Papst: Das Internet ist ein „Geschenk Gottes“ – kognitive Dissonanzen eines alten Mannes

St. Isidor, Schutzpatron des Internet

Das aktuelle Gebetsvideo des Papstes richtet sich an die Netzgemeinde: Das Internet solle ein Ort der Menschlichkeit sein. Deshalb will Franziskus Gebete für ein respektvolles Miteinander im Netz.

katholisch.de

Nach Worten von Papst Franziskus ist das Internet ein „Geschenk Gottes“. Die damit mögliche Kommunikation habe „enorm vielen Menschen eine Erweiterung des Horizonts mit sich gebracht“, heißt es in dem Video zum Gebetsanliegen des Papstes für den Monat Juni. Allerdings bringe das Internet eine große Verantwortung mit sich. Christen sollten die Möglichkeiten der Begegnung und des Zusammenhalts nutzen, die von den sozialen Netzwerken ausgehen, damit das Netz nicht zum „Ort der Entfremdung“ werde.

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Berliner Bürgermeister lobt Rolle der Kirche

© Bild: KNA/Romano Siciliani
Der Berliner Bürgermeister Michael Müller ist am Samstag von Papst Franziskus im Vatikan empfangen worden. Nach dem Treffen lobte Müller das Kirchenoberhaupt und die vermittelnde Rolle der Kirche.

katholisch.de

Papst Franziskus hat am Samstag den amtierenden Bundesratspräsidenten Michael Müller im Vatikan empfangen. Nach der Begegnung sagte Müller, der auch Berlins Regierender Bürgermeister ist, er sei überrascht gewesen, wie gut der vermeintlich so weit entfernte Papst über die Situation in Deutschland und die Probleme einer Stadt wie Berlin etwa im Umgang mit Migranten informiert sei.

Müller: Papst sprach auch Wahlerfolge der AfD an

Müller betonte, es sei „dramatisch wichtig“, dass sich die Kirche politisch engagiert und äußert. Vom Papst werde Orientierung erwartet. Er begrüße es, „dass in politisch schwierigen Zeiten diese Rolle vom Papst angenommen wird“. Die moderierende und vermittelnde Rolle der Kirche vielerorts sei „gar nicht hoch genug einzuschätzen und zu würdigen“, so der SPD-Politiker bei einer Pressekonferenz in Rom.

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Papst: Kinder haben Recht auf christliche Erziehung – Bullshistic

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Was bedeutet das Kreuzzeichen? Was das Taufbecken? Und was das weiße Kleid? Papst Franziskus hat seine Katechesereihe zur Taufe abgeschlossen – mit einer Forderung an die Eltern der Täuflinge.

katholisch.de

Kinder haben nach den Worten von Papst Franziskus ein Recht auf eine christliche Erziehung. Sie sollten nach und nach lernen, „Gottes Angesicht in Christus zu erkennen“, um jenen Glauben zu bestätigen, in dem sie getauft seien, sagte er am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Damit schloss der Papst seine mehrteilige Katechesereihe zum Sakrament der Taufe ab, die er Mitte April begonnen hatte.

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Papst spricht Mafiosi Zugehörigkeit zum Christentum ab

Bild: hiphop ’n’more
Kurz vor dem christlichen Osterfest hat Papst Franziskus die Zugehörigkeit zur Mafia als unvereinbar mit dem Christentum bezeichnet.

REUTERS

In seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom warnte er am Mittwoch vor “angeblichen Christen”, die korrupt seien, aber vorgäben, ehrenwerte Menschen zu sein. Die sogenannten christlichen Mafiosi etwa hätten nichts Christliches an sich, sagte er in seiner bislang schärften Kritik an Korruption und organisiertem Verbrechen in seinem vierjährigen Pontifikat. “Die nennen sich Christen, aber sie tragen den Tod im Herzen und bringen anderen den Tod”, sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Mit seiner Ansprache spielte Franziskus darauf an, dass vor allem in Süditalien bekannte Mafiagruppen demonstrativ Religiosität zur Schau stellen.

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US-Journalist: Franziskus’ Pontifikat kann zum ‚Desaster’ werden

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Die Kurienreform lasse auf sich warten, dafür sei der Papst zu Kompromissen mit der modernen Welt bereit, die schlimme Auswirkungen für die Kirche haben könnten, schreibt Ross Douthat.

kath.net

Der US-amerikanische katholische Journalist Ross Douthat hat in einem Kommentar für die New York Times die ersten fünf Jahre des Pontifikates von Papst Franziskus kritisch beurteilt (siehe Link am Ende des Artikels).

Franziskus habe durch große Gesten, welche Demut und christliche Nächstenliebe zum Ausdruck bringen, viele Menschen begeistert, die der katholischen Kirche nicht besonders nahe stünden.

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Polnischer Priester bezeichnet den Papst als Fremdkörper in der Kirche

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Der US-Nachrichtensender berichtete in dem Zusammenhang über eine polnischen Priester, der Franziskus den Tod gewünscht habe

kath.net

Der bekannte US-Nachrichtensender CNN hat Papst Franziskus in einem Videobeitag als einen der „liberalsten Päpste“ der Geschichte und Gegenspieler von US-Präsident Donald Trump bezeichnet. In einem Bericht unter dem Videobeitrag wird dann ein Vorfall aus Polen thematisiert, bei dem P. Edward Staniek, ein Priester der Erzdiözese Krakau, vor einigen Tagen bei einer Predigt Franziskus als „Fremdkörper“ in der Kirche bezeichnet und den Wunsch geäußert hat, dass der Papst bald sterben sollte, falls er seinen Blick auf Flüchtlinge und den Islam nicht ändere. „Im Namen der Barmherzigkeit ruft Papst Franziskus Pfarren und Diözesen auf, die Türen für die Nachfolger des Islam zu öffnen. Als eine Religion sind die feindlich gegenüber dem Evangelium und der Kirche. Sie haben Millionen in Religionskriegen ermordet“, kritisierte der Priester. Sein eigener Erzbischof hat sich inzwischen von der Predigt des Priesters distanziert.

Warum der Papst seine Heimat nicht besucht

Der Papst hat schon viele Reisen gemacht, aber argentinischen Boden hat er noch nicht betreten. (Bild Reuters/Rodrigo Garrido)
Fünf Jahre ist Papst Franziskus nun im Amt. Doch trotz vielfacher Reisetätigkeit hat er Argentinien bisher noch nicht besucht. Das hat vor allem politische Gründe.

Werner J. Marti | Neue Zürcher Zeitung

Diese Woche hat Papst Franziskus sein fünftes Amtsjahr vollendet. Doch seine Anhänger in Argentinien warten bis heute sehnsüchtig auf einen Besuch. Seit Franziskus im März 2013 als Erzbischof von Buenos Aires zum Konklave nach Rom abgereist ist, hat er sein Heimatland nämlich nie wieder betreten. Dies mutet umso erstaunlicher an, als er seither die meisten lateinamerikanischen Länder besucht hat. Von den spanisch- oder portugiesischsprachigen Staaten Südamerikas fehlen ihm nur noch Uruguay und das krisengeplagte Venezuela und eben Argentinien. Besonders enttäuscht waren die Argentinier im vergangenen Januar, als Franziskus auf seiner Reise nach Chile sogar sein Heimatland überflog, aber dabei nur aus luftiger Höhe eine Grussbotschaft an die argentinische Regierung sandte.

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Missbrauchs-Opfer: Papst Franz hatte es gewusst

Papst Franziskus soll bereits vor zwei Jahren einen Brief erhalten haben, in dem ein chilenisches Missbrauchsopfer das Kirchenoberhaupt detailliert über die Verbrechen eines chilenischen Priesters informiert hat

kath.net

Papst Franziskus soll bereits vor zwei Jahren einen Brief erhalten haben, in dem ein chilenisches Missbrauchsopfer das Kirchenoberhaupt detailliert über die Verbrechen eines chilenischen Priesters informiert hat. Außerdem sollen in dem Brief auch Details gestanden haben, dass Bischof Juan Barros den Täter gedeckt hat. Diese schweren Vorwurf haben jetzt Missbrauchsopfer erhoben. Diese werfen Franziskus vor, über seinen Wissensstand gelogen zu haben. Noch im Januar hatte das Kirchenoberhaupt behauptet, es hätten sich keine chilenischen Missbrauchsopfer bei ihm gemeldet.

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Gott ist weder gerecht noch ungerecht: Er ist ohnmächtig

Wenn wir das, was christliche Erfahrung ausmacht, am Leben erhalten wollen, müssen wir der Versuchung widerstehen, alles aus ihr entfernen zu wollen, was «problematisch» ist. (Bild: Fabrizio Bensch / Reuters)
Nicht Gott, der Teufel versucht den Menschen, sagt der Papst. Doch in der Versuchung des gottesfürchtigen Menschen liegt das tiefste Paradox des Christentums.

Von Slavoj Žižek | Neue Zürcher Zeitung

Eigentlich hat Papst Franziskus in theologischen wie politischen Fragen einen untrüglichen Instinkt. Nun hat er allerdings einen groben Schnitzer gemacht, als er nämlich die von einigen Katholiken propagierte Idee aufgriff, eine Zeile im Vaterunser abzuändern: die Stelle, in der es heisst, «führe uns nicht in Versuchung».

Das sei keine gute Übersetzung, sagte Franziskus. Denn sie spreche von einem Gott, der die Versuchung über den Menschen bringe. Aber es sei der Mensch, der der Versuchung erliege, nicht Gott, der den Menschen in die Versuchung stosse und zuschaue, wie er falle. Der Satan sei es, der uns in Versuchung führe. Der Papst schlug deshalb vor, der katholischen Kirche in Frankreich zu folgen, die für den betreffenden Vers des Vaterunsers kürzlich die Übersetzung eingeführt hat: «Lass uns nicht in Versuchung kommen».

Das falsche Gute

Die Argumentation ist einfach, und sie klingt überzeugend. Nur, sie setzt sich über das tiefste Paradoxon des Christentums und der Ethik hinweg. Setzte Gott uns Menschen nicht schon im Paradies der Versuchung aus, als er Adam und Eva davor warnte, eine Frucht vom Baum der Erkenntnis zu essen? Warum stellte er ausgerechnet diesen Baum mitten in den Garten? Und warum machte er ausdrücklich auf ihn aufmerksam? Wer glaubt ernsthaft, er sei sich nicht bewusst gewesen, dass die menschliche Moral erst nach einem Sündenfall entstehen konnte?

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Turbulenzen im Vatikan

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
In der Kurie gibt es Widerstand gegen die Reformen von Papst Franziskus. «Die immense Popularität von Franziskus kontrastiert mit schleppenden Reformen und personellen Fehlentscheiden», schreibt unser Autor in seiner Analyse.

Von Dominik Straub | AARGAUER ZEITUNG

Die Entlassung von Glaubenshüter Kardinal Gerhard Ludwig Müller und die Beurlaubung des Finanzchefs Kardinal George Pell sind Zeichen von Unruhe im Vatikan. Die beiden Personalentscheide des Papstes werden von Vatikanexperten unterschiedlich interpretiert. Für die Optimisten sind sie der Beleg dafür, dass sich Franziskus nicht auf der Nase herumtanzen lässt und durchgreift, wenn es ihm – wie im Fall des deutschen Kardinals Müller – zu viel wird an Illoyalität. Die Pessimisten werten die Fälle Pell und Müller dagegen als Anzeichen dafür, dass der Papst mit seinen Reformen zu scheitern drohe und dass es um den 80-jährigen Argentinier allmählich einsam werde in der Kurie.

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Mehr Mut in Richtung verheiratete Priester?

Auch nicht schlecht!
Papst Franziskus zeigt sich grundsätzlich offen für die Priesterweihe von verheirateten Männern. Doch auch wenn sich hier etwas bewegt, bleibt eine wichtige Gruppe in der Kirche weiterhin aussen vor.

Von Stefan Reis Schweizer | Neue Zürcher Zeitung

Es ist neu, dass ein Pontifex die Frage der Viri probati, in diesem Fall die Priesterweihe von verheirateten Männern, öffentlich für überlegenswert hält. Zu Franziskus passt es, dass er die Bischöfe zu Mut und Courage in der Seelsorge aufruft. Das in dieser Angelegenheit vom Papst verwendete Wort («corajudos») könnte man auch mit «verwegen» übersetzen. An ihrer Verwegenheit in solchen Fragen wurden Bischöfe bisher kaum gemessen. Eher ist man sich aus dem Umfeld des letzten Konzils noch des Diktums gewahr, die Mitra – die Kopfbedeckung der Bischöfe steht hier für die Person – sei «das Löschhorn des Geistes». Gemeint ist: Wer als jüngerer Theologe auf Fortschritte gedrängt hatte, forderte dann nach seiner Bischofsweihe in vermeintlicher Treue zu Rom die Wahrung des Bestehenden ein.

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Kanzlerin Merkel zum Gebetsempfang in den Vatikan

Bereits zum vierten Mal empfängt Papst Franziskus am 17. Juni die Bundeskanzlerin zur Privataudienz. Kein Staatslenker führte mehr offizielle Unterredungen mit dem Kirchenoberhaupt. Bei vielen Themen stimmt ihre Chemie.

domradio.de

Angela Merkels erste Audienz im Mai 2013, zwei Monate nach Franziskus‘ Amtsantritt, war damals eine kleine Sensation. Denn eigentlich galt es als ungeschriebenes Gesetz, dass der Papst aus Gründen der Neutralität keine Spitzenpolitiker in den Vatikan einlädt, die gerade im Wahlkampf stehen. Nun liegt der Audienztermin beim allseits beliebten Papst sogar noch näher an der Bundestagswahl im September.

Doch für Merkel dürfte dies nur ein positiver Nebeneffekt sein. Ihr geht es vor allem um moralische Unterstützung für ihre politische Linie beim anstehenden G20-Gipfel in Hamburg. Unter deutscher Präsidentschaft berät die Staatengruppe am 7. und 8. Juli über globale Fragen wie Flüchtlingskrise, Klimaschutz und Armutsbekämpfung. Und auf diesen Feldern liegen die CDU-Politikerin und das Kirchenoberhaupt weitgehend auf einer Linie.

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Der Papst sollte seinen KZ-Vergleich zurücknehmen

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Das Kirchenoberhaupt müsste eigentlich seine Worte gut wägen. Aber Franziskus redet oft schludrig. Wie kann er die Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Griechenland „Konzentrationslager“ nennen?

Von Thomas Schmid | DIE WELT

Wie jeder andere Mensch hat auch der Papst alles Recht, mit drastischen Worten auf die elende Situation hinzuweisen, in der viele Flüchtlinge in Europa leben. Da er aber nicht jedermann ist und, vorsichtig gesagt, eine herausgehobene Position innehat, muss er seine Worte gut wägen.

Das hat Franziskus wieder einmal nicht getan. Er überschritt eine leicht erkennbare Grenze des Maßes und des Anstands, als er soeben die Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Griechenland Konzentrationslager nannte. Wörtlich sagte er: „… denn wegen der Menschenmasse, die dort gehalten wird, sind diese Flüchtlingslager – es sind so viele – Konzentrationslager“.

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Papst ruft zu Initiativen für verfolgte Christen auf

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Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen plädierte Franziskus am Ostermontag am Petersplatz für konkrete Gesten des Friedens und der Versöhnung.

Die Presse.com

Papst Franziskus hat beim Gebet mit den Pilgern auf dem Petersplatz am Ostermontag für Initiativen zugunsten der christlichen Gemeinschaften aufgerufen, die in mehreren Weltteilen verfolgt werden. Der Pontifex plädierte für konkrete Gesten des Friedens und der Versöhnung.

Wer in Schwierigkeiten sei und leide dürfe nicht Opfer von Pessimismus und Resignation werden, so der Papst. „Wer leidet, soll in uns Brüder und Schwestern finden, die Trost und Unterstützung verleihen“, sagte der Heilige Vater am Ostermontag beim „Regina Coeli“ („Königin des Himmels“), einem Gebet, das er mit den Gläubigen vom Fenster seines Arbeitszimmers aus betete. Der Ostermontag ist in Italien auch als „Montag des Engels“ bekannt.

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Selbstsäkularisierung: Der Sponti-Papst

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Bei den Kirchenkritikern kommt Papst Franziskus mit seiner Anbiederung an den Zeitgeist fabelhaft an. Leider wiederholt er damit die Fehler, die schon die evangelische Kirche gemacht hat.

Von Jan Fleischhauer | SpON

Die einzige Kirche, die man ernst nehmen kann, ist die katholische Kirche. Ich weiß, dieser Satz ist für viele Leser eine Zumutung, es tut mir auch leid, dass ich das ausgerechnet im Luther-Jahr schreiben muss. Aber so sehe ich die Dinge.

Alles, was die Kritiker an der katholischen Kirche auszusetzen haben – die Marienverehrung, den Heiligenkult, das Priestertum, die römische Liturgie – gehört für mich zu den Dingen, die für den Katholizismus sprechen. Plus natürlich die Zeit: Eine Institution, die 2000 Jahre alt ist, muss man ernster nehmen, als eine die, sagen wir, erst 500 Jahre zählt. Wer zuerst da war, hat, wenn es um die letzten Fragen geht, eindeutig die Nase vorn. Alles, was später kommt, ist bis zu einem gewissen Punkt Häresie.

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Papst Franz: „Ich bin ein fehlbarer Sünder“

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Seit 147 Jahren gilt der Papst in der katholischen Kirche als unfehlbar. Nun rüttelt der Amtsinhaber an diesem Dogma, Franziskus stört sich am Kult um seine Person – und erzählt nebenbei von einer Verlobten.

SpON

Franziskus hat jeder Art von Papstkult eine Absage erteilt und sich als ganz normalen Menschen dargestellt. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Idealisierung eines Menschen stets auch eine unterschwellige Art der Aggression ist. Wenn ich idealisiert werde, fühle ich mich angegriffen“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Franziskus sagte, er sehe sich als nichts Besonderes. „Ich bin – ich will nicht sagen: ‚ein armer Teufel‘, aber ich bin ein ganz normaler Mensch, der tut, was er kann.“ Er sei ein „fehlbarer Sünder“.

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Papst mildert Strafen für pädophile Priester

missbrauch

Papst Franziskus hat in einigen Fällen Strafen für Priester, die wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden sind, gemildert. Für Kinder sei dadurch keine Gefahr entstanden, betont Vatikansprecher Greg Burke.

kath.net

Papst Franziskus hat in einigen Fällen die Strafen für pädophile Priester herabgesetzt, die Kinder und Jugendliche missbraucht haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

Mauro Inzoli, ein Priester, der die Nachsicht des Papstes erfahren hatte, wurde danach von einem italienischen Strafgericht wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. Er muss sich außerdem ein zweites Mal vor einem Gericht der Kirche verantworten, weil neue, den Fall betreffende Aspekte ans Licht gekommen sind.

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Vatikan will gegen gefälschte Papsturkunden vorgehen

Headquarter des Konzerns.
Headquarter des Konzerns.

2015 beschlagnahmte Polizei 3.500 Pergamente mit gefälschten Segenswünschen des Papstes – Die Botschaft von Franzikus müsse unbeschädigt bleiben

kath.net

Der Vatikan will künftig energischer gegen die illegale Verwendung päpstlicher Wappen und Symbole zu kommerziellen Zwecken vorgehen. Man werde eine systematische Kontrolle einführen und die international üblichen Rechtsmittel zum Schutz der Wappen und Symbole anwenden, teilte das vatikanische Staatssekretariat am Mittwoch mit. Der Papst dürfe nicht instrumentalisiert werden. Seine Botschaft müsse unbeschädigt bleiben. Einen konkreten Anlass nannte das Staatssekretariat nicht.

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Dodo Müller: Die katholische Kirche ist keine ‚Papstkirche‘

Gerhard L. Müller links im Bild
Gerhard L. Müller links im Bild
Präfekt der Glaubenskongregation warnt in neuem Buch über Franziskus vor Personenkult – Kirche ist Versammlung

kath.net

Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller plädiert für eine behutsame Dezentralisierung der katholischen Kirche. „Im Sinne der Neuevangelisierung müssen auch die Bischöfe, die Synoden und Bischofskonferenzen eine größere Verantwortung wahrnehmen inklusive einer ‚gewissen lehramtlichen Kompetenz'“, schreibt der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation in seinem neuen Buch, das am Montag im Freiburger Verlag Herder erschien.

Papst Franziskus habe mit seiner Forderung nach einer „heilsamen Dezentralisierung“ jedoch keineswegs ein „Signal für einen Richtungswechsel oder eine Revolution im Vatikan gegeben“, so Müller weiter. „Separatistische Tendenzen und präpotentes Verhalten“ schadeten der katholischen Kirche. Eine Bischofskonferenz könne niemals „separate verbindliche dogmatische Erklärungen abgeben oder gar definierte Dogmen und konstitutive sakramentale Strukturen relativieren“. Konkrete Beispiele dafür, was Bischofskonferenzen künftig selbst entscheiden könnten, nennt Müller nicht.

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Vatikan: Polizei ermittelt wegen Fake News

Papst mit grimmigem Blick samt Schelte gegen ihn: 200 dieser Plakate wurden in Rom affichiert. – REUTERS
Papst mit grimmigem Blick samt Schelte gegen ihn: 200 dieser Plakate wurden in Rom affichiert. – REUTERS
Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit ist vorbei. Das merkt man vor allem im Vatikan, wo der Ton gegen Papst Franziskus immer schroffer, die Kritik an ihm immer lauter und öffentlicher wird. Dass er sich mit seinem Reformeifer vor und hinter den Mauern des Vatikans nicht nur Freunde macht, dürfte Franziskus klar sein. Doch die Fälle offener – und immer schamloserer – Kritik häufen sich.

Von Almut Siefert | Die Presse.com

Am Wochenende der aktuellste Vorfall: Von einer anonymen E-Mail-Adresse aus wurde eine gefälschte Titelseite der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ an die Privat-Mailadressen von Kardinälen, Bischöfen und anderen Geistlichen verschickt. Neben der lateinischen Variante ist nun auch eine englische im Umlauf. „Er hat geantwortet“, so die Titelgeschichte auf dieser falschen Zeitungsseite. Eine Anspielung auf die fünf Zweifel, die Dubia, die vier Kardinäle vergangenen November in einem Brief an Papst Franziskus geäußert hatten. Stein des Anstoßes: Das päpstliche Schreiben „Amoris Laetitia“, das Franziskus nach der letzten Familiensynode veröffentlicht hatte, und in dem er unter anderem die Kommunion von wiederverheirateten Geschiedenen thematisiert. Die vier Kardinäle sehen in dem Schreiben Widersprüche zur kirchlichen Lehre. Der Papst hat sich dazu nicht geäußert. Auf die Zweifel und die Fragen der Kardinäle lauten die erfundenen Antworten auf der gefälschten Titelseite nun: „Sic et non“ – „Ja und Nein“.

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