Türkei beginnt Mauerbau

Ein Stacheldrahtzaun zu Bulgarien wurde 2014 errichtet. Jetzt kommt eine Mauer zum Iran.FOTO: DPA/ VASSIL DONEV
Die drei Meter hohe Mauer soll die Infiltration von kurdischen Kämpfern und Schmugglern aus dem Nachbarland verhindern. Am Dienstag wurde mit dem Bau begonnen.

DER TAGESSPIEGEL

Die Türkei hat am Dienstag mit dem Bau einer Mauer an der Grenze zum Iran begonnen. Wie die Verwaltung der östlichen Provinz Agri mitteilte, besichtigte der Provinzgouverneur Süleyman Elban die Arbeiten an der „Sicherheitsmauer“. Fotos zeigten Kräne, die zwei Meter breiten Betonelemente entlang der Grenze platzieren. Die drei Meter hohe Mauer soll die Infiltration von kurdischen Kämpfern und Schmugglern aus dem Nachbarland verhindern.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Bau der 144 Kilometer langen Mauer Anfang Juni angekündigt.

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Türkei will auch Mauer an der Grenze zum Iran bauen

Kargu-Kamikazedrohne. Bild: STM
Auch Kampfdrohnen werden an den Grenzen eingesetzt, vorgestellt werden jetzt auf einer Waffenmesse türkische Kamikazedrohnen

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Türkei schließt sich weiter ein. Noch ist die Mauer an der syrischen Grenze nicht fertiggestellt, plant man in Ankara bereits den nächsten Mauerbau an der iranischen Grenze. Bis zu 1000 Kämpfer sollen in Lagern entlang der Grenze leben. Sie würden über die Grenze kommen, Angriffe ausüben und sich dann wieder zurückziehen.

So lautet zumindest die Begründung für den neuen Plan zur Errichtung einer Grenzsperre, den ein hoher Regierungsangehöriger Hurriyet mitgeteilt hat. Danach soll als „Vorsichtsmaßnahme“ ein 70 km langer Grenzzaun mit Wachtürmen, Kameras und Scheinwerfern an der Grenze errichtet werden. Die 140 km Schnellstraße von der Provinz Tunceli bis zur Proving Elazig soll überdies mit Kameras überwacht werden, um Anschläge dort zu verhindern.

Mit dem Einsatz von Kampfdrohnen habe man auch Angriffe von PKK-Verbänden in Städten unterbunden. Sobald diese bemerkt wurden, habe man direkt angegriffen. Jetzt habe die PKK ihre Taktik verändert. Bewaffnete Kämpfer würden nicht mehr in Städte eindringen und sich nicht mehr in größeren Gruppen bewegen, sondern nur noch in kleineren Gruppen aus 3-4 Mann.

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Türkei stellt 290 Kilometer Mauerabschnitt an Grenze zu Syrien fertig

Ein Mauerabschnitt bei Besarslan im Westen der syrisch-türkischen Grenze. (Foto: REUTERS)/n-tv
Ein Mauerabschnitt bei Besarslan im Westen der syrisch-türkischen Grenze. (Foto: REUTERS)/n-tv
Mehr als die Hälfte des geplanten 511 Kilometer langen Mauerabschnitts damit fertiggestellt

derStandard.at

Die Türkei hat an der Grenze zum Bürgerkriegsland Syrien bereits eine 290 Kilometer lange Mauer errichtet. Damit sei mehr als die Hälfte des geplanten 511 Kilometer langen Mauerabschnitts fertiggestellt, sagte Ergün Turan, der Vorsitzende der an der Errichtung beteiligten staatlichen Wohnungsbaugesellschaft Toki, nach einem Bericht des Senders TRT vom Sonntag.

Demnach erstreckt sich die Mauer über die süd- und südosttürkischen Provinzen Hatay, Kilis, Sanliurfa, Mardin, Sirnak und Gaziantep.

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Die Mauer von München – und warum sie für so große Diskussionen sorgt

Sie ist rund vier Meter hoch: Im Münchner Stadtteil Neuperlach entsteht eine Mauer an einer Flüchtlingsunterkunft. Sie soll Anwohner vor Lärm schützen – sendet aber ein fatales Zeichen.

stern.de

Vier Meter hoch ist die Mauer, die aktuell an einer Flüchtlingsunterkunft im Münchner Stadtteil Neuperlach gebaut wird. Die Konstruktion aus Stein trennt Anwohner von einer geplanten Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge. Offiziellen Angaben zufolge, um die Anlieger vor Lärm zu schützen.

Dem Bau der Lärmschutzabgrenzung ist ein jahrelanger Rechtsstreit der Anwohner mit der Stadt München vorausgegangen: Sieben Anwohner haben nach Angabe des „Münchner Merkur“ die Mauer gerichtlich erstritten, weil sie eine Lärmbelastigung durch die geplante Unterkunft für 160 minderjährige Flüchtlinge fürchteten.

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Zu viele Politiker haben die Grenze zum Populismus überschritten

 Horst Seehofer (CSU) wirbt im Bierzelt um die Gunst der Wähler. (Foto: Stephan Rumpf)
Horst Seehofer (CSU) wirbt im Bierzelt um die Gunst der Wähler. (Foto: Stephan Rumpf)
Je komplexer die Welt wird, desto erfolgreicher sind Politiker, die einfache Wahrheiten anbieten. Wer sie aufhalten will, muss standhaft bleiben.

Von Stefan Kornelius | Süddeutsche.de

In Laos haben die Präsidenten bunte Hemdchen angezogen; hübsch harmonisch sollte es aussehen, klare Bilder gegen unklare Worte. In Hangzhou, China, bügelten die Weltenlenker die Sprache glatt und nutzten den eisernen Griff des Protokolls, um ein bisschen Konsens vorzugaukeln. Auch in Großbritannien gibt es jetzt ein Sätzchen, das trotzig Gewissheit in all dem Chaos vermitteln soll: „Brexit heißt Brexit.“

Nun ringt Deutschland um eine Generalformel, mit der sich die Probleme des Landes lösen lassen sollen: „Deutschland wird Deutschland bleiben„, oder „Deutschland muss Deutschland bleiben„. Beruhigung oder zorniger Appell, Merkel oder Seehofer – die Lufthoheit wird von Hilfsverben entschieden.

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Rivlins schwierige Mission im Vatikan

Vatikan-Besucher in diplomatisch anspruchsvollen Zeiten: Israels Staatspräsident Reuven Rivlin (picture alliance / dpa / Carsten Rehder)
Israels Staatspräsident Reuven Rivlin will im Vatikan erklären, wie wichtig der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen im Nahen Osten ist. Wie gut das gelingt, ist offen – denn das Verhältnis zwischen Israels Regierung und dem Vatikan ist problematisch.

Von Torsten Teichmann|Deutschlandfunk

Tränengas auf Demonstranten. Jeden Sonntag stehen sich Palästinenser und israelische Grenzpolizisten zwischen Beit Jala und dem Kloster Cremisan im Westjordanland gegenüber. Seit Israels Verteidigungsminister entschieden hat, an der Stelle den Sperrwall, in dem Fall eine Mauer, weiter zu bauen.

Der frühere lateinische Patriarch von Jerusalem, Michael Sabbah, hält die Entscheidung für Willkür: „Es ist ganz einfach: Wir sagen Israel, den Soldaten hier, dem Gericht, das urteilt: Das ist unser Land. Was auch immer ihr entscheidet, ihr entscheidet mithilfe von Krieg und Waffen und dass ist nicht rechtens.“

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Archäologen entdecken Schädel von Menschenopfern

Archäologen haben eine große Mauer mit eingeschlagenen Menschenschädeln aus der Aztekenzeit mitten in Mexiko-Stadt entdeckt. (Foto: dpa)
  • Archäologen haben in Mexiko-Stadt eine große Mauer mit Schädeln aus der Aztekenzeit entdeckt.
  • Die Überreste stammen von Menschenopfern, die bei vielen Völkern Mittelamerikas üblich waren.

Süddeutsche.de

35 Schädel überwiegend junger Männer

Mexikanische Archäologen haben eine große Mauer mit eingeschlagenen Menschenschädeln aus der Aztekenzeit mitten in Mexiko-Stadt entdeckt. Die Überreste aus Menschenopfern kamen bei Ausgrabungen nahe des größten Azteken-Tempels im Zentrum der Hauptstadt zutage, wie die Wissenschaftler bekanntgaben. Nach ihrer Einschätzung könnte es sich dabei um den wichtigsten der bei den Azteken üblichen Menschenschädel-Türme am Templo Mayor handeln.

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Der Schwarze Kanal: Israel und der Messias

Johne Hagee, evangelikaler Pastor u. Christians-United -for-Israel(CUFI)-Gründer;

Israel-Solidarität kennt bisweilen keine Grenzen, auch keine des guten Geschmacks. Glaubt man tief und fest ans Jenseits, kann die intellektuelle Fallhöhe wahrlich enorm werden. Man braucht nicht auf die wachsende Gemeinde der zionistischen Evangelikalen in den USA zu schauen, fundamentalistische Parallelgesellschaften gibt es auch in der BRD.

Von Rüdiger Göbel jW

Lebendige Gemeinde, das Quartalsheft der evangelikalen ChristusBewegung, mobilisiert seine Schäfchen für den Besatzerstaat. In seinem »Plädoyer: Unverändert treu zu Israel« schlägt Erwin Damson Alarm: »Um Israel spitzt sich die politische Lage zu. Immer mehr Völker verurteilen Israel, mit dem Weltsicherheitsrat an der Spitze.« – Wäre er Katholik, man könnte glauben, er hätte zu tief ins Meßweinglas geschaut. Im Folgenden verteidigt der Autor wortreich die illegalen Siedlungen im Westjordanland, sorry: den »jüdischen Kerngebieten Judäa und Samaria«, und den Bau der Mauer, die als »Anti-Terror-Zaun« ja eigentlich keine ist. »Geht es den Palästinensern ganz schlecht?« ätzt der evangelikale Prediger im Israel-Rausch. »Es wird ständig von einer humanitären Katastrophe im Gazastreifen geschrieben und geredet. Tatsache ist, daß seit Jahren ein wahrer Euro-Tsunami das Land überschwemmt. (…) Tatsache ist, daß man dort in den Supermärkten alles kaufen kann. Die Regale sind übervoll.« Zur gänzlichen Verhöhnung der 1,5 Millionen von Israel in Gaza eingesperrten Palästinenser heißt es in Lebendige Gemeinde: »Es stimmt, daß die Reisemöglichkeit und der Warenverkehr eingeschränkt sind. Israelis können übrigens auch nicht frei reisen. Sie haben nur die Möglichkeit, über die Luft und das Meer ihr Land zu verlassen. Das liegt aber nicht an Israel, sondern am Unwillen der Araber, mit Israel echten Frieden zu schließen.«

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CDU rückwärts gewandt

Hermann Gröhe, Quelle: idea.de

In der Debatte um den Kurs der CDU hat der Generalsekretär der Partei, Hermann Gröhe, in einem Gastbeitrag für das evangelische Wochenmagazin ideaSpektrum (Wetzlar) Stellung bezogen. In den vergangenen Wochen war innerparteilich Kritik laut geworden, die Union rücke nach links und vernachlässige ihr „C“.

idea.de

Es sei „absurd“, von einem Linksruck zu sprechen, schreibt Gröhe: „Wir können durchaus selbstbewusst darauf hinweisen, dass wir uns mehr als jede andere politische Kraft zur christlichen Tradition unseres Landes bekennen.“ So unterstütze die CDU Schulen, Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft, einschließlich des kirchlichen Arbeitsrechts, während die rot-grünen bzw. grün-roten Koalitionsverträge in Mainz und Stuttgart von großer Distanz zu Schulen in freier Trägerschaft geprägt seien. Die CDU stehe zum Religionsunterricht und zur Präsenz christlicher Symbole im öffentlichen Raum und setze sich für verfolgte Christen in aller Welt ein. Ehe und Familie fördere die CDU in besonderer Weise. Gröhe: „Ein umfassendes Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften lehnen wir ab.

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Partei „Die Freiheit“: Der Schoß ist fruchtbar noch!

Geert Wilders, der niederländische Rechtspopulist, dem immer wieder vorgeworfen wird, zu Hass und Diskriminierung von Muslimen aufzurufen, ist ja bekanntlich das große Vorbild von René Stadtkewitz und der islamophoben Ausrichtung seiner Partei „Die FREIHEIT“. Ungeachtet dessen, legt Herr Stadtkewitz in der öffentlichen Darstellung größten Wert darauf, den Stempel „Rechtspopulismus“ von sich zu weisen, immer mit der Anmerkung, dass sich er und seine Partei schließlich von allen Rechtsaußenvereinigungen distanzieren würden.

Screenshot brightsblog

Mit NPD, DVU und Pro-Deutschland und auch deren ehemaligen Mitgliedern möchte man nichts zu tun haben, denn schließlich repräsentiere man die konservative politische Mitte der Gesellschaft, verteidige an erster Stelle die Demokratie, die durch das linke politische Lager längst beschädigt wurde, und man gehe gegen jeglichen Antisemitismus vor, der sich im linken Lager der Gutmenschen und Links-Faschisten bereits wieder ausgebreitet habe. Eine bedingungslose Pro-Israel Unterstützung im eigenen Partei-Programm mache diese Haltung auch deutlich.


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Religion in der Defensive (3)

(hpd) Lieber Gott: Bitte rette uns vor deinen Anhängern! Danke und Amen. (Teil 3)

8. Die Neuen Atheisten sind Antisemiten

Ein typisch deutscher Vorwurf, würde man meinen, doch kommt er in amerikanischen und britischen Debatten ebenso vor. Wobei Dawkins in einem Interview sagte, er wäre in Deutschland besonders unfreundlich aufgenommen worden und in der Tat hat man ihm hierzulande öfter Antisemitismus unterstellt, oder auf ähnliche Weise die Gürtellinie unterschritten. Der Vorwurf lautet: Die Neuen Atheisten, vor allem Richard Dawkins, haben ein Problem mit Juden als Volk, nicht als Religion. Die Logik hinter der Anschuldigung: Atheisten nehmen uns zahlende Gläubige weg und deshalb diffamieren wir sie mit allen Mitteln.

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