Europäische Bischöfe besorgt über Zurückdrängung der Religion

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE): In Europa gehen „durch diskriminierende Praktiken viele soziokulturelle Zeichen in die Richtung, dem Christentum eine marginale Rolle zuzuteilen“.

kath.net

Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) hat zum Abschluss seiner Jahresvollversammlung am Wochenende in Moncaco einen Appell an die Regierungen gegen eine Zurückdrängung der Religion aus dem öffentlichen Leben gerichtet. Österreich war bei dem Treffen im Fürstentum durch Kardinal Christoph Schönborn vertreten. Das Thema der Religionsfreiheit und Intoleranz gegenüber Christen referierte der Wiener Historiker Martin Kugler vom „Observatory on intolerance and discrimination against Christian in Europe“. Er zeigte sich insbesondere besorgt über die Entwicklungen in Frankreich, Großbritannien, Holland und Skandinavien.

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Gefängnisseelsorger: „Auch Muslime brauchen Begleitung in der Haft”

Jugendstrafanstalt – „gebessert“ kommt hier kaum einer heraus – AFP. BIld: Radio Vatikan
Am 6. November feiert Papst Franziskus das Heilige Jahr mit Gefangenen: Auch sie sollen die befreiende Kraft der Barmherzigkeit spüren. Über diese Geste freut sich Günter Berkenbrink, Diözesanbeauftragter für die Gefängnisseelsorge im Erzbistum Köln.

Radio Vatikan

Mit Radio Vatikan sprach er über den Gefängnisalltag in diesem außerordentlichen Heiligen Jahr und über aktuelle Probleme wie religiöse Radikalisierung. Ein Thema, dem sich auch ein europäisches Treffen von Gefängnisseelsorgern am Sitz des Europarates in Straßburg Anfang der Woche widmete, organisiert vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und der Ständigen Vertretung des Heiligen Stuhls beim Europarat. Und am Freitag erst warnte ein Imam vor einem in England und Wales in Gefängnissen verwendetes Lehrbuch über den Islam, das radikale Ansichten verbreite. 

Günter Berkenbrink arbeitet seit 18 Jahren in der katholischen Gefängnisseelsorge. Seit fünf Jahren ist er in der JVA Wuppertal-Ronsdorf, einem modernen Jugendgefängnis mit 510 Haftplätzen für 14- bis 24-Jährige. Radikalisierung ist auch hier Thema. Zum Zeitpunkt des Interviews findet in der Anstalt eine Weiterbildung mit Islamwissenschaftlern statt, die das Land Nordrhein-Westfalen vor wenigen Monaten eingestellt hat.

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Prag: Europas Bischöfe beraten über Elternrolle bei Priesterberuf

Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) berät über Wege in das Priesteramt. Wichtig für Berufungen sei eine offene Familienkultur, in der entsprechende Entscheidungen gefördert würden, heißt es in einer am Montag in Prag zu Beginn der Beratungen veröffentlichten Stellungnahme der CCEE-Kommission für Berufungen. Die Familie sei zwar stark von der „erzieherischen Krise dieser Zeit gezeichnet“, könne jedoch zu einer entscheidenden Instanz beim Thema Berufungen werden, so die Bischöfe.


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DerverzweifelteJesusAn dem europäische Kongress für geistliche Berufungen nehmen bis Donnerstag Bischöfe, Verantwortliche für die Berufungspastoral, Referatsbischöfe für Berufungspastoral der europäischen Bischofskonferenzen, Referenten der Ordensgemeinschaften sowie Vertreter der Kommission für das gottgeweihte Leben in den USA teil. Das Treffen in Prag findet unter der Leitung von Bischof Oscar Cantoni (Crema/Italien) statt, des Präsidenten der CCEE-Kommission für Berufungen. An einem Teil der Plenarsitzungen und Arbeitsgruppen nimmt auch der Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka teil. Österreich ist durch den Generalsekretär des Canisiuswerks, Kurt Schmidl, vertreten.

Die Stimme der Eltern habe einen wesentlichen Einfluss auf die Entscheidung junger Menschen, so die Bischöfe. Die Eltern müssten deshalb stärker unterstützt werden. Der CCEE forderte die Mütter und Väter auf, sich nicht aus der Rolle der Erziehung zurückzuziehen und Jugendliche etwa den Medien zu überlassen.

Kirchliche Rechtsberater: Religionsfriede in EU braucht Verträge

Bild: fis-kirchenrecht.de
Bild: fis-kirchenrecht.de
Die Rechtsberater der europäischen Bischofskonferenzen haben bei ihrer vorwöchigen Jahreskonferenz die Notwendigkeit der Begleitung des Grundrechts der Meinungs- und Pressefreiheit durch eine „ausgewogene, vernünftige Balance“ zwischen staatlichen Grundrechten und Rechten der Religionsgemeinschaft betont.


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Sie folgten damit der Sicht der Vizepräsidentin des italienischen Verfassungsgerichtshofs, Marta Cartabia, die sich bei der Tagung für bilaterale Verträge mit den Religionsgemeinschaften aussprach. Staaten mit entsprechenden Verträgen seien in Konflikten besser gefahren, betonte sie. Damit werde gesellschaftlicher Pluralismus gewahrt, ohne Aufhebung der Unterschiede und Vereinheitlichung.

Hintergrund der vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) veranstalteten Tagung in Pressburg (Bratislava) waren die Anschläge auf Karikaturisten in Paris und Kopenhagen. Weitere Diskussionsthemen waren das Recht auf Gewissenvorbehalt, die Definition von „Eheschließung“ vor dem Hintergrund der Öffnung der Ehe für Homosexuelle in Slowenien, die Sicht von Papst Franziskus zu Europa sowie die Lage in der Ukraine.

Zum Thema „Gewissensvorbehalt“ hielten die Teilnehmer in der Abschlusserklärung fest, es gebe in den EU-Staaten einen auffälligen Gegensatz zwischen dem Trend zur Stärkung individueller Rechte im Bereich auf Lebensanfang und Lebensende und der Schwächung des Grundrechts auf Gewissensfreiheit in ethischen Fragen, vor allem in der Medizin und dem Bildungswesen. „Die Gewissensfreiheit, ein Grundrecht, das zu den Grundlagen der Demokratie und des Rechtsstaats der europäischen Länder gehört, wird vor allem im Bereich der Medizin und der Bildung immer mehr in Frage gestellt“, so der CCEE. Der Gewissensvorbehalt sei „gegen niemanden gerichtet“ und habe „nicht das Ziel einer Aushöhlung des Rechtssystems, sondern den eines Dienstes am Gemeinwohl“.

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Europaparlament: Unerträgliches Gejammer der Christen

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Hearing der EU-Christdemokraten in Brüssel: Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa nimmt zu

Kath.net

Brüssel (kath.net/KAP) Internationale Experten und Europaabgeordnete haben am Mittwochabend im Brüsseler Europaparlament vor zunehmender Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa („Christianophobie“) gewarnt. Das Hearing wurde von den EU-Christdemokraten/Europäische Volkspartei (EVP) veranstaltet. Auch Vertreter des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) nahmen teil. Das Bewusstsein über die Realität einer sich gesellschaftlich in vielfacher Form äußernden „Christophobie“ solle – ebenso wie das Bewusstsein über den Antisemitismus und die Islamophobie – in das politische Denken und Handeln der Europäischen Union einfließen, forderten sie.
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