Falscher Papst-Gebetsaufruf kursiert in Social Media

© Bild: katholisch.de (Montage)
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Es klingt dramatisch: Papst Franziskus ruft zum Gebet für von Islamisten bedrohte irakische Christen auf. Über WhatsApp und E-Mail verbreitet sich der Aufruf tausendfach – doch etwas daran ist faul.

katholisch.de

Seit einigen Tagen kursiert vor allem über E-Mail und WhatsApp verstärkt ein gefälschter Gebetsaufruf von Papst Franziskus. Darin wird für „heute Abend um 21:00 Uhr“ zu einem Friedensgebet für Syrien und die Welt aufgerufen. Anlass soll die Eroberung der „größten irakischen christlichen Stadt“ durch „die radikal-islamische Gruppe Quaragosh“ sein, den christlichen Bewohnern der Stadt drohe die Enthauptung.

Der Aufruf geht zurück auf einen Kettenbrief, der seit 2014 in englischer und italienischer Sprache in verschiedenen Fassungen kursiert. Sowohl die auf die Aufdeckung von Falschmeldungen spezialisierte Webseite Snopes wie das Informationsportal Catholic Online haben die Informationen bereits 2014 richtiggestellt.

weiterelsen

Papst trifft Abbas – Palästinensische Botschaft im Vatikan

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Vor der Nahost-Friedenskonferenz in Paris trifft Papst Franziskus heute mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Rom zusammen. Danach soll eine Palästinensische Botschaft beim Vatikan eröffnet werden.

Berliner Morgenpost

Das teilte die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) im Vorfeld mit. Der Vatikan hatte Palästina 2015 als souveränen Staat anerkannt. Bereits im Mai 2015 hatte der Papst Abbas in Rom empfangen.

Frankreich will am Sonntag mit einer internationalen Friedenskonferenz Impulse für den festgefahrenen Nahost-Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern finden. Abbas hatte eine Einladung Frankreichs angenommen, ihn später in Paris über die Ergebnisse der Konferenz zu informieren. Wann er dafür in die französische Hauptstadt reist, ist allerdings noch unklar.

Papst ermutigt Mütter zum Stillen – in der Sixtinischen Kapelle

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Stillen in der Öffentlichkeit sorgt immer wieder für Diskussionen. Bei einer Taufe appellierte Papst Franziskus nun an die Mütter: Sie sollten sich nicht scheuen, ihren Kinder in der Kirche die Brust zu geben.

DIE WELT

Während einer Taufmesse im Vatikan hat Papst Franziskus am Sonntag anwesende Mütter ermutigt, ihre Babys zu stillen. „Der Gottesdienst ist etwas lang, jemand weint, weil er Hunger hat“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche während der Messe in der Sixtinischen Kapelle. „Wenn es so ist, ihr Mütter, gebt die Brust, ohne Angst, so wie die Jungfrau Maria Jesus die Brust gegeben hat.“

Papst Franziskus taufte am Sonntag 15 Jungen und 13 Mädchen. Die 28 Mütter und Väter brachten ihre Kinder zum Taufbecken, wo der Papst sie beim Namen nannte und mit der Taufe formell in die Kirche aufnahm. Einige schrien, mindestens eines ließ sich tatsächlich von seiner Mutter stillen, andere verschliefen die gesamte Zeremonie.

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Vatikan: „Keine öffentliche brüderliche Zurechtweisung“

Amoris Laetitia - immer noch in der Debatte - AP
Amoris Laetitia – immer noch in der Debatte – AP
Der deutsche Kurienkardinal Walter Brandmüller kann sich keine „brüderliche Korrektur“ von Kardinälen dem Papst gegenüber in der Öffentlichkeit vorstellen. Das sagte er jetzt dem Internetportal „Vatican Insider“.

Radio Vatikan

Es gebe auch kein Ultimatum gegenüber Franziskus. Brandmüller ist einer der Unterzeichner eines Briefs von vier Kardinälen an den Papst. Darin werden „dubia“, Zweifel, zu mehreren Punkten im Papstschreiben Amoris Laetitia aufgeworfen. Es geht u.a. um die Frage, ob nun wiederverheiratete Geschiedene in Einzelfällen zu den Sakramenten gehen dürfen oder nicht.

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Thomas Müller dilettiert über Religion

© Bild: dpa/katholisch.de
© Bild: dpa/katholisch.de
Am Montag empfängt Papst Franziskus das DFB-Team zu einer Audienz. Der frühere Messdiener und heutige Bayern-Star Thomas Müller freut sich auf die Begegnung. Franziskus sei eine wichtige Bezugsperson.
 

katholisch.de

Thomas Müller (27), 82-facher Fußballnationalspieler und früherer Messdiener, freut sich auf den Besuch beim Papst. „Wenn man auf dem Dorf groß wird, spielen die Kirche und der Gottesdienst noch eine größere Rolle“, sagte er am Montag der „Bild“-Zeitung. „Religion und auch Traditionen geben der Gesellschaft eine gewisse Struktur, das finde ich gut.“ Den Papst sieht Müller als „Chef einer großen Bewegung, die in Europa sehr bedeutsam ist“. Für viele Menschen sei er eine wichtige Bezugsperson.

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Paolo Sorrentino: Atheisten? Gibt es nicht!

© Gianni Fiorito Paolo Sorrentino bei den Dreharbeiten zu „Der junge Papst“
© Gianni Fiorito Paolo Sorrentino bei den Dreharbeiten zu „Der junge Papst“
Eine ruhige Ecke auf der riesigen Terrasse des Hotel San Giorgio, mit Sicht auf La Serenissima, ein feierlich grauer Himmel über der Lagune von Venedig. Der Rahmen ist perfekt für ein Interview mit Paolo Sorrentino über seine erste Serie. Sie heißt „Der junge Papst“ und erzählt von einem Amerikaner auf dem Heiligen Stuhl. Jude Law spielt diesen mysteriös-maliziös anmutenden Pius XIII., Diane Keaton seine Privatsekretärin. Und weil sich der 46-jährige Regisseur und Autor von „La Grande Bellezza“ und „Ewige Jugend“ das alles ausgedacht hat, trinkt dieser Papst auch Cherry Coke Zero zum Frühstück, trägt Flipflops und lässt sich vatikanische Verfehlungen direkt aus dem Beichtstuhl verraten.

Von Mariam Schaghaghi | Frankfurter Allgemeine

Signor Sorrentino, ist es für einen Italiener eine Frage der Ehre, von Papst, Vatikan und Katholizismus fasziniert zu sein? Religion war ja auch schon in „La Grande Bellezza“ und „Ewige Jugend“ ein Thema.

Mich interessieren die Asymmetrien, die mit dem Katholizismus einhergehen. Der Vatikanstaat ist nicht mal so groß wie ein Stadtteil, trotzdem vermag er das Verhalten von einer Milliarde Menschen auf der Welt zu lenken. Die damit verbundene Faszination beschäftigt sicher nicht nur Italiener, sondern Menschen in aller Welt.

Sind Sie religiös?

Ich halte diese Frage nicht für immens relevant. Viel wichtiger ist doch, warum diese Frage, ob jemand an Gott glaubt oder nicht, für uns Menschen so wichtig ist.

Weil es das Bedürfnis nach einer höheren Ordnung gibt?

Ich halte es noch am ehesten mit dem Religionsphilosophen Maurice Blondel oder dem Physiknobelpreisträger Paul Dirac. Beide sagen, dass es Teil der menschlichen Natur ist, an einen Gott zu glauben. Und dass es keine Atheisten gibt. Das sind lediglich Menschen, die denken, sie würden nicht an Gott glauben.

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Kraft zur Polit-Beichte in den Vatikan?

Bild: wdr.de
Bild: wdr.de
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wird am Samstag von Papst Franziskus in einer Privataudienz in Rom empfangen. Das teilte die Staatskanzlei am Montag (31.10.2016) mit.

WDR.de

Begleitet werde Kraft von ihrer Stellvertreterin Sylvia Löhrmann (Grüne), die dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört.

Laut Staatskanzlei ist es Krafts erste Privataudienz im Vatikan. Nach dem Treffen im Apostolischen Palast werde sie auch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zusammenkommen, teilte die Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl mit.

Der Papst feiert die Reformation in Schweden

Dom, Lund, Schweden. Bild: bb
Dom, Lund, Schweden. Bild: bb
Die schwedische Erzbischöfin Antje Jackelén freut sich auf den Besuch des Papstes zum 31. Okotber 2016. Gemeinsam wollen die schwedischen Kirchen in diesem Jahr die Reformation feiern. Außerdem erzählt Jackelén, warum allgemeine religiöse Sprachlosigkeit nur den Populisten hilft.

Von Nicola Glass | evangelisch.de

Ende Oktober reist Papst Franziskus für einen Tag nach Schweden, und zwar nach Lund, anlässlich des Auftakts zum Reformationsgedenken. Wie kam es dazu?

Antje Jackelén: Es geht hier um das gemeinsame Gedenken an fünfhundert Jahre Reformation, und dieser Besuch ist eine Frucht von fast fünfzig Jahren Dialog zwischen Rom und Genf, also zwischen dem Vatikan und dem Lutherischen Weltbund (LWB). Das Ganze basiert eigentlich auf einer Schrift, die 2013 veröffentlicht wurde, und die den Titel trägt „Vom Konflikt zur Gemeinschaft„. Bei diesem Text von etwa 90 Seiten handelt es sich um die erste von Katholiken und Lutheranern gemeinsam verfasste Beschreibung der Reformation in Geschichte und Gegenwart. Und das ist, finde ich, ein Riesenschritt vorwärts.

Was mich dabei noch mehr freut ist, dass in dieser Schrift fünf gemeinsame Aufforderungen benannt werden, die wirklich auch Zukunftsperspektiven aufweisen. Dass wir uns zum Beispiel verpflichten, gemeinsam das Evangeliums zu bezeugen und Dienst an der Welt zu tun. Aus dieser Schrift ist diese Initiative erwachsen, zum Auftakt des Jubiläumsjahres am 31. Oktober 2016 einen gemeinsamen Gebetsgottesdienst abzuhalten, und es war im Grunde der Wunsch Roms, dass dieser in Lund stattfinden soll. Und der Lutherische Weltbund hatte natürlich nichts dagegen, weil der LWB ja auch 1947 in Lund gegründet worden ist.

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IS an Papst: ‚Unser Krieg ist ein religiöser Krieg, im Namen Allahs‘

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Der Islamische Staat (IS) hat in dieser Woche auf die Aussagen von Papst Franziskus zu Islam und Terror reagiert und seine Aussagen als naiv bezeichnet

kath.net

Der Islamische Staat (IS) hat in dieser Woche auf die Aussagen von Papst Franziskus zu Islam und Terror reagiert und via der eigenen Zeitung „Dabiq“ die Aussagen von Franziskus, dass Muslime den Frieden wollen und die Handlung des IS wirtschaftlich motiviert sei, als naiv kritisiert. Dies berichtet die „Freie Welt“ unter Berufung auf das US-Online-Magazin „Breitbart.com“. Laut IS sei dies „ein göttlich gerechtfertigt Krieg zwischen der muslimischen Nation und den Völkern des Unglaubens“. Dieser werde durch das Schwert entschieden. Der IS stellte dann fest, dass man mit dem Hass nicht aufhören werde, selbst, wenn das Bombardment des Islamischen Staates beendet werden sollte. „Unser Hass wird nicht enden, bevor ihr den Islam angenommen habt. Und selbst wenn ihr den Jizyah, die Steuer für Ungläubige zahlt, um unter der Herrschaft des Islam leben zu dürfen, würden wir euch hassen.“

B16 spricht von Homosexuellen-Netzwerk im Vatikan

Ratzinger_HomoIn einem neuen Buch soll Benedikt XVI. über Erstaunliches sprechen. In seiner Zeit als Papst hätte er Kenntnis über eine „Schwulen-Lobby“ erlangt – geduldet habe er die Seilschaft im Vatikan nicht.

DIE WELT

Benedikt XVI. spricht in einem Interviewband laut einem Vorab-Bericht von einem Homosexuellen-Netzwerk im Vatikan. Das berichtet der italienische Vatikan-Experte Luigi Accattoli in seinem Blog unter Berufung auf das im September erscheinende Buch „Benedikt XVI. – Letzte Gespräche“ des deutschen Journalisten Peter Seewald. Demnach war Benedikt XVI. während seiner Amtszeit von 2005 bis 2013 über eine „Schwulen-Lobby“ von vier bis fünf Personen in Kenntnis gelangt. Er habe die Seilschaft nach eigenen Angaben zerschlagen.

Der Münchner Verlag Droemer hatte in der Buchankündigung am Donnerstag mitgeteilt, der emeritierte Papst äußere sich detailliert über die Hintergründe seines Rücktritts, die Schwerpunkte seines Pontifikats, über seinen Nachfolger Franziskus und kontroverse Themen seiner Amtszeit wie Vatileaks oder die Reformen in der Kurie.

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Piusbruderschaft: Papst Franziskus stiftet Verwirrung

Bishop Bernard Fellay at an SSPX ordination ceremony for priests in Econe, southwest Switzerland, June 29, 2009/Denis Balibouse
Bishop Bernard Fellay at an SSPX ordination ceremony for priests in Econe, southwest Switzerland, June 29, 2009/Denis Balibouse
«In der Verwirrung, die derzeit in der Kirche herrscht», müssten die aktuellen Irrtümer deutlich benannt werden. Leider würden diese «von einer großen Zahl von Priestern begünstigt, bis zum Papst selbst».

kath.net

Die Piusbruderschaft wirft Papst Franziskus vor, Verwirrung in der kirchlichen Lehre Vorschub zu leisten. Die Bruderschaft bete und tue Buße für den Papst, damit er «die Kraft habe, Glaube und Moral vollständig zu verkünden», heißt es in einer Erklärung des Pius-Oberen Bernard Fellay vom Mittwoch, dem kirchlichen Hochfest Peter und Paul.
Weiter heißt es darin: «In der großen und schmerzlichen Verwirrung, die derzeit in der Kirche herrscht», müssten die «Irrtümer», die sich in die kirchliche Lehre eingeschlichen hätten, deutlich benannt werden. Leider würden diese «von einer großen Zahl von Priestern begünstigt, bis zum Papst selbst», so Fellay. «Alles unter dem einen Haupt, Christus, zusammenzubringen», könne nicht gelingen «ohne die Unterstützung eines Papstes, der für die Rückkehr der heiligen Tradition steht». Bis zu jenem Tag wolle die Piusbruderschaft ihre Bemühungen zum Aufbau der «Herrschaft Christi» verdoppeln.

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Franz in Armenien: Papst legt sich mit Erdogan an

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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Das dürfte Streit mit der Türkei geben: Bei einem Besuch in Erewan hat Papst Franziskus die Verfolgung der Armenier als „Genozid“ bezeichnet.

SpON

Papst Franziskus hat die Verfolgung der Armenier im Ersten Weltkrieg wie schon im Vorjahr als Völkermord eingestuft. „Diese Tragödie, dieser Genozid hat leider den Beginn der traurigen Serie von riesigen Katastrophen im vergangenen Jahrhundert markiert“, sagte das Kirchenoberhaupt bei einem Treffen mit dem armenischen Präsidenten Sersch Sarkissjan in Erewan.

Damit ist Streit mit der Türkei programmiert. Ankara hatte 2015 kurzzeitig den Botschafter aus dem Vatikan abberufen, nachdem Franziskus von einem Genozid gesprochen hatte. Der Botschafter des Vatikans war ins Außenministerium einbestellt worden. Die Türkei lehnt den Begriff Genozid ab.

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Du sollst nicht päpstlicher sein als der Papst

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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Mit seinen Ausführungen zur Ehe hat sich der Papst einmal mehr als echter Seelsorger erwiesen. Daran sollten sich auch Kirchen-Dogmatiker ein Beispiel nehmen.

Von Stefan Ulrich | Süddeutsche.de

Die katholische Kirche braucht Dogmatiker und Seelsorger. Dogmatiker, um nicht in Beliebigkeit zu fallen. Seelsorger, weil sie den Menschen beistehen und auf dem Weg zu Gott helfen sollen. Da es aber nur einen amtierenden Papst gibt, stellt sich die Frage, was er sein soll. Dogmatiker? Oder ein Seelsorger?

Die Antwort gibt das Neue Testament. Darin steht nicht: „Gott ist die Lehre“, sondern: „Gott ist die Liebe.“

Die Kirche kann sich glücklich schätzen, einen Seelsorger als Papst zu haben. Einen Pontifex, der auch zu jenen Brücken baut, die mit der katholischen Dogmatik Probleme haben. Einen Hirten, der lieber versteht als verurteilt.

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Der Papst als Star für die Luther-Party 2017?

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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Viele Deutsche machen nicht mehr mit – nicht bei der Familie, nicht bei den Kirchen und auch nicht mehr bei den Parteien und Gewerkschaften. Seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erlebten die traditionellen Säulen der Gesellschaft einen beispiellosen Niedergang.

Von Gerhard Besier | kath.net

Diese Entwicklung zeichnete sich seit langem ab, eine Gegensteuerung wurde aber nur halbherzig betrieben. Die Zeiten änderten sich eben, hieß es, und nur ewig Gestrige stemmten sich gegen die Modernisierungsbewegungen der jüngeren Generationen. Dabei hatte es etwas Gespenstisches, diese allmähliche Aushöhlung der tragenden gesellschaftlichen Säulen zu beobachten, deren Akteure ungerührt mit ihrer Alltagsroutine fortfuhren – einfach so weitermachten wie immer, obwohl immer weniger mitmachten.
Angebote ohne Nachfrage

Zuerst nahm das Interesse am kirchlichen Leben ab. Der Gottesdienstbesuch, die Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten, Beerdigungen waren immer weniger gefragt. Diese Beschreibung ist nicht beliebig, denn in unserer ökonomisierten Welt orientiert sich der Wert eines Unternehmens nun einmal daran, ob das offerierte Angebot auf genügend Nachfrage trifft. Wenn das nicht der Fall ist und alle Reformversuche scheitern, muss der Betrieb in Konkurs gehen – eigentlich. Denn was sich in der Welt der Wirtschaft als verheerend erwiesen hat, wird im Bereich der Kultur und der Politik eifrig weiterbetrieben – eine massive staatliche Subventionierung mit Steuergeldern, um das Aus des Betriebs zu verhindern.

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Franz bekräftigt Nein zur Homo-Ehe

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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Der Papst präsentiert seine Schlussfolgerungen aus der Familiensynode. Wiederverheirateten kommt er entgegen, gleichgeschlechtliche Ehen lehnt er weiter ab.

Süddeutsche.de

Die Erwartungen an das mehr als 200 Seiten starke Papier sind hoch. „Amoris Laetitia – über die Liebe in der Familie“ heißt der Text, den Papst Franziskus an diesem Freitag im Vatikan vorgestellt hat. Darin: Die Schlussfolgerungen des Pontifex aus zwei Bischofssynoden zu den Themen Ehe und Familie.

Bei der weltweiten Umfrage unter Katholiken, die den Synoden im Jahr 2013 vorangegangen war, waren die strittigen Themen deutlich geworden: Viele Gläubige forderten einen anderen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen, außerdem entspann sich eine Debatte über die Position von Frauen in der Kirche und über die Rolle katholischer Laien insgesamt.

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„Wir sind Kirche“ hofft auf Ende des Rigorismus in der Sexualethik

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ hofft, dass Papst Franziskus mit seinem für Freitag erwarteten Lehrschreiben neues Vertrauen in die katholische Kirche bei sexualethischen Fragen aufbaut.

Von Wiebke Rannenberg | evangelisch.de

„Der Papst will, dass die Kirche in der Sexualethik ihre Sprachfähigkeit und Glaubwürdigkeit wiedergewinnt“, sagte der Sprecher der Reformkatholiken, Christian Weisner, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in München. Er gehe davon aus, dass Franziskus „den Rigorismus und die Fixierung der katholischen Lehre auf Sexualgebote und Sünde auflösen will“.

Doch darauf dürfe das Papstwort nicht beschränkt werden, sagte Weisner. Er erwarte, dass Franziskus sich auch dazu äußern werde, wie und wo Familie in all ihren unterschiedlichen Modellen gelebt werden kann. Mit Blick auf die großen Nöte für Familien, besonders auch der Flüchtlinge in aller Welt, müsse es vor allem darum gehen, „wie Kinder in Sicherheit und Geborgenheit großgezogen werden können“.

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Papst hält Verhütung wegen Zika für akzeptabel

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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Papst Franziskus hält den Gebrauch von Verhütungsmitteln angesichts der Zika-Seuche für moralisch prinzipiell verantwortbar.

kath.net

Papst Franziskus hält den Gebrauch von Verhütungsmitteln angesichts der Zika-Seuche für moralisch prinzipiell verantwortbar. Auf die Frage einer Journalistin auf dem Rückflug nach Rom nach einer einwöchigen Mexikoreise sagte der Papst am Donnerstag, es gebe bei diesem Thema einen grundsätzlichen Unterschied zur Abtreibung, denn diese sei immer ein «absolutes Übel». Verhütung hingegen könne in Ausnahmefällen erlaubt sein.

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Papst raunzt Fan an: „Sei nicht so egoistisch!“

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Auch ein Papst kann schon mal die Fassung verlieren. Weil ihm ein Gläubiger in Mexiko zu sehr auf die Pelle rückte, machte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche eine deutliche Ansage.

stern.de

Da ist ihm offensichtlich kurz mal das Lächeln vergangen: Während seines Besuches in Mexiko hat der Papst über einen zu eifrigen Fan geärgert – und ihm das auch deutlich zu verstehen gegeben. „Sei nicht egoistisch!“, rügte Franziskus am Dienstag einen Gläubigen nach einem Treffen mit Jugendlichen in Morelia im westlichen Bundesstaat Michoacán, wie in einer Fernsehübertragung zu sehen war. Der junge Mann hatte den 79-jährigen Argentinier zuvor kräftig am Arm gezogen und ihn dadurch fast zu Fall gebracht.

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Papst Franz fordert Kiche zum Kampf gegen Drogenkartelle auf

Papst Franziskus grüßte am Samstag die Menge in Mexiko-Stadt. – Foto: REUTERS
Papst Franziskus fordert von der Kirche in Mexiko, sie solle gegen die Drogenkartelle kämpfen. Zuvor hatte er schon Parlament und Regierung belehrt.

DER TAGESSPIEGEL

Papst Franziskus hat bei seinem ersten Besuch in Mexiko die dortige Kirche scharf kritisiert. Das Land brauche keine „Fürsten“, sondern Botschafter des Herrn, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag während einer Rede vor den Bischöfen des Landes in Mexiko-Stadt. Die als sehr konservativ geltende mexikanische Kirche mahnte der 79-jährige Jesuit zu mehr sozialem Engagement. „Wenn Ihr kämpfen müsst, dann kämpft“, sagte Franziskus an die Adresse der mehr als 170 mexikanischen Bischöfe.

Konkret forderte der Papst die katholischen Priester zu einem entschlosseneren Kampf gegen die Drogenkartelle auf. „Ich bitte euch, die ethische und zivile Herausforderung nicht zu unterschätzen, die der Drogenhandel für die mexikanische Jugend und die gesamte Gesellschaft darstellt“, sagte der Argentinier.

Das Ausmaß des Drogenproblems erfordere von den katholischen Hirten mehr als nur allgemeine Verurteilungen, sagte er weiter. Nötig seien „ein prophetischer Mut“ und ein qualifiziertes soziales Projekt der Kirche. Die mexikanischen Geistlichen forderte er auch zur Achtung der indigenen Ureinwohner des Landes auf.

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Kirchenrechtler zur Eheannullierung: Papst macht ‚Schritt zurück’

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
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In seiner Ansprache an die Römische Rota hat Franziskus einige Zweideutigkeiten im Motu proprio ‚Mitis iudex’ klargestellt, sagt der amerikanische Kirchenrechtler Edward Peters.

kath.net

Die „Qualität des Glaubens“ ist keine wesentliche Bedingung für den Ehekonsens. Mit diesem Satz in seiner Ansprache vor der Römischen Rota am 22. Januar habe Papst Franziskus gegenüber dem Motu proprio „Mitis iudex Dominus Iesus“ einen „Schritt zurück“ gemacht und eine wichtige Frage geklärt, sagt der amerikanische Kirchenrechtler Edward Peters.
Das Motu proprio vom August 2015 hatte das Verfahren zur Feststellung der Nichtigkeit einer Ehe unter bestimmten Umständen vereinfacht. Es war aber auch Ausgangspunkt kirchenrechtlicher und theologischer Kontroversen. Das Dokument nennt einen Grund, der die Behandlung eines Ehenichtigkeitsprozesses auf kürzerem Weg nahelegen kann, den „Mangel an Glauben, der die Simulation des Konsenes oder den willensbestimmenden Irrtum hervorbringen kann; …“ (Art. 14, §1)

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