Menschliche Haut aus dem 3D-Drucker

Der 3D-Drucker der Forscher nutzt Zellen statt Tinte und erzeugt funktionsfähige menschliche Haut. © UC3M
Der 3D-Drucker der Forscher nutzt Zellen statt Tinte und erzeugt funktionsfähige menschliche Haut. © UC3M
Zellen statt Plastik: Forscher haben erstmals funktionsfähige menschliche Haut mittels 3D-Druck erzeugt. Ein Spezialdrucker trägt dafür Zellen und Biomoleküle der verschiedenen Hautschichten nacheinander auf. Mit diesem Verfahren könnten Patienten mit schweren Verbrennungen künftig schneller neue Haut erhalten, die gedruckte Haut eignet sich aber auch als Ersatz für Tierversuche bei Kosmetik und Arzneimitteltests.

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Unsere Haut ist ein komplexes Gebilde. Sie umfasst drei verschiedene Gewebeschichten mit jeweils ganz unterschiedlichen Aufgaben und Zellbestandteilen. Zudem sind in ihr auch Haarfollikel, Schweißdrüsen, Nervenenden und Blutgefäße eingebettet. Entsprechend schwierig ist es bisher, die menschliche Haut im Labor künstlich zu züchten. Aus Stammzellen gelang dies erst vor Kurzem erstmals.

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Haut samt Haaren im Labor gezüchtet

Fluoreszenzmarker lassen die induzierten Stammzellen in diesem gezüchteten und implantierten Hautstück grün leuchten. © Takashi Tsuji/ RIKEN
Neue Haut aus dem Labor: Forschern ist es erstmals gelungen, komplettes Hautgewebe aus Stammzellen zu züchten. Die neue Haut umfasst alle drei Hautschichten sowie Haarfollikel und Schweißdrüsen und ist damit im Gegensatz zu bisherigem Hautersatz vollkommen funktionstüchtig. Dieser Durchbruch eröffnet künftig neue Möglichkeiten, Verbrennungsopfern oder Menschen mit Haarausfall zu helfen, wie die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“ berichten.

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Forschern ist es inzwischen gelungen, eine ganze Reihe von Geweben und Organen im Labor zu züchten, darunter Muskelfasern, den Meniskus und sogar eine Vorform des Gehirns. Ein Gewebetyp jedoch entzog sich bisher der naturgetreuen künstlichen Herstellung: die Haut.

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Evolutionsbiologie: Mäuse zeigen, warum Han-Chinesen stärker schwitzen

Symbolbild / Bild: (c) AP ROBERT F. BUKATY

Um regionale Genmuster an Menschen zu entdecken, deren Wirkung bisher übersehen wurde, haben US-Biologen erstmals die Evolution des Menschen an Versuchstieren durchgespielt.

Von JÜRGEN LANGENBACH Die Presse

Haben Sie gewusst, dass Han-Chinesen stärker schwitzen als andere Menschen? Niemand hat es gewusst, nicht einmal die Han-Chinesen selbst sind je auf die Idee gekommen, ihre Schweißdrüsen durchzuzählen und mit denen anderer zu vergleichen. Darauf sind sie erst durch Mäuse gekommen, und die Mäuse hatten die Idee natürlich auch nicht selbst, sondern Pardis Sabetti hatte sie, Evolutionsbiologe in Harvard.Er wollte ein altes Problem seiner Wissenschaft klären: Sind alle heutigen Menschen genetisch im Großen und Ganzen die Gleichen geblieben, seit unsere Ahnen vor etwa 70.000 Jahren von Afrika aus die Erde erwanderten?

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