Rochen nutzen heiße Tiefseequellen zum Brüten

Der Unterwasserroboter sammelt eine Eikapsel auf. Foto: Ocean Exploration Trust
Forscher dokumentieren erstmals Kinderstuben eines Meerestiers, die durch Geothermie warm gehalten werden

derStandard.de

Was Forscher der Charles Darwin Research Station fanden, als sie ein fernsteuertes Unterwasserfahrzeug im Galapagos-Archipel abtauchen ließen, sah auf den ersten Blick aus, als hätte ein Pasta-Chef eine originelle Variante von Ravioli am Meeresboden abgelagert – und zwar in rauen Mengen. DNA-Analysen von eingesammelten Exemplaren zeigten, dass es sich bei den insgesamt 157 gelbbraunen Objekten in der Größe eines durchschnittlichen Handys um Eikapseln des Tiefsee-Rochens Bathyraja spinosissima handelte.

Und sie lagen dort nicht zufällig, wie das Team von Pelayo Salinas-de-León im Magazin „Scientific Reports“ berichtet. Beim Fundort handelte es sich um ein aktives hydrothermales Feld, und die Kapseln ballten sich im Umfeld sogenannter Schwarzer Raucher, aus denen schwefelhaltiges und vor allem heißes Wasser austritt.

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