CDU-Politiker soll NS-Verbrecher Brunner bei Flucht geholfen haben

Alois Brunner – (c) APA/AFP/STRINGER
Alois Brunner – (c) APA/AFP/STRINGER
Der gebürtige Österreicher und SS-Kommandant Brunner war laut dem Simon-Wiesenthal-Zentrum für die Deportation von 128.500 Juden verantwortlich.

Die Presse.com

Ein Abgeordneter des Deutschen Bundestags hat laut dem „Spiegel“ dem im heutigen Südburgenland geborenen NS-Verbrecher Alois Brunner bei der Flucht geholfen. Das geht aus Unterlagen hervor, die dem deutschen Nachrichtenmagazin laut Vorausbericht vorliegen.

Laut dem Simon-Wiesenthal-Zentrum war der gebürtige Österreicher und SS-Kommandant Brunner für die Deportation von 128.500 Juden aus Österreich, Griechenland, Frankreich und der Slowakei verantwortlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg entzog er sich einer Strafe, indem er eine falsche Identität annahm. Laut syrischen Geheimdienstangaben soll Brunner 2001 im Alter von 89 Jahren in Damaskus gestorben sein.

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Ärger um niederländisches „Abtreibungsschiff“

 Das niederländische
Das niederländische „Abtreibungsschiff“ werde von der Armee festgehalten, teilte die Gruppe „Women on Waves“ („Frauen auf Wellen“) mit. (Foto: AFP)
  • Ein niederländisches „Abtreibungsschiff“ ist nach Angaben von Aktivisten bei seiner Ankunft vor der Küste Guatemalas von der Marine festgesetzt worden.
  • Die Aktivisten wollen in den kommenden fünf Tagen an Bord kostenlose Abtreibungen bis zur zehnten Schwangerschaftswoche anbieten.
  • Die Organisation hat mit ihren „Abtreibungsschiffen“ in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen und Proteste gesorgt.

Süddeutsche.de

Das „Abtreibungsschiff“ einer niederländischen Organisation ist nach Angaben von Aktivisten bei seiner Ankunft vor der Küste Guatemalas von der Marine festgesetzt worden. Die Gruppe „Women on Waves“ („Frauen auf Wellen“) teilte mit, das Schiff werde von der Armee festgehalten. Auf diese Weise würde der „rechtmäßige Protest gegen die staatlichen Beschränkungen des Rechts der guatemaltekischen Frauen auf sichere Abtreibung“ behindert.

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Amnesty wirft Politikern Profilierung „auf Kosten der Menschenrechte“ vor

foto: apa/techt Heinz Patzelt ist gegen ein Burkaverbot, das Gesichtverhüllen bei Ausnahmen allgemein untersagt.
foto: apa/techt Heinz Patzelt ist gegen ein Burkaverbot, das Gesichtverhüllen bei Ausnahmen allgemein untersagt.
Kritik an Mitterlehner, Sobotka. Obergrenzendiskurs negativ, Fußfessel für Gefährder verfassungswidrig

Von Irene Brickner | derStandard.at

Österreichische Regierungspolitiker versuchten, sich auf Kosten der Menschenrechte populistisch zu profilieren, meinte Amnesty-Österreich-Generalsekretär Heinz Patzelt anlässlich der Präsentation des Amnesty-Jahresberichts 2016. In der Länderberichtssammlung von Amnesty International hat die Kritik an Österreich einen Hauptpunkt: die Asylantragsobergrenze. Träte sie in Kraft, würde möglicherweise Menschenrecht an zwei im Asylbereich zentralen Punkten verletzt. Asylsuchende würden dann riskieren, in Staaten zurück zu müssen, in denen ihnen Verfolgung oder unmenschliche Behandlung droht. Und sie könnten um ihr Recht auf Zugang zu fairen Asylverfahren kommen, heißt es im Österreich-Kapitel.

Davon abgesehen beeinflusse die Obergrenze aber auch die Sichtweise auf Flüchtlinge höchst negativ, ergänzt Amnesty-Österreich-Generalsekretär Heinz Patzelt im Standard-Gespräch. Denn die Obergrenzen-Notwendigkeit werde nicht nur durch „teils reale Probleme“ bei hohen Flüchtlingszahlen am Jobmarkt, in der Bildung und Gesundheit begründet.

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Türkischer Verein Atib: Österreich prüft Auslandsfinanzierung

Kontrolliert wird, ob der türkisch-islamische Verein gegen das Verbot der Auslandsfinanzierung verstößt

derStandard.at

Angesichts der Vorwürfe der Grünen gegen den türkisch-islamischen Verein Atib lässt die Regierung nun prüfen, ob ein Verstoß gegen das Verbot der Auslandsfinanzierung vorliegt. „Wenn es da Verstöße gibt, wird man das prüfen und ahnden“, sagte die zuständige Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) am Dienstag vor dem Ministerrat.

Aufgrund des neuen Islamgesetzes dürfen Moscheevereine nicht mehr direkt vom Ausland aus finanziert werden. Atib gilt als Auslandsarm der staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet, die Grünen vermuten daher einen Verstoß gegen das Auslandsfinanzierungsverbot.

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Österreich: Integrationsgesetz bringt mehr Deutschkurse und Burkaverbot

Das Gesetzespaket enthält ein eigenes neues Vollverschleierungsgesetz. – APA/BORIS ROESSLER/DPA
Das Gesetzespaket enthält ein eigenes neues Vollverschleierungsgesetz. – APA/BORIS ROESSLER/DPA
Ab Montag geht das Gesetzespaket in die Begutachtungsphase. Es sieht etwa 35.000 neue Deutschkursplätze, 0-Euro-Jobs und etwaige Verbote von Koran-Verteilungen vor.

Die Presse.com

Das neue Integrationsgesetz, das am Montag in Begutachtung geht, bringt ein Integrationsjahr, mehr Deutschkurse, gemeinnützige Arbeit für Asylberechtigte sowie ein Burkaverbot im öffentlichen Raum. Das Sammelgesetz umfasst gleich eine ganze Reihe von Gesetzesinitiativen und ist die erste Maßnahmen aus dem neuen SPÖ-ÖVP-Regierungsprogramm „Für Österreich“.

Im Rahmengesetz zum Integrationsgesetz wird zum einen der Integrationsbegriff definiert und ein Rechtsanspruch auf einen Deutschkurs festgelegt. Ein Integrationsvertrag sieht künftig die Verpflichtung zu Deutschkursen, Wertekursen sowie zur Annahme von Arbeit vor. Bei Verstößen gegen diese Verpflichtungen kann es zur Streichung der Mindestsicherung kommen. Derzeit befinden sich 15.000 Teilnehmer in Wertekursen. 2017 sollen 35.000 neue Deutschkursplätze geschaffen werden.

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Genitalverstümmelung in Österreich: Mehr Frauen betroffen

foto: reuters/modola T-Shirt mit Aufdruck gegen FGM aus einer Kampagne in Schulen in Kenia.
foto: reuters/modola T-Shirt mit Aufdruck gegen FGM aus einer Kampagne in Schulen in Kenia.
Die Frauen haben mit beträchtlichen gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen: mit vaginalen Blutungen, wiederholten Harnwegsinfektionen, hohen Komplikationsrisiken bei Geburten, manchmal auch Sterilität – nicht zu vergessen mit dem Verlust genitaler Genussfähigkeit.

derStandard.at

Auch in Österreich leben tausende Frauen, die als Kinder oder Halbwüchsige genital verstümmelt wurden, also FGM (Female Genital Mutilation) über sich ergehen lassen mussten – und viele kleine Mädchen, denen dies ohne Gegenmaßnahmen vielleicht noch bevorsteht.

„Wie viele betroffene Mädchen und Frauen es in Österreich aktuell tatsächlich gibt, ist unbekannt. Auf alle Fälle sind es wohl deutlich mehr als die 2006 geschätzten 6000 bis 8000“, sagte Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, bei einer Pressekonferenz mit Expertinnen anlässlich des kommenden Montag begangenen internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung. Sie forderte die Bundesregierung auf, im Rahmen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mehr Projekte zur Bekämpfung von FGM zu unterstützen. Derzeit geschehe dies nur im Rahmen eines einzigen Projekts in Äthiopien.

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Austria: „Staatsverweigerer“ wegen versuchter Erpressung vor Gericht

Prozess in Krems – (c) APA (HELMUT FOHRINGER)
Prozess in Krems – (c) APA (HELMUT FOHRINGER)
Der 46-Jährige soll verschiedene Gebühren nicht bezahlt und „Rechnungen“ über jeweils zehn Millionen Euro für die Verwendung seines Namens geschickt haben.

Die Presse.com

Wegen versuchter Erpressung musste sich ein „Staatsverweigerer“ am Montag in Krems vor Gericht verantworten. Der 46-Jährige aus dem Bezirk Horn soll Müllabfuhr- und Gemeindegebühren sowie Pflichtversicherungsbeiträge nicht bezahlt und „Rechnungen“ über jeweils zehn Millionen Euro für die Verwendung seines Namens geschickt haben. Der Angeklagte äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

„Ich bin ein lebender Mann aus Fleisch und Blut, ein beseeltes Wesen. Ich bin nur dem Schöpfer unterworfen. Nur mein Schöpfer kann über mich richten. Sind Sie mein Schöpfer?“, meinte der 46-Jährige, der seit Dezember in U-Haft sitzt, während des Prozesses immer wieder zur Richterin.

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Vollverschleierungs- und Burkaverbot in Österreich

Themenbild
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In Österreich wird auch die Koran- Verteilung durch Salafisten verboten. Außerdem kommt ein Kopftuchverbot für Exekutive, Richter und Staatsanwälte

kath.net

In Österreich hat sich die Bundesregierung auf ein neues Integrationsgesetz mit Vollverschleierungs- bzw. ein Burkaverbot im gesamten öffentlichen Raum sowie Kopftuchverbot für Exekutive, Richter und Staatsanwälte verständigt. Dies berichtet die „Krone“. In Zukunft sind in Österreich auch Koran-Verteilungen durch Salafisten verboten. Das Gesetz wurde vom österreichischen Außenminister Sebastian Kurz forciert. Bereits im Dezember meinte er dazu: „Es ist aus meiner Sicht ein wichtiges Signal, dass es in Österreich keinen Platz für Symbole der Gegengesellschaft gibt. Es gibt keinen Platz für Symbole, die im Widerspruch zur Gleichstellung von Mann und Frau stehen, und die Vollverschleierung zähle ich dazu. Und es gibt in unserem Land keinen Platz dafür, dass Salafisten den Koran verteilen.“

Mit Spürhunden gegen eingeschleppte Schädlinge

foto: bwl Die Hündin Joy im Einsatz: Der asiatische Laubholz-Bockkäfer nistet sich unter der Baumrinde ein. Trainierte Hunde riechen einen Befall viel früher, als ihn der Mensch sieht.
foto: bwl Die Hündin Joy im Einsatz: Der asiatische Laubholz-Bockkäfer nistet sich unter der Baumrinde ein. Trainierte Hunde riechen einen Befall viel früher, als ihn der Mensch sieht.

Es sind zwei Schädlinge, auf die Förster derzeit in Österreich besonderes Augenmerk legen müssen: ein Pilz und ein Käfer. Beide haben sie idyllische Namen, sind aber gefährlich für den heimischen Baumbestand.

Von Johanna Ruzicka | derStandard.at

Das Falsche Weiße Stängelbecherchen ist Grund dafür, dass Teile der Donauauen derzeit gesperrt werden müssen, so beispielsweise die Au bei Korneuburg. Der Pilz greift nämlich den unteren Teil der dort häufigen Eschen an. Wenn die Bäume mal innerlich von dem Pilz zerfressen sind, können sie ohne große Vorwarnung umfallen. Bei Stämmen, die gut und gerne 70 Zentimeter Durchmesser haben können, ist dies für erholungssuchende Spaziergänger äußerst gefährlich. Laub- und Obstbäume betroffen Der asiatische Laubholz-Bockkäfer, von Forstleuten schon flott ALB abgekürzt, ist ein Import aus China und befällt alle möglichen Laubbäume, auch Obstgehölze. Gefährlich ist er besonders für den Ahorn.

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NS-Verbrecher Brunner soll in Keller in Damaskus gestorben sein

Alois Brunner / Bild: APA/AFP/STRINGER
Alois Brunner / Bild: APA/AFP/STRINGER
Der Österreicher habe seine letzten Lebensjahre unter elenden Bedingungen verbracht, heißt es in einem Medienbericht. Bisher war nichts über die Umstände seines Todes bekannt.

Die Presse.com

Der Nazi-Kriegsverbrecher Alois Brunner ist einem französischen Magazinbericht zufolge 2001 im Alter von 89 Jahren unter elenden Bedingungen in Syrien gestorben. Brunner habe die letzten Jahre im Keller eines Wohnblocks von Damaskus verbracht, sagten ehemalige Mitglieder des syrischen Geheimdienstes dem französischen Magazin „XXI“.

Einer von Brunners Wachmännern namens Omar berichtete dem Magazin, der frühere Mitarbeiter von Adolf Eichmann habe „gelitten und viel geweint“. Zu Essen habe er „Militärrationen – grässliches Zeug – sowie ein Ei oder eine Kartoffel“ gehabt. Den Berichten von Omar und seinen beiden Kollegen zufolge blieb Brunner bis zum Ende ein fanatischer Antisemit und Nazi.

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Richter: Bei Kopftuchverbot auch kein Kreuz im Gericht

foto: robert newald Die Richterschaft will seit langem Kreuze aus den Verhandlungssälen verbannen. Richterin mit Kopftuch gibt es in Österreich keine.
foto: robert newald Die Richterschaft will seit langem Kreuze aus den Verhandlungssälen verbannen. Richterin mit Kopftuch gibt es in Österreich keine.
Eine von Justizminister Wolfgang Brandstetter einberufene Arbeitsgruppe kam zu dem Schluss: Entweder alle religiösen Symbole sind erlaubt – oder gar keine.

Von Katharina Mittelstaedt | derStandard.at

Kreuze in Schulen und Gerichtssälen, doch keine Lehrerinnen und Richterinnen mit Kopftuch – während heimische Politiker hitzig diskutieren, was möglich sein soll, steht zumindest für den Bereich Justiz längst fest, was möglich ist. Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) hat vergangenen Sommer nämlich eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit genau diesen Themen auseinandersetzen sollte. Wie der STANDARD erfahren hat, liegt der entsprechende Endbericht inzwischen vor. Das Ergebnis der rechtlichen Analyse: Eine Differenzierung zwischen Symbolen verschiedener Religionen ist verfassungsrechtlich nicht zulässig.

In der Justiz ist man nun verwundert über Brandstetters Aussagen, er würde den Vorschlag von Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) unterstützen. Dieser fordert ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen und Richterinnen, will aber gleichzeitig das Kreuz keinesfalls infrage stellen. „In der christlichen Kultur ist man Kreuze gewöhnt. Deshalb hat ein Kreuz in einem Verhandlungssaal bei uns keinen Auffälligkeitswert – im Gegensatz zu Kopftuch oder Kippa bei Amtsträgern“, argumentierte Brandstetter im „Kurier“-Interview.

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Österreichische Kirchenstatistik: Weniger Katholiken, mehr Geld!

Bild: tilly
Bild: tilly
Offizielle Statistik der Österreichischen Bischofskonferenz veröffentlicht: Knapp 55.000 Austritte im Jahr 2016. Das Geld wird hingegen nicht weniger. 10 Millionen Mehreinnahme als im Jahr davor.

kath.net

Die katholische Kirche in Österreich hat am Dienstag die neueste Kirchenstatistik veröffentlicht, dass seelsorgliche Kennzahlen wie die Zahl der sonntäglichen Messbesucher oder die Zahl der Firmungen und Erstkommunionen weiter zurückgehen. Wurden an den sogenannten „Zählsonntagen“ 2015 zwischen 568.000 und 606.000 Messbesucher gezählt, so waren es 2014 zwischen 577.000 und 623.000 und 2013 zwischen 582.000 und 629.000.

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Russland-Sanktionen vernichteten 400.000 Jobs

Heinz Fischer ließ sich im April trotz Sanktionen nicht von einem Besuch bei Wladimir Putin abhalten - derstandard.at
Heinz Fischer ließ sich im April trotz Sanktionen nicht von einem Besuch bei Wladimir Putin abhalten – derstandard.at
Der Wirtschaftskrieg mit Russland hat die EU-Staaten 2015 fast 18 Milliarden Euro gekostet. Die Handelsbeziehungen hätten allerdings auch ohne jede Sanktion dramatisch gelitten, zeigt eine neue Studie

Von Günther Oswald | derStandard.at

Ein großer Anhänger der Russland-Sanktionen durch die EU war die rot-schwarze Regierung nie. „Österreich ist gegen eine Verschärfung oder Verlängerung dieser Einschränkungen“, deponierte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) noch im November. Auch Ex-Bundespräsident Heinz Fischer versicherte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im April 2016 in Moskau, er würde eine „schrittweise Aufhebung“ begrüßen.

In Brüssel trug Österreich bisher aber alle Beschlüsse mit. Erst wenige Tage vor Weihnachten wurden die Wirtschaftssanktionen um weitere sechs Monate bis 31. Juli 2017 verlängert. Auch Russland ist bisher von seinen Gegenreaktionen nicht abgerückt.

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Wie Luther das Christkind erfand

Gustav König: Luthers Winterfreuden im Kreise seiner Familie, Stahlradierung, 1851 (Ausschnitt)
Gustav König: Luthers Winterfreuden im Kreise seiner Familie, Stahlradierung, 1851 (Ausschnitt)
Am Samstag kommt zu vielen Kindern in Österreich und Süddeutschland das Christkind. Martin Luther persönlich, Reformator und Theologe soll es „erfunden“ haben. Was uns heute ein herziger Brauch für kleine Kinder ist, hat einen handfesten theologischen Kern.

Von Johanna Grillmayer | religion.ORF.at

Denn natürlich ging es Luther mit seiner Schöpfung nicht nur darum, seine „Kindlin“ zu erfreuen. Christian Danz, Professor für Systematische Theologie A. B. an der Universität Wien, erkennt hinter der Schöpfung des Christkinds, das am 24. oder 25. Dezember Geschenke bringt, verschiedene Motive.

Die Entmachtung der Heiligen

Zum einen, so der Theologe im Gespräch mit religion.ORF.at, sei es um die Entmachtung des Nikolaus als Gabenbringer gegangen: „Das hängt damit zusammen, dass für das reformatorische Christentum die Heiligen keine Bedeutung haben.“ Dahinter stehe der Glaube, „dass das Heil von Gott allein gegeben wird und es da keine Mittler mehr gibt. Damit treten die Heiligen, die in der christlichen Tradition und in der mittelalterlichen Kirche eine sehr zentrale Vermittlerrolle haben, zurück, und Luther nimmt eine Umbesetzung vor.“

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Austria: Vertrauen in die Kirche ist wieder angestiegen

Bild: tilly
Bild: tilly
Nur für jeden vierten Österreicher hat Weihnachten gar keine religiöse Bedeutung. Wobei nach wie vor das Fest von 90 Prozent als eines der Versöhnung gesehen wird

Von Conrad Seidl | derStandard.at

Was wohl die Mormonen glauben? Oder die Freikirchen? Für die meisten Österreicher sind das ziemlich unbekannte Religionen. Nur bei der katholischen Kirche meinen 43 Prozent, dass sie sehr gut Bescheid wissen, weitere 36 Prozent kennen sich nach eigenem Bekunden gut aus. Schon wenn es um die evangelischen Bekenntnisse geht, finden sich nur mehr 29 Prozent in den beiden Kategorien, die sich mehr oder weniger gut auskennen. Das geht aus der aktuellen Weihnachtsumfrage des Linzer Market-Instituts für den Standard unter 415 Wahlberechtigten hervor.

Religionsunterricht für alle

In diesem Zusammenhang wurde auch die Meinung zum Religionsunterricht abgefragt – und da erklärten 63 Prozent der Befragten, dass sie mehr oder weniger stark dafür sind, dass alle Kinder, unabhängig von der Religiosität der Eltern, etwas über alle Religionen lernen sollten.

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Türkisches Exilmedium in Wien

Türkische Journalisten der Zeitung „Cumhuriyet“ bei einer Demonstration für Medienfreiheit in Istanbul. / Bild: (c) Imago/Zuma Press
Türkische Journalisten der Zeitung „Cumhuriyet“ bei einer Demonstration für Medienfreiheit in Istanbul. / Bild: (c) Imago/Zuma Press
Journalisten aus der Türkei, die in ihrer Heimat arbeitslos geworden sind oder verfolgt werden, haben in Österreich ein freies Online-Nachrichtenportal aufgebaut.

Von Duygu Özkan | Die Presse.com

Doğan Ertuğrul kennt die Türkei Erdoğans auch deswegen sehr gut, weil er sie von innen erlebt hat. Mehrere Jahre war der Journalist für die Tageszeitung „Star“ tätig, die den Kurs des konservativ-islamischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdoğan, unterstützt. „Ich habe gesagt, das Zeitungswesen in der Türkei geht nicht in eine richtige Richtung“, sagt Ertuğrul. Er kündigte seinen Posten als Chef vom Dienst und schrieb fortan als freiberuflicher Journalist Reportagen für die Zeitung „Zaman“, die als Sprachrohr des islamischen Predigers Fethullah Gülen gilt.

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Türkei: Konfrontationskurs gegen Österreich „auf allen Ebenen“

Türkischer Außenminister Mevlüt Cavusogl. Bild: Die Presse.com
Türkischer Außenminister Mevlüt Cavusogl. Bild: Die Presse.com
Außenminister Mevlüt Cavusoglu will „auf allen Ebenen“ gegen Wien auftreten. In der Visa-Frage zeigt er sich ebenfalls unzufrieden.

Die Presse.com

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat in einem türkischen TV-Interview auf Österreichs Forderung nach Einfrieren der EU-Beitrittsverhandlungen mit scharfer Kritik reagiert und einen Konfrontationskurs angekündigt. Er werde von nun an „auf allen Ebenen gegen Österreich auftreten“, sagte Cavusoglu laut Medienberichten vom Donnerstag.

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Deutsche Regierung will Pkw-Maut vor Weihnachten beschließen

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt macht nach der Einigung mit der EU-Kommission bei der Umsetzung der Pkw-Maut Druck. Noch vor Weihnachten will die Regierung in Berlin das geänderte Maut-Gesetz im Kabinett beschließen, wie die Nachrichtenagentur Reuters recherchierte. Die geplante Maut sorgt weiterhin für Ärger mit Österreich.

derstandard.at

Danach soll die Maut am 21. Dezember das Kabinett passieren. Bisher hatte das Ministerium lediglich erklärt, dass man noch vor Weihnachten einen Gesetzesentwurf erarbeiten und in die Abstimmung mit den Ressorts geben wolle. Im Kabinett müssen dann auch die SPD-geführten Ministerien zustimmen. In den Sozialdemokraten wird die Pkw-Maut des CSU-Politikers Dobrindt kritisch gesehen.

Hintergrund des Verfahrens dürfte sein, dass Dobrindt die Gesetzgebung aus dem Bundestagswahlkampf und auch aus den Landtagswahlkämpfen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen heraushalten will. Vor allem in NRW wird die Maut, die allein Ausländer zusätzlich belasten soll, nicht nur bei der SPD, sondern auch bei der CDU kritisch gesehen. Mit seiner Grenze zu den Niederlanden und Belgien hat das Land ein großes Interesse am grenzüberschreitenden Verkehr für Pendler und Gewerbe.

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Türkei weitet die Gülen-Jagd auf Österreich aus

Der Putsch war gegen ihn gerichtet: Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit seiner Frau, Emine. / Bild: imago/Depo Photos
Der Putsch war gegen ihn gerichtet: Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit seiner Frau, Emine. / Bild: imago/Depo Photos
Über das Religionsamt forscht Ankara Gülenisten im Ausland aus. Österreich unterstütze die Bewegung des Predigers, heißt es in einem Bericht.

Von Duygu Özkan | Die Presse.com

Die Jagd nach Mitgliedern der islamischen Gülen-Bewegung, die für den blutigen und gescheiterten Juliputsch in der Türkei verantwortlich gemacht werden, hört an den Landesgrenzen nicht auf. Über die Auslandsniederlassungen der Religionsbehörde Diyanet werden Geistliche und Moscheebesucher animiert, mutmaßliche Anhänger der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen bekannt zu geben. Mitte September hat das Religionsamt unter anderem die türkischen Auslandsvertretungen in Deutschland in einem offiziellen Brief aufgefordert, Bericht zu erstatten. Das vermeldet die Tageszeitung „Die Welt“. In der Zwischenzeit sind Dokumente aus knapp 40 Ländern in Ankara eingetrudelt – sie sind für eine parlamentarische Kommission bestimmt, die Ankara zur Untersuchung des Putschherganges einberufen hat.

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Erst kommt das Beten, dann die Moral

Wenn es um Werte geht, dann sind die Religionen ganz vorn dabei im Schulunterricht. Das Fach Ethik dagegen – immerhin schon seit 20 Jahren Schulversuch in Österreich – fristet ein Schattendasein, obwohl es nötiger wäre denn je.

Von Martin Praska | derStandard.at

Die bibelfesten Anteile der USA und ihre Trump’schen: Stehen sie in irgendeinem Zusammenhang? So wie die katholischen und die nationalsozialistischen im Österreich des Thomas Bernhard? Wo gibt die politische Bühne dem Allmächtigen heute nicht wieder eine tragende Rolle? Vom türkischen und weiter östlich gelegenen Allahu-akbar-Jenseits einmal abgesehen.

Auch bei uns kramt einer den lieben Gott hervor, um mit dessen Segen Rechtspopulismus und -extremismus in die Hofburg zu tragen. In seinem Gefolge die Retter des christlichen Abendlandes. Gegen den Jihad in Stellung gebracht. Denn auch der Islamismus ist hier angekommen. In Kindergarten, Schulhof und Jugendzentrum. Das Land teilt sich in Gut- und in Bösmenschen. Allenthalben Hasspostings und Hassprediger. Aus allen religiösen und pseudoreligiösen Ecken. Am Viktor-Adler-Markt und in der Hinterhofmoschee.

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