Papst mildert Strafen für pädophile Priester

missbrauch

Papst Franziskus hat in einigen Fällen Strafen für Priester, die wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden sind, gemildert. Für Kinder sei dadurch keine Gefahr entstanden, betont Vatikansprecher Greg Burke.

kath.net

Papst Franziskus hat in einigen Fällen die Strafen für pädophile Priester herabgesetzt, die Kinder und Jugendliche missbraucht haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

Mauro Inzoli, ein Priester, der die Nachsicht des Papstes erfahren hatte, wurde danach von einem italienischen Strafgericht wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. Er muss sich außerdem ein zweites Mal vor einem Gericht der Kirche verantworten, weil neue, den Fall betreffende Aspekte ans Licht gekommen sind.

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Enthüllungsjournalist sorgt mit Buch für Unruhe im Vatikan

Der italienische Enthüllungsjournalist Emiliano Fittipaldi in Rom in seiner Redaktion. In Händen hält er sein neues Buch
Der italienische Enthüllungsjournalist Emiliano Fittipaldi in Rom in seiner Redaktion. In Händen hält er sein neues Buch „Lussuria“, das sich mit Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche beschäftigt. Foto: Stefania Fumo / dpa
Wollust ist in der katholischen Lehre eine der Todsünden. „Wollust“ heißt ein Buch zum Missbrauchsskandal, das den Vatikan angreift.

Berliner Morgenpost

Ein neues Buch zeigt, dass Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche immer noch ein Problem ist. Viel Gerede, wenig Taten und ein hilfloser Papst: Das sind die Vorwürfe gegen den Vatikan. Beschuldigte vermuten dahinter andere Motive.

Autor Emiliano Fittipaldi ist kein gerngesehener Mann im Vatikan. Der italienische Journalist kennt die Anklagebank des Kirchenstaates gut. Als er 2015 ein Buch über Geldverschwendung im Vatikan veröffentlicht hatte, saß er wenig später vor Gericht. Das als „Vatileaks 2“ bekannt gewordene Verfahren hielt ihn jedoch nicht davon ab, sondern bestärkte ihn, ein neues Buch über den Vatikan zu schreiben. „Lussuria“ (Wollust) erscheint diesen Donnerstag und beleuchtet ein dunkles Kapitel: Kindesmissbrauch, pädophile Priester und das Versagen des Vatikans, dagegen entschieden vorzugehen.

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B16 erklärt sich

Bild: brightsblog
Bild: brightsblog
  • In einem neuen Buch über den emeritierten Papst Benedikt XVI. versucht Joseph Ratzinger, sich selbst und sein Pontifikat der Welt zu erklären.
  • Darin räumt Benedikt ein, er habe die politische Bedeutung seiner Regensburger Rede unterschätzt.
  • Mit der katholischen Kirche in Deutschland geht er hart ins Gericht.

Von Stefan Ulrich | Süddeutsche.de

Um 20 Uhr schlossen die Schweizergardisten die Tore des päpstlichen Sommerpalastes in Castel Gandolfo. Dann verließen sie ihren Posten. So demonstrierten sie am 28. Februar 2013, dass Benedikt XVI. nun Summus Pontifex emeritus war, ein Papst im Ruhestand. Benedikt zog sich in ein Kloster im Vatikan zurück und gelobte, künftig wie ein Mönch zu leben und das Feld dem Nachfolger zu überlassen.

An diesem Freitag aber werden sich die Tore zu Benedikt wieder ein Stück öffnen. Dann erscheint in Deutschland und vielen anderen Ländern ein Buch mit Gesprächen, die der Journalist Peter Seewald mit dem Papst geführt hat. Heraus kam eine Mischung aus Autobiografie, Testament und Verteidigungsschrift. Darin versucht Joseph Ratzinger, sich selbst und sein Pontifikat der Welt zu erklären.

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Chefankläger: Bischöfe haben nicht genug gegen Missbrauch getan

missbrauch_katholBischof Cancula in „La Repubblica“: Unter Befolgung des Kirchenrechts hätten viele Tragödien vermieden werden können

kathweb

Katholische Bischöfe haben nach Ansicht des früheren vatikanischen Chefanklägers, Bischof Charles Scicluna, in der Vergangenheit oft zu wenig gegen pädophile Priester unternommen, obwohl das Kirchenrecht ihnen ein härteres Vorgehen ermöglicht hätte. „Viele Tragödien hätten vermieden werden können, wenn die Vorschriften des Kirchenrechts befolgt worden wären“, sagte Scicluna der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ (Samstag).

Zugleich wies er Vorwürfe zurück, Papst Johannes Paul II. (1978-2005) und der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, hätten Missbrauchsfälle vertuscht. Verantwortlich für die Leitung ihrer Diözese und damit die Ahnung von Missbrauchsfällen seien die Ortsbischöfe. Der Vatikan stelle hierzu lediglich seine kirchenrechtliche Hilfe zur Verfügung, um die Arbeit der Bischöfe zu erleichtern, so Scicluna.

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UN: Vatikan muss weltweit für pädophile Priester haften

missbrauch_katholDer Vatikan ist nach Auffassung der Vereinten Nationen für Missbrauchsfälle durch katholische Kleriker weltweit haftbar. Die Verantwortung eines Staates für das Tun oder Unterlassen von Amtsträgern erstrecke sich auch auf Bedienstete im Ausland, urteilte das UN-Antifolterkomitee der Vereinten Nationen am Freitag in Genf.

RP ONLINE

Es handelt sich um das Schlussdokument zu einer turnusmäßigen Überprüfung des Heiligen Stuhls. Erstmals seit seinem Beitritt zur UN-Antifolterkonvention hatte sich der Vatikan diesem Verfahren unterzogen.

In ihren acht Seiten umfassenden „Abschließenden Beobachtungen“ lobt das Komitee den Dialog mit dem Vatikan als „offen und konstruktiv“, bemängelt aber die um neun Jahre verspätete Vorlage des Berichts durch den Heiligen Stuhl. Positiv wertet das UN-Komitee die Anpassung des Strafrechts im Vatikanstaat an internationale Normen sowie die Einrichtung einer Missbrauchskommission durch Papst Franziskus im vergangenen Dezember.

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Polnischer Politiker zeigt vier Bischöfe an

Janusz Palikot, Bild: wikimedia.org/CC-BY-2.0
Es ist Werbung für seine Partei vor der Wahl zum EU-Parlament, aber dahinter steckt auch der ganze Ernst eines oft clownesk wirkenden Politikers.

Deutschlandradio Kultur

Janusz Palikot, Anführer der linksliberalen kirchenkritischen polnischen Partei „Deine Bewegung“ will vier Bischöfe wegen Vertuschung von Kindesmissbrauch anzeigen, darunter auch den gerade erst gewählten neuen Primas der polnischen Bischöfe, Wojciech Polak. Wörtlich erklärte Palikot in einer Fernsehsendung: „Das sind pädophile Priester, sie haben pädophile Priester gedeckt.“ „Deine Bewegung“ ist die einzige politische Partei in Polen, die sich offen – und oft in polemischer Form – gegen die katholische Kirche stellt.

Vatikan fordert Rücktritt des Erzbischofs von San Juan auf Puerto Rico

Bild: freerepublic.com
Zwischen dem Erzbischof von San Juan auf der Karibikinsel Puerto Rico und dem Vatikan hängt der Segen schief.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Gegen den Franziskaner Roberto Octavio Gonzalez Nieves wird von einem Päpstlichen Visitator ermittelt. Rom verlangt von dem im US-Bundesstaat New Jersey geborenen Erzbischof den sofortigen Rücktritt. Gegen ihn wurden verschiedene Anschuldigungen erhoben, die im Vatikan so ernst genommen wurden, daß ein Sonderermittler entsandt wurde. Gonzalez Nieves scheint jedoch nicht an Rücktritt zu denken. Er beharrt auf seiner Unschuld und will diese auch beweisen.

Das Tauziehen zwischen dem Vatikan und dem Prälaten geht schon einige Jahre dahin. Der Präfekt der Bischofskongregation, Marc Kardinal Ouellet wollte die Angelegenheit am vergangenen 15. Dezember im Rahmen eines Treffens klären, an dem auch der Sekretär der Kongregation, Kurienerzbischof Lorenzo Baldisseri teilnahm. Die Begegnung verlief rauh und gespannt. Am Ende forderte Kardinal Ouellet von Erzbischof Gonzalez Nieves den Rücktritt.

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Vatikan-Chefermittler: 600 Missbrauchsfälle pro Jahr

Robert Oliver, Bild: AFP
Robert Oliver, Bild: AFP

Den Vatikan erreichen nach Angaben seines Chefermittlers für Missbrauchsfälle jährlich etwa 600 neue Missbrauchsvorwürfe gegen katholische Geistliche. Viele dieser Fälle stammten aus den 60er, 70er und 80er Jahren, teilte der neue Chefermittler, der US-Geistliche Robert Oliver, mit.

donaukurier.de

Den Vatikan erreichen nach Angaben seines Chefermittlers für Missbrauchsfälle jährlich etwa 600 neue Missbrauchsvorwürfe gegen katholische Geistliche. Viele dieser Fälle stammten aus den 60er, 70er und 80er Jahren, teilte der neue Chefermittler, der US-Geistliche Robert Oliver, mit. Der bisherige Höhepunkt sei im Jahr 2004 mit 800 neuen Vorwürfen erreicht worden, sagte er.

Er werde nach dem Vorbild von Papst Benedikt XVI. eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Kinderschändern verfolgen, kündigte Oliver an.

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Vatikan haftet nicht für pädophile Priester

Kirchenleitung hat bei Sexualstraftaten von Klerikern in den USA nicht mit Entschädigungen zu rechnen.

Wiener Zeitung

Der Vatikan hat in den USA einen gerichtliche Klarstellung in der Frage der Haftung für pädophile Priester errungen. Nach dem Urteil eines Bezirksgerichts in Portland (Oregon) ist der Heilige Stuhl nicht als Arbeitgeber aller katholischer Geistlicher anzusehen. Somit könne er bei Sexualstraftaten von Klerikern nicht mit Entschädigungen zur Rechenschaft gezogen werden, entschied Richter Michael Mosman am Montag (Ortszeit) laut Medienberichten. Klägeranwalt Jeff Anderson kündigte laut Kathpress Berufung an.

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Dem Papst fehlt „Input“ aus Welt und Gesellschaft

Benedikt der Sechzehnte sei zwar ein „großer Intellektueller“, aber er habe wenig Gespür für seine Rolle als religionspolitischer Führer. Dieses Zeugnis hat der Vatikanexperte Marco Politi dem Papst zum 85. Geburtstag ausgestellt.

Deutschlandradio Kultur

Im Deutschlandradio Kultur sagte Politi, während Benedikts Pontifikat habe es bisher mehr Krisen gegeben als in den hundert Jahren zuvor. Beispiele seien Auseinandersetzungen mit dem Judentum, dem Islam und die Debatten um Aids und Kondome. Dazu komme der Skandal um sexuellen Missbrauch, bei dem der Papst zwar einerseits streng gegen pädophile Priester vorgegangen sei. Andererseits habe er aber eine Anzeige der Kriminellen nie per Dekret zur Pflicht erklärt. Politi betonte, der Papst regiere praktisch als „einsamer Monarch“ und habe keine Kontakte zur normalen Welt. Mit seinen Bischöfen spreche er nur kollektiv und nicht einzeln. So fehle ihm der „Input“ aus der Gesellschaft.

Benedikt der Sechzehnte sei zwar ein „großer Intellektueller“, aber er habe wenig Gespür für seine Rolle als religionspolitischer Führer. Dieses Zeugnis hat der Vatikanexperte Marco Politi dem Papst zum 85. Geburtstag ausgestellt.

von dradio.de

Im Deutschlandradio Kultur sagte Politi, während Benedikts Pontifikat habe es bisher mehr Krisen gegeben als in den hundert Jahren zuvor. Beispiele seien Auseinandersetzungen mit dem Judentum, dem Islam und die Debatten um Aids und Kondome. Dazu komme der Skandal um sexuellen Missbrauch, bei dem der Papst zwar einerseits streng gegen pädophile Priester vorgegangen sei. Andererseits habe er aber eine Anzeige der Kriminellen nie per Dekret zur Pflicht erklärt. Politi betonte, der Papst regiere praktisch als „einsamer Monarch“ und habe keine Kontakte zur normalen Welt. Mit seinen Bischöfen spreche er nur kollektiv und nicht einzeln. So fehle ihm der „Input“ aus der Gesellschaft.

Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Irlands Ministerpräsident Enda Kenny greift durch, klasse
[…]Irland will offensichtlich das Beichtgeheimnis abschaffen. Irlands Ministerpräsident Enda Kenny kündigte ein Gesetz an, das das Zurückhalten von Beweisen über Kindesmissbrauch strafbar macht und solle selbst für Informationen gelten, welche ein Priester während der Beichte erfährt. Dies berichtete der „Standart“. Die Ankündigung erfolgte nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts über die Vertuschung von Kindesmissbrauch durch katholische Priester. Enda Kenny erklärte, dass es „absolut schändlich“ sei, dass der Vatikan sein Kirchenrecht über das irische Strafrecht stelle. Das Irland des 21. Jahrhunderts werde sich nicht länger katholischer Macht fügen. Auch der Justizminister Alan Shatter äußerte, dass kein ausländischer Staat irgendeiner Organsiation Vorgaben machen sollte, wenn es um den Schutz von Kindern gehe, dies gelte vor allem für die katholische Kirche. Die irische Regierung hatte gestern (Donnerstag) den vatikanischen Botschafter einbestellt, damit er Stellung nehme zu dem Vorwurf, dass 1997 der Vatikan irischen Bischöfen davon abgeraten habe, pädophile Priester der Polizei zu melden.[…]

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Papstfilm: Freudenfest für Pädophile

Von ots.at

Es ist ein Werbefilm für den Vatikan. Er bedient Klischees, fördert pädophiles Gedankengut und geht auch nicht auf die aktuelle Missbrauchsvorfälle der Kirche ein“, empört sich Sepp Rothwangl von der „Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt“ über den Film „Francesco und der Papst“, der ab 21.April in die Kinos kommt.
Unter der Regie von Ciro Cappellari wird die Geschichte eines elfjährigen Jungens erzählt, dessen Traum in Erfüllung geht: Er darf ein Solo für den Papst singen. Ein Vatikan Mitglied sagt im Trailer: „Wenn ein Musikstück von einem Knaben vorgetragen wird, dringt die Stimme in dich ein. Sie bricht dir das Herz.“
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Vatikan schützte Pädophile

Der Vatikan soll sich direkt in die Untersuchungen von Missbrauchsfällen eingemischt und die irischen Bischöfe unter Druck gesetzt haben. Das will das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit Briefen belegen.

DiePresse.com

Der Vatikan soll sich laut einer neuen Dokumentation in den 1990er-Jahren direkt in Untersuchungen der Irischen Bischofskonferenz zu Missbrauchsfällen eingeschaltet und Anzeigen gegen pädophile Priester verhindert haben, meldet Kathpress. Die Sendung von Irlands öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalt RTE berichtet über einen Brief aus dem Jahr 1997. Darin seien die irischen Bischöfe angehalten worden, Missbrauchstäter nicht der Polizei zu übergeben.

Weiterlesen „Vatikan schützte Pädophile“