Religionsvertreter gegen mögliches Beschneidungsverbot in Island

Christen, Juden und Muslime in Europa kritisieren das in Island diskutierte Verbot der Beschneidung von Jungen.

evangelisch.de

Das Verbot würde die Religionsfreiheit verletzen und signalisieren, dass Juden und Muslime in dem Land unwillkommen seien, hieß es in einer am Donnerstag in Brüssel und Sankt Gallen veröffentlichten Erklärung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), der sich Vertreter des Judentums und des Islams anschlossen.

In der jüdischen, islamischen und in gewissen christlichen Traditionen, beispielsweise in der Eritreischen und Äthiopischen Orthodoxen Kirche, sei die Beschneidung von Jungen „ein grundlegendes Merkmal der Religionspraxis“, urteilen KEK und CCEE. Die männliche Beschneidung dürfe dabei „nicht mit der grausamen Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung verwechselt werden“, welche den Körper, die Rechte und Würde der Frauen verletze.

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Bertone: Diktatur des Relativismus in Europa

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Diese Haltung stelle sich in offenen Widerspruch gegen traditionelle christliche Werte wie die Ehe zwischen Mann und Frau sowie gegen die «Verteidigung des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod».

kath.net

Das Christentum in Europa leidet nach Ansicht von Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone unter einer wachsenden Intoleranz. «Das Prinzip der Nicht-Diskriminierung wird im Konflikt der Rechte häufig als Waffe missbraucht, um eine Diktatur des Relativismus zu errichten», sagte Bertone auf einer Konferenz zum 40-jährigen Bestehen des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) am Dienstag in Rom.

Diese Haltung stelle sich in offenen Widerspruch gegen traditionelle christliche Werte wie die Ehe zwischen Mann und Frau sowie gegen die «Verteidigung des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod».

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