Tausende Forscher sind auf Fake-Journale hereingefallen

Bild: Fotolia
Immer mehr seriöse Forscher lassen sich von „Raubverlagen“ das Geld aus der Tasche ziehen. Ihr Ziel: der schnelle Ruhm. Nun sind Zahlen über das Ausmaß auf dem Tisch, Gegenmaßnahmen werden gefordert.

Von Joachim Müller-Jung | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Markt für Pseudowissenschaften wächst offenbar immer schneller, und auch seriöse Wissenschaftler gehen den Strippenziehern vermehrt auf den Leim, die vor allem als Wissenschaftsverlage mit offenen Zugang (Open access) auftreten. „Mehr als 5000 deutsche Wissenschaftler“ wurden von dem Sender NDR, WDR und das „Süddeutsche Zeitung Magazin“ identifiziert, die mindestens einmal in einem dieser als „Raubverlage“ bezeichneten Plattformen publizierten. Ausgenommen seien auch einzelner Wissenschaftler aus hoch angesehenen  Institutionen und Hochschulen nicht. Zumindest so viel hat das Recherchenetzwerk ein paar Tage vor der Ausstrahlung einer halbstündigen Dokumentation im ARD mitgeteilt.

weiterlesen

Blick in die Gedankenwelt des jungen Stephen Hawking

Der britsche Physiker Stephen Hawking bei einem Vortrag. Er hat jetzt seine Doktorarbeit frei zugänglich gemacht © NASA/ Paul Alers
Er ist einer der bekanntesten Astrophysiker weltweit: Stephen Hawking. Jetzt ist seine vor gut 50 Jahren geschriebene Doktorarbeit erstmals im Internet frei zugänglich. Die University of Cambridge hat die Arbeit in Absprache mit dem Physiker online gestellt, um den Open Access Gedanken voranzutreiben. Hawking hofft, dass sein Beispiel dazu beiträgt, den Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten künftig zu erleichtern.

scinexx

Der britische Physiker und Kosmologe Stephen Hawking hat unsere Sicht des Kosmos entscheidend geprägt. Er postulierte als erster grundlegende Eigenschaften Schwarzer Löcher, darunter die nach ihm benannte Hawking-Strahlung und präzisierte Theorien zum Ereignishorizont. Zudem beschäftigte er sich mit der quantenphysikalischen Erklärung des Urknalls und der kosmischen Inflation.

weiterlesen

Scientists Are Debating Whether Animals Have a Right to Privacy

A grizzly bear in Alaska. Image: Gregory „Slobirdr“ Smith/Flickr
A growing number of scientists are deliberately concealing tracking data to protect their location.

By Sarah Hewitt | MOTHERBOARD

The psychedelic rock gecko lives among the rocks on a tiny island in the South China Sea. Scientists first described this small, colourful creature in 2010 in the journal Zootaxa—where to find it, what it looks like, and how it behaves. Three years later, you could buy one in Europe through the international pet trade. Same story for the Bornean earless monitor lizard, Campbell’s alligator lizard, and countless other species.

Scientific data used to be accessible only through university subscriptions to specialized journals. But these days, there’s a push to remove those limitations and make it available to anyone who wants it. It’s a Catch-22—scientists now find themselves inadvertently putting animals at risk of exploitation by publishing and sharing their location and tracking information. And they’re grappling with what to do about it.

read more

Open Access: Digitale Wissenschaftskontrolle

© Wonge Bergmann Begleiterscheinung von Open Access: das musealisierte Buch
© Wonge Bergmann Begleiterscheinung von Open Access: das musealisierte Buch
Open Access läuft auf ein Kontrollsystem hinaus, das jeden Schritt von Wissenschaftlern überwacht. Die Politik verschenkt die Arbeit der Forscher an private Investoren.

Von Uwe Jochum | Frankfurter Allgemeine

Das größte Missverständnis bei der Digitalisierung der Wissenschaften durch die Einführung eines „Open Access“-Publikationssystems liegt in der Annahme, die Wissenschaft werde dadurch freier und demokratischer. Diesen Befreiungs- und Demokratisierungsschub denkt man sich so: Wenn die Wissenschaftler ihre Aufsätze nicht mehr in gedruckten Fachzeitschriften veröffentlichen würden, sondern digital auf Volltextservern ihrer Universitäten, müssten sie die Verwertungsrechte an ihren Veröffentlichungen nicht mehr an Verlage abtreten, die mit ebendiesen Rechten Geld verdienen.

Stattdessen soll die digitale Publikation auf den universitären Volltextservern zu „Open Access“-Konditionen erfolgen, das heißt eine beliebige und für die interessierten Leser kostenfreie Nachnutzung der Veröffentlichung erlauben. Das, so glaubt man, sei die gelungene Synthese aus einer digital sich selbst organisierenden und dank Ausschaltung der Verlage ökonomiefreien und daher billigeren Wissenschaft, die übers Internet mit der interessierten Öffentlichkeit direkt in Kontakt kommen und in diesem Direktkontakt die Demokratisierung der Gesellschaft voranbringen könne.

weiterlesen

Fake Science News Is Just As Bad As Fake News

Image: Shutterstock
Image: Shutterstock
Fake news has been getting a lot of attention around the US election, and rightly so. But science has its own problem with fake news—and fake research published in scientific journals. To prove how bad it is, a journalist at a Canadian daily newspaper got some plagiarized ‘research’ published. According to watchdogs, the problem might be getting worse.

By Bryson Masse | MOTHERBOARD

This year, OMICS International, based out of Hyderabad, India, purchased two Canadian medical research journal publishers, which are now “churning out low-quality OMICS material, while still using their Canadian names,” as journalist Tom Spears put it in his piece in The Ottawa Citizen.

This summer, OMICS reached out to Spears, who has previously demonstrated how to game the scientific publishing system, and now gets a lot of spam from journal publishers. This time, he decided he might have some fun with them.

Spears explained that he „mostly plagiarized from Aristotle“

“I’d sent test submissions to a couple of predators in the past and had kind of moved on, but then I got this request to write for what looked like a fake journal—of ethics,” Spears wrote me in an email. “Something about that attracted me so I just thought: Why not? And one morning in late August when I woke up early I made extra coffee and banged out some drivel and sent it to them.”

read more

Evolutionsbiologie und die dunklen Seiten von Open Access

Bild:orf.at
Mit dem Internet haben sich die Möglichkeiten des wissenschaftlichen Publizierens verändert. Open Access soll Veröffentlichungen billiger und transparenter machen. Doch es gibt auch immer mehr Scharlatane, die Forscher und Forscherinnen damit täuschen und ausbeuten wollen.

SCIENCE ORF.at

Executive Director wider Willen

„Wow, das gibt’s ja nicht“, meinte Ralf Sommer am Telefon, als er zum ersten Mal gesehen hat, dass er einer von vier „Executive Directors“ sein soll, die die Konferenz „Entomology-2013“ leiten. Anfang September wollen sich Insektenkundler aus der ganzen Welt auf der Konferenz in Orlando im US-Bundesstaat Florida treffen.

Als Sommer vor vielen Monaten per Mail von den Organisatoren gefragt wurde, ob auch er daran teilnehmen möchte, hat er zugesagt. „Als Vortragender“, betont der Direktor der Abteilung für Evolutionsbiologie am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Dass er als „Executive Director“ auf der Homepage der Veranstaltung steht, hat er erst durch science.ORF.at erfahren. „Dem habe ich niemals zugestimmt.“

weiterlesen