Dodo Gloria sieht „Gesinnungsdiktatur“ am Werk

Zu wenig der „Vielfalt“ verpflichtet, zu eng mit Steve Bannon: Nachdem ein New Yorker Museum Gloria Fürstin von Thurn und Taxis bei einer Gala wieder auslud, verteidigt diese nun ihre Ansichten – und Kontakte.

DIE WELT

„Die Spießer haben das Kommando übernommen“: So kurz und knapp beurteilt Gloria Fürstin von Thurn und Taxis die Entscheidung eines New Yorker Museums, das die 58-Jährige vergangene Woche öffentlichkeitswirksam von seiner kommenden Gala ausgeladen hatte.

„Als kulturelle Institution, die auf den Prinzipien von Inklusion, Bürgerrechten und Vielfalt gegründet wurde, will das Museo del Barrio Menschen ehren, die diese Prinzipien hochhalten“, hatte das Museum, das sich vor allem mit lateinamerikanischer und karibischer Kunst befasst, verkündet. „Im Ergebnis haben wir entschieden, dass sich die Wege von uns und Gloria Fürstin von Thurn und Taxis trennen“, heißt es in der Meldung weiter, über die unter anderem die „New York Times“ berichtet hatte.

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Voodoo und das Marienwunder von Togoville

Die nun einbetonierte Barke, auf der Maria erschien. (Bild: David Signer)
Togoville ist bekannt als Namensgeber des westafrikanischen Landes Togo. Papst Johannes Paul II. besuchte das Städtchen, weil den Bewohnern 1973 Maria erschienen war. Vielleicht war die Vision allerdings ein Missverständnis.

David Signer | Neue Zürcher Zeitung

Das westafrikanische Land Togo verdankt seinen Namen dem Städtchen Togoville. 1884 schloss dort der damalige König einen Vertrag mit dem deutschen Afrikaforscher Gustav Nachtigal, der das Land zur deutschen Kolonie machte. Togoville ist aber auch berühmt wegen einer Marienerscheinung. Angeblich war den Anwohnern die heilige Jungfrau 1973 mitten auf dem Togosee in einer Piroge erschienen. Der Vatikan bestätigte die Korrektheit des Wunders.

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Vatikan bekräftigt Nein zur Priesterweihe für Frauen

Headquarter des Konzerns.

Mit seinem Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ wollte Papst Johannes Paul II. 1994 einen Schlusspunkt unter die Diskussion um die Frage der Priesterweihe für Frauen setzen. Doch die Kritik hielt an. Nun hat der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Luis Ladaria, diese Lehre bestätigt.

katholisch.de

Der Vatikan hat das Nein der katholischen Kirche zur Priesterweihe für Frauen bekräftigt. Darüber habe das unfehlbare Lehramt der Kirche entschieden, betont der Leiter der Glaubenskongregation, Erzbischof Luis Ladaria, in einem Beitrag für die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ (Mittwochsausgabe). In einigen Ländern gebe es bis heute Zweifel an der entsprechenden Aussage von Papst Johannes Paul II. in seinem Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ von 1994. Daher bekräftige die Glaubenskongregation, „dass es sich um eine Wahrheit handelt, die zum Glaubensgut der Kirche gehört“.

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Pierre Teilhard de Chardin und der kosmische Christus

Virtuose der Frömmigkeit: Teilhard de Chardin verband eine rationale, naturwissenschaftliche Weltsicht mit mystischem Denken. (Bild: PD)
Ist der christliche Glaube mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild vereinbar? Der Jesuit und Naturwissenschafter Pierre Teilhard de Chardin sagte Ja – und war deshalb in der Kirche umstritten. Nun soll er rehabilitiert werden.

Von Jan-Heiner Tück | Neue Zürcher Zeitung

Die Überzeugung, dass der Mensch die «Krone der Schöpfung» sei, hat im Denken der Neuzeit einige Kränkungen erlitten. Die erste erfolgte durch Kopernikus, der mit der Vorstellung brach, dass der Mensch in der Mitte des Universums wohne. Die zweite verursachte Darwin durch die These, dass der Mensch evolutionsgeschichtlich mit Affen gemeinsame Vorfahren habe. Und die dritte Kränkung lancierte Freud durch den Verdacht, dass der Mensch nicht Herr im eigenen Hause sei und mehr durch Triebe gesteuert werde, als ihm bewusst sei.

Nicht nur die katholische Kirche hat sich mit dieser Entthronung des Menschen schwergetan. Die These des Kopernikus wurde von Calvin und Luther als schriftwidrig verdammt. Die Auseinandersetzung mit Darwins Evolutionslehre und Freuds Psychoanalyse hält bis heute an. Die Entstehung der Arten durch Mutation und Selektion kommt bekanntlich ohne den Rückgriff auf einen planenden Gott aus.

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Vor 20 Jahren zog sich die Kirche aus der Schwangerenkonfliktberatung zurück

Foto: Jan Egesborg/Surrend Johannes Paul II. und die Sexualmoral der katholischen Kirche stehen hier in der Kritik. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für das Karikatur-Museum in Kassel
Vor 20 Jahren forderte Papst Johannes Paul II. die deutschen Bischöfe dazu auf, keine Beratungsscheine mehr für schwangere Frauen in Konfliktlagen auszustellen. Damit begann ein Streit innerhalb der Kirche, der bis heute andauert.

Von Barbara Schneider | BR24

Bis vor 20 Jahren war die katholische Kirche bei der staatlichen Schwangerenkonfliktberatung an Bord. Bis dahin stellten auch die katholische Beratungsstellen der Caritas Beratungsscheine aus, die eine Abtreibung ermöglichten. Ein Brief von Papst Johannes Paul II. führte zum Kurswechsel.

Der Papst forderte die Bischöfe schließlich auf, aus der staatlichen Schwangerenkonfliktberatung auszusteigen. Für viele Frauen in der katholischen Kirche ein Affront. 1999 gründeten katholische Laien darum den Verein Donum Vitae, übersetzt „Geschenk des Lebens“. Der Name wurde bewusst gewählt, denn auch Donum Vitae setzt sich für den Schutz des ungeborenen Lebens ein, sagt die Landesvorsitzende Sabine Demel aus Regensburg. Anders als die Caritas-Beratungsstellen stellt Donum Vitae jedoch die umstrittenen Beratungsscheine für eine Abtreibung aus.

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Frankreich-Polen: Posse um Papst-Denkmal – polnische Religiotie

Die Statue von Johannes Paul II. im französischen Ploermel. Das Kreuz muss weg, hat das höchste französische Verwaltungsgericht entschieden. (MAXPPP/Stephane Mahe)
In einer französischen Kleinstadt soll das Kreuz von einem Denkmal für den 2005 verstorbenen Papst Johannes Paul II. verschwinden. Das hat ein Gericht entschieden und begründet es mit der langen Tradition von Laizismus in Frankreich. Im katholischen Polen sorgt das für Unverständnis. Von „Christophobie“ ist die Rede.

Von Florian Kellermann | Deutschlandfunk

Die Papst-Statue stieß schon bei ihrer Einweihung auf Protest. Denn über der Figur von Johannes Paul II., auf einem Bogen, prangt in siebeneinhalb Metern Höhe ein sehr groß geratenes Kreuz aus Granit. So etwas gehöre sich nicht im öffentlichen Raum, meinten einige Gegendemonstranten damals vor elf Jahren, sie hatten sich als Clowns verkleidet. Sogar aus Paris sollen einige von ihnen in die Kleinstadt Ploermel in der Bretagne gereist sein.

Inzwischen ist das Denkmal sogar zu einem internationalen Politikum geworden. Denn das Kreuz muss weg, hat das höchste französische Verwaltungsgericht entschieden – und darüber sind nun vor allem in Polen viele Katholiken empört. Darunter Vize-Kulturminister Jaroslaw Sellin:

„Wir sehen hier eine Krankheit, die große Teile von Westeuropa befallen hat und die immer schlimmer wird. Das ist die Krankheit der Christophobie.  Unsere Zivilisation fußt doch auf christlichen Werten! Und dann geht es hier noch um Johannes Paul II., den weltweit bekanntesten Polen! Daher unser Angebot: Dieses Denkmal könnte, so wie es ist, ohne ideologische Zensur, nach Polen gebracht werden.“

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Jesus Christus war ein Mann – sicher?

democraticunderground.com
Erzbischof John Baptist Odama von Gulu (Uganda) fordert eine Ende der Debatte um eine Priesterweihe für Frauen in der katholischen Kirche „Wenn Christus wirklich weibliche Priester gewollt hätte, dann hätte er seine eigene Mutter Maria geweiht“.

kath.net

Erzbischof John Baptist Odama von Gulu (Uganda) hat ein Ende der Debatte rund um mögliche Priesterweihen für Frauen in der katholischen Kirche gefordert. Solche Forderungen bringen laut dem Erzbischof „gefährliche Spannungen“ in die Kirche. „Es sollte daher darüber keine Debatte mehr geben. Jesus Christus war ein Mann. Wenn Christus wirklich weibliche Priester gewollt hätte, dann hätte er seine eigene Mutter Maria geweiht. Aber er hat dies gemacht.“ Papst Johannes Paul II. hat in seinem Apostolisches Schreiben Ordinatio Sacerdotalis eine Priesterweihe für Frauen ausgeschlossen, auch Papst Franziskus hat diese Lehre mehrfach bestätigt.

Entführung im Vatikan – Wo ist Emanuela Orlandi?

Emanuela war die jüngste Bürgerin des Vatikanstaats. Sie verschwand spurlos. Ihr Bruder stößt bis heute auf eine Mauer des Schweigens © Mattia Balsamini
Sie ist die jüngste Bürgerin des Kirchenstaats, sie wird entführt. Aber von wem? Von Mädchenfängern? Geheimdiensten? Der Mafia? Ihr Bruder rennt auch noch nach 34 Jahren gegen die Mauern des Schweigens im Vatikan an.

Von Nicolas Büchse | stern.de

Gleich werden sich zwei Menschen begegnen, der eine ist Papst, der andere Bruder eines verschollenen Mädchens, sie werden sich die Hände schütteln, und Papst Franziskus wird einen Satz sagen, der Pietro Orlandi trifft wie ein Faustschlag in die Magengrube.

Noch aber muss Franziskus seine Predigt zu Ende bringen, es ist der Morgen des 17. März 2013, der erste Sonntag nach seiner Wahl zum neuen Pontifex. Er spricht über die Barmherzigkeit Gottes vor einer erwartungsfrohen Gemeinde in St. Anna, der Hauptkirche des Vatikanstaats.

Pietro Orlandi war lange Teil dieser Gemeinde, doch ihn treibt weder sein Glaube noch die Neugier auf den Neuen in die Kirche. Er will ein Verbrechen aufklären. Und dazu braucht er den Papst.

Er will von ihm wissen, was seiner Schwester Emanuela widerfahren ist.

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Papst verkündet in Fatima Reintegration der Piusbrüder

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Laut dem Online-Portal „Il Faro di Roma“ könnte die von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründete „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ (FSSPX) Mitte Mai zur Personalprälatur erhoben werden

kath.net

Papst Franziskus könnte bei seinem Besuch im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima am 13. Mai auch die Rückkehr der traditionalistischen Piusbruderschaft in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche verkünden. Das berichtete die katholische Nachrichtenagentur „cath.ch“ am Mittwoch unter Berufung auf das römische Portal „Il Faro di Roma“. Demnach wird die von Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991) gegründete „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ (FSSPX) zu einer Personalprälatur erhoben. Diesen kirchenrechtlichen Status hatte Papst Johannes Paul II. etwa auch dem „Opus Dei“ gewährt.

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Splatterkult: Neue Blutreliquie von Johannes Paul II. für Kölner Dom

Blutreliquie. Themenbild
Blutreliquie. Themenbild
Kardinal Woelki wird eine ihm zum 60. Geburtstag vom Krakauer Kardinal Dziwisz geschenkte Blutreliquie des Heiligen der Kathedrale überlassen.
 

kath.net

Der Kölner Dom erhält eine neue Reliquie von Papst Johannes Paul II. Kardinal Rainer Maria Woelki wolle eine ihm zum 60. Geburtstag vom Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz geschenkte Blutreliquie des Heiligen der Kathedrale überlassen, teilte das Erzbistum Köln am Dienstag mit. Die erste Reliquie, ebenfalls Blutstropfen des Papstes aus Polen, war Anfang Juni aus dem Dom gestohlen worden. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.
Vor drei Jahren hatte Dziwisz bereits die erste Reliquie an den damaligen Kölner Kardinal Joachim Meisner überreicht. Der polnische Erzbischof hatte Papst Johannes Paul II. während dessen Amtszeit als Privatsekretär gedient. Er war einer der wenigen, die beim Tod des Papstes am 2. April 2005 in seinen Gemächern anwesend waren.

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Gänswein enthüllt Statue von Benedikt XVI. und segnet Pferde

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Kurienerzbischof Georg Gänswein, Privatsekretär von Benedikt XVI., enthüllt am 11. September in Altötting eine Statue des emeritierten Papstes.

kath.net

Kurienerzbischof Georg Gänswein, Privatsekretär von Benedikt XVI., enthüllt am 11. September in Altötting eine Statue des emeritierten Papstes. Genau zehn Jahre ist es dann her, dass das damalige Kirchenoberhaupt bei seinem Heimatbesuch in dem Marienwallfahrtsort weilte und dort auf dem Kapellplatz einen Gottesdienst feierte.
Der Erzbischof will an der Fassade des Kongregationssaals die Benedikt-Statue enthüllen. Sie stammt aus der Werkstatt des Eggenfelder Künstlers Joseph Michael Neustifter. Die dafür vorgesehene Halterung wurde bereits angebracht. Dafür wurde die bereits dort hängende Bronzefigur von Papst Johannes Paul II., der Altötting im November 1980 besuchte, weiter nach rechts verschoben.


Der Reiterhof von Innozenz Näßl in Hanshofen erwartet am Freitag einen Gast aus dem Vatikan. Erzbischof Georg Gänswein, rechte Hand des ehemaligen Papstes Benedikt XVI., kommt allerdings nicht zum Reiten in den Ortsteil von Mittelstetten, sondern um die Pferde zu segnen, die dort untergestellt sind.

Von Andreas Ostermeier | Süddeutsche.de

Eine solche Segnung und ein solcher Besuch sind nicht alltäglich. Wie hat Näßl den Gast aus dem Vatikan auf seinen Pferdehof lenken können? Die Antwort auf diese Frage liegt gar nicht so weit entfernt, wie ein Pferdehof von der Zentrale der katholischen Kirche oder Hanshofen von Rom. Walter Worbs, Vater der Reitlehrerin Melanie Worbs, die auf dem Isländerhof arbeitet, hat den Kontakt hergestellt. Worbs und Gänswein treffen sich seit Jahren zum Bergsteigen. Heuer legt Gänswein, nach dem Bergsteigen und vor der Reise in den Südschwarzwald, wo er herstammt, einen Zwischenstopp im Landkreis ein.

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Erzapostel Gadecki: Keine Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene

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Die Frage könne nicht im Beichtgespräch Gespräch gelöst werden. Papst Johannes Paul II. habe in ‚Familiaris consortio’ klargestellt, das wiederverheiratete Geschiedene nur die Kommunion empfangen dürfen, wenn sie enthaltsam leben, sagt Gadecki.

kath.net

Es gibt keinen Grund, zivilrechtlich Wiederverheirateten die Kommunion zu spenden, sagt Stanislaw Gadecki, der Erzbischof von Posen und Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz letzte Woche im Rahmen des Weltjugendtages gegenüber Medienvertretern. Er hält wenig von der Idee, dies nach einem „Weg der Unterscheidung“ in bestimmten Fällen doch zu tun. Das berichtet das Magazin Vatican Insider.
Das Thema „kann nicht im Beichtstuhl in zwei Minuten“ abgehandelt werden, das sei auf diesem Weg nicht einmal in zwei Jahren möglich. Wenn eine sakramentale Ehe zustande gekommen sei, gebe es keinen Anlass die Kommunion an zivilrechtlich geschiedene und wiederverheiratete Personen zu spenden, erläutert Gadecki.

Papst Johannes Paul II. habe dies in seiner Enzyklika „Familiaris consortio“ festgelegt. Wiederverheiratete Geschiedene dürften nur dann die Kommunion empfangen, wenn sie „wie Bruder und Schwester“ zusammenleben.

Vatikan prüft Diakoninnen-Einführung

Marianne Schlosser von der Uni Wien ist eine der sechs Theologinnen, die die Geschichte der Diakoninnen aufarbeiten. / Bild: (c) RRP
Franziskus richtet eine Kommission ein und ruft in diese sechs Frauen und sechs Männer – darunter die in Wien lehrende Marianne Schlosser.

Die Presse.com

Papst Franziskus macht Ernst. Und rührt eines der sensibelsten Themen innerhalb der katholischen Kirche an. Im Mai bei einer Audienz für Nonnen – fast beiläufig – angekündigt, ist sie seit Dienstag Wirklichkeit: eine Kommission, die die Geschichte des Frauendiakonats aufarbeiten soll. Ende Juni erklärte der Papst, die Kommission solle die Rolle der Diakoninnen in der frühen Kirche untersuchen.

Denn dass es Diakoninnen während der ersten Jahrhunderte gegeben hat, steht zweifelsfrei fest. Zwölf Theologen gehören der neuen Kommission an. Franziskus hat sechs Frauen und sechs Männer berufen, darunter die an der Universität Wien lehrende Professorin Marianne Schlosser. Die 56-jährige gebürtige Bayerin ist Vorstand des Fachbereichs Theologie der Spiritualität und Vizevorstand des Instituts für Historische Theologie. Sie wurde von Franziskus bereits einmal mit einer wichtigen Aufgabe betraut – als eine von fünf Frauen in der ungefähr zwei Dutzend Mitglieder umfassenden Internationalen Theologischen Kommission, die den Papst und die vatikanische Glaubenskongregation berät.

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Reliquie mit Papst-Blut aus Kölner Dom gestohlen – Vampire?

blutreliquie
Blutreliquie, Themenbild.

Unbekannte haben ein Stoffläppchen mit einem Blutstropfen von Papst Johannes Paul II. aus dem Kölner Dom entwendet. Der Dompropst appelliert an die Diebe. Der ideelle Verlust sei enorm.

DIE WELT

Aus dem Kölner Dom ist eine Reliquie mit einem Blutstropfen von Papst Johannes Paul II. gestohlen worden. Der Diebstahl sei am frühen Sonntagmorgen von einer Dombesucherin bemerkt worden, teilte die Polizei mit.

Die Reliquie besteht aus einem Stoffläppchen mit einem Blutstropfen des am 2. April 2005 verstorbenen Papstes. Sie befand sich in einer gläsernen Kapsel in einem sogenannten Reliquiar, das laut Erzbistum etwa 40 Zentimeter groß und aus versilberter Bronze ist.

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Kardinal Lehmann lehnt Dialog mit AfD wegen „Gerüchlein“ ab

Kardinal Lehmann (Bild: Wikimedia Commons/Kandschwar)
Kardinal Lehmann (Bild: Wikimedia Commons/Kandschwar)
„Nationalistisches Gerüchlein“: Kardinal Lehmann sieht keine Basis für Gespräche mit der AfD. Eine Zurückweisung sei aber kein Heilmittel. Im Interview nennt er Versäumnisse, von denen die AfD profitiere.

DIE WELT

Der scheidende Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, sieht derzeit keine Grundlage für einen Dialog zwischen der katholischen Kirche und der AfD. Das „nationalistische Gerüchlein“ der rechtspopulistischen Partei sei ihm zu groß, sagte der langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

„Da würde ich also im jetzigen Stadium nicht mitmachen, obwohl es mich beunruhigt, dass zwölf Prozent der Wähler da sind, natürlich.“ Auf Dauer sei die Zurückweisung der AfD aber womöglich „kein Heilmittel“, fügte Lehmann hinzu. „Es gibt gewisse Versäumnisse, wovon die profitieren.“

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Anna-Teresa Tymieniecka: Die Freundin des Papstes

Papst Johannes Paul II. und Anna-Teresa Tymieniecka: Den Geistlichen und die Philosophin verband eine innige Freundschaft. (Foto: Getty Images / Eltaj Yuzbashev / CC-by-sa-3.0)
Mit ihr soll Papst Johannes Paul II. eine jahrzehntelange, innige Freundschaft geführt haben: Anna-Teresa Tymieniecka. Wer war diese Frau?

Von Viktoria Bolmer|Süddeutsche.de

Derzeit sorgt eine Dokumentation der BBC über die „intensive Freundschaft“ zwischen Papst Johannes Paul II. und der Philosophin Anna-Teresa Tymieniecka für Schlagzeilen. Mehrere Hundert Briefe und Privatfotos dokumentieren die innige Freundschaft der beiden. Den Zölibat soll der Papst nicht gebrochen haben – die beiden verband vielmehr eine tiefe Verbundenheit über die Philosophie, der Tymieniecka ihr Leben widmete.

Geboren wurde Tymieniecka am 28. Februar 1923 in Marianowo in Polen. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte sie erst in Krakau und anschließend im schweizerischen Fribourg Philosophie. Dort verfasste sie auch ihre Doktorarbeit mit dem Schwerpunkt Phänomenologie, eine erkenntnistheoretische Strömung der Philosophie. Die Phänomenologie ließ die junge Studentin nie wieder los – die Forschung daran sollte zu ihrem Lebenswerk werden.

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Film beleuchtet Beziehung von Johannes Paul II. zu einer Frau

Foto: Jan Egesborg/Surrend Johannes Paul II. und die Sexualmoral der katholischen Kirche stehen hier in der Kritik. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für das Karikatur-Museum in Kassel
Foto: Jan Egesborg/Surrend Johannes Paul II. und die Sexualmoral der katholischen Kirche stehen hier in der Kritik. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für das Karikatur-Museum in Kassel
Über mehrere Jahrzehnte soll Papst Johannes Paul II. eine enge Beziehung zu einer Frau gehabt haben, dokumentiert die BBC. Den Zölibat soll er aber nicht gebrochen haben.

ZEIT ONLINE

Papst Johannes Paul II. hat einer britischen Reportage zufolge über Jahrzehnte eine enge Beziehung zu einer verheirateten Frau gehabt. Das dokumentiert ein BBC-Film anhand von mehreren Hundert Briefen und Privatfotos. Der Vatikan soll sich laut der britischen Zeitung The Guardian von dem Beitrag distanziert haben. Er enthalte „mehr Rauch als Feuer“.

Die Anfänge der Beziehung zwischen dem aus Polen stammenden Karol Wojtyła zu der polnisch-amerikanischen Philosophin Anna-Teresa Tymieniecka, die 2014 verstarb, reichen laut der Dokumentation bis in die 1970er Jahre zurück. Tymieniecka soll dem damaligen Krakauer Kardinal Wojtyła vorgeschlagen haben, sein 1969 veröffentlichtes Buch Person und Tat ins Englische zu übersetzen.

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Sind Thomas Morus und John Fisher für Sex gestorben?

Heinrich VIII, Bild: ZDF.de
Erzbischof von Denver an deutsche Bischöfe: Die englischen Märtyrer starben, weil sie gegen die grundlose Annullierung der Ehe des Königs eintraten. Jetzt gibt es wieder Versuche, die Unauflöslichkeit der Ehe aufzuweichen.

kath.net

Die Forderung wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zuzulassen sei nicht erst seit Kardinal Kaspers Hirtenbrief aus dem Jahr 1993 ein Thema. Etwa 500 Jahre früher habe die Kirche in England dieses Experiment gewagt, erinnert Samuel Aquila, der Erzbischof von Denver in einem Artikel für Denver Catholic, die Kirchenzeitung seiner Diözese.

Damals sei es nicht die Ehe der Katholiken im Allgemeinen, sondern jene von König Heinrich VIII. zum Thema geworden. Der König wollte seine Ehe mit Katharina von Aragon annullieren lassen – wofür es allerdings keinen Grund gegeben habe. Deshalb habe Rom auch seine Zustimmung verweigert, schreibt Aquila.

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Papst fordert Kirche zur Offenheit gegenüber allen Formen der Familie auf

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus hat die Kirche zum Auftakt der Familiensynode zur Offenheit gegenüber Familien aufgefordert, die nicht der katholischen Lehre entsprechen.

evangelisch.de

Die Kirche müsse die „Unauflöslichkeit des ehelichen Bandes verteidigen“, sagte er am Sonntag beim Gottesdienst mit den Synodenvätern im Petersdom im Vatikan.  Gleichzeitig sei es ihre Aufgabe „die verletzten Paare zu suchen und mit dem Öl der Aufnahme und der Barmherzigkeit zu pflegen“. Der Papst verglich die Kirche dabei erneut mit einem „Feldlazarett“, dessen Türen für jeden offen seien.

Mit einem Zitat von Papst Johannes Paul II. betonte Franziskus, Fehler und das Böse selbst müssten immer verurteilt und bekämpft werden. Menschen jedoch, die Fehler machten, müssten verstanden und geliebt werden. Die Kirche müsse diese nicht verurteilen sondern müsse sie „suchen, aufnehmen und begleiten“. Sonst wäre die Kirche eine Barriere anstatt einer Brücke.

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Mutter Teresa – Todesengel von Kalkutta

Foto: Túrelio | Wikimedia Commons | CC BY-SA 2.0
Vor Papst Franziskus‚ Aufgebot an positiver Kirchen-PR gab es Mutter Teresa von Kalkutta. Dank der Propaganda der katholischen Kirche erinnern wir uns an die Nonne als eine moderne Heilige, doch die wahre Geschichte sieht ein wenig anders aus.

Von Mitchell Sunderland|VICE

Katholiken haben diese Geschichte seit Generationen ignoriert. Bis heute lieben die Kirche und ihre Anhänger Mutter Teresa innig: Berichten zufolge erschienen 300.000 Menschen im Vatikan, um ihrer Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II beizuwohnen (das ist der erste Schritt zum Status als Heilige oder Heiliger).

Vor ihrem Tod 1997 hatte die Nonne einen Kult um sich geschart, indem sie 517 Missionen eröffnete, viele davon in Kalkutta, der Hauptstadt des indischen Bundesstaats Westbengalen. Allerdings verfolgten Mutter Teresa die letzten zwei Jahrzehnte Vorwürfe der finanziellen und medizinischen Korruption. Serge Larivée und Genevieve Chenard von der Abteilung für Psychoedukation der Universität Montreal und Carole Sénéchal von der Universität Ottawa veröffentlichten 2012 eine Arbeit, in der sie Teresas Verbrechen aufzählten: Beim Besuch ihrer Missionen sollen Ärzte festgestellt haben, dass ein Drittel der Patienten „im Sterben lag, ohne angemessen medizinisch versorgt zu werden.“

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