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Religiotie: Lammfrommer Papst vergisst die Ostukraine

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Klare Worte gegen den Krieg in der Ostukraine wünscht sich unsere Autorin Beata Bielecka nicht nur von Politikern, sondern auch von der katholischen Kirche. Papst Franziskus aber belässt es bei allgemeinen Friedensappellen. Warum diese Rücksicht?


Von Beata Bielecka|Deutschlandradio Kultur

Manchmal wünsche ich Johannes Paul II. zurück. Der polnische Papst hat mit mutigen Worten dazu beigetragen, den Kommunismus in Europa zu Fall zu bringen. Kompromisslos nannte er das Böse beim Namen. Uns, die in seiner Heimat lebten, hat er damals ermuntert, selbst Geschichte zu machen, sie zu beeinflussen.

Auch heute wäre Karol Wojtyła, der frühere Erzbischof von Krakau, gut und wichtig, nicht nur für die katholische Kirche in Polen, sondern ebenso in Rom. Wo ist ein Kirchenmann mit einer solchen Entschlossenheit? Sogar der argentinische Papst Franziskus reicht da nicht heran. Obwohl er aus seiner lateinamerikanischen Erfahrung einen “wilden Kapitalismus” scharf attackiert, appelliert er im Fall der Ukraine nur lammfromm an alle Konfliktparteien, den Waffenstillstand einzuhalten.

Das ist völlig unzureichend, auch angesichts dessen, wie sich die russisch-orthodoxe Kirche verhält. Im Fernsehen sah ich den Moskauer Patriarchen Kyrill Panzer segnen, die für den Einsatz in der Ost-Ukraine bestimmt waren. Da kann sich Polens römisch-katholische Kirche nicht aufs Beten für den Frieden beschränken.

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Können Kirchen demokratisch sein?

Bild: tilly

Bild: tilly

Wer ist der Souverän in der Kirche: das Volk oder Christus? Katholiken und Protestanten antworten unterschiedlich auf die Frage, ob Kirche und Demokratie zusammengehen.


Von Wolfgang Thielmann|ZEIT ONLINE

Demokratie und Christentum passen nicht zusammen. Sagt die katholische Kirche. Deshalb trägt sie ein Demokratiedefizit tief in ihren Genen. Denn, so heißt es, nicht das Volk, sondern Christus sei der Souverän der Kirche. Und wo sich ein Volk eine Verfassung gebe, da regle das Evangelium das Zusammenleben der Christen. Das meint zum Beispiel Kardinal Kurt Koch, der aus der demokratischen Schweiz stammende Präsident des vatikanischen Einheitsrates. Deshalb ist die katholische Kirche eine Monarchie. Nur Geweihte haben das Sagen, denn sie stehen in einer besonderen Beziehung zu Christus: Der Papst, der Bischof, der Pfarrer. Laien dürfen viel vorschlagen und mit beraten, aber letztlich nichts bestimmen.

Koch ist für die Beziehungen mit den anderen Kirchen zuständig, auch mit den Protestanten. Deren Synode, also ihr Parlament, trifft sich gerade im Würzburger Kongresszentrum. Die 120 Parlamentarier aus 20 evangelischen Landeskirchen beraten, sie stimmen ab, sie bilden Ausschüsse für Theologie, für das Verhältnis zwischen Kirche und Staat und für das Kirchenrecht, also auch für ihre Verfassung. Und sie wählen. Für das Präsesamt, also den Vorsitz der Synode, hat die frühere Bundesbauministerin Irmgard Schwaetzer die besten Chancen. Unter ihrer Führung soll die Synode im kommenden November den 15-köpfigen Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wählen und dessen Vorsitzenden. Derzeit ist das der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Ein Bischof und eine Nichttheologin – so sieht für Protestanten eine gute Kirchenspitze aus.

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So liberal war die katholische Kirche früher

Sitzung des Konzils von Trient in "Tyrolischer Adler", Bd.IX von Matthias Burglechner ( Österreichisches Staatsarchiv Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv Hs. W 231/9 ) Bild: wikimedia.org/PD

Sitzung des Konzils von Trient in “Tyrolischer Adler”, Bd.IX von Matthias Burglechner ( Österreichisches Staatsarchiv Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv Hs. W 231/9 ) Bild: wikimedia.org/PD

Frauen, die Priestern vorgesetzt sind? Kardinäle, die den Papst kontrollieren? Der Münsteraner Historiker Hubert Wolf hat in alten Akten brisante Vorbilder für eine mögliche Kirchenreform entdeckt.


Von Lucas Wiegelmann|DIE WELT

Der Retro-Trend, also das Hören alt klingender Popmusik, das Tragen noch älterer Brillenmodelle oder das Anknipsen einer verbeulten Leselampe aus den Dreißigern, gilt als Erfindung der Postmoderne. Als letzter sinnvoller Stil in einer Zeit, in der wir die Welt nur noch als einzige große Zitatensammlung zu begreifen gewohnt sind, als unendliches Spiel mit den immer gleichen Bauklötzchen.

Aber das ist ein Irrtum. Kein Bundeswehrparka-tragender bärtiger Jungprogrammierer in Berlin-Neukölln kann in Sachen Vintage-Style mit, sagen wir, dem Papst konkurrieren.

Lange vor der Postmoderne, ach was, lange vor der Moderne, vorm Mittelalter, immer schon hatte die katholische Kirche ein besonderes Verhältnis zum Gestern, ja war regelrecht besessen von ihm, und versuchte es in das Heute zu integrieren. Wenn die Kirche in irgendwas Avantgarde war, dann im Retro-Trend.

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Dänen verehrten jahrhundertelang falschen Schädel

Lucius I., Phantasiedarstellung in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Bild: wikimedia.org/PD

Jahrhundertelang verehrten die Katholiken im dänischen Roskilde den Schädel des Heiligen Lucius. Doch jetzt steht fest: Der Kopf kann dem Heiligen gar nicht gehört haben. Wer aber liegt dann in dem Reliquienschrein?


Von Angelika Franz|SpON

Als in den 1100er Jahren die letzten Steine in den Dom zu Roskilde – den Vorgängerbau des heutigen romanisch-gotischen Backsteindoms – gesetzt wurden, fehlte den Bewohnern der dänischen Stadt nur noch eines: ein Schutzheiliger. Also schickten sie zwei Stiftsherren auf den Weg nach Rom, sie sollten dort nach geeigneten Reliquien suchen.

Als die beiden Kanoniker Rom erreicht hatten, so die Legende, erschien einem von ihnen des Nachts der Heilige Lucius im Traum. Er wolle Schutzpatron Roskildes sein bis ans Ende der Zeit, ließ er den frommen Mann wissen. Am nächsten Tag gingen die beiden mit der Erlaubnis des Papstes zur Kirche Santa Cecilia in Trastevere. Dort ruhten auch die Knochen des 254 verstorbenen Papst Lucius. Ihn zu finden, war nicht schwer: Hell leuchtete ihnen der Schädel entgegen, verheißungsvoll in das durch die Kirchenfenster einfallende Sonnenlicht getaucht.

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Merkel im Vatikan: Eine Frau der Kirche

Bild: epd, bearb.BB

Bild: epd, bearb.BB

  • An diesem Wochenende empfängt der Papst Angela Merkel zu einer Privataudienz – und das bereits zum zweiten Mal in seiner erst zweijährigen Amtszeit.
  • Zum Vorgänger Benedikt hatte die deutsche Kanzlerin ein eher kühles Verhältnis, doch mit Franziskus versteht sie sich hervorragend.
  • Auch der Papst, der sich explizit als politisches Kirchenoberhaupt versteht, sieht die deutsche Regierungschefin als wichtige Repräsentantin in Europa.


Von Matthias Drobinski und Stefan Kornelius|Süddeutsche.de

In der Bibliothek des Appartamento, der einstigen Papstwohnung, stauben sie jetzt die Regale ab und rücken die Stühle zurecht – hoher Besuch kommt. Noch immer empfängt Papst Franziskus hier zur Privataudienz, auch wenn er selbst ins Gästehaus des Vatikans gezogen ist. Und an diesem Samstag kommt Angela Merkel, die deutsche Bundeskanzlerin.

Die mächtigste Frau der Welt trifft den wohl bekanntesten Mann der Welt, das klingt aufregend, ist zunächst aber nur ein Teil des diplomatischen Betriebs: Merkel kommt, weil Deutschland gerade den G7-Vorsitz inne hat. Diese Präsidentschaft soll im Mittelpunkt des Gesprächs stehen, es soll um Armutspolitik und Flüchtlinge gehen, den Klimaschutz und die Gesundheitspolitik, natürlich auch um die Ukraine-Krise, die Griechen und den interreligiösen Dialog unter dem Unglücksstern des IS-Terrors. Die Weltprobleme werden die beiden nicht lösen, das Treffen mit Frankreichs Präsident François Hollande am Tag zuvor ist von höherer unmittelbarer tagespolitischer Relevanz gewesen.

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Kampf der Religionen: Unsere Hassprediger

Facebook-Seite der Kampagne/BB

Facebook-Seite der Kampagne/BB

Der Papst rechtfertigt die körperliche Züchtigung, in Bremen erregt man sich über einen evangelischen Pastor, weil er zum Glaubenskrieg aufgerufen haben soll. Müssen wir nach dem Islam auch das Christentum fürchten?


Von Jan Fleischhauer|SpON

Auch Bremen hat jetzt seinen Hassprediger. Der Mann heißt nicht Abdul, sondern Olaf. Er ist kein Imam in einer örtlichen Moschee, sondern ordentlich bestellter Pfarrer in einer Gemeinde in der Innenstadt. Mitte Januar hat Pastor Olaf Latzel dort eine Predigt gehalten, die Bremen über die Glaubenswelt hinaus so nachhaltig erschüttert, dass sich vom Bürgermeister abwärts alle relevanten Vertreter des politischen Lebens eingeschaltet haben.

Latzel hat seine Gemeinde ermahnt, dass es für einen Christenmenschen nur einen Gott geben könne. Also keine Buddha-Statuen mehr auf der Kommode, kein Yoga-Retreat, in dem man im Einklang mit Shiva zu atmen lernt, und auch kein muslimisches Zuckerfest, um seine Verbundenheit mit dem Islam zu demonstrieren. “Wenn ich Christ werde, dann muss Schluss sein mit dem Götzendienst”, donnerte er den armen Sünderlein von der Kanzel entgegen. Das reicht in der EKD, um als jemand zu gelten, den man als Seelsorger besser aus dem Verkehr zieht.

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Papst will mehr Raum für Frauen in der Kirche

Lilith.

Lilith.

Frauen sollen nach Ansicht von Papst Franziskus eine größere Rolle in der Kirche spielen. Dies betreffe sowohl die pastorale Arbeit als auch die theologische Reflexion.

kath.net

Frauen sollen nach Ansicht von Papst Franziskus eine größere Rolle in der Kirche spielen. Dies betreffe sowohl die pastorale Arbeit als auch die theologische Reflexion, sagte er am Samstag im Vatikan vor der Vollversammlung des päpstlichen Kulturrats. «Ich bin von der Notwendigkeit überzeugt, Frauen mehr Raum in der Kirche zu bieten», so Franziskus wörtlich. Er äußerte sich zum Abschluss einer Tagung des päpstlichen Rates zu dem Thema: «Die Kultur der Frau – Gleichheit und Unterschied».

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Charlie Hebdo: Nur wenn Femen die Notre-Dame-Glocken bimmeln lassen

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Redaktion des Satiremagazins: „Wir würden gern dem Papst, der diese Woche ja ebenfalls ‚Charlie‘ gewesen war, eine Botschaft senden: Dass die Glocken zu unserer Ehre läuten, akzeptieren wir nur, wenn Femen sie bimmeln lassen.“


kath.net

In der ersten Ausgabe des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ nach Terroranschlag auf die Redaktion macht sich die Redaktion auch über den Papst und die Kirche lustig. „Am meisten brachte uns zum Lachen, dass die Glocken von Notre Dame zu unserer Ehre geläutet hatten“, schrieb die Redaktion im Editorial unter Umgehung des Faktums, dass die Glocken nicht zu Ehren des Magazins, sondern zu Ehren der zwölf durch Terroristen Ermordeten geläutet hatten. „Wir würden gern dem Papst, der diese Woche ja ebenfalls ‚Charlie ist‘, eine Botschaft senden: Dass die Glocken zu unserer Ehre läuten, akzeptieren wir nur, wenn Femen sie bimmeln lassen.“

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Martin Mosebach: ‘Ich will keinen Polit-Papst’

mosebach

Autor Martin Mosebach über Franziskus und den neuen Stil der Kirche.


Von Christoph Schmidt|kath.net

Der Schriftsteller Martin Mosebach zählt zu den bekanntesten konservativen katholischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Die Wiederzulassung des alten Messritus durch Papst Benedikt XVI. im Jahr 2007 begrüßte er mit Nachdruck. Was er über den neuen Stil unter Papst Franziskus denkt, verrät der derzeit als Stipendiat in Rom lebende Autor im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

KNA: Herr Mosebach, Papst Franziskus scheint Veränderungen in der Struktur und in der seelsorglichen Praxis anzustreben. Was denkt ein konservativer Katholik bei so viel Aufbruchsrhetorik?

Mosebach: Bisher kann niemand sagen, was Franziskus eigentlich genau will. Die veröffentlichte Meinung versucht ihm Absichten unterzuschieben, die dem Zeitgeist entgegenkommen. Möglich, dass er größere Reformen durchsetzen will. Vielleicht verkennt man ihn aber auch, und es geht ihm gar nicht so sehr um Veränderung. Die Menschen jubeln ihm zu, aber ich weiß nicht, ob sie wissen, wem sie da zujubeln. So zugewandt und herzlich Franziskus auftritt, so verschlossen ist er auch. Er lässt sich nicht in die Karten gucken.

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Vatikan lehnt Papst-Treffen mit Dalai Lama ab

Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens Nagels

Der Dalai Lama weilt in Rom, doch der Papst wird ihn nicht empfangen. Grund sind offenbar befürchtete Verstimmungen in China, die der Vatikan vermeiden will.


euronews

Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, der Papst werde mit keinem der Friedensnobelpreisträger zusammentreffen, die für einen dreitägigen Gipfel in Rom sind. Stattdessen werde Franziskus eine Grußbotschaft senden.

Der Dalai Lama nahm es gelassen: “Ich glaube, die Leitung des Vatikan will diesmal sagen, dass es ein wenig heikel ist. Ich sage immer, dass man es vermeiden sollte, jemandem Unannehmlichkeiten zu bereiten. Und den Papst bewundere ich natürlich, ich bewundere ihn sehr.”

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Gericht schiebt kontroverse Hinrichtung in Texas auf

justiz_gross

Ein US-Bundesgericht in New Orleans hat die Hinrichtung eines offenbar psychisch kranken Mannes in Texas wenige Stunden vor dem Termin aufgeschoben.


evangelisch.de

Die Justiz brauche mehr Zeit für die “komplexen” Fragen des Falles, urteilte das für Texas zuständige Bundesgericht am Mittwoch (Ortszeit). Der wegen Doppelmordes verurteilte Scott Panetti (56) hatte 1992 seine Schwiegereltern erschossen.

Der Fall hatte große Aufmerksamkeit in den USA erregt. Selbst namhafte Vertreter konservativer Verbände und Todesstrafenbefürworter forderten, den Verurteilten zu lebenslanger Haft zu begnadigen. Die Hinrichtung eines schwer Geisteskranken untergrabe “das Vertrauen des Volkes auf ein faires und moralisches Justizwesen”, argumentierten der Politikwissenschaftler Charles Murray vom American Enterprise Institute, der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Gary Bauer und weitere Konservative.

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Katholische Kirche: Oben Verkrustung, unten Druck

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Jeden Sonntag stehen Menschen nebeneinander in der Kirche, die ganz Verschiedenes glauben, meint der Philosoph Norbert Copray. Eine explosive Gemengelage, denn der Pluralismus erzeugt innere Spannungen.


Von Norbert Copray|Deutschlandradio Kultur

Aus Distanz sieht der Katholizismus immer noch recht monolithisch aus, wie ein großes Ganzes, wie ein Block, ein schwarzer Block. Aus der Nähe zeigt sich der katholische Block als ein unübersichtliches Gewebe.

Es besteht aus hunderten, tausenden, hunderttausenden Haupt-, Teil-, Unter- und Nebenströmungen – in noch einmal zig Gemeinden, Bistümer, Provinzen und Gruppen. Kein Wunder, unter mehr als 1,3 Milliarden Katholiken. Ohne Substruktur kann ein soziales Gebilde dieser Größe gar nicht existieren.

Mehr noch: Die katholische Landschaft ist seit Mitte der 1960er-Jahre von einem heftigen Pluralisierungsschub erfasst worden, wie er für Modernisierungsprozesse typisch ist. Und dadurch geraten die vielen Strömungen zueinander in Gegensatz und in erbitterten Kampf.

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Der Papst im Teufelswahn

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Franziskus in Santa Marta: auf in den Kampf gegen Satan mit der Rüstung Gottes und dem Schild des Glaubens angetan. Der Teufel existiert, er ist kein Mythos, auch wenn einige das Gegenteil glauben machen wollen.

Von Armin Schwibachkath.net

Der Teufel ist kein Mythos. Das christliche Leben ist ein Kampf gegen Satan, die Welt und die Leidenschaften des Fleisches, ein epochaler Kampf, bei dem es gilt, die „Rüstung der Wahrheit“ anzulegen.

Papst Franziskus konzentrierte sich in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Donnerstag der 30. Woche im Jahreskreis auf die erste Lesung aus dem Brief an die Epheser (Eph 6,10-20). „Kraft und Mut“ seien die Worte, mit denen sich der Apostel Paulus an die Gemeinde von Ephesos wende. Dabei entfalte er eine militärische Sprache.

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Thementag Papst und Vatikan auf 3Sat

reptiloider Papst u.Kardinal Bild:katholisches.info

reptiloider Papst u.Kardinal
Bild:katholisches.info

Papst und Vatikan: zu Allerheiligen, dem 01. November, beleuchtet der 3sat-Thementag “Mythos Vatikan” in Dokumentationen und Spielfilmen das Leben und Wirken bedeutender katholischer Würdenträger wie Papst Franziskus, Papst Pius XII. und Papst Johannes Paul II.

SERIENHAI.de

Zu den Highlights des Thementags zählt neben dem aufwendig inszenierten Historiendrama “Die Päpstin (23.10 Uhr) nach dem Bestseller von Donna W. Cross sowie dem zweiteiligen Spielfilm “Pius XII.” (ab 20.15 Uhr) mit James Cromwell in der Titelrolle auch die Dokumentation “Kirche, Ketzer, Kurtisanen – Das Konzil von Konstanz” (19.20 Uhr), eine Erstausstrahlung in 3sat. Sie blickt zurück auf die Zeit vor genau 600 Jahren, als gleich drei Päpste den Stuhl Petri für sich beanspruchten.

Nach der Katastrophe von Avignon beginnt die Zeit der Papstkönige. Sixtus IV. will Rom zum neuen Oberhaupt der Welt machen und lässt die Sixtinische Kapelle bauen, eines der größten Heiligtümer der Christenheit, in dem bis heute das Konklave abgehalten wird. Doch der fromme Franziskaner stürzt den Vatikan in eine erbitterte Fehde gegen den mächtigen und schillernden Clan der Medici: Die Familienoberhäupter sollten durch Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario, einem Neffen von Papst Sixtus IV., ersetzt werden.

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IS-Anschlag auf Papst: Antwortet der Vize-Gott mit biblischen Plagen?

Bild: youtube

Bild: youtube

Der irakische Botschafter am Heiligen Stuhl berichtet, dass beispielsweise glaubwürdige Hinweise auf einen geplanten Anschlag auf den Papst während dessen Albanienreise vorlägen.

kath.net

Der irakische Botschafter am Heiligen Stuhl warnt, dass glaubwürdige Hinweise auf einen geplanten Anschlag auf den Papst während dessen Albanienreise vorliegen. „Die Drohungen des selbsternannten Islamischen Staates sind klar – sie wollen den Papst töten. Die Drohungen gegen den Papst sind glaubwürdig“, erklärte Botschafter Habeeb Al Sadr gegenüber der italienischen Tageszeitung „La Nazione“. Allgemeiner gehe er davon aus, dass sie ihn auch während Reisen zu entfernteren Zielen „oder sogar in Rom töten könnten. Es gibt IS-Mitglieder, die nicht Araber sind, sondern Kanadier, Amerikaner, Franzosen, Briten, auch Italiener. Jeden von ihnen könnte die IS dazu anheuern, in Europa eine Terrorattacke durchzuführen.“

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Der Erzbischof bezahlte Kindersex mit Medikamenten

missbrauch_katholAls Botschafter des Papstes in der Dominikanischen Republik soll Erzbischof Wesolowski jahrelang Jungen missbraucht haben. Doch der Bischof läuft frei in Rom herum – vom Vatikan geschützt.

Von Constanze ReuscherDIE WELT

Er hatte schon ein paar Bier getrunken, als er durch die Rotlichtviertel von Santo Domingo zog, genügend Geld in der Tasche, auf der Suche nach schnellem Sex. Er suchte nach ganz jungen Männern, er suchte nach Kindern. Er nannte sich nur “Josie”. Viele wussten dennoch, wer er war: Der Botschafter des Heiligen Stuhls, der vatikanische Nuntius, vom Papst in die Dominikanische Republik entsandt – der polnische Erzbischof Josef Wesolowski.

Im Schatten der ältesten katholischen Kathedrale Amerikas betrieb er jahrelang sexuellen Missbrauch. Gemeinsam mit dem polnischen Pater Wojciech Gil soll er sich mit jungen Messdienern in seinem Haus am Strand vergnügt haben. Zwei weitere Geistliche aus seiner Botschaft stehen unter Verdacht, Frauen und Kinder zum Sex gezwungen haben. Ein dominikanischer TV-Sender soll Wesolowski dabei gefilmt haben, wie er ein Kinderbordell in Santo Domingo betrat.

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Warum spricht der Papst jetzt vom Teufel?

Katholik Matthias Matussek (schwarz) und Protestant Matthias Kamann im Streitgespräch Foto: Jakob Hoff/bearb. BB

Katholik Matthias Matussek (schwarz) und Protestant Matthias Kamann im Streitgespräch Foto: Jakob Hoff/bearb. BB

Das Böse in der Welt komme nicht von Gott, sondern von seinem Feind, dem Satan – so sagt es Papst Franziskus. Darüber streiten “Welt”-Redakteur Matthias Kamann und “Welt”-Autor Matthias Matussek.

Von Matthias Kamann und Matthias MatussekDIE WELT

Matthias Kamann: Ihr Papst spricht wieder vom Teufel. Glauben Sie wirklich, dass es den gibt? Nach meiner Glaubensüberzeugung ist die Fähigkeit der Menschen, Schrecken zu verbreiten, so groß, dass es lächerlich wäre, diesen Schrecken in einem Feuerkerl mit Gabel zu personalisieren.

Matthias Matussek: Ach, wer weiß schon, wie der Teufel aussieht. Vielleicht ja wie Sie, wenn Sie von Ihren “Glaubensüberzeugungen” reden! Ohne Himmel und Hölle kommt mein Glauben nicht aus. Luther, Ihr schrecklicher Erster Imam, hat dem Teufel Tintenfässer hinterhergeschmissen, immerhin. Aber er hat tatsächlich alles andere abgeschafft: den Segen, die Heiligenbilder, die Liturgie, den Großteil der Sakramente. Ich geh doch nicht in die Kirche, um “vernünftig” zu sein.

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Papst: Christen müssen die «Kultur des Todes» verwerfen

Verehrungswürdige Puppe.

Verehrungswürdige Puppe.

Papst kritisiert «unmenschliche Wirtschaftsmodelle» – Außerdem wies er darauf hin, dass in äußerlich wohlhabenden Gesellschaften der Geist der Hoffnungslosigkeit oft «wie ein Krebs zu wuchern» scheinen.

kath.net

Papst Franziskus hat die Christen Koreas aufgerufen, sich gegen «unmenschliche Wirtschaftsmodelle» zu stellen und den «Geist des uneingeschränkten Wettbewerbs» zu bekämpfen. Sie müssten der Verlockung eines Materialismus widerstehen und «eine großherzige Kraft für die geistige Erneuerung in allen Gesellschaftsschichten» sein, sagte er bei einer Messe in der Millionenstadt Daejeon, einem wichtigen Forschungs- und Technologiestandort.

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Papst bittet Evangelikale um Vergebung für Verfolgungen

Verehrungswürdige Puppe.

Verehrungswürdige Puppe.

Franziskus bei Besuch in Caserta: “Ich bitte euch um Vergebung für jene katholischen Brüder und Schwestern, die nichts verstanden haben”

kathweb

Papst Franziskus hat evangelikale Christen und Pfingstkirchen um Vergebung für Übergriffe und Verunglimpfungen durch Katholiken gebeten. “Unter jenen, die die Mitglieder der Pfingstgemeinden verfolgt oder verurteilt haben, als ob sie Verrückte seien, die die Menschheit zerstören, waren auch Katholiken”, sagte der Papst am Montag vor rund 200 Evangelikalen im italienischen Caserta nördlich von Neapel. Franziskus fuhr fort: “Ich bin der Hirte der Katholiken und bitte euch deshalb um Vergebung für jene katholischen Brüder und Schwestern, die vom Teufel besessen waren und nichts verstanden haben”. Er sei gekommen, um “Brüder” zu treffen, die ihn seinerseits vorher besucht hätten.

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Sudan: Aufschrei der Katholen

Das Grabmal des Mahdi, Omdurman, Bild: globetrotter.de

Die im Sudan zum Tode verurteilte Christin Mariam Yahia Ibrahim Ishag ist auf ihrer Flucht am Donnerstag in Italien eingetroffen und wurde vom Papst zu einer Audienz empfangen. Währenddessen zieht die Religionspolitik des ostafrikanischen Landes bereits neue Kritik auf sich. Kirchliche Organisationen verurteilen den Baustopp, den die Regierung über christliche Kirchen verhängt hat. 

katholisch.de

“Wir sind Bürger des Sudan, und laut der Verfassung stehen uns Religionsfreiheit und ein Platz zum Beten zu”, so Kori El Ramli, Generalsekretär des “Konzils sudanesischer Kirchen”. Auch Andy Dipper von der Organisation “Christian Solidarity Worldwide” wertet das Verbot als eine Verletzung der Glaubens- und Religionsfreiheit, ebenso wie die wiederholte Zerstörung und Beschlagnahmung von Kirchenland. Die Kritik folgt der Ankündigung von Religionsminister Shalil Abdallah, keine neuen Genehmigungen für den Bau von Kirchen ausstellen zu wollen. Zur Begründung gab er an, Christen seien im Land eine Minderheit, und es gebe es bereits “genug Kirchen”.

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