Zugang zu dem Präparat sei «nicht ratsam», sagte der Mainzer Kardinal Karl Lehmann am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn. Die Abgabe von empfängnisverhütenden Präparaten müsse an die Beratung durch einen kompetenten Arzt gebunden bleiben.

weiterlesen

„Speed-Dating“: Kirche hilft bei Partnersuche

Bild: xplor-rhein-main.de
„Speed-Dating“ für Singles bei der katholischen Kirche? Ja, das gibt es – zum Valentinstag (14.2.) im Bistum Mainz.

evangelisch.de

„Du glaubst, Speeddating ist eine oberflächlich-neumodische Form der Partnersuche und hat mit Religion nichts zu tun? Weit gefehlt!“, schreibt das Bistum im Internet. „Heute scheint Religion und Glaube bei der Partnersuche kaum noch eine Rolle zu spielen.“

weiterlesen

»Ein Religionslehrer ist verpflichtet zu missionieren«

Rainer Ponitka, Bild: jW
»Reli adieu«: Verbände der Konfessionslosen mobilisieren am Sonnabend zu einem bundesweiten Aktionstag. Ein Gespräch mit Rainer Ponitka

Interview: Gitta DüperthaljW

Rainer Ponitka ist Sprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) sowie Autor des Ratgebers »Konfessionslos in der Schule« (Alibri Verlag)

Mit dem Slogan »Reli adieu!« rufen Interessenverbände der Konfessionslosen für Sonnabend in 13 Städten zum bundesweiten Aktionstag auf. Was fordern Sie?

Die weltanschauliche Schulbildung des Staates ist zu neutralisieren und das gesamte Schulwesen zu säkularisieren. Wir kritisieren, daß die Schulen Schüler und Eltern nicht konsequent informieren: Jegliche Teilnahme am Religionsunterricht ist freiwillig; auch Schulgottesdienste sind nicht verpflichtend. Wir werden Infostände und Veranstaltungen im Westen der Republik haben: Am Freitag in Frankfurt am Main, am Samstag in Wiesbaden, Bochum Düsseldorf, Hannover, Kassel, Mainz, Mannheim, Münster, Stuttgart, Trier. Zu späteren Terminen folgen München und Osnabrück. Die Kampagne »Reli adieu!« unterstützen außer uns die Bruno-Giordano-Stiftung und Denkladen.de sowie zahlreiche lokale Initiativen.

weiterlesen

Konkordatslehrstühle: Bayern wird etwas säkular

Viele StudentInnen wissen gar nicht, dass ihre Professoren kirchlichen Segen brauchen. Bild: dpa

Die katholischen Bischöfe in Bayern wollen sich nicht mehr in die Unis einmischen. In Freiburg und Mainz jedoch wollen sie weiter bei Professuren mitreden.

Von Bernd Kramer taz

Es war eine Ankündigung, die aufhorchen ließ: Die katholischen Bischöfe in Bayern wollen künftig auf ihre Mitsprache bei nichttheologischen Lehrstühlen an den Universitäten des Landes verzichten. 21 sogenannter Konkordatslehrstühle gibt es dort.

Doch über Bayern hinaus ändert sich nichts. Für die wenigen nichttheologischen Konkordatslehrstühle außerhalb des Freistaates hält die katholische Kirche an ihrer Veto-Option bei Lehrstuhlbesetzungen fest.

weiterlesen

Die Bettelsinger im Kanzleramt

Bild: reuters Screenshot:brightsblog
Bild: reuters Screenshot:brightsblog

Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt im neuen Jahr hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Sternsinger aus allen 27 Bistümern im Berliner Kanzleramt empfangen.

FOCUS ONLINE

Dabei waren auch Kinder aus den Bistümern mit Gebieten in Hessen: Limburg, Fulda und Mainz. Zum Auftakt der 55. Aktion Dreikönigssingen, bei der bundesweit 500 000 Kinder in Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür ziehen und Geld für einen guten Zweck sammeln, spendete Merkel die Mittel für eine Krankenstation, die im ostafrikanische Tansania entstehen soll. „Wir wollen, dass überall auf der Welt Jungen und Mädchen gesund aufwachsen können“, sagte die Kanzlerin.

Ein Ü-Ei für Kirchen-Deserteure

Bild: © Aktionsbündnis Kirchenaustritt, http://www.hasenfest.org
Kirchenaustritt: Zur Belohnung gibt's ein Ü-Ei

Die Initiative „Hasenfest“ will am Gründonnerstag möglichst viele Menschen dazu bewegen, aus der Kirche auszutreten. Als „Belohnung“ gibt es passend zum Osterfest ein Schoko-Ei. Die Kirchen ignorieren die Aktion noch.

Von Miryam Nadkarnihr-online

Hinter der Initiative „Hasenfest“ verbirgt sich eine Kooperation zwischen der religionskritischen humanistischen Giordano-Bruno-Stiftung (GBS) und dem Mainzer Onlinemagazin „Ficko“. Seit 2011 werben sie über Facebook, Flyer und Mund-zu-Mund-Propaganda für einen kollektiven Kirchenaustritt am Gründonnerstag – dieses Jahr trifft sich die Gruppe neben Mainz auch in Wiesbaden.

Thorsten Barnickel ist einer der Hauptorganisatoren. Der 33 Jahre alte Biologe und Patentanwalt in Ausbildung ist mit 16 Jahren selber aus der Kirche ausgetreten und hält von ihr bis heute nichts: „Das ist eine sehr einflussreiche Institution, die ihre moralischen Grundsätze von einem tausende Jahre alten Buch ableitet, das von Leuten geschrieben wurde, die weniger Ahnung von der Natur und Biologie des Menschen hatten als heutzutage viele Zehntklässler.“

weiterlesen

Im Hasenkostüm Kirchenaustritt

Als Hasen wollen die Kritiker aus der Kirche austreten (Symbolfoto)
Foto: picture-alliance / Defodi/picture alliance

Zu Ostern wollen zahlreiche Religionskritiker gesammelt aus der Kirche austreten. Dazu wollen sie sich in ein Hasenkostüm werfen.

Von Jasmin MaxwellHamburger Abendblatt

Die Vorbereitungen für das Hasenfest laufen bei Thorsten Barnickel auf Hochtouren. Die Website ist online, die Facebook-Gruppe gegründet. Ein Hasenkostüm ist auch schon gekauft. Barnickel und andere Religionskritiker rufen im Internet zum kollektiven Kirchenaustritt zu Ostern auf – oder auch zum Hasenfest, wie Barnickel lieber sagt.

Hinter der Aktion „Austritt zum Hasenfest“ stehen unter anderem das Online-Magazin FICKO und die Regionalgruppe Mainz/Rheinhessen der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung, deren zweiter Vorsitzender Barnickel ist. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie in Mainz zum Kirchenaustritt aufgerufen, damals machten etwa 30 Menschen mit. „Das war eher eine spontane Facebook-Aktion“, sagt Barnickel. In diesem Jahr will er bundesweit Austrittswillige mobilisieren. In neun Städten seien bereits konkrete Aktionen geplant, neben Mainz etwa in Köln, München und Trier.

weiterlesen

In Mainz gibt es einen kollektiven Kirchenaustritt

Nichts wie raus aus der Kirche? DPA (ARCHIVBILD)

Endlich raus? Kollektiver Kirchenaustritt geplant
Mainz – Am Donnerstag – einen Tag vor Karfreitag – soll es eng werden im Mainzer Standesamt.

Von Alexandra SchröderRhein-Zeitung

Über Facebook haben sich mehr als 70 Personen (Stand: Montagmorgen) zu einem kollektiven Kirchenaustritt verabredet. Mit der Aktion wollen die Organisatoren ein Zeichen „gegen die Missstände in der Kirche“ setzen. Wer David Häußer, einer der Organisatoren, nach seinen Gründen fragt, der wird schon fast erschlagen mit Argumenten. Ganz klar sei, dass die Kirche nicht die liebevolle, moralische Institution sei, als die sie „sich verkauft“. Die im vergangenen Jahr aufgedeckten Missbrauchsfälle sind für ihn nur ein Beispiel. Auch die Verwendung der Kirchensteuer ärgert ihn: „Oft wird ja darauf verwiesen, dass die Kirche damit soziale Aufgaben erfüllt, aber laut Giordano-Bruno-Stiftung gilt das nur für 10 Prozent der Steuern. 90 Prozent sind für innerkirchliche Zwecke.“

Weiterlesen „In Mainz gibt es einen kollektiven Kirchenaustritt“

YouCat: Katholen-Spam

Kardinal Christoph Schönborn stellt am kommenden Mittwoch in Rom den neuen Jugendkatechismus „YouCat“ der Weltöffentlichkeit vor. Wie das vatikanische Presseamt am Mittwoch bekanntgab, präsentiert Schönborn das zunächst in 13 Sprachen erscheinende Buch gemeinsam mit dem Präsidenten des päpstlichen Laienrates, Kardinal Stanislaw Rylko, sowie dem Präsidenten des päpstlichen Neuevangelisierungsrates, Erzbischof Rino Fisichella. Weitere Teilnehmer der Buchvorstellung im Presseamt des Heiligen Stuhls sind der Leiter des Münchener Pattloch-Verlages, der die Rechte für das Buch besitzt, Bernhard Meuser, sowie zwei Jugendliche, die an der Entstehung von „YouCat“ mitgewirkt haben.

kathweb.at

Die deutsche Ausgabe des rund 300 Seiten umfassenden Jugend-Katechismus hatte Schönborn bereits am 25. März in Wien vorgestellt. Drei Tage später präsentierte Kardinal Karl Lehmann „YouCat“ in Mainz.

Verfasst worden ist das Werk in den vergangenen vier Jahren unter Leitung des Wiener Erzbischofs von deutschsprachigen Theologen und Religionspädagogen. Auch rund 60 Jugendliche haben an dem Vorhaben mitgewirkt. Herausgeber ist die Österreichische Bischofskonferenz.

Der Katechismus soll jungen Menschen die Glaubenslehre der katholischen Kirche in einer angemessenen und allgemeinverständlichen Sprache erklären. Rund 700.000 Exemplare des Katechismus sollen im August an die Teilnehmer des Weltjugendtages in Madrid als persönliches Geschenk des Papstes verteilt werden.

Ringelwurm-Verwandschaften

Regenwurm, Quelle: wikipedia

Biologen der Uni Potsdam bestätigen mithilfe einer neuen Analysemethode eine 150 Jahre alte Theorie zur Evolution der Ringelwürmer

Informationsdienst Wissenschaft

Evolutionsbiologen und Bioinformatiker der Universität Potsdam haben zusammen mit Kollegen weiterer Forschungseinrichtungen die strittigen Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb des Stammes der Ringelwürmer (Annelida) aufgeklärt. Den Durchbruch erzielten sie durch eine Kombination von umfangreichen genetischen Untersuchungen mit bio-mathematischen Analysen. Insbesondere konnten sie so nachweisen, dass die an Land lebenden Arten, wie beispielsweise der Regenwurm, nicht von frei beweglichen sondern von sesshaften Formen im Meer abstammen. Die Ergebnisse bestätigen eine vor 150 Jahren aufgestellte Theorie, die zwischenzeitlich als widerlegt galt. Sie erscheinen am 3. März 2011 im renommierten Fachmagazin Nature.

Weiterlesen „Ringelwurm-Verwandschaften“

BW,RP: Zeugen Jehovas keine KdÖR

Quelle: http://www.wdr.de

Die Zeugen Jehovas werden den christlichen Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg vorerst rechtlich nicht gleichgestellt. Ein Antrag der Religionsgemeinschaft, als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt zu werden, sei abgelehnt worden, teilte das zuständige Kultusministerium am Mittwoch in Mainz mit. Auch die Landesregierung Baden-Württemberg sei nach umfassender Prüfung zum Ergebnis gekommen, dass die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas die Voraussetzung der Rechtstreue nicht erfülle, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums in Stuttgart mit.

evangelisch.de

Weiterlesen „BW,RP: Zeugen Jehovas keine KdÖR“

Quasi polit-religiöser Wahlkampf in Mainz

Landtag Mainz, Quelle: wikipedia

Die Volksparteien in Mainz überschütten sich mit Häme
Vor allem die Newsletter verbreiten Pseudo-Journalismus, der nur darauf abzuzielen scheint, den jeweiligen Kontrahenten der Lächerlichkeit preiszugeben und ihn bis ins Mark zu treffen. Damit wird einem negativen Menschenbild der Boden bereitet.

Siegener Zeitung Online

In der Verfassung geht alle Gewalt vom Volke aus. Agieren die Politiker noch so, wie ihre Wähler es möchten? Verfolgt man Debatten in den letzten Jahren, drängt sich dem Beobachter der Eindruck auf, dass es in den Auseinandersetzungen zweitrangig um die Sache geht, sondern zuerst darum, den politischen Gegner zu diffamieren, ihn der Lächerlichkeit preiszugeben und ihn nach Möglichkeit fertig zu machen. Ein ernsthafter Diskurs zwischen Diskutanten, wie ihn die klassische Rhetorik kennt, findet in weiten Teilen der politischen Szene nur noch selten statt. Denn zum Diskurs gehört immer auch das Zuhörenkönnen und im Kräfteparallelogramm einer echten politischen Debatte der Geländegewinn bzw. die Geländeaufgabe infolge der besseren Argumente des Gegners – sofern man diese überhaupt zur Kenntnis nimmt.

Weiterlesen „Quasi polit-religiöser Wahlkampf in Mainz“

Nicht zu töten, kann auch eine Form von Schuld sein

Hans-Richard Engel, katholischer Militärpfarrer an der Kurmainz-Kasere, betreut Soldaten, die in Afghanistan dienen © Frank Röth

Militärpfarrer Hans-Richard Engel aus Mainz bereitet Rekruten auf Afghanistan vor. Stirbt ein Soldat, muss Engel die Todesnachricht überbringen. Im November fliegt er selbst für vier Monate nach Afghanistan.

Von Kristin HaugFAZ.NET

Drei bis vier Stunden. Mehr Zeit bleibt Militärpfarrer Hans-Richard Engel nicht. Drei bis vier Stunden hat er, um sich vorzubereiten. Engel muss klären, zu wem er fahren muss, mit wem er reden muss, was er berichten kann. Wenn ein Soldat von seinem Standort getötet wird, muss Engel den Angehörigen diese Nachricht überbringen. Sie sollen sie nicht aus den Medien erfahren. Hans-Richard Engel ist Pfarrer im katholischen Militärpfarramt Mainz. Seit zweieinhalb Jahren betreut der Siebenundvierzigjährige Soldaten in Mainz, Wiesbaden, Frankfurt, Speyer, Bad Bergzabern, Pfungstadt und Darmstadt.

Weiterlesen „Nicht zu töten, kann auch eine Form von Schuld sein“

Katholische Kirche ist unmoralisch, na und?

Foto: brightsblog

Henry L. Mencken:

Unmoral ist die Moral derer, die sich amüsieren.

Kirchenjahr 2010: Schafe verlassen die falschen Hirten, und die interessiert das scheinbar gar nicht

Die katholische Kirche hat 2010 erwartungsgemäß nichts aus der Krise gelernt. Wie einer ihrer papstgetreuen Vordenker, der kölnische Erzbischof Kardinal Joachim Meisner, am Silvesterabend im Hohen Dom am Rhein artikulierte, war 2010 für sein Gewerbe zwar ein Jahr des Schreckens („annus terribilis“). Vermutlich meinte er damit die rasant steigende Zahl der Austritte, die gerade dabei ist, auf eine neue Rekordhöhe zu klettern. Selbstzufrieden plauderte der Kirchenfürst in einem Atemzug aber auch von einem „Jahr der Gnade“.

Von Arno Kleinebeckel tp

Weiterlesen „Katholische Kirche ist unmoralisch, na und?“