Schlachtereien töten so viele Tiere wie nie

Ursache für den Anstieg der Fleischproduktion sind die Exporte. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
  • In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erreichte die Fleischerzeugung einen neuen Höchstwert.
  • Ursache für den Anstieg sind die Exporte. Vor allem China importiert wesentlich mehr Fleisch aus Europa als vor einem Jahr.

Von Silvia Liebrich, Kristiana Ludwig | Süddeutsche.de

Deutsche Landwirte und Schlachthöfe produzieren mehr Fleisch denn je. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erreichte die Fleischerzeugung einen neuen Höchstwert. Mit 4,1 Millionen Tonnen war die Menge größer als im gleichen Zeitraum 2015 – und schon damals knackten die Schlachtungen einen Rekord. Dabei aßen die Deutschen nicht mehr Fleisch als zuvor, im Gegenteil. Im ersten Halbjahr 2016 sank der Absatz von Fleisch und Wurst bundesweit um 1,4 Prozent. Das ergaben Berechnungen des Statistischen Bundesamts und der Gesellschaft für Konsumforschung. Ursache für den Anstieg sind die Exporte. Deutsche Erzeuger beliefern den Weltmarkt – und schaden damit Tieren, Mensch und Umwelt, meinen Kritiker.

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Dänischer Zoo will Löwen vor Kindern sezieren

Ein Löwe in einem Zoo (Archivbild): In Dänemark soll einer seiner Artgenossen nun vor Publikum seziert werden. © Steffen Freiling/Zoo Berlin
Ist es makaber oder einfach eine Lektion in Biologie? Der Tierpark im dänischen Odense plant die Sezierung eines Löwen vor Zuschauern – auch vor Kindern. Das Tier war bereits vor Monaten eingeschläfert worden – wegen Platzmangel.

stern.de

Trotz der Empörung, die der Kopenhagener Zoo mit der Zerlegung einer Giraffe ausgelöst hatte, will ein weiterer Tierpark in Dänemark vor Kindern ein Tier sezieren. Der Zoo in Odense im Zentrum des Landes kündigte am Donnerstag an, während der Herbstferien vor Publikum einen Löwen zu sezieren. „Wir denken, dass man bei der Zerlegung eines Löwen sehr viel lernen kann“, sagte der Tierpfleger Michael Wallberg Sörensen.

Seinen Angaben zufolge wurde der Löwe vor neun Monaten eingeschläfert, weil der Zoo zu viele Löwen hatte. Seitdem wurde der Kadaver in einem Kühlfach aufbewahrt.

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Ohne den Tod wäre das Leben ein Horror

Sargträger bei einer Beerdigung: Mitten im Leben vom Tode umfangen zu sein, ist nichts Selbstverständliches mehr – der Gedanke, dass der Mensch sterben muss, wird ausgesperrt dpa

Es ist schwer, sich mit der Willkür des Todes abzufinden. Heutzutage wird er hinter einem Schleier der Diskretion verborgen. Und doch muss sich der Mensch mit der Sterblichkeit versöhnen.

Von Eckhard FuhrDIE WELT

Wir wissen, dass wir sterben müssen. Das macht uns zu Menschen. Im Lichte der Wissenschaft ist nicht viel übrig geblieben von den angeblich prinzipiellen Unterschieden zwischen Mensch und Tier.

Nach der zoologischen Systematik handelt es sich beim Homo sapiens um eine von drei derzeit auf der Erde existierenden Schimpansenarten. Je weiter wir die vielstimmige Schrift der Genetik entschlüsseln, desto fragwürdiger wird die von uns Menschen beanspruchte Sonderstellung in dem, was auch in aufgeklärten Zeiten von vielen trotzig noch „Schöpfung“ genannt wird.

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