Möglicher Standort für Basis: Kilometerlange Höhle auf dem Mond gefunden

(Bild: JAXA)
Japanische Forscher haben dank einer inzwischen zerstörten Sonde eine bis zu 50 Kilometer lange Höhle auf dem Mond gefunden. In solch einer Höhle könnten Astronauten eine geschützte Basis errichten.

Von Martin Holland | heise.de

Die japanische Weltraumbehörde JAXA hat eine mutmaßlich bis zu 50 Kilometer lange Höhle auf dem Mond gefunden. Wie die Forscher nun mitteilten, wären solche Höhlen von großem Wert nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für eine mögliche Kolonisierung des Mondes. Unter der Oberfläche des Mondes könnten nicht nur Gesteinsproben gefunden werden, die von äußeren Einflüssen relativ unberührt werden. Astronauten könnten dort eine Basis bauen, die vor Strahlung, Mikrometeoriten und den immensen Temperaturunterschieden geschützt wäre. Die Höhle liegt im Gebiet der sogenannten Marius-Hügel und wurde nun in Daten der Selene-Mission vom Bodenradar an Bord der Sonde Kaguya gefunden.

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Kometen haben Merkur völlig eingerußt

MESSENGER image of Mercury. Credit: NASA/JHU/AP​L/CIW
MESSENGER image of Mercury. Credit: NASA/JHU/AP​L/CIW
Merkur ist dunkler als der Erdmond – doch keiner weiß warum. Jetzt zeigt sich: Schuld ist wohl Kohlenstoff.


Von Lars Fischer|Spektrum.de

Merkurs Oberfläche reflektiert weit weniger Licht als die des Erdmondes, doch niemand weiß warum P;- dem innersten Planeten fehlen jene Eisenminerale, die viele andere Himmelskörper eindunkeln. Dieses lange ungelöste Rätsel hat nun ein Team um Megan Bruck Syal vom Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien vermutlich gelöst. Nach den Ergebnissen der Forscherin sind Mikrometeoriten verantwortlich – kleine Bruchstücke von Kometen, die in großen Mengen auf Merkur niederrieseln und dabei sehr viel dunklen Kohlenstoff auf die Oberfläche bringen. Laut Bruck Syal macht dieser Ruß bis zu sechs Prozent des Oberflächenmaterials aus.

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Experiments show that impact material is significantly darkened when impacts occur in the presence of complex organics. Credit: NASA/Ames/Brown Univers​ity