Bioarchäologie: Knochen vom Nil helfen bei Malariaforschung

„Während wir bei den Skeletten im Niltal relativ sicher davon ausgehen können, dass es dort Malaria gab“, so Michaela Binder, „wird es bei zentraleuropäischen Stätten wirklich spannend.“ Eine davon ist Podersdorf am Neusiedler See. – Niki Gail/ÖAI/ÖAW
Ein interdisziplinäres Team unter der Führung von Archäologischem Institut und Med-Uni Wien rollt die 3000-jährige Geschichte des Tropenfiebers auf. Was können wir für die Prognose aus der Vergangenheit lernen?

Von Patricia Käfer | Die Presse

Was waren das für Menschen, die vor 3000 Jahren in unserer Weltgegend – Zentraleuropa, Mittelmeerraum, Nordafrika – lebten? Was aßen sie? An welchen Krankheiten und Gebrechen litten sie? Vor allem diese letzte Frage beschäftigt Michaela Binder. Die Niederösterreicherin arbeitet am Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) der Akademie der Wissenschaften und hat sich auf das Forschungsfeld der Bioarchäologie spezialisiert, das erst jüngst ins Interessenzentrum der Disziplin rückte. Das ÖAI gründete dafür im März nun ein neues Department.

„In der Bioarchäologie geht es um die Untersuchung biologischer Reste aus archäologischen Fundstellen, ob die nun von Tieren, Menschen oder Pflanzen stammen“, sagt Binder. Archäologen hätten früher Mediziner oder Veterinäre hinzugezogen; seit Kurzem komme es nun zur intensiven Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftlern. Binder und ihre Kollegen am neuen Department nähern sich der Archäologie schon als Zoologen, Botaniker oder – in ihrem Fall – als Anthropologin. „Wir versuchen, gemeinsame Fragen zu stellen, um zu erkunden, wie Menschen, Tiere, Pflanzen in der Vergangenheit zusammenlebten.“

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This Single Vaccine Could Protect Against Zika, Dengue, and Malaria

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
Rather than targeting the diseases, the vaccine targets the mosquitoes that spread them.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

The mosquito is regularly crowned the most deadly animal on Earth, and with good reason. Infectious diseases spread by these insects—including malaria, dengue, and Zika—mean mosquitoes are responsible for 725,000 human deaths every year.

Rather than looking for a vaccine for each of these different diseases, what if we made a vaccine against mosquitoes themselves?

That’s exactly what scientists have done, and they’re about to test it on humans for the first time. The vaccine, called AGS-v, was developed by researchers in London and is about to be tested through a small trial conducted by the National Institutes of Health.

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Die Mär von den zehn Millionen Toten

Tückisch. Über die Folgen von Antibiotika-Resistenzen gibt es keine seriösen Hochrechnungen.Foto: Daniel Karmann, picture alliance / dpa
Tückisch. Über die Folgen von Antibiotika-Resistenzen gibt es keine seriösen Hochrechnungen.Foto: Daniel Karmann, picture alliance / dpa
Multiresistente Keime sind eine große Gefahr – doch wie viele Leben sie in Zukunft tatsächlich kosten werden, kann niemand prognostizieren.

Von Hristio Boytchev, Victoria Parsons | DER TAGESSPIEGEL

Die Schlagzeilen klingen alarmierend. „Millionen Tote durch multiresistente Keime möglich“, titelte „Welt.de“. „Resistente Keime bald gefährlicher als Krebs“, lautete eine Überschrift bei „Spiegel Online“. Die BBC forderte eine „Revolution“, um resistente Keime abzuwehren. Das Problem: Es ist extrem schwer zu berechnen, wie groß die Gefahr tatsächlich ist.

2014 veröffentlichte ein von der britischen Regierung beauftragtes Gremium seinen Bericht „Review on Antimicrobial Resistance“. Die Kommission sagte voraus, dass ab 2050 weltweit jedes Jahr rund zehn Millionen Menschen an resistenten Erregern sterben können. Der Bericht wirkt seriös, zugleich ist er gut lesbar – er findet seinen Weg in Zeitungen, Parlamente und Forschungsanträge. Die UN zitiert die Zahl, die europäische Kommission, die G7, die Grünen und schließlich der deutsche Gesundheitsminister. Sie steht inzwischen überall.

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Tödliche Gene

Anopheles gambiae beim Stich. Bild: wikimedia.org/PD/James D. Gathany
Anopheles gambiae beim Stich. Bild: wikimedia.org/PD/James D. Gathany

Mithilfe der Gentechnik können die Menschen erstmals die Malariamücke ausrotten. Aber dürfen wir das auch?

Von Antonio Regalado | Technology Review

Malaria tötet eine halbe Million Menschen jedes Jahr, vor allem Kinder im tropischen Afrika. Die Ausrottung der Seuche würde in den nächsten 15 Jahren schätzungsweise mehr als 100 Milliarden Dollar kosten. Man bräuchte Moskitonetze für jedermann, Zehntausende Kisten voller AntiMalaria-Medikamente und zig Millionen Liter Insektizide. Warum nicht stattdessen nur einen Kübel voller genveränderter Moskitos?

Am Imperial College in London herrschen in einem Raum hinter schweren Stahltüren feuchtwarme 30 Grad. In kleinen Gazekäfigen hängen die Stechinsekten, ein Warnschild weist sie als „Gene Drive“-Moskitos aus. Der rätselhafte Begriff heißt so viel wie „Genantrieb“ und bezeichnet eine Methode, durch die Gene dazu gebracht werden, sich deutlich stärker zu verbreiten als normal.

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‚Monkey Malaria‘ Is Poised To Become More Deadly—and More Transmissible

Image: shankar s./Flickr/CC BY 2.0
Image: shankar s./Flickr/CC BY 2.0
A species of malaria-causing parasite that is increasingly being transmitted from macaques to humans in South Asia has the potential to evolve into a more virulent form that is also capable of being efficiently transmitted from human to human. This is according to a paper published Monday morning in the journal Nature Communications by researchers at the Harvard TH Chan School of Public Health.

By Michael Byrne|MOTHERBOARD

P. knowlesi, aka „monkey malaria,“ has been stalking the Earth already for some 257,000 years, but in that time the parasite has largely left humans out of its business. In some large part this has to do with a relative lack of overlap between human populations and macaque populations. As such, mosquitoes get to feast on the blood of one species or the other but rarely both.

Lately, however, monkey malaria has become a significant human threat in the countries of South Asia, particularly Borneo. In February, researchers were able to link massive deforestation in that country to the parasite’s increasing spread—it turns out that one species of macaque known to carry P. knowlesi thrives on deforested land. Put this together with a general increase in human encroachment on macaque territory in the region and we have an ideal case for introducing the parasite to human populations in far greater numbers.

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„Gene Drive“ – Turbo für die Evolution

Mücken der Art Aedes ägypti übertragen viele Krankheiten, darunter auch Zika. (Foto: AP)
Mit „Gene Drive“ wollen Forscher Malaria oder Zika ausrotten. Ganze Ökosysteme könnten mit der Turbo-Evolution umgekrempelt werden. Doch ist das ethisch vertretbar?

Von Julia Groß|Süddeutsche.de

Was wäre, wenn es in fünf Jahren die Möglichkeit gäbe, Malaria ein für allemal auszurotten? Wenn es gelänge, Krankheiten wie Dengue, Gelbfieber oder Zika dramatisch einzudämmen? Was wäre, wenn die Menschen in nur fünf Jahren anfangen könnten, auf Pestizide zu verzichten und viele vom Aussterben bedrohte Arten zu retten?

Das sind keine fantastischen Träume, sondern ernst gemeinte Prognosen des Biochemikers Kevin Esvelt, der an den amerikanischen Elite-Universitäten Harvard und MIT arbeitet. Esvelt ist Mitentdecker einer Technologie, die all dies möglich machen soll: des „Gene Drive“, zu Deutsch etwa „genetischer Antrieb“ oder „Schwung“. „Es unterscheidet sich fundamental von allen Methoden, über die wir heute verfügen.Gene Drives können Ökosysteme neu gestalten“, sagt Esvelt. „Unsere Gesellschaft war noch nie mit einer Technologie konfrontiert, die in so einem Maße alle und jeden betrifft.“ Es ist eine Methode, mit der Menschen sogar die Evolution steuern könnten – indem sie die aus dem Biologieunterricht bekannten Mendel’schen Vererbungsgesetze aushebeln.

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Why Eradicating Earth’s Mosquitoes To Fight Disease Is Probably a Bad Idea

Image: Tom/Flickr
Image: Tom/Flickr
The Zika virus has been spreading across dozens of major countries, blazing a trail of tragedies and fear. On Saturday, officials with the World Health Organization announced that they feared the outbreak could be a larger threat to global health than the Ebola epidemic.

By Melissa Cronin|MOTHERBOARD

Scientists and politicians are looking for solutions and, as often happens in the midst of the outbreak of any mosquito-born illness, some have brought up an age-old idea: kill every mosquito on Earth. In an article for Slate published Friday, columnist Daniel Engber argued that the total and complete eradication of mosquitoes is our best option for fighting infectious disease.

But what would a world free of mosquitoes look like? Would it be an Earth in which the infectious diseases that plague millions are completely, permanently, and mercifully wiped out? Probably not. In fact, the eradication of an entire species could bring along with it an endless string of unforeseen consequences, one that could possibly be worse for humans than the problems we have now.

„We don’t need to wipe them all out to dramatically reduce the burden of mosquito-borne disease globally.”

The need to deal with the enormous and heartbreaking problem of mosquito-borne illnesses is more urgent than ever. In 2014, Bill Gates famously introduced the mosquito as the “deadliest animal in the world,” citing that mosquito-borne illnesses kill some 725,000 people each year. Malaria alone kills 6 million people every decade. Then there’s Dengue Fever, West Nile virus, chikungunya, and a host of other deadly illnesses, all brought about by tiny, bloodsucking mosquitoes. In fact, mosquitoes, despite not carrying sharp teeth or large body size, are deadly only in their ability to carry and transmit disease.

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UN: Zahl der Malaria-Toten sinkt 2015 auf etwa 440.000

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlagen 2015 etwa 438.000 Kinder, Frauen und Männer der Tropenkrankheit, im Jahr 2000 waren es noch 839.000, wie die UN-Organisation am Mittwoch in Genf mitteilte.

evangelisch.de

Zudem werde die Zahl der Neuerkrankungen von etwa 262 Millionen im Jahr 2000 auf rund 214 Millionen im laufenden Jahr fallen, hieß es im Welt-Malaria-Bericht. Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit und eine der Haupttodesursachen in Entwicklungsländern.

Anti-Moskitonetze

Die WHO führt die Fortschritte vor allem auf den flächendeckenden Einsatz von Anti-Moskitonetzen in den besonders betroffenen Entwicklungsländern zurück. Die Netze, die mit Insektiziden behandelt sind, schützen Menschen vor Moskito-Bissen, durch die der Erreger übertragen wird. Zudem verwies die WHO auf den vermehrten Einsatz von Anti-Moskito-Sprays in Unterkünften. Außerdem könnten immer mehr Erkrankte mit Medikamenten behandelt werden, die auf dem pflanzlichen Wirkstoff Artemisinin basieren.

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Quacksalber-Tagung an TU München: Wenn Scharlatane die Uni räuchern

Das Audimax der TUM auf dem Stammgelände (Werner-von-Siemens-Hörsaal). Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Die TU München setzt ihren guten Ruf aufs Spiel: Drei Tage fand dort eine Tagung mit Wunderheilern, Schamanen und Esoterikern statt. Sie behaupten, Malaria mit Zahlen heilen zu können, empfehlen Chlorbleiche als Medizin. Warum lässt die Uni das zu?

Von Silvio Duwe|SpON

Universitäten sind ein Hort der Wissenschaft – so sollte es zumindest sein. Denn immer wieder versuchen Schamanen und Wunderheiler, die Hörsäle zu erobern, manchmal sind sie sogar erfolgreich.

An Münchner Universitäten jedoch hat sich der pseudowissenschaftliche „Weltkongress der Ganzheitsmedizin“ einen festen Platz erarbeitet. Die Veranstalterin, die Eventmanagerin Christine Herrera Krebber, verspricht den zahlenden Gästen ein buntes Programm mit Heilern, Schamanen und Wissenschaftlern aus aller Welt.

Doch was hat das Programm mit Wissenschaft zu tun? Im Angebot sind so obskure Workshops wie der zum schamanischen Röntgenblick, mit dem Heiler angeblich ohne technische Hilfsmittel den Zustand der Organe sehen sollen. Ein Heilpraktiker referiert über die geomantische Bedeutung der Mistel bei Krebs. Geomantie ist eine Form des Hellsehens.

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Der Medizinnobelpreis und die TCM

foto: mathias lenz Die Sinologin Lena Springer arbeitet an einem Buch über die Kulturgeschichte medizinischer Wirkstoffe im China der Moderne

Mit Youyou Tu wurde in gewisser Weise die traditionelle chinesische Medizin mitausgezeichnet. Doch wie wissenschaftlich sind diese Lehren? Und ist wie das Verhältnis zwischen „TCM“ und „westlicher“ Medizin im heutigen China?

Von Renate Degen|derStandard.at

„Artemisinin ist ein Geschenk der TCM an die Menschheit.“ Das sagte Youyou Tu, die erste wissenschaftliche Nobelpreisträgerin aus China, vergangene Woche als erste Reaktion auf die Zuerkennung des höchsten wissenschaftlichen Preises der Welt. Tu hatte den Pflanzenwirkstoff 1971 als wirksames Heilmittel gegen Malaria nach sorgfältiger Lektüre alter chinesischer Schriften identifiziert.

Medizinnobelpreis und traditionelle chinesische Medizin, wie geht das zusammen? Besteht nicht ein Widerspruch zwischen (naturwissenschaftlicher) Schulmedizin und TCM? Die Sinologin und Sozialanthropologin Lena Springer, eine Expertin für chinesische Medizin, sieht das Problem zumindest für China nicht: „Dort reagiert man empfindlich, wenn man Schulmedizin und TCM auseinanderdividieren will.“

Die alte Medizintradition sei ein Teil der Moderne, das Adjektiv „traditionell“ brauchte man also gar nicht, meint die gebürtige Deutsche, die in Wien promoviert hat und zurzeit am Institut für EASTmedicine der Universität von Westminster in London über chinesische Medizin forscht und dabei auch engen Kontakt mit Youyou Tu hatte. Trotzdem seien die verschiedenen beruflichen Ausprägungen gesellschaftlich nicht gleichwertig, so Springer: „Die Berufe, die sich mit Bewegungs- und Atemtechniken und gesunder Ernährung befassen, haben einen viel niedrigeren Status als zum Beispiel die Chirurgie.“

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Medizin-Nobelpreis für Therapien gegen Parasiten

Bodenbakterien und ein chinesisches Heilkraut waren die Quellen für zwei bahnbrechende Medikamtente im Kampf gegen Parasiten. © Nobel Assembly / Karolinska Institutet
Gegen Rundwürmer und Malaria: Der Medizin-Nobelpreis geht an die Entdecker von bahnbrechenden Medikamenten gegen Parasiten. Zur Hälfte geht der Preis an den Iren William C. Campbell und den Japaner Satoshi Ōmura für die Entwicklung des Mittels Avermectine gegen die von Fadenwürmern ausgelöste Flussblindheit. Die andere Hälfte des Medizin-Nobelpreises erhält die Chinesin Youyou Tu, die anhand eines 700 Jahre alten Rezeptes ein wichtiges Medikament gegen Malaria entdeckte.

scinexx

Von Mücken übertragene Parasiten plagen die Menschheit schon seit Jahrhunderten. Zu den bekanntesten und berüchtigtsten Krankheiten dieser Art gehört die von Einzellern ausgelöste Malaria. Ebenfalls weit verbreitete parasitische Erreger sind verschiedene Fadenwürmer: Befallen sie das Lymphsystem, so schwellen meist die Beine an und es entsteht die unangenehme und stigmatisierende Elephantiasis. In den Augen können solche Würmer die sogenannte Flussblindheit verursachen.

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„Gene drive“: Erst Fakten schaffen, dann diskutieren?

Die Mücke Anopheles stephensi ist eine der Arten, die Malaria übertragen. Bild: CDC
Schon bald könnte es möglich sein, das Erbgut freilebender Tiere zu verändern. Wie involviert man eine desinteressierte Öffentlichkeit in die Diskussion um Nutzen und Risiken?


Von Volker Henn|TELEPOLIS

Gentechnisch manipulierte Mücken sollen die Ausbreitung von Malaria eindämmen, indem sie das Erbgut wildlebender Artgenossen verändern. Dank einer neuen Methode könnte bereits Ende dieses Jahres ein geeigneter Mücken-Stamm verfügbar sein. Setzt dieser Schritt eine längst überfällige öffentliche Diskussion in Gang? Oder erhöht er nur die Gefahr, dass sich die Methode unkontrolliert verbreitet? Wissenschaftler streiten um den richtigen Kurs.

„Mutagene Kettenreaktion“ – bereits der Name deutet an, dass diese Methode Ereignisse in Gang setzt, die rasch außer Kontrolle geraten können. Es handelt sich dabei um eine genetische Manipulation von Fruchtfliegen, die effizient von einzelnen Tieren auf den ganzen Schwarm überspringt. Und das innerhalb kurzer Zeit: Ein manipuliertes Tier unter hundert Fliegen genügt, um nach zehn Generationen die gesamte Population zu verändern. Und sie funktioniert vermutlich auch in freier Natur.

Damit sind Forscher auf gutem Weg, bald einen „gene drive“ verwirklichen zu können – den Austausch von Genen in einer wildlebenden Population. Die Folgen für die Umwelt wären schwer abschätzbar. Und so haben führende Wissenschaftler bereits im Juli letzten Jahres zu großer Vorsicht aufgerufen („Gene drive“ – ein Eingriff in das Erbgut frei lebender Organismen). Gefordert wurden ein behutsame Entwicklung der Methode, der Einbau von Kontrollpunkten und die Vorbereitung von Maßnahmen, die im schlimmsten Fall eine Rücknahme der genetischen Manipulationen erlauben. Und auch die Öffentlichkeit wurde in die Pflicht genommen: Sie soll sich an der Diskussion über Nutzen und Risiken beteiligen.

Dieser Appell könnte schon bald Makulatur werden. Die mutagene Kettenreaktion, entwickelt von den US-Forschern Valentino Gantz und Ethan Bier an der University of California in San Diego, kommt zumindest theoretisch der Umsetzung eines „gene drive“ sehr nahe (Gantz und Bier, Science, März 2015: The mutagenic chain reaction: A method for converting heterozygous to homozygous mutations). Die Forscher benutzten daher auch strengste Sicherheitsmaßnahmen, um ein Entweichen der genmanipulierten Fliegen in die Umwelt zu verhindern. Die Methode selbst machten sie jedoch uneingeschränkt öffentlich: Die Publikation im renommierten Science-Magazins enthält alle Anweisungen und Protokolle, die eine einfache Reproduktion erlauben.

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Bis zu 41 Prozent aller Arzneimittel weltweit sind Fälschungen

Tabletten können Leben retten – aber nur wenn sie nicht gefälscht sind © thinkstock
Forscher schlagen Alarm: Bis zu 41 Prozent aller Medikamente weltweit sind inzwischen Fälschungen. Sie enthalten entweder zu wenig oder sogar gar keine wirksamen Bestandteile. Das belegen Analysen von 17.000 Proben gängiger Arzneimittel – vom einfachen Antibiotikum bis zum teuren Krebsmedikament. Nach Schätzungen der Forscher sterben durch solche Fälschungen jedes Jahr bis zu eine Million Menschen.


scinexx

Das Problem gefälschter Medikamente ist schon länger bekannt: Vor allem in Ländern der Dritten Welt, aber auch in und von Schwellenländern werden häufig Arzneimittel verkauft, die nicht das enthalten, was auf der Packung steht. In Zeiten des Internets ist aber auch bei uns beim Kauf von Mitteln aus dem Ausland Vorsicht geboten. Denn nimmt man ein Mittel ein, dass die falschen oder zu wenig Wirkstoffe enthält, kann dies im schlimmsten Fall sogar tödlich sein.

Weltweite Bestandsaufnahme

Wie viele gefälschte Medikamente aber weltweit im Umlauf sind, ist unbekannt. „Keiner hat eine Ahnung, wie groß das Problem wirklich ist“, sagt Tim Mackey von der University of California in San Diego. „Es gibt zwar Schätzungen, aber es schwer, akkurate Statistiken über kriminelle Machenschaften dieses Ausmaßes zu erhalten.“ Die Globalisierung macht es zudem immer schwieriger, den Arzneimittelhandel lückenlos zu überwachen.

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Vatikan fordert Lockerung des Patentschutzes für Medikamente

Dr. House und Medikamente
Dr. House und Medikamente
Viele Medikamente für arme Staaten wegen „unrealistischer Profitziele“ unleistbar – Kritik an fehlender Forschung zu Aids, Ebola, Malaria und Tuberkulose


kathweb

Der Vatikan fordert eine Lockerung des Patentschutzes für Arzneimittel, um die medizinische Versorgung in Entwicklungsländern zu gewährleisten. Der Umgang mit geistigem Eigentum, wie er gegenwärtig in vielen Teilen der Welt gehandhabt werde, „läuft dem Recht auf Gesundheit zuwider“, sagte der vatikanische Vertreter bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, bei einer vom UN-Menschenrechtsrat organisierten Tagung in der Schweizer Stadt. Nötig sei daher eine „kreative und innovative Herangehensweise“. Tomasi sprach am Mittwoch auf dem jährlichen Sozialforum des UN-Menschenrechtsrats.

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Homeopath Finds a Cure for Ebola: Violin Music

Image: quackometer.net
Peter Chappell has previous form. I wrote in 2007 how he was creating MP3 files that he claimed could treat Malaria and HIV. The Society of Homeopaths held a symposium to discuss his ideas.


By Andy Lewis|The Quackometer

Chappell now has a new web site: http://boosters4africa.com/. On this site he is promoting a new MP3 file that plays some violin music. He claims that listening to these files can treat and prevent ebola.

If you are ill with ebola, listen to this music every 15 minutes until you are better.

For protection from ebola, listen to this music twice daily (or at least once daily) until the danger passes.

How is this supposed to work? We are told,

You listen to this new booster music technology. If you have acute health problems you listen continuously and if you have long term health problems you listen one time per day. Read the listening instructions for more detailed instructions.

There is a different booster for each disease, e.g. booster4malaria, booster4tuberculosis, booster4hiv+/aids etc

These ‘boosters‘ boost your health by supporting your immune system.

Each booster has a different intelligence embedded in it. You can imagine the intelligence like instructions for your brain. When your brain receives these instructions, it knows how to boost your immune system.

There is not the slightest reason to suppose this might work.

Did I have to point that out?

Whilst a deadly disease continues to kill hundreds of people, Western homeopaths drift off into absurd fantasies about medicine. Chappell is not just any homeopath: he was a founder member of the Society of Homeopaths, an organisation that has just been accredited by the Professional Standards Authority as being able to protect the public by managing a register of members. Such is the state of government thinking about how to protect the public.

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Drogen zerstören das Gehirn: Christian Anders Ebola-Zug ist der Beweis

ES FÄHRT EIN ZUG NACH EBOLA

Text Christian Anders-Facebook

Es fährt ein Zug nach Ebola, mit mir allein als Passagier
Doch Ebola ist gar nicht da, ich frage mich was mach ich hier
Man hat ne Seuche schnell erfunden und das Ganze patentiert
dazu nimmt man noch etwas Malaria und sagt dann DAS ist Ebola
Man nennt es Etikettenschwindel, so belügt uns das Gesindel
sie frisieren Seuchendaten, die sie frei erfunden hatten

Es fährt ein Zug nach Ebola, das es noch gestern gar nicht gab
Die WHO braucht wieder Geld und impft die Menschen gleich ins Grab
Es fährt ein Zug nach Ebola, doch wie macht man wirklich Geld damit?
„Seuche verbreitet sich weltweit!“ SO verbreitet man das Gerücht

Es fährt ein Zug nach Ebola, das ist ein Fluss in Afrika
dort gibt’s Seuchen ohne Ende, die war´n schon immer da
also muss was neues her, schnell nen virus patentiert
dann die Seuche dort verbreitet und als Ebola präsentiert

DER SCHWARZE MANN LEBT IN DER SCHEISSE
DEM WEISSEN MANN IST DAS EGAL
DER WILL NUR GOLD UND DIAMANTEN
DIE GIBT ES DORT JA ÜBERALL

DAS LAND DES SCHWARZEN WILL MAN BESITZEN
AFRIKA IN WEISSER HAND
DARUM IMPFT MAN ALLE SCHWARZEN
FÜLLT MIT GIFT SIE BIS ZUM RAND

EBOLA bedroht die Welt, Gebt uns bitte euer Geld
damit wir weiter forschen können, sonst wird die Welt vor Seuchen brennen
finanziert bitte den Schwindel, denkt nicht weiter nach, blödes Gesindel!

Die Zeit verrinnt die Stunden gehen, die Menschen sterben wie die Fliegen
Das hat hat die WHO geplant, um Macht über die Welt zu kriegen
Mit Impfungen die Welt verseuchen, das ist auch Bill Gates Plan und Ziel
bis nur noch 500 Millionen Menschen bleiben als Sklavenvieh

Kreuzfeld Jakob heißt die Seuche, ist schon alt und kaum bekannt
darum hat man sie jetzt einfach in Ebola umbenannt.
Alter Wein in neuen Schläuchen, alte Lügen neues Leid
der König Seuche ist die gleiche, er trägt nur ein neues Kleid

DER SCHWARZE MANN LEBT IN DER SCHEISSE
DEM WEISSEN MANN IST DAS EGAL
DER WILL NUR GOLD UND DIAMANTEN
DIE GIBT ES DORT JA ÜBERALL

DAS ROTE KREUZ IMPFT UNS ZU TODE UND NIMMT AUCH NOCH GELD DAFÜR
MENSCHEN STERBEN WIE DIE FLIEGEN UND WAS TUN WIR?
WIR FINANFZIERN DIE PÄDOPILEN SESSELPUPSER DER EU
DIE VERDIENEN NOCH AM ELEND UND SCHAUN EINFACH GRINSEND ZU

Das sind die, die uns so hassen, Politiker, Banker und auch Priester
Und wer sich um die Rente sorgt, den verarschen die mit Riester
Es fährt ein Zug nach Ebola, die Wahrheit, die erfährt man nicht
Die Masse Mensch, sie lebt im Dunkel, Illuminaten stehn im Licht

Es fährt ein Zug nach EBOLA, das es noch gestern gar nicht gab
Die Seuche hat man schnell erfunden. Es ist unter anderem Malaria
Man nennt es Etikettenschwindel, alte Seuche neuer Name
so macht es das Pharma Gesindel, die haben mit uns kein Erbarmen

Und dann lügt man in den Medien, die ganze Welt wird bald verseucht
Damit hat man den Durchschnittsbürger aus seinem Michel Schlaf gescheucht
er legt die Schweinshaxe zur Seite und sagt Erna trag´ ne Burka
dann biste sicher vor dem Virus, dann kriegste keine Ebola

Ebola ist eine Lüge, wie Schweinegrippe und der Rest
Wenn man es wirklich wollte, wär schnell beseitigt jede Pest
Die Hygiene muss man ändern, Sauberkeit den Menschen geben
so kann man jede Seuche enden, mit Impfungen hält man sie nur am Leben

Ihr Schweinepack da oben, ihr Pharmakriminellen
Der liebe Gott sieht alles, das werdet ihr bald lernen
dann könnt ihr in der Hölle schmoren, die ihr andern hier bereitet
Die Scheiße in der Schwarze jetzt leben, wird man als Nahrung euch bereiten

In New York da starb EIN MENSCH angeblich an Ebola
bei uns in Deutschland sterben 30.000 an der Grippe jedes Jahr!
10 Millionen werden jedes Jahr geimpft gegen Grippe
10 millionen bekommen jedes Jahr die Gottverdammte Grippe
die Pharmaverbrecher nehmen uns ständig auf die Schippe!!

DER SCHWARZE MANN LEBT IN DER SCHEISSE
DEM WEISSEN MANN IST DAS EGAL
DER WILL NUR GOLD UND DIAMANTEN
DIE GIBT ES DORT JA ÜBERALL

DAS LAND DES SCHWARZEN WILL MAN BESITZEN
AFRIKA IN WEISSER HAND
DAUM IMPFT MAN ALLE SCHWARZEN
FÜLLT MIT GIFT SIE BIS ZUM RAND

Kinderimpfer sind Kinderschänder, hier und in Afrika
Der Impfwahnsinn muss enden wann wird das endlich jedem klar?
EIN MENSCH in Deutschland hat Dünnschiss, oh mein Gott es ist EBOLA
hinterher stellt sich raus, es war nur Malaria
die Angst die bleibt und geht nicht weg, so verkauft man uns den Dreck

und schon fliessen die Milliarden für die Forschung und die Impfung
und die Masse wird immer blöder, im Lande wächst die Verdummung

Auf Erden gibt’s nur eine schlimme Seuche, dass sind unsere Volksvertreter
denn in Wirklichkeit sind das hundsgemeine Volksverräter
die sind unsere Feinde, DIE muss man verscheuchen
wenn die einmal weg sind, dann verschwinden auch die Seuchen!

AMEN!

Schützt die Tiere vor den Tierrechtlern!

chimpanzee-deityGorillas können keine Menschenrechte wollen. Sie wollen nichts weiter als das Recht, Gorilla zu sein – ob in der Natur oder im Zoo: Plädoyer eines langjährigen Zoodirektors für ein bisschen Verstand.

Von Gunter NoggeFrankfurter Allgemeine

Im Fokus der Debatte um das Verhältnis von Mensch und Tier stehen gegenwärtig die Zoologischen Gärten und besonders die Menschenaffen, wie beispielsweise die Gorillas. Tiere im Zoo sind Botschafter ihrer in der Natur zumeist bedrohten Artgenossen, und sie wollen die Menschen auf den Zustand ihres geschundenen Lebensraumes und ihre deshalb in der Regel erbärmlichen Lebensbedingungen aufmerksam machen und sie zu einem Umdenken im Umgang mit der Natur bewegen. Da sie selbst aber nicht sprechen können, helfen ihnen die Zoos, ihre Botschaft den Menschen zu vermitteln und zu interpretieren.

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10²³: Globuli-Überdosis der Skeptiker blieb ohne Folgen

10_23»Homöopathie – nichts drin, nichts dran« riefen 13 Frauen und Männer am Maxplatz, ehe jeder von ihnen ein Fläschchen mit hochdosierten Globuli exte. Zuvor hatten sie der Reihe nach angegeben, was sie zu sich nehmen werden und was ihnen laut homöopathischer Lehre nach der Einnahme droht – von Augenzucken über Malaria bis hin zum Tiefschlaf.

Traunsteiner Tagblatt

Angst vor schädlichen Auswirkungen hatten die Beteiligten nicht. Sie gehören einer regionalen Skeptiker-Bewegung an, die mittels Selbstversuch auf ironische Weise auf die Unwirksamkeit von Homöopathie aufmerksam machen wollte. »Denn das Dilemma ist, dass die naturwissenschaftliche Argumentation an die Wand prallt, wenn es um so emotional besetzte Themen geht«, so Dr. Edmund Berndt, Autor von »Der Pillendreh: Ein Apotheker packt aus«, gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Wirklich gelungen ist ihnen das nicht – nur wenige Passanten interessierten sich für die Aktion.

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Klimawandel heizt Malaria-Ausbreitung an

Anopheles minimus (Bild: Centers for Disease Control and Prevention, Public Domain/US-Gov)
Anopheles minimus (Bild: Centers for Disease Control and Prevention, Public Domain/US-Gov)

In Afrika tötet Malaria mehr Kleinkinder als Hunger – und es drohen zunehmend Opfer, warnen Forscher: Bei steigenden Temperaturen könnte sich die Krankheit auch im Hochland ausbreiten.

Spiegel Online

Wissenschaftler diskutieren seit langem darüber, welchen Einfluss die Erderwärmung auf die Zahl von Malariaerkrankungen haben kann. Derzeit infizieren sich jährlich rund 300 Millionen Menschen vor allem in Ländern rund um den Äquator mit der Krankheit, die von der weiblichen Anopheles-Mücken übertragen wird. Symptome sind neben schweren Fieberschüben vor allem Kopfschmerzen und Erbrechen, viele Betroffene sterben. Und der Klimawandel könnte womöglich im Hochland von Ostafrika und Südamerika zu erheblich mehr Malariainfektionen führen, wie eine neue Studie belegt.

Wärmere Jahre gingen in den hochliegenden Regionen Äthiopiens und Kolumbiens mit einem häufigeren Vorkommen der Krankheit einher, berichten Forscher um Mercedes Pascual von der University of Michigan im Fachmagazin „Science“.

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Lange gekrümmte Nasen, Plattfüße aber große Lebenskraft

Der ewige JudeZu Beginn des 20. Jahrhunderts reklamierte das Deutsche Kaiserreich gern seine Führerschaft in nicht wenigen Gebieten akademischen Forschens. Um auf die Erkenntnisse und Errungenschaften ihrer Wissenschaft aufmerksam zu machen, bedienten sich die damaligen Deutschen u.a. ihrer nationalen Enzyklopädien. Mit Ersch Gruber, Pierer, Brockhaus, Meyer und Herder, um nur die wichtigsten zu nennen, verfügte ihr Land im 19. und 20. Jahrhundert über überdurchschnittlich viele für seriös gehaltene Lexika. Als weniger seriös muten allerdings heute so manche Einträge in diesen Kompendien der (Populär-) Wissenschaften an. Wir haben uns einmal den Eintrag „Juden“ im Meyer von 1905 vorgenommen…

haGalil.com

Meyers Konversations-Lexikon galt einst, und gilt in eingeweihten Kreisen heute noch, als ein bedeutendes, deutschsprachiges, allgemeinwissenschaftliches, enzyklopädisches Werk mit nicht geringem Nationalprestige. Als Deutscher war man, und ist es wohl zum Teil immer noch, stolz auf ‚seinen‘ Meyer.

Das erste Meyersche „Große Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände“, benannt nach seinem Gründer Joseph Meyer, erschien zwischen 1839 und 1855, während die für diesen Beitrag ausgewählte 6. Auflage aus den Jahren 1902-1908 stammt. Fachleute schätzen just dieses, „Meyer’s Großes Konversations-Lexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens“ genannte Werk, gemeinsam mit zwei Auflagen aus dem Hause des Konkurrenten Brockhaus, als Höhepunkte der populären Enzyklopädie in deutscher Sprache ein. Meyer veröffentlichte übrigens sein letztes, 15 Bände umfassendes Lexikon (10. Auflage) in den Jahren 1981-1986, während eine aktualisierte Fassung von 2006 bis 2009 kostenlos online abrufbar war.

Über Juden haben Deutsche in der Vergangenheit eine Menge geschrieben; das meiste davon werden sie inzwischen wohl bereuen und würden sie, wenn sie es nur könnten, ungeschrieben machen. Der „Juden“-Eintrag aus dem Meyer des Jahrzehnts vor dem Ersten Weltkrieg gehört mit Sicherheit zu jenen Entgleisungen, auf die viele, ausgestattet mit dem Wissen von heute, inzwischen gerne verzichten würden.

Dabei ist dieser Eintrag gerade in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Denn er gibt nicht nur das Judenbild seiner Zeit detailliert und facettenreich wieder, sondern er lässt direkte und durchaus nachdenklich stimmende Rückschlüsse auf den Zustand bzw. die Verfassung der christlich-deutschen Mehrheitsgesellschaft seiner Zeit zu.

Das Stichwort „Juden“ widmet sich auffallend ausgiebig den Äußerlichkeiten jüdischer Menschen. Dabei gerät der Körperteil Nase, die angeblich so charakteristische Judennase also, nicht weniger als viermal in den Fokus der ein wenig chaotisch wirkenden Beschreibung von Juden bzw. deren „Rasse“: „Es kennzeichnen den Juden eine lange hakenförmig gekrümmte Nase…“ bzw. „mit … hakenförmiger aber fein gebildeter Nase…“ bzw. „dicke Nase“ bzw. „…und großer gebogener Nase (wie die Juden)“.

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