Schlagwort-Archive: Papst

Franz bekräftigt Nein zur Homo-Ehe

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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Der Papst präsentiert seine Schlussfolgerungen aus der Familiensynode. Wiederverheirateten kommt er entgegen, gleichgeschlechtliche Ehen lehnt er weiter ab.

Süddeutsche.de

Die Erwartungen an das mehr als 200 Seiten starke Papier sind hoch. „Amoris Laetitia – über die Liebe in der Familie“ heißt der Text, den Papst Franziskus an diesem Freitag im Vatikan vorgestellt hat. Darin: Die Schlussfolgerungen des Pontifex aus zwei Bischofssynoden zu den Themen Ehe und Familie.

Bei der weltweiten Umfrage unter Katholiken, die den Synoden im Jahr 2013 vorangegangen war, waren die strittigen Themen deutlich geworden: Viele Gläubige forderten einen anderen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen, außerdem entspann sich eine Debatte über die Position von Frauen in der Kirche und über die Rolle katholischer Laien insgesamt.

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„Wir sind Kirche“ hofft auf Ende des Rigorismus in der Sexualethik

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ hofft, dass Papst Franziskus mit seinem für Freitag erwarteten Lehrschreiben neues Vertrauen in die katholische Kirche bei sexualethischen Fragen aufbaut.

Von Wiebke Rannenberg | evangelisch.de

„Der Papst will, dass die Kirche in der Sexualethik ihre Sprachfähigkeit und Glaubwürdigkeit wiedergewinnt“, sagte der Sprecher der Reformkatholiken, Christian Weisner, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in München. Er gehe davon aus, dass Franziskus „den Rigorismus und die Fixierung der katholischen Lehre auf Sexualgebote und Sünde auflösen will“.

Doch darauf dürfe das Papstwort nicht beschränkt werden, sagte Weisner. Er erwarte, dass Franziskus sich auch dazu äußern werde, wie und wo Familie in all ihren unterschiedlichen Modellen gelebt werden kann. Mit Blick auf die großen Nöte für Familien, besonders auch der Flüchtlinge in aller Welt, müsse es vor allem darum gehen, „wie Kinder in Sicherheit und Geborgenheit großgezogen werden können“.

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Papst hält Verhütung wegen Zika für akzeptabel

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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Papst Franziskus hält den Gebrauch von Verhütungsmitteln angesichts der Zika-Seuche für moralisch prinzipiell verantwortbar.

kath.net

Papst Franziskus hält den Gebrauch von Verhütungsmitteln angesichts der Zika-Seuche für moralisch prinzipiell verantwortbar. Auf die Frage einer Journalistin auf dem Rückflug nach Rom nach einer einwöchigen Mexikoreise sagte der Papst am Donnerstag, es gebe bei diesem Thema einen grundsätzlichen Unterschied zur Abtreibung, denn diese sei immer ein «absolutes Übel». Verhütung hingegen könne in Ausnahmefällen erlaubt sein.

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Papst raunzt Fan an: „Sei nicht so egoistisch!“

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Auch ein Papst kann schon mal die Fassung verlieren. Weil ihm ein Gläubiger in Mexiko zu sehr auf die Pelle rückte, machte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche eine deutliche Ansage.

stern.de

Da ist ihm offensichtlich kurz mal das Lächeln vergangen: Während seines Besuches in Mexiko hat der Papst über einen zu eifrigen Fan geärgert – und ihm das auch deutlich zu verstehen gegeben. „Sei nicht egoistisch!“, rügte Franziskus am Dienstag einen Gläubigen nach einem Treffen mit Jugendlichen in Morelia im westlichen Bundesstaat Michoacán, wie in einer Fernsehübertragung zu sehen war. Der junge Mann hatte den 79-jährigen Argentinier zuvor kräftig am Arm gezogen und ihn dadurch fast zu Fall gebracht.

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Papst Franz fordert Kiche zum Kampf gegen Drogenkartelle auf

Papst Franziskus grüßte am Samstag die Menge in Mexiko-Stadt. – Foto: REUTERS
Papst Franziskus fordert von der Kirche in Mexiko, sie solle gegen die Drogenkartelle kämpfen. Zuvor hatte er schon Parlament und Regierung belehrt.

DER TAGESSPIEGEL

Papst Franziskus hat bei seinem ersten Besuch in Mexiko die dortige Kirche scharf kritisiert. Das Land brauche keine „Fürsten“, sondern Botschafter des Herrn, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag während einer Rede vor den Bischöfen des Landes in Mexiko-Stadt. Die als sehr konservativ geltende mexikanische Kirche mahnte der 79-jährige Jesuit zu mehr sozialem Engagement. „Wenn Ihr kämpfen müsst, dann kämpft“, sagte Franziskus an die Adresse der mehr als 170 mexikanischen Bischöfe.

Konkret forderte der Papst die katholischen Priester zu einem entschlosseneren Kampf gegen die Drogenkartelle auf. „Ich bitte euch, die ethische und zivile Herausforderung nicht zu unterschätzen, die der Drogenhandel für die mexikanische Jugend und die gesamte Gesellschaft darstellt“, sagte der Argentinier.

Das Ausmaß des Drogenproblems erfordere von den katholischen Hirten mehr als nur allgemeine Verurteilungen, sagte er weiter. Nötig seien „ein prophetischer Mut“ und ein qualifiziertes soziales Projekt der Kirche. Die mexikanischen Geistlichen forderte er auch zur Achtung der indigenen Ureinwohner des Landes auf.

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Kirchenrechtler zur Eheannullierung: Papst macht ‚Schritt zurück’

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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In seiner Ansprache an die Römische Rota hat Franziskus einige Zweideutigkeiten im Motu proprio ‚Mitis iudex’ klargestellt, sagt der amerikanische Kirchenrechtler Edward Peters.

kath.net

Die „Qualität des Glaubens“ ist keine wesentliche Bedingung für den Ehekonsens. Mit diesem Satz in seiner Ansprache vor der Römischen Rota am 22. Januar habe Papst Franziskus gegenüber dem Motu proprio „Mitis iudex Dominus Iesus“ einen „Schritt zurück“ gemacht und eine wichtige Frage geklärt, sagt der amerikanische Kirchenrechtler Edward Peters.
Das Motu proprio vom August 2015 hatte das Verfahren zur Feststellung der Nichtigkeit einer Ehe unter bestimmten Umständen vereinfacht. Es war aber auch Ausgangspunkt kirchenrechtlicher und theologischer Kontroversen. Das Dokument nennt einen Grund, der die Behandlung eines Ehenichtigkeitsprozesses auf kürzerem Weg nahelegen kann, den „Mangel an Glauben, der die Simulation des Konsenes oder den willensbestimmenden Irrtum hervorbringen kann; …“ (Art. 14, §1)

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Ehenichtigkeitsverfahren im Vatikan künftig gebührenfrei

Das Verfahren, das Ehen für nichtig erklärt, soll in Zukunft keine Gebühr mehr für die Paare mit sich bringen. Das hat Papst Franziskus in einem am Freitag veröffentlichten Erlass angeordnet.

domradio.de

Ehenichtigkeitsverfahren vor dem vatikanischen Ehegericht sollen künftig gebührenfrei sein. Das ordnete Papst Franziskus in einem am Freitag veröffentlichten Erlass an. Die sogenannte Römische Rota urteile die Fälle nach dem Prinzip der „evangeliumsgemäßen Unentgeltlichkeit“, heißt es darin. Dies entbinde die betroffenen Paare jedoch nicht von der „moralischen Verpflichtung“, eine Spende zugunsten Bedürftiger zu geben. Bislang hat die Rota eine geringfügige Gebühr für die Prozesse erhoben. Der größte Teil der Kosten für ein solches Verfahren entfällt in der Regel jedoch auf das Anwaltshonorar.

Papst Franziskus schaffte die verpflichtende Bestätigung eines Urteils durch eine zweite Instanz ab.

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Vatileaks, die zweite

Vati-Leaks-logo

Wieder stehen Mitarbeiter des Papstes vor Gericht, weil sie interne Dokumente rausgegeben haben. Die werfen kein schlechtes Licht auf Franziskus. Wohl aber auf den Klerus.

Von Jörg Bremer|Frankfurter Allgemeine

Am kommenden Dienstag eröffnet Papst Franziskus zwar das „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“, den Angeklagten im zweiten „Vatileaks“-Prozess aber droht die ganze Härte des vatikanischen Strafgesetzes. Dafür soll Gerichtspräsident Giuseppe Dalla Torre sorgen, derselbe Richter, der 2012 schon den Kammerdiener von Benedikt XVI. verurteilt hatte.

Wieder tagt das Gericht hinter den vergitterten Fenstern der Gendarmerie gegenüber vom Gästehaus des Papstes, dem obersten Rechtsherrn. Er hatte Ende Oktober das Verfahren gegen zwei „Enthüllungsjournalisten“ und drei Mitarbeiter seiner längst aufgelösten „Kommission für die Neuordnung der wirtschaftlichen und administrativen Angelegenheiten des Vatikans“ (Cosea) auf den Weg gebracht, als er die Verhaftung zweier Verdächtiger genehmigte: Seither sitzt der aus Spanien stammende Prälat und Ex-Cosea-Sekretär Lucio Ángel Vallejo Balda in einer Gendarmerie-Zelle.

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Der Vatikan entweiht die Rockmusik

Papst Franziskus (rechts) bei einem Besuch auf den Phlippinen. Keystone
Zwar gibt es gewisse Parallelen zwischen einem Gottesdienst und einem Rockkonzert. Dass der Papst, der wohl grösste Popstar der Welt, nun aber im Musikgeschäft mitmischen will, erachte ich als eine der bescheuertesten Ideen seit Rondo Veneziano.

Von Gregi Sigrist|Radio SRF

Wie viel Rock steckt unter der Soutane?

Die als päpstliches Rock-Album angekündigte Veröffentlichung von Papst Franziskus, hat mit Rock reichlich wenig an der Mitra. Produziert wurde das Album vom brasilianischen Priester Don Giulo Neroni und dem italienischen Musiker Toni Pagliuca (ehemaliges Mitglied der Band Le Orme).

Die musikalische Scheusslichkeit der Produktion ist schnell zusammengefasst: Es klingt nach Warenhausgesäusel. Die Arrangements schlängeln sich um Reden und Predigten des Papstes und gipfeln bei der Single «Wake Up! Go! Go! Forward!» in einem Refrain, der in punkto Originalität an Armseligkeit kaum zu toppen ist.

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Päpstliche Standpauke für deutsche Bischöfe: Deutsche Kirche nicht die fortschrittlichste, sondern die zerrüttetste

DBK, Screenshot: BB
DBK, Screenshot: BB
In der katholischen Kirche herrscht ein Konflikt um die geforderte Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen. Es herrscht auch Verunsicherung darüber, was Papst Franziskus in seinem nachsynodalen Schreiben vorlegen wird.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Laut der veröffentlichten Meinung weltlicher Medien habe sich bei der Bischofssynode im vergangenen Oktober die „deutsche Fraktion“ unter der Führung von Kardinal Walter Kasper durchgesetzt. Bei ihrem Ad-limina-Besuch am 20. November sagte Papst Franziskus den deutschen Bischöfen allerdings, daß ihre Kirche aber keineswegs „die fortschrittlichste, sondern die zerrüttetste“ sei, wie der Vatikanist Sandro Magister berichtet.

Den deutschen Bischöfen hielt der Papst eine handfeste Standpauke:

  • Er beklagte das Fehlen eines „katholischen Profils“ in den karitativen Einrichtungen und katholischen Schulen.
  • Er beklagte den Rückgang der Meßbesucher und das Verschwinden des Beichtsakraments.

  • Er tadelte, daß „immer neue Strukturen“ für immer weniger Gläubige geschaffen werden.

  • Er ermahnte die Bischöfe, „Lehrmeister des Glaubens“ zu sein, der „in der lebendigen Gemeinschaft der Weltkirche weitergegeben und gelebt“ wird.

  • Er erinnerte, daß in den Pfarreien „die wertvolle Mitarbeit durch gläubige Laien kein Ersatz für den priesterlichen Dienst werden oder diesen sogar als bloße Option erscheinen lassen darf“, denn „ohne Priester gibt es keine Eucharistie“.

  • Er forderte dazu auf, „bedingungslos das Leben vom Augenblick der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu schützen“, weil „wir hier keine Kompromisse eingehen können, ohne daß auch wir selbst zu Schuldigen der Wegwerfkultur werden“.

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Den Teufel via Twitter bekämpfen

Hoelle-Teufel

Papst Franziskus ruft per Twitter zum Gebet zum Heiligen Erzengel Michael auf

kath.net

Papst Franziskus hat heute Vormittag via Twitter zum Gebet zum Heiligen Erzengel Michal und gegen den Teufel aufgerufen. „Erbitten wir den Beistand des heiligen Erzengels Michael, uns gegen die Nachstellungen und Fallen des Teufels zu schützen.“

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Richtungsstreit der Katholischen Kirche: Schlacht im Vatikan

REUTERS/Yves Herman
REUTERS/Yves Herman
Hat der Papst einen Hirntumor? Das behauptet eine Zeitung, der Vatikan dementiert. Die Meldung platzt in die entscheidende Phase der Bischofssynode in Rom – eine Intrige?

Von Hans-Jürgen Schlamp|SpON

Warum gerade jetzt? Ausgerechnet zu Beginn der Schlussrunde der römischen Synode, in der „die kritischen Fragen“ auf dem Programm stehen, wie der österreichische Bischof Benno Elbs meint. In einem „sehr delikaten Augenblick“, wie Jesuiten-Pater Antonio Spadaro, Direktor der Zeitschrift „Civiltà Cattolica“ und enger Vertrauter des Jesuiten-Papstes, in einem „Radio Vatikan“-Interview sagte, in dem „die Beziehung zwischen Kirche und Welt auf dem Spiel“ stehe. Zufall?

Vor Monaten, schreibt die Internetzeitung „Quotidiano nazionale“, sei der Papst in einer Spezialklinik in der Nähe von Pisa gewesen, habe sich dort von Professor Takanori Fukushima, einem berühmten japanischen Spezialisten untersuchen lassen. Der habe „einen Tumor im Gehirn“ des Papstes entdeckt, der aber „heilbar“ sei, auch „ohne Operation“. Lange habe man gezögert, die Story zu veröffentlichen, aber dann habe man es als Pflicht angesehen.

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Der Papst will eine „Bekehrung des Papsttums“

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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  • Der Papst will die Strukturen der katholischen Kirche offenbar grundlegend ändern.
  • Bischöfen und Gläubigen soll mehr Mitsprache ermöglicht werden.
  • Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, nannte die Papstrede „historisch“.

Von Matthias Drobinski|Süddeutsche.de

Papst Franziskus will die katholische Kirche weiter reformieren. Er wünscht, dass die Bischöfe der Welt und die Gläubigen stärker als bisher in der Kirche mitbestimmen. Dies bedeute auch eine „Bekehrung des Papsttums“. Der Papst „steht nicht einsam über der Kirche, sondern in ihr, als Getaufter unter Getauften und als Bischof unter Bischöfen“, sagte Franziskus anlässlich einer Feier zum 50-jährigen Bestehen der Bischofssynoden, die Papst Paul VI. 1965 als Beratungsgremium eingeführt hatte.

„Dieser Weg der Synodalität“ sei der Weg, „den Gott von der Kirche im dritten Jahrtausend erwartet“. Deshalb, so der Papst, habe er auch vor der derzeit stattfindenden Synode erstmals die Gläubigen befragen lassen. „Der synodale Weg beginnt hörend auf das Volk, das an der prophetischen Sendung Christi teilhat“, sagte Franziskus.

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Machtkampf um die Sexualethik droht zu eskalieren

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus muss zusehen, wie die Auseinandersetzung zwischen Reformern und Konservativen die Kirche zu spalten droht. Auf der Synode zur Sexuallehre in Rom könnte der uralte Streit eskalieren.

Von Lucas Wiegelmann|DIE WELT

Als seine Bischofskollegen gerade in ihren feierlichen Chorgewändern zur Frühmesse einziehen, schiebt sich Stefan Oster am anderen Ende des Doms zu Fulda noch schnell in eine Kirchenbank am Rand. Eigentlich sollte er jetzt mit den anderen in Zweierreihen vor den Altar treten und dann einen Platz vorn im Mittelschiff einnehmen, wo die mit Goldschnitt verzierten Gebetbücher bereitliegen. Aber Oster, der Bischof von Passau, trägt keine liturgische Kleidung, sondern nur einen schwarzen Anzug. Er ist heute spät dran, weil er vorhin noch etwas länger in einer Seitenkapelle privat gebetet hat. In der Eile wollte er sich danach nicht noch mal für die Messe umziehen.

Es wird der letzte Tag bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Die letzte Gelegenheit für die deutschen Oberhirten, noch einmal in größerer Runde über die Lage der Kirche zu reden und an der gemeinsamen Strategie zu feilen für das, was jetzt auf sie zukommt. Da kann einem schon mal nach einem längerem Gebet in der Seitenkapelle zumute sein.

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„Tiefe Scham“: Papst trifft in den USA Missbrauchsopfer

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Papst Franziskus hat in den USA fünf Missbrauchsopfer getroffen. Er kündigt Bestrafung für die Täter an.

Die Presse.com

Papst Franziskus hat während seiner USA-Reise in Philadelphia Missbrauchsopfer getroffen und eine harte Strafe für die Schuldigen angekündigt. „Ich verspreche, dass alle Verantwortlichen für sexuellen Missbrauch von Kindern bestraft werden“, sagte der Pontifex am Sonntag bei einem Treffen mit Bischöfen zum Abschluss seiner USA-Reise.

Zuvor hatte Franziskus fünf Missbrauchsopfer empfangen, drei Frauen und zwei Männer, wie der Vatikan mitteilte. Die Opfer berichteten in dem etwa 30 Minuten langen Treffen von ihren Erfahrungen, Franziskus richtete einige Worte an sie, begrüßte dann jeden einzeln und betete mit ihnen.

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Schuldzuweisungen nach Mekka-Massenpanik: Erdoğan verteidigt saudische Führung

erdogan-sultan

Nach der Katastrophe bei der Mekka-Wallfahrt machen sich die Erzrivalen Saudi-Arabien und Iran einander Vorwürfe. Hunderttausende setzen ihre Pilgerreise mit der symbolischen Teufel-Steinigung fort.

Deutsch Türkische Nachrichten

Nach der tödlichen Massenpanik bei der islamischen Wallfahrt nach Mekka schieben sich Saudi-Arabien und der Iran gegenseitig die Schuld zu. Die saudische Presse machte am Freitag iranische Pilger für die Katastrophe mit mehr als 700 Toten verantwortlich. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei erklärte dagegen, «schlechte Koordinierung und unüberlegtes Handeln» der saudischen Behörden hätten das Unglück verursacht.

Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen in der Region. Sie unterstützen in den Bürgerkriegen in Syrien und im Jemen jeweils unterschiedliche Konfliktparteien. Saudi-Arabien lehnt zudem das Atomabkommen mit dem Iran ab.

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Die Macht der Religionen

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Mit den USA besucht der Papst ein Land, das katholischer wird. Europa dagegen wird islamischer. Beide Trends haben eine innere Verwandtschaft.
 

Von Alan Posener|DIE WELT

In den Vereinigten Staaten betritt Papst Franziskus katholischen Boden. Zwar umfasst die katholische Kirche nur knapp ein Viertel der Bevölkerung, bildet damit aber die größte Einzelkonfession des Landes. Vor allem gehören zu ihr die Hispanics, die legalen und illegalen Einwanderer aus Lateinamerika, die zurzeit die am schnellsten wachsende ethnische Gruppe der USA darstellen. Vor einem halben Jahrhundert lebten vier Millionen Hispanics in den USA. Heute sind es mehr als zehnmal so viele. Wenn Europa islamisiert wird, wie manche befürchten, so ist Amerika katholisiert worden.

Deren Probleme möchte man haben, mag mancher Islamkritiker seufzen. Jedoch wurde – und wird – der Katholizismus von vielen Amerikanern als Bedrohung wahrgenommen. Im 19. Jahrhundert galten die katholischen Einwanderer aus Irland und Italien als unaufgeklärt und priesterhörig, bildungsunwillig und arbeitsscheu. In Städten wie Boston oder New York bildeten sie Parallelgesellschaften. Ihre Geburtenrate war hoch, ihre Erfolgsrate niedrig, wenn man die – oft versippten – Bereiche der Politik, der Gewerkschaften und des organisierten Verbrechens ausnahm. Bei einer Anhörung vor dem Repräsentantenhaus konnte der ranghohe Freimaurer Elmer E. Rodgers 1947 unwidersprochen behaupten, Amerikas Katholiken würden vom Vatikan gesteuert, dem es darum gehe, „unsere Freiheiten zu zerstören und ihre Theokratie als Weltregierung weiter auszudehnen“.

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US-Erzbischof Chaput warnt liberale Katholiken vor Enttäuschung

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Erzbischof Chaput: «Was die Leute von Franziskus hören, ist anders im Ton, nicht im Inhalt. Der Unterschied ist wichtig, aber nicht aus den Gründen, die sich manche wünschen».
 

kath.net

Philadelphias Erzbischof Charles Chaput hat liberale Katholiken im Vorfeld des Papstbesuchs in den USA vor einer Enttäuschung gewarnt. «Was die Leute von Franziskus hören, ist anders im Ton, nicht im Inhalt. Der Unterschied ist wichtig, aber nicht aus den Gründen, die sich manche wünschen», sagte Chaput der australischen Zeitung «The Guardian» (Onlineausgabe Dienstag). Papst Franziskus besucht von Dienstagabend bis Sonntag die USA. Eine Station ist auch Philadelphia, wo ein Welttreffen katholischer Familien mit rund 17.500 Teilnehmern stattfindet.

Der Ruf des Papstes nach Barmherzigkeit und Mitleid dürfe nicht missverstanden werden, sagte Chaput. «Die Kirche ist auf Gottes Barmherzigkeit gebaut. Aber wahre Barmherzigkeit ist immer an Wahrheit gebunden, und Wahrheit ist nicht immer willkommen, vor allem, wenn es um Fragen wie Reichtum und Sexualität geht», so der Erzbischof.

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Papst-Foto sorgt für Aufregung in Argentinien

Papst Franziskus trägt ein Schild mit der Aufschrift „Es ist Zeit für einen Dialog zwischen Argentinien und Großbritannien in der Falklandfrage“. Foto: AP,AG,RP-Online
Vizepressesprecher des Vatikans stellte in einem Telefoninterview mit einem argentinischen Sender klar, der Papst habe gar nicht gemerkt, dass er mit dem Schild abgelichtet worden sei.


kath.net

Ein in den sozialen Netzwerken verbreitetes Foto von Papst Franziskus hat für Schlagzeilen in Argentinien gesorgt. Es zeigt das Kirchenoberhaupt mit einem Schild, auf dem in spanischer Sprache steht: «Es ist Zeit für einen Dialog zwischen Argentinien und Großbritannien über die Falklandinseln.» Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner teilte das Foto am Mittwoch (Ortszeit) in den Sozialen Netzwerken.

Zahlreiche argentinische Medien berichteten daraufhin, der Papst habe sich einer politischen Kampagne angeschlossen, die unter Bezug auf eine 50 Jahre alte UN-Resolution Argentinien und Großbritannien zu Gesprächen über die Inselgruppe im südlichen Atlantik auffordert. 1982 hatte das südamerikanische Land den mehrmonatigen Falklandkrieg um das Archipel an Großbritannien verloren, beansprucht das Gebiet aber weiter für sich. Großbritannien lehnt einen Dialog über die Inselgruppe kategorisch ab.

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US-Kardinal nennt Kritik an Umwelt-Enzyklika «legitim

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Der republikanische Präsidentschaftsanwärter Jeb Bush hatte das päpstliche Lehrschreiben «Laudato si» mit den Worten kommentiert, er beziehe seine Wirtschaftspolitik nicht von Bischöfen, Kardinälen oder dem Papst.


kath.net

 

US-Kardinal Donald Wuerl hat verständnisvoll auf die Kritik des republikanischen Präsidentschaftsanwärter Jeb Bush an der Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus reagiert. Bush, früherer Gouverneur von Florida, praktizierender Katholik und Skeptiker des Klimawandels, hatte das päpstliche Lehrschreiben «Laudato si» mit den Worten kommentiert, er beziehe seine Wirtschaftspolitik nicht von Bischöfen, Kardinälen oder dem Papst. Dazu sagte Kardinal Wuerl laut «Fox News Sunday», Bush vertrete «eine legitime Position».

Wuerl, emeritierter Erzbischof von Washington, sagte weiter: «Ich möchte hoffen, dass kein Politiker Richtlinien von seinem Religionsausschuss, seiner Glaubensgemeinschaft bekommt.» Papst Franziskus lege auch keine politische Agenda vor, sondern spreche davon, «was wir tun sollen». Es sei «einer der großen Segen Amerikas», dass jeder seine Meinung äußern dürfe, so Wuerl.

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