Visegrad-Staaten erteilen Asyl-Sondergipfel eine Absage

Die Regierungschefs der Visegrad-Staaten haben sich mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz beraten. Hauptthema war die europäische Asylpolitik. Kurz betonte dabei die Wichtigkeit der geschützten Außengrenzen. Quelle: WELT
Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bezeichnete das Treffen am Donnerstag als „inakzeptabel“. Die EU-Kommission hatte ein Gipfeltreffen zwischen den Staats- und Regierungschefs mehrerer EU-Staaten angekündigt.

DIE WELT

Die vier Visegrad-Staaten Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei werden dem Asyl-Sondertreffen am kommenden Sonntag in Brüssel fernbleiben. „Wir fahren nicht“, sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban am Donnerstag nach einem Gipfeltreffen der mitteleuropäischen Staatengruppe mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. „Das einzige Forum, das zu Entscheidungen in der Migrationsfrage befugt ist, ist der Europäische Rat (der Staats- und Regierungschef) und nicht die Europäische Kommission.“ Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bezeichnete das Treffen als „inakzeptabel“.

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„Reporter ohne Grenzen“: Pressefreiheit in Europa zunehmend unter Druck

Das Wort Pressefreiheit ist in einem Ausschnitt des Artikels 5 des Grundgesetzes auf einer Glasscheiben am Außenhof des Jakob-Kaiser-Hauses zu sehen. Bild: dpa
Die Arbeit von Journalisten ist in Teilen Europas deutlich gefährlicher geworden. Deutschland rückt in der jüngsten Rangliste der Pressefreiheit nach vorne – dennoch gab es eine hohe Zahl an Übergriffen, Drohungen und Einschüchterungsversuchen gegen Medienschaffende.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Pressefreiheit hat laut einer Studie in einigen europäischen Ländern 2017 die stärksten Rückschläge weltweit erlitten. Nach der am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Rangliste der Pressefreiheit 2018 von „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) gilt dies für Malta, Tschechien, der Slowakei und Serbien.

Am deutlichsten fiel Malta zurück: von Rang 18 auf Rang 65. Berichterstatter seien dort zunehmend dem Druck durch Politik, Wirtschaft und Justiz ausgesetzt. Das zeige exemplarisch der Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia im vergangenen Oktober.

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Selbstbestimmung lädt zur Diktatur ein

Am Wochenende skandierten Bürger, wie hier in Barcelona, den Appell „Lasst uns reden“, der sich sowohl an die Zentralregierung in Madrid als auch an die Katalanen richtet. (Foto: Chris McGrath/Getty Images)
  • Hinter den aktuellen separatistischen Strömungen stecken nicht nur ökonomische Motive, sondern auch eine neue Sehnsucht nach Homogenität.
  • Soziologen warnen jedoch vor einem „Europa der Regionen“.
  • Je kleiner und homogener eine Einheit ist, desto geringer wird ihre Verschiedenheitstoleranz.

Von Gustav Seibt | Süddeutsche.de

Nach dem katalanischen Referendum soll es in zwei Wochen ein lombardo-venezianisches geben, bei dem der Norden Italiens über seine Selbständigkeit abstimmt. Wie in Spanien sind die Gründe vorwiegend ökonomisch. Wirtschaftlich starke Regionen wollen nicht weiter für ärmere Teile des Landes zahlen, mit denen sie in Nationalstaaten zusammenleben.

In Italien ist das eine Dauerklage seit der Vereinigung des Landes im 19. Jahrhundert: Der prosperierende, fortschrittliche Norden schleppt einen zurückgebliebenen, korrupten Süden mit. Katalonien zahlt Milliarden an die spanische Zentrale, so wie Bayern im Bundesfinanzausgleich an die anderen Bundesländer. So weit, so nüchtern, so wenig schön. Über Geld könnte man ja verhandeln.

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Deutsche sehen Islam als Bedrohung

Symbol Bild: Reuters
Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Deutschen den Islam als Bedrohung ansehen. Somit liegt Deutschland über dem EU-Durchschnitt.

IslamiQ

Einer französischen Studie zufolge sieht über die Hälfte der Deutschen den Islam als Bedrohung an. 63 Prozent der Bundesbürger hätten auf die Frage: „Ist der Islam eine Bedrohung für ihr Land?“ mit „Ja“ geantwortet, ergab die vom Umfrageinstitut Ipsos durchgeführte Erhebung, über die das „Le Figaro Magazine“ am Freitag berichtete.

Mit den 63 Prozent liege Deutschland 5 Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt. Höher seien die Werte in den osteuropäischen Ländern Polen (67), der Tschechischen Republik (85) und der Slowakei (78). Besonders niedrig seien sie in Portugal und Kroatien mit 36 und 29 Prozent.

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EuGH-Urteil: Ungarn und Slowakei müssen Flüchtlinge aufnehmen

foto: ap Ungarische Beamte an der Grenze zu Serbien.
Von der EU beschlossene verbindliche Aufnahmequote ist laut Europäischem Gerichtshof rechtens

derStandard.at

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Klage von Ungarn und der Slowakei gegen die Umverteilung von Flüchtlingen zurückgewiesen. Eine entsprechende von der EU beschlossene verbindliche Aufnahmequote sei rechtens, teilte der EuGH am Mittwoch mit.

Nach Ansicht Ungarns und der Slowakei untergräbt die Verpflichtung zur Flüchtlingsaufnahme ihre staatliche Souveränität und gefährdet in Zeiten von Anschlägen die Sicherheit der Bürger. Dementsprechend nahmen die Staaten so gut wie keine Flüchtlinge auf.

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„Die Osteuropäer wollen ein Europa der Vaterländer“

Bild: heise.de/tp
Bild: heise.de/tp
Die in Ungarn lehrende Politikwissenschaftlerin Dorothee Bohle über die osteuropäische Kritik an der Griechenland-Hilfe, die Haltung zur Austerität und die wachsende Ablehnung Deutschlands

Von Matthias Becker | TELEPOLIS

Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Dorothee Bohle lebt und arbeitet in Ungarn. Sie unterrichtet an der Budapester Central European University und beschäftigt sich vor allem mit der politischen Ökonomie Osteuropas. Vor drei Jahren erschien ihr Buch „Capitalist Diversity on Europe’s Periphery“, in dem sie die verschiedenen Entwicklungswege der osteuropäischen Länder in den kapitalistischen Weltmarkt beschreibt. Die national orientierten Regierungen in Ungarn und Polen hält sie für eine Reaktion darauf, dass westeuropäische Wirtschaftsinteressen lange die osteuropäischen Wirtschaften dominiert haben.

Frau Professorin Bohle, bei den Verhandlungen letzten Sommer über die Staatsschulden Griechenlands haben einige osteuropäische Staatschef harsche Kritik an der Tsipras-Regierung geäußert. Die Vertreter Lettlands, Sloweniens oder der Slowakei wiesen damals Zugeständnisse oder gar einen Schuldenschnitt für Griechenland weit von sich. Hat Sie diese harte Haltung überrascht?
Dorothee Bohle: Nein, überrascht hat sie mich nicht. Die osteuropäischen Länder mussten schließlich große Anstrengungen unternehmen und Härten durchmachen, um in die Europäische Union aufgenommen zu werden. Slowakei, Slowenien, Lettland, Litauen und Estland haben ja mittlerweile den Euro. Um Teil der Wirtschafts- und Währungsunion zu werden, mussten sie die Maastricht-Kriterien Staatsverschuldung, Defizit und Inflation penibel einhalten und wurden dabei scharf kontrolliert. Bei Griechenland dagegen hat man beide Augen zugedrückt.
Außerdem sind die osteuropäischen Länder ärmer als Griechenland; trotzdem müssen sie sich an den sogenannten Rettungspaketen beteiligen. Osteuropäischen Regierungsvertretern fällt es schwer, das vor ihren Bevölkerungen zu vertreten. Die Gegenargumente klingen dann ganz ähnlich wie in Deutschland: „Die griechischen Rentner bekommen das Doppelte wie die bei uns – und da sollen wir den Griechen Geld geben?“

Ecocapsule: Autonome Wohnkapsel

Bild: ecocapsule.sk
Bild: ecocapsule.sk
Die Ecocapsule erzeugt Strom, entsorgt Abwässer und soll sich fast überall aufstellen lassen.

Von Ben Schwan | Technology Review

Diese kleine eiförmige Minibehausung namens Ecocapsule bietet ihren Bewohnern auf 8,2 Quadratmetern Wohnfläche alles, was es in einer normalen Heimstatt auch gibt: ein bequemes Bett, einen Schreibtisch und Stauraum. Außerdem eine Dusche, eine Komposttoilette sowie eine kleine Küchenecke. Doch vor allem ist das Tiny House der slowakischen Firma autonom, denn Strom liefern Windrad und Solarzellen.

Und das benötigte Wasser sammelt eine Regenwassergewinnungsanlage. Ein Filter reinigt anschließend das Wasser, das man dann auch zum Kochen und Duschen verwenden können soll. Alternativ lässt sich der mehrere Hundert Liter fassende Tank auch aus anderen Quellen auffüllen.

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Sultan Süleyman I.: „Wie damals drängen die Muslime nach Europa“

Süleymān-şāh b. Selīm-şāh Ḫān muẓaffer dāʾimā. Bild: wikimedia.org/PD
Süleymān-şāh b. Selīm-şāh Ḫān muẓaffer dāʾimā. Bild: wikimedia.org/PD

450 Jahre nach dem Tod Süleymans I. sehen Historiker, wie Neo-Osmanismus Europa ins Visier nimmt. Speziell in Ungarn rufe die Flüchtlingskrise Erinnerungen an die Türkenkriege ins Bewusstsein.

Von Boris Kálnoky | DIE WELT

Als der osmanische Sultan Süleyman I. am 6. September 1566 in seinem Feldlager in Südungarn an der Ruhr starb, hatte die Besatzung der von ihm belagerten Festung Szigetvár noch zwei Tage zu leben. Ohne Nachschub und Hoffnung auf Entsatz unternahm ihr Kommandant, der ungarische Graf Nikola Šubić Zrinski, mit den wenigen Hundert Überlebenden seiner Truppe einen Ausfall. Am Ende schmückte sein Kopf die Spitze einer türkischen Lanze.

Es war der letzte Sieg des Sultans, der schon den Zeitgenossen als „der Prächtige“ erschienen war. In seiner langen Regierungszeit von 46 Jahren hatte er das Osmanische Reich in den Rang einer Weltmacht geführt, die von Ungarn bis in den Sudan, vom Maghreb bis nach Mesopotamien reichte. Grund genug für zahlreiche Historiker, zu Süleymans 450. Todestag zu einer Konferenz in Szigetvár zusammenzukommen und seine Herrschaft, ihre Erfolge, aber auch ihre Hypotheken einer umfassenden Revision zu unterziehen.

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Waffen diskret in Richtung Krisenregion liefern

SZ-Karte; Quelle: BIRN/OCCRP
  • Osteuropäische Staaten könnten die Fluchtbewegung aus Syrien befeuert haben, weil sie Waffen in den Nahen Osten geliefert haben.
  • Ein Recherchenetzwerk zeigt, dass die Länder entweder Restbestände aus vergangenen Konflikten oder sogar neues Kriegsgerät in die Region verkauft haben.
  • Den Dokumenten zufolge wussten die Exportstaaten, dass die Waffen in das Bürgerkriegsland Syrien gelangen könnten.

Von Moritz Baumstieger | Süddeutsche.de

Als die Flüchtlingszahlen in Europa Anfang August 2015 immer weiter stiegen, wandte sich Tschechiens Präsident Miloš Zeman in einem Interview direkt an die Ankömmlinge: „Niemand hat euch hierher eingeladen“, sagte er der Zeitung Blesk, dann fügte der für seinen Hang zu Alkohol und Populismus berüchtigte Politiker an: „Wenn ihr schon hier seid, müsst ihr unsere Regeln respektieren.“

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Polen beteiligt sich an der ungarischen Grenzsicherung

Polnische Flagge // (cc) Lukas Plewnia [CC BY-SA 2.0] / polen-heute.de
Beim Treffen der Visegrad Gruppe in Brüssel haben die Vertreter Polens, Tschechiens, der Slowakei und Ungarns beschlossen, die ungarisch-serbische Grenze gemeinsam zu schützen und damit bis auf wenige kontrollierbare Übergänge zu sperren. Damit setzt die Visegrad-Gruppe neue Zeichen und geht weiter auf Konfrontationskurs zur deutschen Flüchtlingspolitik.

Von Robert Smolka|POLEN HEUTE

Beim Treffen der Vertreter der Visegrad-Gruppe im Vorfeld des EU-Gipfels vom 25.10.2015 wurde beschlossen, die ungarisch-serbische Grenze gemeinsam zu schützen. Nachdem Ungarn seine Grenze zu Serbien bereits Mitte September mit einem Stacheldraht gesichert hat, sollen nun die anderen Mitglieder der Visegrad-Gruppe Ungarn dabei helfen diese zu sichern.

Polen hat sich bereit erklärt, die gemeinsame Grenzsicherung mit 50-60 Grenzschützern und zehn Fahrzeugen zu unterstützen. Tschechen und Slowaken wollen sich ebenfalls mit jeweils 50-100 Soldaten an der Grenzsicherung beteiligen. Die weitgehende Schließung der Grenze hat weitreichende Folgen für die anderen EU-Staaten, die auf der Balkanroute der Flüchtlinge liegen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sieht sein Land seit der Grenzsicherung nur noch als Beobachter in der Flüchtlingskrise.

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Asyl nur für Christen?

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Überall in Europa machen Populisten Stimmung gegen Muslime und wollen ihnen Grundrechte verweigern. Oft übernehmen Regierungen die Parolen.


Von Daniel Bax|taz.de

Mit der Ankündigung, ausschließlich christliche Flüchtlinge aufnehmen zu wollen, machte die Slowakei in diesen Tagen auf sich aufmerksam. Es gebe bei ihnen gar keine Moscheen, wie sollten sich Muslime da wohlfühlen? Mit diesem Argument begründete ein Sprecher des Innenministeriums in Bratislava gegenüber der BBC die Haltung seines Landes.

Das war kein Ausrutscher, denn auch der slowakische Ministerpräsident Robert Fico und sein Innenminister Robert Kaliňák – beides Sozialdemokraten – hatten zuvor schon den Standpunkt vertreten, lediglich christliche Familien aus Syrien aufnehmen zu wollen. Nach einem Rüffel aus Brüssel ruderte die Regierung in Bratislava aber zurück und wollte es doch nicht so diskriminierend gemeint haben.

 

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Slowakei: Bitte nur christliche Flüchtlinge

200 Flüchtlinge will die slowakische Regierung ins Land lassen – aber bitte nur Christen. Muslime, heißt es, würden sich im Land nicht wohl fühlen.


Süddeutsche.de

Im Rahmen der Verteilung von Flüchtlingen auf die Staaten der EU wird die Slowakei 200 Syrer aufnehmen. Doch geht es nach der Regierung in Bratislava, dann werden darunter keine Muslime, sondern nur Christen sein. „Wir könnten 800 Muslime aufnehmen, aber wir haben keine Moscheen in der Slowakei“, sagte Ivan Metik, Sprecher des Innenministeriums, der BBC. „Wie sollen die Muslime sich integrieren, wenn sie sich hier nicht wohlfühlen?“

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Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht

Kinder © Libertinus @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die ohne Angehörige in der EU Schutz suchen, ist beträchtlich gestiegen. Ausländerrechtliche Restriktionen und Bemühungen um das Kindeswohl prägen ihre Aufnahme.


Von Dr. Bernd Parusel|MiGAZIN

Im Zuge der sich ausweitenden Konflikte im Nahen und Mittleren Osten, am Horn von Afrika und in anderen Gegenden der Welt, aber auch infolge sozialer Miseren in Südosteuropa und auf dem Balkan, ist die Zahl der Menschen, die in den Staaten der Europäischen Union Schutz suchen, seit einigen Jahren deutlich angestiegen. Während 2011 rund 310000 Menschen einen Asylantrag in den EU-Mitgliedsstaaten stellten, waren es 2014 mit rund 625000 mehr als doppelt so viele.1

Hinter der Gesamtzahl der Schutzsuchenden liegt eine Vielzahl unterschiedlicher individueller Schicksale. Viele Neuankömmlinge sind politisch verfolgt, andere vor Armut oder Katastrophen geflohen; viele sind erwachsene Männer, aber auch zahlreiche Frauen und Familien mit Kindern machen sich auf den Weg nach Europa. Eine besondere Gruppe, die seit einigen Jahren verstärkt Beachtung erfährt, da auch sie zahlenmäßig zunimmt, sind Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern oder andere Erziehungsberechtigte in einem anderen Land Zuflucht suchen. In Fachkreisen werden sie als „unbegleitete Minderjährige“ (UM) oder „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ (UMF) bezeichnet.2

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Kirchgängerin in der Slowakei von Blitz erschlagen

Nach dem Gottesdienst ist im Osten der Slowakei eine Gläubige von einem Blitz tödlich verletzt worden.


evangelisch.de

Blitze zwischen Wolken und Erdboden. Bild: wikimedia.org/PD

Die 39 Jahre alte Frau sei sofort tot gewesen. Sieben Menschen seien schwer verletzt worden, einer davon lebensgefährlich, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am Samstag nach Angaben der Agentur TASR. Unter den Verletzten war auch ein 13 Jahre alter Junge, der mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht worden sei. Der Blitz war in eine alte Linde am Eingang der St.-Anna-Kirche in der Gemeinde Kluknava eingeschlagen, als sich dort viele Menschen versammelt hatten. Ein Augenzeuge berichtete, dass das Unwetter plötzlich aufgezogen sei.

Kirchliche Rechtsberater: Religionsfriede in EU braucht Verträge

Bild: fis-kirchenrecht.de
Bild: fis-kirchenrecht.de
Die Rechtsberater der europäischen Bischofskonferenzen haben bei ihrer vorwöchigen Jahreskonferenz die Notwendigkeit der Begleitung des Grundrechts der Meinungs- und Pressefreiheit durch eine „ausgewogene, vernünftige Balance“ zwischen staatlichen Grundrechten und Rechten der Religionsgemeinschaft betont.


kathweb

Sie folgten damit der Sicht der Vizepräsidentin des italienischen Verfassungsgerichtshofs, Marta Cartabia, die sich bei der Tagung für bilaterale Verträge mit den Religionsgemeinschaften aussprach. Staaten mit entsprechenden Verträgen seien in Konflikten besser gefahren, betonte sie. Damit werde gesellschaftlicher Pluralismus gewahrt, ohne Aufhebung der Unterschiede und Vereinheitlichung.

Hintergrund der vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) veranstalteten Tagung in Pressburg (Bratislava) waren die Anschläge auf Karikaturisten in Paris und Kopenhagen. Weitere Diskussionsthemen waren das Recht auf Gewissenvorbehalt, die Definition von „Eheschließung“ vor dem Hintergrund der Öffnung der Ehe für Homosexuelle in Slowenien, die Sicht von Papst Franziskus zu Europa sowie die Lage in der Ukraine.

Zum Thema „Gewissensvorbehalt“ hielten die Teilnehmer in der Abschlusserklärung fest, es gebe in den EU-Staaten einen auffälligen Gegensatz zwischen dem Trend zur Stärkung individueller Rechte im Bereich auf Lebensanfang und Lebensende und der Schwächung des Grundrechts auf Gewissensfreiheit in ethischen Fragen, vor allem in der Medizin und dem Bildungswesen. „Die Gewissensfreiheit, ein Grundrecht, das zu den Grundlagen der Demokratie und des Rechtsstaats der europäischen Länder gehört, wird vor allem im Bereich der Medizin und der Bildung immer mehr in Frage gestellt“, so der CCEE. Der Gewissensvorbehalt sei „gegen niemanden gerichtet“ und habe „nicht das Ziel einer Aushöhlung des Rechtssystems, sondern den eines Dienstes am Gemeinwohl“.

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Aufruf: Antichristlicher ‚Gender-Ideologie‘ entgegentreten

Bild: FB
Bild: FB
Zu den Erstunterzeichnern gehören Protestanten, Katholiken und Orthodoxe, u.a. Bischof Andreas Laun, Psychotherapeutin Christa Meves und Prof. Peter Beyerhaus.


kath.net

Theologisch konservative Christen aus verschiedenen Konfessionen haben zum Kampf gegen die „Gender-Ideologie“ aufgerufen. Sie sei antichristlich, totalitär und gegen die Schöpfungsordnung Gottes gerichtet, heißt es in einer in Gomaringen bei Tübingen veröffentlichten „Bekenntnisökumenischen Erklärung“. Zu den rund 50 Erstunterzeichnern gehören der Ehrenpräsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, der Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen), der (katholische) Weihbischof Andreas Laun (Salzburg), die ebenfalls katholische Psychotherapeutin Christa Meves (Uelzen), der russisch-orthodoxe Erzpriester Ilja Limberger (Stuttgart), der frühere Präsident der württembergischen evangelischen Landessynode, Dekan i.R. Martin Holland (Tübingen), und der ehemalige Vorsitzende der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“, Pfarrer Hansfrieder Hellenschmidt (Filderstadt bei Stuttgart). Das sogenannte „Gender-Mainstreaming“ besagt, dass jeder Mensch unabhängig von seinem biologischen Geschlecht wählen kann, als Mann oder Frau zu leben.

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Slowakische Bischöfe in der hormonellen sodomischen Verwirrung

Bild: tagblatt.ch
Die katholischen Bischöfe der Slowakei haben vor einer Aufhebung der traditionellen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau gewarnt.

evangelisch.de

Dadurch werde die Institution Familie in Europa bedroht, mahnten die Bischöfe in einem am Sonntag in allen katholischen Kirchen des Landes verlesenen Hirtenbrief. Im ersten Moment klinge das Wort „Gleichberechtigung“ nach etwas Gutem. Aber diejenigen, die das Wort verwendeten, hätten in Wahrheit die Zerstörung der Familie als „Institution Gottes“ zum Ziel.

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Kardinal Meisner: „Roma sind in unsere Zivilisation nicht zu integrieren“

Bild:Terno Drom.e.V.
Bild:Terno Drom.e.V.
Mit Blick auf die Lage der Roma in der Slowakei, von der er sich selbst ein Bild habe machen können, sagte der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, dass diese Bevölkerungsgruppe ,,in unserer Zivilisation nicht zu integrieren sei‘‘. Nach seinen Erfahrungen in der Slowakei bekomme ,,manche Frau jedes Jahr ein Kind‘‘, und lebe vom Kindergeld.

Terno Drom e. V. – Sinti&Romajugend NRW – Facebook

Slowaken rebellieren gegen Vatikan

Bild: (c) AP (PLINIO LEPRI)

Empörte Katholiken fordern von Rom eine Erklärung für die Absetzung ihres liberalen Bischofs. Robert Bezák war erst vor drei Jahren zum Erzbischof von Trnava bestellt worden.

Die Presse

Das gab es in der erzkatholischen Slowakei noch nie: Empört protestieren die Bürger gegen den Vatikan. Und das in einem Land, in dem selbst zu kommunistischen Zeiten das Wort des örtlichen Pfarrers mehr galt als das Diktat der Kommunisten im fernen Prag. Grund für die Wut: Erstmals wurde ein slowakischer Bischof seines Amtes enthoben. Und nicht irgendeiner: Robert Bezák war erst vor drei Jahren zum Erzbischof von Trnava, der historisch wichtigsten Diözese des Landes, bestellt worden.

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