UN-Bericht: Immer mehr IS-Gräueltaten bei Mossul

Zahlreiche Menschen sind auf der Flucht. Dieses Foto vom 6. November 2016 zeigt Zivilisten in einem südlichen Vorort von Mossul. Foto: dpa
Zahlreiche Menschen sind auf der Flucht. Dieses Foto vom 6. November 2016 zeigt Zivilisten in einem südlichen Vorort von Mossul. Foto: dpa
Die Vereinten Nationen (UN) berichten über neue Gräueltaten des IS im Irak. Mindestens 40 Zivilisten wurden demnach hingerichtet und ihre Leichen an Strommasten aufgehängt.

Frankfurter Rundschau

Die von irakischen Truppen bedrängte IS-Terrormiliz begeht nach UN-Informationen in der Stadt Mossul immer mehr Gräueltaten an der Zivilbevölkerung. Zeugen würden von Massenhinrichtungen, Folter, Sexualverbrechen an Frauen und Mädchen sowie von der Zwangsrekrutierung von Kindern als Kämpfer berichten, sagte eine UN-Sprecherin am Freitag in Genf. Mindestens 60 Menschen wurden demnach getötet. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, rief einer Mitteilung zufolge zu sofortigen Schutzmaßnahmen für die Zivilbevölkerung auf.

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Gabriel kündigt Prüfung von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien an

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Nach den Massenhinrichtungen in Saudi-Arabien mehren sich in Deutschland Forderungen nach einem Export-Stopp für deutsche Rüstungsgüter. Mahnende Stimmen kommen auch aus der Koalition. Wirtschaftsminister Gabriel will die Exporte prüfen.

evangelisch.de

Die Verschärfung des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und dem Iran könnte Auswirkungen auf den Export deutscher Rüstungsgüter in die Region haben. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), dessen Haus für Genehmigungen zuständig ist, kündigte am Montag eine genaue Untersuchung an. „Wir müssen jetzt überprüfen, ob wir in Zukunft auch defensive Rüstungsgüter kritischer beurteilen müssen, die wir Saudi-Arabien bislang zur Landesverteidigung geliefert haben“, sagte er in Berlin. Opposition und Kirchen erneuerten indes ihre Forderung nach einem Stopp von Rüstungsexporten – auch solchen, die bereits genehmigt sind.

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Europa war christlich und wollte es bleiben

Foto: Jeremy Lightfoot/Robert Harding World Imagery/Corbis
Foto: Jeremy Lightfoot/Robert Harding World Imagery/Corbis

1815 gründeten Russland, Österreich und Preußen die Heilige Allianz, die Mutter aller EU-Gipfel. Heute gilt sie als Ausgeburt von Restauration und Unterdrückung. Doch sie war besser als ihr Ruf.

Von Ulli Kulke|DIE WELT

Europäische Solidarität war vor zwei Jahrhunderten kein leeres Wort: Im Frühjahr 1821 mobilisiert Kaiser Franz von Österreich seine Truppen, mit einem Marschbefehl nach Süditalien. Dort schlagen sie einen Aufstand nieder und verhelfen König Ferdinand I., Herrscher über Sizilien und Neapel, zur Rückkehr auf seinen Thron.

1823 dann sind es 100.000 französische Soldaten, die einem anderen Ferdinand zu Hilfe eilen: dem König von Spanien, der von liberalen Kräften gezwungen wurde, eine Verfassung samt Ständeversammlung zu akzeptieren, und daraufhin von extremen Umstürzlern bedrängt wird. Die französischen Truppen ziehen über die Pyrenäen, erobern den Rückzugsort der Revolutionäre, die Festung Trocadero bei Cádiz, und sorgen für die alten Zustände. Ohne Ständeversammlung, mit Ferdinand VII., als absolutem Herrscher. Damit das nicht in Vergessenheit gerät, auch nicht bei spanischen Besuchern, heißt ein großer Platz in Paris bis heute „Trocadero“.

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Videoaufnahmen belegen Massenhinrichtung von Boko-Haram-Anhängern

Foto: nd-screenshot / youtube/ amnesty
Durchgeschnittene Kehlen, gefolterte Gefangene, Massenhinrichtungen. Aufnahmen von Amnesty International zeigen massive Menschrechtsverletzungen in Nigeria. Doch diesmal sind Boko-Haram-Anhänger nicht die Täter, sondern die Opfer.

ND

Uniformierte prügeln auf Gefangene ein. Einem Mann wird die Kehle durchgeschnitten und wird dann in ein Massengrab geworfen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat am Dienstag erschütternde Bilder über Menschenrechtsverletzungen in Nigeria veröffentlicht, begangen durch nigerianische Soldaten an Anhängern von Boko Haram.

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„Islamischer Staat“: Offenbar Massenhinrichtungen im Irak

Hunderte Opfer werden von ISIS-Kämpfern zusammengetrieben. Bild:derstandard.at
Radikale Islamisten der ISIS exekutierten nach ihrem Eroberungszug im Irak eignen Angaben zufolge hunderte Schiiten.

Von Stefan BinderderStandard.at

Der ohnehin brutale Konflikt im Irak ist seit Samstagabend um ein besonders blutiges Kapitel erweitert worden. Die radikal-islamische Gruppe „Islamischer Staat im Irak und Großsyrien“ (ISIS), die diese Woche die nordirakische Stadt Mossul eroberte, veröffentlichte zahlreiche Aufnahmen, die Kämpfer der ISIS bei Massenexekutionen von Gefangenen zeigt.

Die Aufnahmen zeigen, wie hunderte von Menschen auf Lastwagen zu ihrer Hinrichtung abtransportiert werden. Danach werden sie von bewaffneten Maskierten zu einer offenbar unbewohnten Gegend getrieben wo sie sich nebeneinander mit dem Gesicht zum Boden hinlegen müssen. Danach ist zu sehen, wie ein Kämpfer der ISIS mit einem Maschinengewehr die Reihe entlang geht und einen nach dem anderen erschießt. Die Szenen wiederholen sich mehrfach und an unterschiedlichen Orten. Es sind dutzende Bilder, die derStandard.at vorliegen, von denen der Großteil jedoch zu brutal ist, um sie zu veröffentlichen.

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Kardinal Lehmann: Auch Abgrund der Gewalt bei Karl dem Großen

Karl der Große, Bild: art-tv.ch
Traditionelles Karlsamt im Frankfurter Kaiserdom im Zeichen des 1.200. Todestags Kaiser Karls des Großen

kathweb

Im Zeichen des 1.200. Todestags Kaiser Karls des Großen ist am Samstagabend das traditionelle Karlsamt im Frankfurter Kaiserdom gestanden. Kardinal Karl Lehmann bescheinigte Karl dem Großen eine „kulturelle Grundlegungsleistung“ für das künftige Europa. Er verwies zugleich auf eine „Mischung von Gutem und Bösem“. „Wir sehen“, so Lehmann, „die Segnungen durch die einzigartige Herrschaft Karls, verkennen aber auch nicht die „Abgründe von Gewalt“, durch die manches erreicht worden ist.“ Es habe Massenhinrichtungen, Zwangstaufen, „schreckliche Alternativen zwischen Christwerden oder Sterben“ gegeben, sagte Lehmann. Gott allein stehe ein letztes Urteil über Karl den Großen zu.

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