Bundesregierung weist Diyanet-Kritik an liberaler Moschee zurück

Screenshot Da Al-Ifta, Diyanet bb.
Die Kritik der türkischen Religionsbehörde Diyanet an der kürzlich in Berlin gegründeten liberalen Moschee hat zu scharfen Reaktionen in Deutschland geführt.

evangelisch.de

Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, wandte sich am Freitag in Berlin „in aller Klarheit“ gegen Äußerungen, „die ganz offensichtlich darauf abzielen, Menschen in Deutschland das Recht zur freien Ausübung ihrer Religion abzusprechen und das Recht auf freie Meinungsäußerung einzuschränken“. Auch ein Sprecher des Bundesinnenministeriums drückte „Befremden“ über die Stellungnahmen aus dem Ausland aus. Äußerungen, die geeignet seien, den Frieden innerhalb Deutschlands zu gefährden, könne man nicht hinnehmen, sagte er.

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UNO-Experte für Vorrang von ‚LGBTI-Rechten’ vor Religionsfreiheit

Maßnahmen gegen die Diskriminierung von LGBTI-Personen müssten alle Phasen des Lebens betreffen, vom Elternhaus über das Bildungssystem bis zur Arbeitswelt und darüber hinaus, sagt Vitit Muntarbhorn.

kath.net

Vitit Muntarbhorn (64), der Unabhängige Experte der Vereinten Nationen für Gewalt und Diskriminierung wegen sexueller Orientierung und Gender-Identität, ist der Ansicht, so genannte „LGBTI-Rechte“ hätten Vorrang vor der Religionsfreiheit.

Der thailändische Jurist legte im Juni vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seinen ersten Bericht vor. Darin betonte er, „Schwulen- und Transgender-Rechte“ würden auf internationalem Recht beruhen. In einer Anfragebeantwortung vor einigen Monaten hatte er behauptet, er habe kein Mandat, um neue Rechte für bestimmte Gruppen einzufordern.

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Erster Lehrstuhl über Christenverfolgung geplant

Die (evangelische) Freie Theologische Hochschule Gießen steht bereits mit einem geeigneten Experten in Kontakt

kath.net

Die Freie Theologische Hochschule (FTH) in Gießen versucht, einen Lehrstuhl zum Thema Religionsfreiheit und die Erforschung der Christenverfolgung zu schaffen. Das teilte die Einrichtung in ihrem Freundesbrief mit, wie die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“ berichtete. Nach den Worten von FTH-Rektor Stephan Holthaus werden heute so viele Christen drangsaliert wie niemals zuvor, so „idea“ weiter. Die Hochschule steht offenbar bereits in Verbindung mit einem geeigneten Experten, der die Professur gern antreten würde. Derzeit fehlen aber noch 10.000 Euro pro Jahr, um die Finanzierung sicherzustellen. Falls sich das Projekt verwirklichen lässt, wird dies der erste Lehrstuhl zu diesem Thema in Deutschland sein.

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Ist der Staat zu lax gegenüber dem Islamismus?

Razzia in einer Frankfurter Moschee vergangenen Februar: „Da werden Ideologien aus dem Nahen Osten in Europa eingeschleust.“ Foto: Boris Rössler, dpa
Die ideologische Seite des Islams fordert die Gesellschaft heraus. Durch den Terror gibt es auch in Deutschland Verunsicherung. Experten streiten über die richtige Antwort.

Von Bernhard Junginger | Augsburger Allgemeine

Öffnet die im deutschen Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit dem politischen Islam Tür und Tor? Vor dem Hintergrund tödlicher islamistischer Anschläge wie jetzt in London oder zuvor auch in Deutschland und der Zuwanderung hunderttausender Muslime machen sich immer mehr Bürger große Sorgen. Was bedeutet es etwa, wenn in Umfragen in Deutschland 47 Prozent der befragten Muslime sagen, dass die Gebote ihrer Religion für sie über den staatlichen Gesetzen stehen? Die Politik streitet um die richtigen Wege, möglichen Gefahren zu begegnen.

Für den bayerischen CSU-Justizminister Winfried Bausback (CSU) geht es in der Diskussion „keinesfalls darum, den Islam als Religion zu diskriminieren oder auszugrenzen“. Im Gegensatz zum im Alltag gelebten Glauben vieler Mitbürger, die sich zum Koran bekennen, sei der politische Islam eine „totalitäre Ideologie, die sich der Sprache der Religion bedient“, so der bayerische Justizminister bei einer Expertenrunde in Berlin.

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Afterdienst: Wie Religionen die Demokratie retten können

Ohne die Religionsfreiheit und starke Religionen erodiert die Demokratie und ihre plurale Gesellschaft. Juden, Christen und Muslime sollten sich über Gemeinsamkeiten austauschen und füreinander einstehen. Ein Plädoyer für den interreligiösen Dialog vom Kirchentagspodium „Gottes Gebote übersetzt in den säkularen Raum“.

Von Lilith Becker | evangelisch.de

Religionsfreiheit ist ein hohes Gut – die Vertreter der drei abrahamitischen Religionen auf dem Podium am Freitag des Kirchentags in der Universität der Künste in Berlin waren sich darin einig. Die Professorin für Evangelische Theologie, Claudia Janssen, beklagte, dass sich in Deutschland die Menschen dessen jedoch nicht mehr sicher sein könnten, ja, sogar die Menschenrechte stünden für einige offensichtlich zur Disposition: „Menschenrechte gelten nicht für alle in unserer heutigen Gesellschaft, in unseren Kirchen; wir hören viele antijüdische und antimuslimische Stimmen.“

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Belgien: Wallonie beschließt Schächtverbot

Symbolbild: Schächten im Schlachthof © flickr, CC 2., dierk schaefer.
In der belgischen Wallonie gilt ab 2018 ein Schächtverbot. Trotz Kritik der verschiedenen Religionsgemeinschaften wurde dies beschlossen.

IslamiQ

Das wallonische Parlament in Belgien hat am Mittwochabend ein Schächtverbot ab Juni 2018 beschlossen. Für Religionsgemeinschaften soll es bis zum 1. September 2019 noch eine Ausnahme geben, berichteten belgische Medien. Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche hatten in einer gemeinsamen Erklärung auf die Religionsfreiheit verwiesen. Sie schätzten soziale Sensibilität für den Tierschutz, verwiesen aber gleichzeitig auf die Traditionen und Vorschriften in Islam und Judentum.

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Anleitung für eine richtige Leitkultur

Braucht es eine Leitkultur? Ja, aber nicht wie Thomas de Maizière sie skizziert. (Foto: Jessy Asmus)
Innenminister de Maizière erklärt, was ihm zufolge in Deutschland wirklich zählt. Doch sowohl er als auch seine Kritiker liegen falsch. Wir brauchen eine Leitkultur. Aber nicht diese.

Analyse von Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche.de

In jeder Demokratie werden Minderheiten gezwungen, unter Bedingungen zu leben, die eine von der Mehrheit gewählte Regierung ihnen zumutet. Seit der Einführung der Agenda 2010 etwa müssen etliche Bürgerinnen und Bürger mit weniger Geld vom Staat auskommen als zuvor – was für viele eine extreme Belastung war und ist. Im Prinzip ist es also üblich, dass eine Mehrheit in einer demokratischen Gesellschaft über das Leben von Minderheiten mitbestimmt.

Besonders heikel wird dies aber, wenn die betroffenen Mehrheiten und Minderheiten sich durch Sprache, Glaubensvorstellungen oder wichtige Traditionen unterscheiden – Merkmale, die mit einer Gruppenidentität zusammenhängen. Deshalb wird über den Begriff „Leitkultur“ und die Vorstellung, was er bedeuten soll, so leidenschaftlich gestritten.

Viele halten schon den Versuch für überheblich festzulegen, welche Werte und Normen rechtfertigen sollen, dass eine Kultur Vorrang vor allen anderen hat. Andere erklären einfach die eigenen Werte zu denen der Leitkultur. Das Niveau, auf dem die Debatte verläuft, lässt viel zu wünschen übrig – sowohl bei den konservativen Anhängern einer Leitkultur als auch auf der Seite der Kritiker, die meist dem liberalen oder linken Spektrum angehören.

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Kirchen informieren Flüchtlinge über Fundamentalismus – Aberglaube gegen Aberglaube

Die Weltanschauungsbeauftragten der beiden großen Kirchen informieren Flüchtlinge mit Broschüren in deren Muttersprache über Religionsfreiheit und problematische religiöse Strömungen wie Islamismus und christlichen Fundamentalismus in Deutschland.

evangelisch.de

Geflüchtete Menschen wüssten meist wenig über die Rolle der Religionen in Deutschland, viele würden aber mit Einladungen von religiösen Gruppen konfrontiert, erklärten die Weltanschauungsbeauftragen der römisch-katholischen Kirche und der evangelischen Landeskirchen am Donnerstag in Berlin. Die leicht verständlichen Texte auf Arabisch, Paschto, Urdu, Farsi, Englisch, Französisch und Serbisch und in einfachem Deutsch sollen den Flüchtlingen helfen, sich zu orientieren. Informiert werde in den Texten, die im Internet heruntergeladen werden können, auch über die allgemeine religiöse Situation in Deutschland.

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Religion hat in staatlichen Schulen nichts zu suchen

Im Berliner Wedding sorgte diese Woche eine Lehrerin für einen Eklat: Nachdem sie mehrere Jahre eine auffällige Kruzifixkette im Unterricht getragen hatte, erhielt sie vor einigen Wochen eine Abmahnung der Schulverwaltung. Die Kette verstieß nach Auffassung der Schule gegen das Gesetz zu (religiöser) Neutralität in Klassenzimmern. 

Von Anna Christin Koch | ze.tt

Die Lehrerin entschied sich daraufhin für die aus ihrer Sicht wohl einzig vernünftige Alternative: Sie tauschte ihr Kruzifix gegen das Ichthys-Symbol. Auf ihr religiöses Bekenntnis in Schmuckform verzichten? Für sie scheinbar keine Option.

Viele mögen jetzt fragen, was so schlimm daran ist, ein Kruzifix zu tragen. Darf die Lehrerin sich nicht zu ihrer Religion bekennen? Ist das Kruzifix denn eine Gefahr für Schüler*innen? Kann man die arme Frau nicht einfach in Ruhe ihren Schmuck tragen lassen? Na ja, so einfach ist das eben nicht.

Säkularisierung fetzt

Der deutsche Staat ist ein säkularisierter Staat. Das bedeutet – sehr vereinfacht ausgedrückt – wir versuchen, religiöse Ansichten so gut es geht aus unseren staatlichen Prozessen und Institutionen rauszuhalten. Das klappt nicht immer, wie man zum Beispiel an der Position der Kanzlerin zur Ehe für alle erkennen kann. Grundsätzlich bemüht man sich aber um eine Trennung zwischen religiöser und weltlicher Weltanschauung.

[Außerdem bei ze.tt: Pfarrer verweigern Homosexuellen den Segen]

Wäre dem nicht so, hätten wir einen christlichen Gottesstaat, in dem Kardinäle oder Pfarrer darüber entscheiden dürften, ob Scheidungen legal, Religionsunterricht Pflicht und Miniröcke verboten sind. Wie das im schlimmsten Fall aussehen könnte, beweist aktuell übrigens eindrucksvoll die Serie The Handmaids Tale nach dem Roman von Margaret Atwood.

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Vom Kern der Freiheit

Recht zum Protest: Aktivisten von Amnesty International, im Look der Freiheitsstatue, demonstrieren vor der US-Botschaft in London gegen Trump. (Foto: Nikla Halle’n/AFP)
„Warum halten Amerikaner Rechte für so wichtig?“, fragt Judith Shklar Mitte der Achtzigerjahre in einem der Aufsätze, die Hannes Bajohr jüngst unter dem Titel „Liberalismus der Rechte“ herausgegeben hat. Natürlich spielen Rechte in den meisten Denktraditionen eine bedeutende Rolle.

Von Isabell Trommer | Süddeutsche.de

Doch gerade für die politische Kultur der Vereinigten Staaten sind sie zentral, nicht nur historisch, denkt man etwa an die Bill of Rights, sondern auch in einer Gegenwart, in der Bürgerinnen und Bürger immer noch beharrlich um sie kämpfen und streiten, ob es nun um den Waffenbesitz, Religionsfreiheit, Minderheitenrechte oder um freie Meinungsäußerung geht. Auch wenn sich der politische Diskurs oft um die Idee einer starken Nation dreht, behalten individuelle Rechte gegenüber dem Gemeinwohl die Oberhand.

Shklar war seit je mit Theorien des Liberalismus befasst, wandte sich dem politischen Denken der Vereinigten Staaten aber erst spät zu. Zuvor hatte sie sich mit Philosophen wie Hegel, Montesquieu und Rousseau beschäftigt. In der englischsprachigen Welt wurde sie nicht zuletzt mit ihrem minimalistischen Konzept eines „Liberalismus der Furcht“ (1989) berühmt.

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Europa muss sich verstärkt der Religionsfreiheit widmen

Franz Josef Jung – Deutscher Bundestag – Achim Melde
EU-Kommissar Jean-Claude Juncker hat das Mandat des EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit, Ján Figeľ, um ein Jahr bis zum Mai 2018 verlängert. Dazu erklärt der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung: „Es ist äußerst wichtig, dass sich Europa insgesamt stärker mit der Durchsetzung der Religionsfreiheit weltweit befasst und den Wirkhebel zur Lösung von Konflikten beispielsweise im Nahen und Mittleren Osten in den Fokus nimmt.

BUNDESPRESSEPORTAL

Umso mehr freut es die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, dass das zunächst auf ein Jahr angelegte Mandat des EU-Sonderbeauftragten nun um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Für die Zukunft fordert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Verstetigung des Mandats und eine adäquate finanzielle Ausstattung, damit das Engagement des EU-Sonderbeauftragten eine größere Wirkung entfalten kann. Eine jährliche Befristung wird der Bedeutung der Thematik als Schlüssel für Frieden und Freiheit nicht gerecht.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der ÖVP Parlamentsklub in Österreich haben sich in einer gemeinsamen Initiative für einen Sonderbeauftragten auf europäischer Ebene eingesetzt. Beide Fraktionen messen dem Thema Religionsfreiheit mit Blick auf zahlreiche Konflikte weltweit ein hohes Maß an Bedeutung bei. Es gilt, diese Erkenntnis auch auf Gesamteuropa zu übertragen. Europa steht für Frieden und Freiheit – ein stetiger Beauftragter für Religionsfreiheit ist ein sichtbares Signal nach außen, dass Europa für diese Überzeugung einsteht.“

USA: Trump unterzeichnet Präsidialerlass zur Religionsfreiheit

Die Regierung Trump bekennt sich zum umfassenden Schutz der Religionsfreiheit. Das Dokument sieht Ausnahmeregelungen für ‚Obama-Care’ und den Schutz öffentlicher religiöser Stellungnahmen etwa gegen die ‚Homo-Ehe’ und Abtreibung vor.

kath.net

„Freiheit ist nicht ein Geschenk des Staates. Sie ist ein Geschenk Gottes“, sagte Donald Trump am Donnerstag bei der Unterzeichnung des Präsidialerlasses zur Religionsfreiheit. „Wir sind angetreten, um die Rechte aller Amerikaner zu verteidigen“, fügte er hinzu.

In dem Erlass verpflichtet Trump seine Regierung, Ausnahmeregelungen für Arbeitgeber zu finden, die aus religiösen Gründen keine Verhütungsmittel in die Krankenversicherung ihrer Mitarbeiter aufnehmen wollen. Der Orden der „Religious Sisters of the Poor“ hat wegen dieser Regelung im Rahmen des „Affordable Care Act“ („Obama-Care“) einen Prozess vor dem Obersten Gerichtshof angestrengt. Vertreterinnen des Ordens waren zur Unterzeichnung des Erlasses in das Weiße Haus eingeladen.

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Berliner Neutralitätsgesetz: Müller sieht keinen Änderungsbedarf

Michael Müller hält am Neutralitätsgesetz fest und betont, dass es kein Anti-Kopftuch-Gesetz sei.Foto: Kai-Uwe Heinrich
Der Regierende Bürgermeister geht auf Distanz zu Forderungen aus den Reihen von Linken und Grünen. Im Februar hieß es aus dem Senat, man wolle das Gesetz prüfen.

DER TAGESSPIEGEL

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hält am Berliner Neutralitätsgesetz in seiner jetzigen Form fest. Dieses sei für ihn „ein hohes Gut“, sagte Müller dem Evangelischen Pressedienst (epd). Auch nach den jüngsten Gerichtsurteilen sehe er hier keinen Änderungsbedarf. Müller ging damit auf Distanz zu Forderungen aus den Reihen der Koalitionspartner Linke und Grüne, die nach neuen Gerichtsurteilen aus Karlsruhe und Berlin für eine Novellierung der Regelung eingetreten waren.

Das Berliner Neutralitätsgesetz schreibt unter anderem vor, dass Polizisten, Lehrer an allgemeinbildenden Schulen und Justizmitarbeiter im Dienst keine religiös geprägten Kleidungsstücke tragen dürfen. Laut Bundesverfassungsgericht ist ein generelles Verbot religiöser Symbole nicht zulässig.

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Kauder: „Im Islam gibt es leider Defizite“

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat an Muslime weltweit appelliert, Christen tolerant zu begegnen. Religionsfreiheit sei ein Gradmesser auch für andere Freiheitsrechte. Sorge machten ihm Ägypten, der Irak, Syrien und die Türkei.

SpON

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat zu Ostern von Muslimen weltweit mehr religiöse Toleranz gefordert. „Im Islam gibt es hier leider Defizite“, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Gerade die Fanatiker der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) beriefen sich leider auch auf die Lehren des Korans.

„Diesen offenkundigen Irrlehren muss von den geistigen Autoritäten des Islams noch stärker widersprochen werden“, sagte Kauder. Diese müssten „doch selbst ein hohes Interesse haben, dass ihre Religion nicht von Fanatikern diskreditiert wird“.

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„Das Kopftuch ist Symbol der Geschlechter-Apartheid“

Die Autorin und ehemalige Femen-Aktivistin Zana Ramadani über ihr neues Buch: „Die verschleierte Gefahr“ (imago)
Zana Ramadani ist zwei Mal geflohen: Erst vor dem Balkan-Krieg, dann vor ihrer Mutter, die sie zur sittsamen Muslimin machen wollte. Jetzt ist Ramadani 33 Jahre alt, Feministin und CDU-Mitglied. Im Deutschlandfunk kritisierte die Ex-Femen-Aktivistin die Islamverbände: „Für mich sind das islamistische Verbände.“

Zana Ramadani im Gespräch mit Monika Dittrich | Deutschlandfunk

Monika Dittrich: Frau Ramadani, in Ihrem Buch haben Sie die beiden Worte „islamisch“ und „islamistisch“ denkbar eng miteinander verklebt. Bei Ihnen sind das keine zwei Worte mehr. Sondern Sie schreiben „islami(sti)sch“ und stellen das „sti“ innerhalb dieses Wortes in Klammern. Das klingt, als wäre das Extremistische, das Radikale und Fundamentalistische im Islam grundsätzlich und immer schon enthalten. Ist das so?

Zana Ramadani: Ja. Es ist so. Man kann ja durch die Suren, durch die Hadithen und durch die Sunna Mohammeds, sehr vieles belegen, was es bedeutet, was Politik ist und was das Radikale bedeutet. Und das ist ja das, was die Terroristen oder radikale Menschen heutzutage ja auch mit begründen. Die Texte gibt es, die sie zu Hilfe nehmen. Und deswegen ist das natürlich ein Teil dieses Gesamtkonstrukts Islam.

Dieser Teil muss bekämpft werden und der hat einfach mit spirituellem Glauben nichts zu tun. Dieser undefinierbare Islam, der momentan weltweit herrscht und auch zum größten Teil gelebt wird, ist ein Teil leider davon.

„Dieser Teil des Islams muss bekämpft werden“

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Europäische Justiz weist Klagen gegen Kirchensteuer zurück

Bild: tilly
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat mehrere Klagen gegen die Kirchensteuer in Deutschland abgewiesen.

evangelisch.de

Die Religionsfreiheit sei zwar eingeschränkt, aber nicht verletzt worden, urteilte der Gerichtshof im Fall eines konfessionslosen Mannes, der wegen der Kirchenzugehörigkeit seiner Frau eine höhere Steuerschuld hatte. Mehrere weitere Klagen erklärte das Gericht für unzulässig und argumentierte dabei, dass die Betroffenen aus der Kirche austreten könnten. Das Urteil kann in den kommenden drei Monaten noch angefochten werden. (AZ: 10138/11, 16687/11, 25359/11 und 28919/11.)

In dem Verfahren ging es um vier Paare aus Deutschland, von denen jeweils nur ein Partner der katholischen oder evangelischen Kirche angehörte und damit grundsätzlich kirchensteuerpflichtig war. Weil der kirchenangehörige Partner in drei Fällen nichts oder nur wenig verdiente, wurde von ihm das sogenannte besondere Kirchgeld erhoben.

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Tück: Keine Aussöhnung mit Piusbrüdern als Akt der Barmherzigkeit

Piusbrüder.
Wiener Dogmatiker warnt vor „Aussöhnung unter pastoraler Devise der Barmherzigkeit“ und gleichzeitiger Unterschlagung der Lehrunterschiede – „Die Glaubenskongregation sollte den Papst notfalls vor überschießenden Barmherzigkeits-Umarmungen warnen“

kath.net

Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück hat seine Kritik an einer voreiligen Aussöhnung mit der traditionalistischen Piusbruderschaft erneuert: Eine „Aussöhnung unter pastoraler Devise der Barmherzigkeit“ dürfe nicht die weiterhin bestehenden „fundamentalen Lehrdifferenzen“ unterschlagen, mahnte der Dogmatiker im Gespräch mit „Kathpress“. Zuletzt hatten sich die Spekulationen verdichtet, dass eine Einigung zwischen Vatikan und Piusbrüdern näher rücken könnte. Am Dienstag war bekannt geworden, dass katholische Ortsbischöfe den Priestern der Bruderschaft künftig Eheschließungsfeiern erlauben können, die dann auch von der katholischen Kirche als legal anerkannt werden.

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Bundesregierung plant kein Islamgesetz

Bundeskanzleramt, Bild: BB
Die Bundesregierung sieht derzeit keinen Anlass für ein eigenes Islamgesetz. Solch ein Gesetz sei kein Thema des Regierungshandelns, sagte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, am Montag in Berlin

evangelisch.de

An der Debatte, die derzeit innerhalb der Parteien geführt werde, beteilige sich die Regierung nicht. Der CDU-Politiker Jens Spahn hatte sich für ein Islamgesetz ausgesprochen, das unter anderem Regeln für die Ausbildung von Imamen enthalten soll.

Einige Parteivertreter, darunter Partei-Vize Julia Klöckner, stellten sich hinter die Forderung. Andere prominente Christdemokraten wie Armin Laschet äußerten sich skeptisch. Ablehnung kam unter anderem aus der SPD und von den Grünen.

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Religionsfreiheit am Arbeitsplatz: Der Islam wird als störend betrachtet

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Der EU-Gerichtshof ermöglicht ein Kopftuch-Verbot am Arbeitsplatz. Er gewährt damit Unternehmen mehr Freiheit als der Religion.

Von Heribert Prantl | Süddeutsche.de

Man kann die Kopftuch-Urteile des Europäischen Gerichtshofs in ihrer Bedeutung kaum überschätzen. Es sind Leitentscheidungen gegen die Religionsfreiheit. Es sind Entscheidungen, die versuchen, das Bekenntnis zur Religion am Arbeitsplatz tunlichst zu unterbinden. Sie laufen darauf hinaus, dass das Kopftuch am Arbeitsplatz verboten werden kann.

Die Richter haben die Grundregeln für ein Verbot formuliert, die nicht schwer zu erfüllen sind. Das heißt: An der Kasse im Supermarkt, an der Rezeption des Hotels und am Empfang des Konzerns wird man künftig kaum noch Frauen mit Kopftüchern finden, weil sich die Konventionen der Mehrheitsgesellschaft durchsetzen werden. Das kann dazu führen, dass muslimische Frauen aus der Arbeitswelt hinausgedrängt werden.

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Kopftuch: Türkische Nationalisten gegen „Einmischung“

Themenbild
Die weltweite türkisch-nationalistische Bewegung Milli Görus hat sich in der österreichischen Kopftuchdebatte zu Wort gemeldet. Der Vorsitzende Kemal Ergün forderte, Politiker sollten sich heraushalten.

religion.ORF.at

„Muslime sind darin frei, selbst festlegen zu dürfen, was sie für ihre Glaubensausübung als verpflichtend erachten und was nicht“, meinte Vorsitzender Ergün in einer Aussendung. „Staatliche Akteure sollten sich in Fragen, in denen ihnen sowohl die rechtlichen wie auch die fachlichen Kompetenzen fehlen, zurückhaltend äußern“, machte Ergün unmissverständlich klar.

„Keine Einmischung in innere Angelegenheiten“

Muslime müssten sich nicht für die Ausübung ihres Glaubens erklären, denn: „Religionsfreiheit bedeutet insbesondere auch Definitionsfreiheit. Die Bestimmungshoheit über Glaubensinhalte obliegt den Gläubigen selbst.“ Diese Selbstverständlichkeit dürfe nicht zur Diskussion gestellt werden.

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