Broderline Gebrabbel: Blödsinn

Quelle: queer.de

Der Journalist Henryk M. Broder ist dafür bekannt, dass er seine berühmt-berüchtigten Texte in die Tasten haut, ohne vorher groß nachzudenken. Das könnte uns weitestgehend egal sein, wenn sich der 64 Jahre alte bekennende Hetero in letzter Zeit nicht verstärkt an schwul-lesbischen Themen abarbeiten würde.

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Erst vor wenigen Wochen forderte Broder im Berliner radioeins allen Ernstes einen „Hetero Pride“, weil sich die gemischtgeschlechtlich orientierten Mitbürger immer mehr ausgegrenzt und diskriminiert fühlten. Womit er wohl vor allem sich selbst meint. Nun legte Broder, offensichtlich genervt von Gay Prides, schwulen Politikern und lesbischen Fußballerinnen, in der Tageszeitung Die Welt nach und erklärte die schwul-lesbische Emanzipation kurzerhand für vollendet – zumindest in Deutschland.

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Wowereit: Mehr Toleranz von evangelischer Kirche

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit verfolgt auf dem Kirchentag ein Forum zu lesbisch-schwulen Lebensformen in der Evangelischen Kirche. Er fordert mehr Toleranz. Foto: dpa / Matthias Hiekel

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die evangelische Kirche zu einem offeneren und toleranteren Umgang mit Homosexualität aufgerufen. „Bei dem Thema kann die Kirche Motor sein und sollte nicht Bremsklotz sein“, sagte Wowereit bei einer Diskussionsrunde am Samstag auf dem evangelischen Kirchentag in Dresden.

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Der schwule Politiker zeigte sich „entsetzt, dass hier so tastend diskutiert worden ist“. Es sei selbstverständlich, dass der Mensch so akzeptiert wird, wie er ist. „Mein Bild von der evangelischen Kirche war ein anderes, auch ein Bild, was weiter war“, sagte er.

Beim Thema Schwulenfeindlichkeit sieht Wowereit auch die Politik und andere Funktionsträger in der Pflicht: „Treffen wir uns in der Mitte. Es braucht eine Bewegung von oben und eine von unten“, verlangte er. Die frühere Hamburger Bischöfin Maria Jepsen berichtete, sie sei wegen ihres Einsatzes für Homosexuelle „schon schlimm beschimpft worden, mit Morddrohungen und dergleichen mehr“.

Die nordelbische Kirche, der Jepsen angehört, gehört zu den liberalsten Gliedkirchen der EKD beim Thema Homosexualität. Unter anderem hatte es dort einen schwulen Bischofsanwärter gegeben. „Lutherisch weltweit sind wir in der Minderheit mit diesen offenen Positionen“, gab Jepsen zu bedenken.

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