Die Gefahren des ‚weichen Atheismus’

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Auch der sogenannte ‚weiche Atheismus’ sieht in den Religionen ein irrationales Phänomen. Obwohl er dem Glauben eine gewisse Nützlichkeit für die Gesellschaft zugesteht hält er sie letztlich für überflüssig.

kath.net

Kardinal Newman habe Mitte des 19. Jahrhunderts darum gerungen, die Vernünftigkeit des Glaubens zu verteidigen. Dieselbe Auseinandersetzung sei auch heute zu führen. Das Wirken der „neuen Atheisten“ wie Richard Dawkins sei dafür der Beweis, schreibt Pater Robert Barron. Konkreter Anlass für seinen Artikel auf dem Blog Strange Notions ist ein Interview mit Philip Kitcher in der New York Times.

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Robert Betz: „Glücks-Coach“ oder Scharlatan?

Bild: svz.de
Bild: svz.de

Bei der Beratungs- und Informationsstelle Sekten-Info NRW melden sich seit etwa drei Jahren immer mehr Menschen, die mit Robert Betz schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wie Leiterin Sabine Riede im Gespräch mit NDR.de berichtet, machten die Betz-Fälle 2013 rund ein Viertel aller esoterischen Beratungen aus. Im kommenden Jahr werde Sekten-Info NRW daher die fachliche Einschätzung einer Diplom-Psychologin zu Robert Betz veröffentlichen.

NDR – Kristina Festring-Hashem Zadeh Bericht 1, Bericht 2

Warum halten Sie Robert Betz für gefährlich?

Sabine Riede: Auf der einen Seite ist er Diplom-Psychologe und Buchautor, auf der anderen Seite will er mit Botschaften aus der geistigen Welt eine neue Form der Psychotherapie entwickelt haben: die Transformationstherapie. Das Problematische ist, dass Betz den Boden der wissenschaftlich anerkannten Therapieform verlässt. Er sagt, dass Krankheiten durch die eigene Psyche verursacht würden – und durch Arbeit an der Psyche geheilt werden können. Genau das kann gefährlich werden, da es Krankheiten gibt, bei denen Betroffene dringend ärztliche Hilfe benötigen.

Wenn Menschen meinen, sie könnten Krebs selbst behandeln, dann ist das hochgefährlich – weil es in der Regel tödlich endet. Gerade bei schweren Erkrankungen ist es sehr wichtig, frühzeitig den Arzt aufzusuchen. Davon abgesehen können Menschen, bei denen Betz‘ Methode nicht funktioniert, Schuldgefühle entwickeln, die wiederum Depressionen nach sich ziehen können.

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Betz-Seminar löste Psychose aus
Robert Betz: „Glücks-Coach“ oder Scharlatan?

Heiler Braco verzückt die Massen – das menschliche Placebo

Kann alles und tut wenig: Braco.

«Die Leute schwanken, zittern und weinen»: Im Kongresshaus lässt Heiler Braco seine angeblichen Wunderkräfte wirken. Er bewegt sich dabei auf dünnem Eis.

Von Hugo StammTages Anzeiger

Braco, ein Name, der bei vielen Anhängern der Esoterik und Alternativmedizin die Augen zum Leuchten bringt und ihnen ein verklärtes Lächeln ins Gesicht zaubert. Braco ist alles – und nichts. Er kann alles – und tut wenig. Braco ist ein Phänomen, das Wunder vollbringen soll. Mindestens bezeugen es seine Anhänger. Und davon gibt es viele. In Europa, den USA und Japan. Und in der Schweiz. Dies stellt der Wunderheiler am Sonntag im Kongresshaus unter Beweis, wenn Hunderte, vielleicht Tausende anreisen.

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Kirche: kriminell und unfehlbar

Widerstand im Schatten der Kirche Collage: Hans-Dieter Hey

Von Theodor Weißenborn NRhZ

Gefragt, ob der Schutz der Menschenrechte den Vorrang vor der Respektierung kirchlicher Morallehren haben soll, antworte ich: „Uneingeschränkt ja!“  In einem solchen Verdikt steckt natürlich Konfliktstoff. Denn Fakt – wenn auch weithin geleugnet und verdrängt – ist, dass die Kirche als Feind der Menschenrechte gelten kann und spätestens seit der Konstantinischen Wende par excellence menschenfeindlich agiert.

Nach dem Ersten Weltkrieg, in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, gab es in Kampala eine Syphilis-Epidemie, nachdem katholische Missionare die in Uganda übliche Polygamie verboten hatten. Die aus dem schützenden Sozialverband der Großfamilien verstoßenen Frauen zogen sich daraufhin zu Tausenden vom Land in die Hauptstadt zurück, um sich dort zu prostituieren. Damals wirkten die Missionare verheerend. Verheerend deshalb, weil sie gewachsene Sozialstrukturen zerstörten. Sie mochten, um es freundlich zu formulieren, wohlmeinende Schwachköpfe gewesen sein.

Und unser oberster „Seelenhirt“ in Rom verbietet seinen Schafen den Gebrauch von Kondomen auf die Gefahr hin, dass sie zu Hunderttausenden, vielleicht zu Millionen an AIDS erkranken und eines elenden Todes sterben. Aber Dr. phil. Karol Wojtyla, Wissenschaftler von Rang und mit Habilitationsschrift über den bekannten Soziologen und Philosophen Max Scheler, wollte als Papst aus den alten gefährlichen Torheiten nichts lernen. Im Zeitalter von AIDS erteilte er seinen Mitmenschen in sexualibus wissent- und willentlich Ratschläge, deren Befolgung für die Betroffenen qualvolles Siechtum und Tod bedeuteten. Das ist nicht nur Ausdruck zwanghaften Starrsinns. Das ist schlicht kriminell, auch wenn es kein Gesetz gibt, das solchem Frevel Einhalt gebietet.
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