Wahl in Spanien „Das rechte Projekt ist nur vorerst gescheitert“

Bild: tagesschau.
Die Rechtspopulisten haben in Spanien stark zugelegt, die frühere Regierungspartei PP massiv verloren. Warum das „rechte Projekt“ nur vorerst gescheitert ist, erklärt Experte Günther Maihold im Interview mit tagesschau.de.

tagesschau.de

tagesschau.de: Sind die Rechtspopulisten die heimlichen Gewinner dieser Parlamentswahlen?

Günther Maihold: Das wäre eine etwas gewaltsame Interpretation des Ergebnisses. Man muss doch feststellen, dass eine Mehrheit im Land sich für eine linke Regierung ausgesprochen und Pedro Sánchez einen klaren Regierungsauftrag erhalten hat. Für die Volkspartei PP, die quasi die Hälfte ihrer Sitze verloren hat, ist es eine klare Schlappe. Und die rechtspopulistische Vox blieb doch erheblich hinter den prognostizierten Prozenten zurück. Insofern ist das rechte Projekt zunächst mal gescheitert.

„PP war nicht mehr glaubwürdig“

tagesschau.de: Was hat die konservative Volkspartei PP selbst dazu beigetragen, dass insbesondere die rechtspopulistische Vox vergleichsweise stark wurde?

Maihold: Dazu muss man erstmal sagen, dass der Ursprung von Vox ja eigentlich in der PP liegt. Sehr viele führende Politiker der PP sind zu Vox abgewandert und damit hat sich gleichzeitig eine gewisse Abspaltung der Wählerschaft vollzogen. Vielen Wählern war die PP nicht mehr konservativ genug und sie suchten eine Option, die sehr viel deutlicher die Positionen der Einheit Spaniens und der Ablehnung von Migration zum Ausdruck bringt.

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

In Costa Rica geht das klerikale Dreckspack gegen die Einführung der künstlichen Befruchtung vor, wann werden sie diese wohl in Deutschland verbieten wollen??
[…] Am letzten Wochenende verstärkte die Katholische Kirche in Costa Rica eine Kampagne gegen die „In-vitro-Fertilisation“, die in diesem mittelamerikanischen Land gesetzlich eingeführt werden soll. Durch verschiedene Medien der Kirche wie Radiosender und Zeitungen betonte sie, dass IVF Menschenselektion repräsentiere und in Costa Rica weiterhin verboten bleiben müsse. Auch in Gesprächen von Spezialisten mit Lehrern und Schülern wurde von Seiten der Kirche klar darauf hingewiesen, dass die assistierte Reproduktion eine Methode sei, menschliches Leben zu eliminieren und über das Leben anderer Menschen zu entscheiden, die während der Befruchtung entweder getötet oder eingefroren würden. Eine Meldung im costaricanischen Rundfunk unter der Schirmherrschaft der Kirche lässt mit der Stimme eines Mädchens sagen: „Hallo, ich bin Sophie, die dritte von drei Geschwistern, und obwohl meine Eltern mich von ganzem Herzen lieben, weiß ich, dass sieben meiner Geschwister in einem Labor sterben mussten, damit ich auf die Welt kommen konnte.“ Dann sagt die Stimme des Ansagers abschließend: „Wer hat das Recht, über das Leben anderer zu entscheiden? In-vitro-Fertilisation bedroht das Leben!“ Jason Granados, Direktor von „Radio Fides“, einer der Radioanstalten, die seit einigen Wochen im gesamten Gebiet von Costa Rica zu hören sind, erklärte, dass die Meldungen von dieser Radiostation produziert und von der Erzdiözese San José genehmigt worden seien. Granados wies darauf hin, dass die Kampagne „auf Grund eines Gesetzesentwurfes der Regierung zur Legalisierung der IVF und des durch die Interamerikanische Menschenrechts-Kommission ausgeübten Drucks zu ihrer Approbation“, gestartet worden sei[…]

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