Schlagwort-Archive: Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

Evangelikale gegen christliche “Islamversteher”

Heinrich Bedford-Strohm, bayerischer Landesbischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). – Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Wer sich Muslimen anbiedere, verrate den eigenen Glauben, sagen deutsche Evangelikale. Sie kritisieren das Engagement führender Vertreter der evangelischen Kirche für deren Kooperation mit Muslimen in München.


Von Claudia Keller|DER TAGESSPIEGEL

Wer als Christ mit Muslimen kooperieren will, muss mittlerweile mit einem Shitstorm aus der eigenen Kirche rechnen. Diese Erfahrung macht gerade Heinrich Bedford-Strohm, der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Bedford-Strohm hat sich bereit erklärt, im Kuratorium des geplanten „Münchner Forums für Islam“ (MFI) mitzuwirken, und wird dafür von evangelikalen Christen aus ganz Deutschland heftig kritisiert und diffamiert. Ranghohe evangelikale Geistliche weisen auf die „Unvereinbarkeit von Islam und Christentum“ hin und werfen Bedford-Strohm vor, sich den Muslimen „anzubiedern“ und den eigenen Glauben zu verraten.

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“Homo-Ehe”: Evangelischer Ratsvorsitzender für Gleichstellung

Bild: bpb.de
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Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, spricht sich für eine Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe aus. “Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau wird dadurch kein bisschen geschmälert”, sagte er dem “Spiegel” (Samstag).


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Neben Bedford-Strohm sprachen sich weitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft für eine Gleichstellung aus. Dazu gehören die Moderatoren Frank Plasberg, Anne Will und Maybrit Illner, Künstler wie der Regisseur Tom Tykwer und der Schauspieler Charlie Hübner. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) kritisierte eine Blockadehaltung des Koalitionspartners: “Die Union stellt gerade fest, dass die Menschen in Deutschland längst weiter sind als ihre eigene Beschlusslage.”

Vertreter der katholischen Kirche hatten sich zuvor gegen eine Gleichstellung ausgesprochen, so der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, und der Theologe Eberhard Schockenhoff.

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Deutschland: Katholikenkomitee zufrieden mit Dialogprozess

zdk

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat den 2011 begonnenen Dialogprozess zwischen katholischen Laien und Bischöfen in Deutschland gelobt. Über Reformen in der Kirche werde nun offen und kontrovers diskutiert, ohne dass es zu persönlichen Spannungen komme, sagte Glück am Samstag im Gespräch mit “Radio Vatikan”: “Vor vier Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.” Glück hält sich derzeit zu Informations- und Konsultationsgesprächen mit vatikanischen Behörden in Rom auf.


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Deutlich vorangekommen sei die Debatte beim Thema Frauen in der Kirche. Sie hätten inzwischen einen neuen Stellenwert gewonnen: “Es kommen immer mehr Frauen in die Diözesanleitung, in wichtige Aufgaben”, so Glück. Insgesamt gibt es nach seinen Worten in vielen Diözesen eine neue Offenheit zwischen Laien und Amtskirche.

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ZdK-Präsident Glück: Glaube kann nicht länger Gehorsamsglaube sein

jesus_schaukelDer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat keine Angst vor einem Umbruch in der katholischen Kirche.

evangelisch.de

“Immer schon hat die Kirche Veränderungen erlebt, auch solche, die sie kräftig durchgerüttelt haben”, sagte Glück am Donnerstagabend in Köln. Für den ZdK-Präsidenten steht fest, dass der Skandal um sexuellen Missbrauch in der Kirche und dessen Aufarbeitung zu einer größeren Offenheit in der katholischen Kirche beigetragen hat.

“Für die Kirche ist Glaubwürdigkeit unerlässlich, um dem Wort Gottes Gehör zu verschaffen”, sagte Glück vor rund 120 Zuhörern. Das heißt seiner Ansicht nach auch, dass der Glaube “nicht mehr länger Gehorsamsglaube” sein könne. Glaube müsse sich entwickeln aus Erfahrung zu einem Verantwortungsglauben, sagte Glück in seinem Vortrag zum Thema “Ist die Kirche nur noch eine Randerscheinung?”

ZdK-Präsident beklagt autoritäres Gebaren junger Priester

Katholischer Pfarrer in einer Messe, dts
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, beklagt eine Neigung zu autoritärem Denken und Auftreten bei jungen katholischen Priestern. Wir haben die hochproblematische Entwicklung, dass sich vom Priesteramt immer mehr auch junge Männer angezogen fühlen, die ins überhöhte Selbstverständnis des Würdenträgers zurückfallen und klerikal-autoritäre Verhaltensmuster leben, sagte Glück im Interview mit der Welt (Donnerstagausgabe).

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Manche, so Glück, brächten es zum Beispiel fertig, Frauen aus den Altarräumen zu verweisen. Glück kritisierte in diesem Zusammenhang die priesterzentrierte Richtung innerhalb der katholischen Kirche. Diese nehme es in Kauf, dass wir immer weniger Menschen erreichen, was in jener Richtung aber keine kritische Selbstreflexion auslöse, sondern oft eine selbstgerechte Haltung nach dem Motto, dass alles nur am Zeitgeist liege. Glück weiter: Es gibt in unserer Kirche gefährliche Selbstschutzreflexe.

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Katholiken lassen Sakramente für Wiederverheiratete zu

Foto: Getty Images/iStockphoto/zimmytws
Wiederverheiratete Katholiken dürfen nun zumindest in der Diözese Freiburg wieder am katholischen Leben teilnehmen.
Katholiken, die nach einer Scheidung wieder geheiratet haben, fühlen sich von der Kirche oft ausgeschlossen. Die neue Ehe gilt als Sünde. Nun reicht die katholische Kirche Betroffenen die Hand: Die Diözese Freiburg gibt Wiederverheirateten Zugang zu Sakramenten und kirchlichen Ämtern.

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Nach jahrelanger Diskussion will sich die katholische Kirche in Deutschland um Wiederverheiratete bemühen. Die Diözese Freiburg veröffentliche eine entsprechende Handreichung für Seelsorger, wie das Seelsorgeamt der Diözese am Montag der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Sie werde diese Woche versandt und habe deutschlandweit Signalcharakter. Freiburg ist die zweitgrößte der 27 deutschen Diözesen.

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Update:

Vatikan: Dokument über wiederverheiratete Geschiedene hat “keinen Einfluss”

Der Vatikan hat zurückhaltend auf den geänderten Umgang der Erzdiözese Freiburg mit wiederverheirateten Geschiedenen reagiert. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat es begrüßt, dass wiederverheirateten Geschiedenen im Erzbistum Freiburg die Heilige Kommunion ermöglicht werden soll.

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Das Dokument, das diesen Personenkreis zu Sakramenten wie der Kommunion und der Beichte zulasse, gehe nicht auf den Diözesanadministrator Erzbischof Robert Zollitsch zurück, betonte der stellvertretende Vatikansprecher Ciro Benedettini der römischen Tageszeitung “La Repubblica” vom Dienstag zufolge.

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Alois Glück: Brutale Kommunikationskultur in der katholischen Kirche

Alois Glück, Bild: dradio.de

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat eine bessere Kommunikationskultur in der katholischen Kirche gefordert.

dpa/Bild

Der innerkirchliche Umgang sei «manchmal erschreckend bis brutal», sagte Glück in Essen laut einer Mitteilung des Bistums Essen vom Freitag. Manche Personen in Leitungsfunktionen verfielen, ähnlich wie in der Politik, in autoritäre Reflexe. Glück hatte sich am Donnerstag bei einer Tagung , des obersten Laiengremiums im Bistum, zum derzeit laufenden Dialogprozess in der katholischen Kirche geäußert.