Schlagwort-Archive: Österreich

Stalinistischer Personenkult: Frauenzeitschrift ‘Mein Papst’

FOTO: Panini Verlag

FOTO: Panini Verlag

Die erste Illustrierte, die sich ganz Papst Franziskus widmet, erscheint am 18. März erstmals in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren


kath.net

Volksnah, menschlich, seriös: So präsentiert Panini vom 18. März an Papst Franziskus in der Illustrierten „Mein Papst“. Der Stuttgarter Verlag publiziert damit die erste Zeitschrift in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich ganz dem Heiligen Vater widmet. Auf 72 Seiten werden monatlich die wichtigsten Momente und Botschaften des beliebten katholischen Kirchenoberhaupts mit den Lesern geteilt. Mit einer Druckauflage von 250.000 Exemplaren will Panini als Kernzielgruppe Frauen ab 40 ansprechen, die ein großes Interesse am Pontifex und dem Vatikan haben. Der neue Titel (Copypreis D 1,80 Euro) wird entsprechend zielgruppenspezifisch distribuiert: in Ballungsgebieten und überwiegend katholischen Regionen. Im Zeitschriftenregal wird „Mein Papst“ neben aktuellen Frauenzeitschriften platziert.

weiterlesen

de Maizière: Verfolgte sind willkommen

Thomas de Maizière (2012), Bild: wikimedia.org/PD

Bundesinnenminister Thomas de Maizière äußert sich im Interview über Flüchtlingspolitik, Kirchenasyl, das „C“ in „CDU“ und die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört.


Von Karsten Huhn|kath.net

Deutschland diskutiert über die Flüchtlingspolitik: Wer darf kommen? Wer darf bleiben? Und wann ist das Kirchenasyl legitim? Der engagierte evangelische Christ – Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) – ist mit solchen Fragen täglich beschäftigt. Mit ihm sprach idea-Redakteur Karsten Huhn.

idea: Herr Bundesminister, weltweit gibt es derzeit 50 Millionen Flüchtlinge. Deutschland hat 2014 200.000 von ihnen aufgenommen. Reicht das?

de Maizière: Für politisches Asyl kennt das deutsche Recht keine Obergrenze – und das ist auch richtig. Von den mehr als 200.000 Asylantragstellern stammen über die Hälfte aus Europa, insbesondere aus den Balkanstaaten Serbien und Kosovo. Allerdings ist die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der Europäischen Union unangemessen. Deutschland, Schweden, Österreich und Malta nehmen überproportional viele Flüchtlinge auf, Deutschland allein fast 40 Prozent aller Flüchtlinge in Europa. Das liegt unter anderem daran, dass sie bei uns anständig untergebracht werden und ein anständiges Asylverfahren bekommen. Dieses wollen wir beschleunigen, damit schneller klar wird, was aus ihnen wird. Diejenigen, deren Asylantrag abgelehnt wird, sollten zurückgeführt werden. Es gibt aber auch Länder, die nahezu keine Flüchtlinge aufnehmen. Ich strebe an, dass wir das in Europa ändern.

idea: Sie sagten, Flüchtlinge würden anständig untergebracht. Oft handelt es sich um Notunterkünfte wie Turnhallen.

de Maizière: Ich habe mir etliche Erstaufnahmelager angesehen. Zugegeben: Sie sind nicht immer besonders schön. Aber insgesamt werden die Flüchtlinge in Deutschland ordentlich versorgt. Dazu muss man wissen, dass der Anstieg der Flüchtlingszahlen für uns nicht vorhersehbar war. 2008 hatten wir weniger als 30.000 Asylbewerber. Entsprechend hatten die Länder und Kommunen ihre Kapazitäten abgebaut. Aber wenn jetzt an einem Wochenende 800 neue Flüchtlinge ankommen, wird es schwierig. Doch wir geben uns Mühe und müssen uns im internationalen Vergleich nicht verstecken. Außerdem hat der Bund die Anstrengungen der Länder und Kommunen, wieder mehr Unterkünfte für Flüchtlinge bereitzustellen, sehr unterstützt.

weiterlesen

Todesstrafe: Schwerstmögliche Strafe in Zahlen

3c94d-hinrichtung-todesstrafe-todesspritze

Während die meisten Staaten die Todesstrafe abgeschafft haben, halten einige weiterhin daran fest. Darunter befindet sich auch ein Land in Europa


Von Michael Bauer|derStandard.at

Die Todesstrafe als schwerstmögliche Strafe war bis Mitte des 19. Jahrhunderts in allen Staaten verbreitet. Als erster Staat schaffte San Marino 1848 die Todesstrafe ab, Österreich zog 1950 nach. 58 Staaten exekutieren sie heute noch, 34 Länder haben de jure noch die Todesstrafe, sie wird aber nicht mehr exekutiert. Als einziges europäisches Land führt Weißrussland die Todesstrafe durch, 2014 wurden mindestens 3 Menschen hingerichtet. Als einziges Mitglied der OECD führte die USA Hinrichtungen durch.

Genaue Zahlen zu Hinrichtungen sind schwer zu bekommen. Wissenschaftler und Aktivisten sind hier auf Medienberichte und Angaben von Regierungen angewiesen. Einige Staaten wie China oder Nordkorea behandeln die Todesstrafe als Staatsgeheimnis. So kann, obwohl bekannt ist, dass diese Staaten regelmäßig Menschen hinrichten, keine genaue Zahl ermittelt werden. Aus dem letzten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zur Todesstrafe im Jahr 2013 (Zahlen zum Jahr 2014 werden Anfang April bekannt gegeben) geht hervor: 22 Staaten führten Hinrichtungen durch. In 57 Staaten wurden Menschen zur Todesstrafe verurteilt.

weiterlesen

Österreich: Seit 2010 wurden 20 Millionen Euro an 1.400 Missbrauchsopfer ausbezahlt

missbrauch_kathol

Fünf Jahre nach ihrer Einrichtung ist die Opferschutzanwaltschaft für Fälle von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche weiterhin tätig: Das hat die Leiterin der Kommission, Waltraud Klasnic, am Mittwoch gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal dargelegt. Weiterhin würden sich Betroffene von Missbrauch in der katholischen Kirche melden – allein 138 im Vorjahr, erklärte die frühere ÖVP-Politikerin, derzufolge die Kommission bisher rund 20 Millionen Euro an Opfer ausgezahlt hat.


kathweb

Die schwersten Missbrauchsfälle dürften bereits in den ersten Jahren bei der Kommission gemeldet worden sein, so Klasnics Einschätzung; sie glaube auch, “dass es Menschen gibt, die sich nie melden werden, weil sie es nicht können, oder weil sie vielleicht nicht mehr leben”. Schließlich habe eine Untersuchung gezeigt, dass es auch zahlreiche Suizide gegeben habe. Ihr sei immer bewusst gewesen, dass manche traumatisierte Menschen ein schweres Schicksal tragen; seit Beginn der Kommissionsarbeit könne sie verstehen, dass dies bis zur Arbeitsunfähigkeit gehen könne.

weiterlesen

Experten sehen Esoterik als Gefahr: “Die Religion des 21. Jahrhunderts”

Bild: svz.de

Bild: svz.de

Von der Channeling-Botschaft aus dem Jenseits bis zum Engelsspray aus der Flasche: Mit neuen, aggressiven Marketingmethoden schwappt die Esoterikwelle nach Österreich.


nachrichten.at

Experte Johannes Fischler schätzt, dass diese Branche in Deutschland jährlich 20 bis 25 Milliarden Euro Umsatz macht: “In Österreich rechnet man mit einem Zehntel davon, vielleicht mehr.”

Während früher die Gurus ihre Anhänger um sich scharten, um sie dann auszubeuten, seien nun die Methoden weitaus raffinierter. “Es gibt fast immer einen stufenweisen Weg, der zum Licht oder zur Erleuchtung führt”, sagt Fischler, der zu diesem Thema das Buch “New Cage – Esoterik 2.0″ schrieb. Via Abonnement bucht man kostspielige Fernlehrgänge im Internet, bevor man selbst zur Lichtperson oder zum Heiler wird. Dieser werbe dann neue Schüler an. Daher sei mittlerweile an jeder Hausecke ein Meister zu finden: “Es ist eine spirituelle Epidemie ausgebrochen.” Fischler spricht von einer “Invasion der Meister”: “Sie verbreiten sich nach dem Schneeballsystem.”

weiterlesen

Schnüffeldrogen: Höchstgericht zieht Poppers aus dem Verkehr

Bild: (c)

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Verbot des Bundesamts für Sicherheit und Gesundheit, Stimulanzmittel zum Schnüffeln zu bewerben und zu vertreiben. Das Amt verlangt auch Namen von Kunden, aber nicht von Konsumenten.


Von Benedikt Kommenda|Die Presse

Sie kommen in kleinen bunten Fläschchen daher und versprechen sagenhafte Wirkungen: Wer an Poppers schnüffelt, soll innerhalb von Sekunden high sein, Hemmungen verlieren, die Muskulatur (bis hin zum Schließmuskel) entspanne sich, die Lust beim Sex soll sich verstärken. Die Nebenwirkungen der vorgeblichen Raumluftverbesserer haben es aber auch in sich: Sie reichen von Kopfschmerzen über Schwindel, Herzrasen, Blutdruckabfall, Ruhelosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Bei höherer Dosierung kann es zu Ohnmacht, akuten Psychosen, vorübergehenden Lähmungen und – selten – zum plötzlichen Tod kommen. Das Einatmen der flüchtigen nitrithaltigen Flüssigkeit kann Haut und Schleimhäute schädigen; bei langfristigem Gebrauch droht Impotenz.

Diese Wirkungen und Nebenwirkungen waren für das Bundesamt für Sicherheit und Gesundheitswesen Grund genug einzuschreiten: Es verbot einem Unternehmen in Wien, einzeln aufgelistete Schnüffeldrogen im Internet zu bewerben und online zu vertreiben. Entgegen einer Beschwerde des Unternehmens bestätigte der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) diese Zwangsmaßnahme gegen die gesundheitsgefährenden Produkte und zog diese damit rechtskräftig aus dem Verkehr (2012/10/0189).

weiterlesen

Union: Imame sollten auf Deutsch in Moscheen predigen

KoranDies könne zur Vertrauensbildung in der Mehrheitsgesellschaft beitragen, erklärte der religionspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung.


kath.net

Das Predigen auf Deutsch sollte aus Sicht der Union Alltag in den Moscheen der Republik werden. Dies könne zur Vertrauensbildung in der Mehrheitsgesellschaft beitragen, erklärte der religionspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung (CDU), am Mittwoch in Berlin. Viele in Deutschland lebende Muslime der dritten Generation sprächen die ursprüngliche Gebetssprache ohnehin nicht mehr richtig, weshalb deutsche Predigten auch ihnen zugute kämen.

weiterlesen

Türkei sieht Islamgesetz als “gewaltigen Fehler”

Die Türkische Nationalversammlung "Der Souverän ist ausnahmslos das Volk" (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG

Die Türkische Nationalversammlung “Der Souverän ist ausnahmslos das Volk” (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG

Österreich beendet auch Schulungsprogramm für türkische Imame


Von Markus Bernath|derStandard.at

Acht Imame stehen im Salon der österreichischen Botschaft, und der Hausherr sagt einen schönen Satz: “Als Religionsbeauftragte haben Sie eine besondere Brückenfunktion zwischen Ihren Gemeinden und der österreichischen Gesellschaft, zwischen der Türkei und Österreich.”

Das mit der Brücke, die Klaus Wölfer, der Botschafter in Ankara, beschwor, stimmt nun so nicht mehr. Ziehbrücke wäre jetzt wohl treffender. Mit dem Islamgesetz hat das Außenministerium in Wien auch gleich die jährlichen “Imamschulungen” für beendet erklärt, mit denen muslimische Religionsbeauftragte aus der Türkei für ihren Einsatz in Österreich vorbereitet wurden – zwei Tage Rechts- und Landeskunde in Ankara, eine weitere Woche in Wien, nach der Ankunft in Österreich.

weiterlesen

Wir wollen keine Imame, die Angestellte anderer Regierungen sind und hier in Österreich predigen”

der österreichische Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz© Sven Hoppe/DPA

Die große Koalition in Österreich wünscht sich einen “Islam österreichischer Prägung”. Dazu verabschiedete das Parlament in Wien nun ein neues Islamgesetz. Von vielen Seiten hagelt es Kritik.


stern.de

Österreich hat die Finanzierung muslimischer Vereine und Moscheen aus dem Ausland verboten. Mit der Regierungsmehrheit von Sozialdemokraten und Konservativen beschloss das Parlament in Wien eine Neufassung des Islamgesetzes von 1912. Es soll künftig muslimisches Leben im Land umfassend regeln. Islamverbände und Opposition kritisierten den Entwurf. Die rechte FPÖ kritisierte das Gesetz. Der Islam gehöre weder historisch noch kulturell zu Österreich, sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

weiterlesen

 

AKW-Befürworter: Zwischen Verehrung des freien Marktes und Abhängigkeit vom Staat

Gelände des Neubaus – “Western End of Hinkley Point Nuclear Power Station”; Foto: Richard Baker /CC BY-SA 2.0

Zwischen Großbritannien und Österreich schwelt ein Atomstreit. Großbritannien lässt neue Atomkraftwerke bauen. Gegen eines dieser Bauprojekte – das an der Küste der Grafschaft Somerset gelegene Atomkraftwerk Hinkley Point C – will das Land Österreich klagen. Der Grund: Die Finanzierung sei mit dem europäischen Wettbewerbsrecht nicht vereinbar.


Von Christian Bunke|TELEPOLIS

Nicht nur Österreich ist dieser Meinung. Auch 20 europäische Stromproduzenten aus erneuerbaren Energien wollen gegen Großbritannien rechtliche Schritte einleiten. Bereits Ende November 2014 reichten die Elektrizitätswerke Schönau aus dem Schwarzwald eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein.

Doch Großbritannien ficht das nicht an. Österreich erhielt bereits eine Protestnote, in der die Inselmonarchie Maßnahmen ankündigt. Kein Vorhaben Österreichs soll mehr vor einer eskalierenden Abfolge rechtlicher Maßnahmen Großbritanniens sicher sein. Der von Großbritannien ausgeübte Druck geht über den Einzelfall Hinkley Point hinaus. So soll Österreich die Atomkraft als “nachhaltige Energiequelle” anerkennen, andernfalls müsse das Land “beim EU-internen effort sharing einen größeren Anteil” tragen.

Hinkley Point C: ohne Beihilfen des britischen Staates und der EU unmöglich

In Großbritannien herrscht über Parteigrenzen hinweg Einigkeit über den Bau neuer Atomkraftwerke. Schon 2008 wurde das unter der von Tony Blair und Gordon Brown geleiteten Labour Regierung beschlossen. Auch die Konservativen waren damals dafür. Sie gaben damals aber eine Warnung mit auf den Weg. Unter keinen Umständen, so forderten sie, dürften staatliche Gelder für den Bau neuer Kraftwerke ausgegeben werden.

weiterlesen

Studie belegt: Kirchenasyle verhindern staatliche Fehlentscheidungen

Eine Kirch in Frankfurt © friedenspanzer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Fast alle geplanten Abschiebungen wurden nach einem Kirchenasyl ausgesetzt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Bundesinnenminister de Maizière sieht das anders. Er warf den Kirchen Missbrauch vor. “Fast alle geplanten Abschiebungen wurden nach einem Kirchenasyl ausgesetzt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Bundesinnenminister de Maizière sieht das anders. Er warf den Kirchen Missbrauch vor.


MiGAZIN

In der Kontroverse um das Kirchenasyl springen Migrationsforscher den christlichen Gemeinden bei. Eine Studie des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien belege, dass Kirchenasyle in der Regel Betroffene vor staatlichen Fehlentscheidungen bewahrten, teilte die Uni Osnabrück am Montag mit. Im Jahr 2013 seien beispielsweise zu 95 Prozent die zuvor geplanten Abschiebungen nach dem Kirchenasyl ausgesetzt worden. “Das Kirchenasyl ist nicht verfassungsrechtlich problematisch”, sagte die Projektleiterin Helen Schenken. “Vielmehr stellt es ein Korrektiv zu den staatlichen Abschiebeentscheidungen dar.”

weiterlesen

Austria: Grüne wollen neutrales Fach “Ethik und Religionen”

Themenbild.Bild: katholisches.info

Themenbild.Bild: katholisches.info

Ein Fach ohne speziellen weltanschaulichen Hintergrund soll den Religionsunterricht ersetzen.


Die Presse

Für einen verpflichtenden, weltanschaulich möglichst neutralen “Ethik- und Religionenunterricht” im Umfang von zwei Stunden pro Woche für alle Schüler sprach sich heute, Mittwoch, der Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser, aus. Der konfessionelle Religionsunterricht befinde sich “in der Krise” und sollte zukünftig gesondert und nur auf freiwilliger Basis angeboten werden.

Themen wie Gewalt, die Stellung der Frau

Da der bisherige Religionsunterricht immer weniger Schüler erreiche, sei es umso wichtiger, dass Themen wie Gewalt, die Stellung der Frau in der Gesellschaft oder Standpunkte zur Todesstrafe in den Klassen gemeinsam und unter Anleitung diskutiert werden. Das wäre auch eine Möglichkeit, der möglichen Radikalisierung von Schülern entgegenwirken, so Walser bei einer Pressekonferenz in Wien. Er werte die Vorstöße in Richtung “Ethikunterricht” aus der ÖVP in den vergangenen Wochen als Zeichen, dass die Volkspartei ihre bisherige Blockade aufgebe.

weiterlesen

Admonter Pater nach Missbrauchs-Vorwürfen aller Aufgaben enthoben

missbrauch_katholAnzeige nach Vorwürfen sexueller Vergehen bereits erstattet – Abt Hubl: Stift wird mit Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten


kathweb

Ein Pater des Stiftes Admont ist nach Vorwürfen sexueller Vergehen von allen Ämtern und Aufgaben enthoben worden. Die Klosterleitung habe nach Bekanntwerden von Vorwürfen “sofort alle innerkirchlich vorgesehenen Schritte in die Wege geleitet” und den Pater bis zur Klärung aller Ämter enthoben, gab das Stift am Dienstag in einer Presseaussendung bekannt. “Mit großer Betroffenheit habe ich vor rund drei Wochen von den Vorwürfen sexueller Vergehen gegen einen unserer Mitbrüder erfahren”, erklärte Abt Bruno Hubl in der Stellungnahme.

weiterlesen

 

ÖVP – Kirche: Eine schwierige Dauerbeziehung – Kirchenpartei

Reinhold Lopatka und Reinhold Mitterlehner. / Bild: (c) APA/ERWIN SCHERIAU (ERWIN SCHERIAU)

ÖVP und katholische Kirche benötigen einander – beim Gewinnen von Wahlen oder beim Durchsetzen von Forderungen. Gleichzeitig müssen sie sich voneinander abgrenzen. Das Verhältnis oszilliert zwischen Nähe und Distanz.


Von DIETMAR NEUWIRTH|Die Presse.com

Es ist die Geschichte einer schwierigen Beziehung. Einer Beziehung voller Schatten der Vergangenheit, voller Missverständnisse und gegenseitiger Vorwürfe. Eine Beziehung, die zuletzt eine der schwersten Krisen der vergangenen Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte durchgemacht hat. Verletzungen gab es auf beiden Seiten. Nur: Die Partner haben mehr gemeinsam, als (ihnen) im Alltag bewusst wird. Und sie ziehen beide aus der Beziehung durchaus Nutzen. Es ist die Geschichte der Beziehung zwischen Volkspartei und katholischer Kirche.

Auf Distanz folgt Nähe: Nach dem schweren Zerwürfnis beim Fortpflanzungsmedizingesetz nun Gleichklang bei der Ablehnung der Suizidmithilfe Todkranker, für die sich die Bioethikkommission ausspricht. Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng warnte am Freitag in einer Aussendung vor einem „Dammbruch“. Ein Wort, das am Tag zuvor ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger verwendet hatte.

weiterlesen

Österreichs Frauenministerin fordert gendergerechte Steinigungen

Gabriele Heinisch-Hosek (2008), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0

Im ideologischen Gender-Dschungel verirrt, hat sich Österreichs sozialistische Frauenministerin. Gabriele Heinisch-Hosek sorgt mit einem Bericht ihres Ministeriums für Kopfschütteln. Die SPÖ-Ministerin und oberste Frauenvertreterin der Alpenrepublik beklagt darin eine Diskriminierung von Frauen bei Steinigungen.


Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Grund des ministerialen Unmuts ist der Umstand, daß Männer bei Steinigungen nur bis zur Hüfte, Frauen aber bis zu den Schultern eingegraben werden.

Wörtlich wird im Bericht „Tradition und Gewalt an Frauen“ des Ministeriums beklagt: „Schließlich weist auch die Durchführung der Steinigung selbst eindeutig Nachteile für Frauen auf, weil Männer nur bis zur Hüfte, Frauen hingegen bis zu den Schultern eingegraben werden.“

Denn, so die Broschüre, die informiert, daß Steinigungen zum Beispiel in Saudi-Arabien, im Jemen, im Sudan, in Nigeria, in Afghanistan und im Iran praktiziert werden: „Dies ist bedeutend, weil im Falle des ‚Sich- Befreiens‘ der (oder des) Verurteilten eine Begnadigung durchgesetzt werden kann. Dies ist bei Männern somit weitaus wahrscheinlicher“.

Allerdings, so das Ministerium, seien „zu diesem Thema“ Register bzw. statistisches Material „genauso schwer auffindbar, wie wissenschaftliche Auseinandersetzungen“.

weiterlesen

“Wieso hat der Islam keinen Humor?”

Der ungarische Pianist András Schiff (picture-alliance/dpa/Martin Schutt)

Der ungarische Pianist András Schiff ist schon sein ganzes Leben lang Antisemitismus ausgesetzt – gerade in seiner Heimat sei das heutzutage geradezu salonfähig, sagte er im DLF. Er findet, in Europa begegne man dem Islamismus gleichzeitig häufig zu unkritisch: “Diese Gutmenschen, die Fundamentalisten verstehen wollen, machen mich verrückt.”


Von Jochanan Shelliem|Deutschlandfunk

An den Taten der Attentäter von Paris beispielsweise gebe es nichts zu verstehen. Es sei absolut inakzeptabel, dass Islamisten versuchten, in Europa mit solchen Taten die Todesstrafe einzuführen, so Schiff.

Er verstehe die heftigen Reaktionen in der islamischen Welt auf Mohammed-Karikaturen im Allgemeinen nicht: “Was ist das Problem mit dieser Religion? Wieso hat der Islam kein Humor?” fragt Schiff. “Ist eine Religion so schwach, dass sie einen Witz nicht ertragen kann?”

Neben den Themen Islam und Fundmentalismus hält er auch den Antisemitismus für ein in Europa sehr relevantes Thema. Schiff hat in verschiedenen Ländern gelebt, in vielen davon sei Antisemitismus ein großes Problem. So habe er Österreich verlassen müssen, als Jörg Haider dort politisch aktiv war.

weiterlesen

Energieautark wohnen: Dieses Haus auf Rädern macht es möglich

Copyright: Jana Frantal

Wie viel Raum benötigen wir eigentlich wirklich zum Leben? Weniger als man denkt – wenn die Qualität stimmt und man mitten im Grünen sein kann. Für Theresa Steininger und Christian Frantal reichen 25 Quadratmetern daher völlig aus


Von Anna Gauto|Wirtschaftswoche Green

Für sie liegt der wahre Luxus ohnehin in der Reduktion, wovon sie gern auch andere Menschen überzeugen wollen. Deshalb hat das Duo aus Österreich vor zwei Jahren das Social Startup Wohnwagon gegründet.

Mit Wohnwagon wollen Steininger und Frantal unabhängigen und mobilen Lebensraum in Einklang mit der Natur anbieten. Gefertigt aus natürlichen und regionalen Rohstoffen, wie Fichte, Lärche oder Schafwolle ist Wohnwagon aber viel mehr als ein hippes Holzhaus auf Rädern.

Wohnen ohne Betriebskosten

Wer darin lebt, hat keine Betriebskosten, sieht man einmal von maximal 120 Euro für Holz ab, die man zum Zuheizen verwenden könne, sagt Steiniger. Denn der Wohnwagon ist ein völlig autarkes System, das ohne Kanalisation, Strom, Wasser und Wärme von extern auskommt. Dafür sorgen eine Biotoilette, ein Wasser-Kreislaufsystem und ein Solaranlage mit Energiespeicher.

weiterlesen

Islamgesetz für Deutschland? Geregelte Religion

islam_christentumIn Österreich gibt es seit 1912 ein Islamgesetz, das muslimische Religionsgemeinschaften anerkennt. Jetzt soll es sie stärker kontrollieren helfen. In der Union wird nun überlegt, dies auch auf Deutschland zu übertragen.


Von Andrea Dernbach|DER TAGESSPIEGEL

Die Österreicher haben es seit mehr als 100 Jahren – aber braucht auch Deutschland ein Islamgesetz? In der Union gibt es dazu offenbar Überlegungen. Nach Informationen des Tagesspiegels ist derzeit eine kleine Arbeitsgruppe in Gründung, der ein halbes Dutzend Politikerinnen und Politiker aus Bund und Ländern angehören. Sie wollen sich demnach auch damit beschäftigen, was von den österreichischen Plänen – die Novelle des alten Gesetzes wird zurzeit im Parlament in Wien beraten – auf Deutschland übertragbar wäre. Bestätigen will die Existenz der Gruppe keines der mutmaßlichen Mitglieder, Regelungsbedarf allerdings sieht etwa der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn schon: „Es stellen sich jedenfalls eine Reihe von Fragen zum Islam in Deutschland“, sagte er dem Tagesspiegel.

„So kann es nicht dauerhaft richtig sein, dass noch immer ein Großteil der Imame in deutschen Moscheen kein Wort Deutsch spricht und nur für einen begrenzten Zeitraum aus der Türkei rübergeschickt wird. Ziel muss es sein, dass deutlich mehr Imame und Religionslehrer als bisher auch hier in Deutschland ausgebildet wurden.“

weiterlesen

Laizismus: Religion von Japan bis zum Libanon

napoleon_religionIn Deutschland haben die Kirchen immer noch großen Einfluss. Wie sieht es in anderen Ländern mit dem Verhältnis von Staat und Religion aus?


ZEIT ONLINE

Ich lebe seit vielen Jahren in Italien. Die Katholische Kirche mischt sich hier indirekt noch immer stark in politische Belange ein. Viele Abgeordnete definieren sich explizit als katholisch, weshalb sich zum Beispiel noch keine parlamentarischen Mehrheiten für eingetragene Lebensgemeinschaften oder Homo-Ehen gefunden haben, auch wenn die Bevölkerung mehrheitlich dafür ist. Dabei ist es außer in Einzelfällen nicht einmal so, dass die Kirche eine klare Abstimmungsempfehlung abgäbe, aber die Abgeordneten wissen eben, dass bestimmte Vorschläge von der Kirche nicht gutgeheißen werden, und stimmen folglich dagegen. Aber nicht nur auf der Ebene der Gesetzgebung kann einem der Katholizismus das Leben schwer machen. In einigen Regionen ist es zum Beispiel ein großes Problem, dass viele Frauenärzte aus Gewissensgründen keine Abtreibungen vornehmen und auch die Pille nicht verschreiben. Da wird das gesetzlich verbriefte Recht auf Abtreibung in einigen Fällen de facto außer Kraft gesetzt, weil die Verweigerer nahezu 100 Prozent der Ärzte stellen. Oder man findet zwar einen Arzt, der die Abtreibung vornimmt, aber keine Krankenschwester, die in den Stunden danach dazu bereit ist, mal nach dem Rechten zu gucken.
Gesine Althaus 

weiterlesen

Austria: Katholische Erpressung der Politik

Bild: wikimedia.org

ÖVP ist in der Zwischenzeit alles Mögliche, bloß keine christliche Partei mehr, zumindest auf Bundesebene – Alle Abgeordneten automatisch exkommuniziert, sobald das erste Kind durch PID getötet wird


Von Bischofsvikar Helmut Prader|kath.net

Der 21. Jänner 2015 ist ein schwarzer Tag in der Geschichte Österreichs und für die Demokratie. Eine Demokratie lebt nicht nur von Mehrheitsbeschlüssen, sondern auch von „richtigen“ Gesetzen im moralischen Sinne. Papst Benedikt XVI. hat bei seiner Rede im Deutschen Bundestag sinngemäß gesagt, dass es Gesetze gibt, die die Dimension des richtig oder falsch in sich tragen. Falsche Gesetze werden auch dann nicht richtiger, selbst wenn sich eine große Mehrheit dafür findet.

Genau so ein Gesetz wurde im österreichischen Parlament beschlossen. Dabei ging es um die PID, die Präimplantationsdiagnostik. Damit wird – vorerst unter strengen Auflagen – erlaubt, dass nach künstlicher Befruchtung ein Kind im frühesten Stadium daraufhin untersucht werden darf, ob es bestimmte genetische Merkmale hat, die zu schweren und schwersten Behinderungen führen würden. Es werden dabei dem Kind im Acht-Zell-Stadium zwei Zellen entnommen und dadurch wird ein künstlicher Zwilling geschaffen. Dieser Zwilling wird untersucht (und dabei getötet) und dann wird entschieden, ob das ursprüngliche Kind leben darf oder nicht. Auf ein Kind, das PID überlebte, sich in der Gebärmutter einnisten konnte, nicht abgetrieben wurde und lebend zur Welt kommt, sterben 30 andere Kinder. Diese Zahlen liefern jene Kliniken weltweit, die PID schon länger praktizieren.

weiterlesen