Jagd auf „Planet 9“ – jetzt zum Mitmachen

Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planetenjagd für Alle: Bei der Suche nach dem mysteriösen Planet 9 am Rand unseres Sonnensystems kann nun jeder mitmachen. Denn die NASA hat ein Citizen-Science Projekt lanciert, bei dem Laien in den Aufnahmen des Weltraumteleskops WISE nach Indizien für den Planeten, aber auch nahe Braune Zwerge suchen sollen. Wer den Planeten findet, dem ist auf jeden Fall einiger Ruhm sicher.

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Vor gut einem Jahr sorgte die Meldung eines möglichen neunten Planeten im Sonnensystem für eine Sensation. Demnach könnte es weit jenseits des Neptun noch einen weiteren, neptungroßen Planeten in einer stark exzentrischen Umlaufbahn geben. Bisher schließen Astronomen nur aus den Bewegungen anderer Himmelskörper im Kuipergürtel auf die Existenz von „Planet 9“, ob es ihn wirklich gibt, bleibt offen.

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Wie lange gab es unsere Urwolke?

Am Beginn unseres Sonnensystems stand die Urwolke. Wie lange diese protoplanetare Scheibe jedoch erhalten blieb, war bisher unbekannt. © ESO/L. Calçada, CC-by-sa 4.0
Am Beginn unseres Sonnensystems stand die Urwolke. Wie lange diese protoplanetare Scheibe jedoch erhalten blieb, war bisher unbekannt. © ESO/L. Calçada, CC-by-sa 4.0
Rätsel gelöst: Seit Jahren rätseln Planetenforscher darüber, wie lange die Urwolke unseres Sonnensystems existierte. Jetzt haben vier Meteoriten die entscheidenden Informationen geliefert. Ihre Magnetisierung verrät, dass sich der protoplanetare Gasnebel knapp vier Millionen Jahre nach Entstehung wieder auflöste, wie Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Das wiederum gibt wertvolle Einblicke in die Abläufe, die unser Sonnensystem prägten.

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Unsere Sonne und unser Planetensystem bildeten sich vor rund 4,6 Milliarden Jahren in einer rotierenden Wolke aus Staub und Gas – so viel ist klar. Der dichte Gasnebel lieferte Jupiter und Saturn den Baustoff, um zu Gasriesen heranzuwachsen. Astronomen vermuten zudem, dass Turbulenzen in der Urwolke für die Wanderung des Jupiter in seine heutige Bahn verantwortlich sind – ein Ereignis, dass auch die junge Erde entscheidend beeinflusst haben könnte.

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Sonnensystem: Wie könnte Planet 9 aussehen?

Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Die Fahndung läuft: Während weltweit Astronomen fieberhaft nach dem möglichen neunten Planeten unseres Sonnensystems suchen, haben Forscher mehr über dessen Aussehen herausgefunden. Ihren Simulationen nach müsste Planet 9 ein Eisriese sein, der nur wenig kleiner ist als der Neptun. Er könnte zudem 37 Kelvin wärmer sein als seine kosmische Umgebung – und daher im fernen Infrarotbereich sichtbar werden.

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Im Januar 2016 sorgte die Meldung eines möglichen neunten Planeten im Sonnensystem für eine Sensation. Demnach könnte es weit jenseits des Neptun noch einen weiteren Planeten von etwa der zehnfachen Erdmasse geben. Seine Umlaufbahn ist, sollte er tatsächlich existieren, stark exzentrisch und reicht bis zu 700 astronomische Einheiten weit ins All hinaus

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Unbekannter Himmelskörper: Forscher hält Planet IX für Ursache von Massensterben

Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Etwa alle 27 Millionen Jahre erlebte die Erde ein massenhaftes Artensterben. Ein Physiker macht nun einen bislang unentdeckten Planeten am Rande des Sonnensystems dafür verantwortlich.
 

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Im Jahr 1985 nannte Daniel Whitmire ihn noch „Planet X“. Damals kannte man inklusive Pluto neun Planeten, und der nächste wäre die Nummer zehn gewesen. Der weit draußen im Sonnensystem befindliche Planet X sollte seiner Theorie zufolge verantwortlich sein für das periodische Massenaussterben auf der Erde. Im Januar 2016 berichteten Astronomen dann über neue Indizien für die Existenz eines solchen bislang unbekannten Gasriesen am dunklen Rand des Sonnensystems. Sie nannten ihn „Planet Neun“, denn Pluto war inzwischen kein Planet mehr.

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Sonnensystem: Gibt es doch einen neunten Planeten?

So könnte der neunte Planet unseres Sonnensytems aussehen – er liegt 20 Mal weiter von der Sonne entfernt als Neptun. © Caltech/ R. Hurt (IPAC)
Sollte sich dies bestätigen, wäre es eine echte Sensation: Astronomen haben Indizien für einen neunten Planeten im Sonnensystem entdeckt. Ihren Berechnungen nach umkreist dieser neptungroße Planet die Sonne auf einer stark asymmetrischen Bahn und benötigt rund 15.000 Jahre für einen Umlauf. Weil er im Durchschnitt 20 Mal weiter weg liegt als Neptun, wurde er bisher noch nicht gesichtet. Jetzt jedoch ist die Jagd auf „Planet 9“ eröffnet.

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Nach gängiger Theorie entstanden im äußeren Sonnensystem vier große Gasplaneten – Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Weiter außen dagegen bleiben unzählige kleinere Eis- und Gesteinsbrocken übrig, die heute den Kuipergürtel bilden. Zu diesen transneptunischen Objekten gehören auch die Zwergplaneten Pluto und Sedna. So weit, so bekannt.

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Sonnensystem: Geboren aus einer gigantischen Supernova?

Scale model of solar prominence, Jupiter, and Earth. Image: NASA Goddard Flight Center
Scale model of solar prominence, Jupiter, and Earth. Image: NASA Goddard Flight Center
Damit das Sonnensystem geboren werden konnte, musste anscheinend ein Riesenstern in einer gigantischen Supernova verenden

Von Matthias Matting|TELEPOLIS

4,5682 Milliarden Jahre – so alt sind die bisher ältesten Spuren, die man in außerirdischem Material gefunden hat. Und so alt muss denn auch das Sonnensystem mindestens sein. Obwohl es demnach ganz gewiss keine lebenden Zeitzeugen mehr gibt, gelingt es den Forschern, erstaunlich viele Details über die Frühgeschichte des Sonnensystems herauszufinden. Dabei können sie sich im wesentlichen auf drei Quellen stützen, die sich ergänzen:

  1. Die heutigen Eigenschaften des Sonnensystems: Diese Tatsachen fielen schon den ersten Betrachtern des Himmels auf. Die Planeten bewegen sich zum Beispiel alle in derselben Richtung um die Sonne, und zwar ungefähr in der gleichen Bahnebene – das Sonnensystem bildet also eine Scheibe. Obwohl die Sonne den Großteil der Masse in sich vereint, steckt der meiste Drehimpuls in den Planeten. Die inneren Planeten sind terrestrisch, die äußeren Gasriesen.
    All diese Fakten (und noch einige mehr) sprechen dafür, dass das Sonnensystem aus einer rotierenden Gaswolke entstand. Aus einem bestimmten Grund (dazu später) begann diese Wolke irgendwann, sich unter der eigenen Anziehung in sich selbst zusammenzuziehen. 99 Prozent der Masse bildeten das Zentrum, die Sonne, während aus dem restlichen Prozent die Planeten und alle anderen Körper im Sonnensystem entstanden.
  2. Noch heute existierende Himmelsobjekte, die ähnliche Bedingungen aufweisen wie die molekulare Wolke, in der die Sonne entstand: Der Orion-Nebel, auch mit bloßem Auge als Teil des Schwertes des Orion sichtbar, ist hier das prominenteste Beispiel. Es handelt sich um ein etwa 30 Lichtjahre durchmessendes Sternentstehungsgebiet, in dem sich ein erst eine Million Jahre alter Sternhaufen befindet. Der Nebel, aus dem sich unter anderem die Sonne formte, war mit 65 Lichtjahren Durchmesser vermutlich noch deutlich größer.Im Orionnebel hat das Hubble-Weltraumteleskop protoplanetare Scheiben identifiziert, die einige Hundert Astronomische Einheiten groß und dabei vergleichsweise kühl sind – wie man sich das junge Sonnensystem vor Zündung der Kernfusion vorstellt. Die Sonne selbst war in diesem Stadium noch ein so genannter T-Tauri-Stern: ein Gebilde, das die bei der gravitationellen Kontraktion freiwerdende Energie abstrahlt.

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Naturwissenschaft und Philosophie: Der gestirnte Himmel über uns

Andromeda Galaxie(M31) Bild: nasa/PD
Andromeda Galaxie(M31)
Bild: nasa/PD
Im Jenseits des Sonnensystems: Haben sich Astronomie und Philosophie etwas zu sagen? In letzter Zeit sind sanfte Annäherungsversuche zwischen den Disziplinen zu beobachten.

Von Sibylle AnderlFrankfurter Allgemeine

Was waren das für Zeiten! Damals, als Einstein sein Denken in einem philosophischen Lesekreis schärfte, als Heisenberg sich beim Verständnis der Materie von den antiken Philosophen inspirieren ließ und dessen Schüler Carl Friedrich von Weizsäcker philosophierend den „Aufbau der Physik“ zu verstehen versuchte. Das Bestreben, die Welt physikalisch zu beschreiben, und der Anspruch, diese Unternehmung philosophisch kritisch zu reflektieren, zu interpretieren und zu hinterfragen erschienen als zwei Seiten ein und derselben Medaille. So hatte es einst Schopenhauer angemahnt: „Empirische Wissenschaften, rein ihrer selbst wegen und ohne philosophische Tendenz betrieben, gleichen einem Antlitz ohne Augen.“

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Unbemerkte Explosionen: Experten warnen vor Meteoritengefahr für Großstädte

Bild: Public Domain
Bild: Public Domain

Atomtest-Sensoren haben in den vergangenen Jahren 26 gewaltige Meteoritenexplosionen aufgespürt, die fast alle unbemerkt geblieben waren. Experten warnen vor City-Killer-Asteroiden.

Spiegel Online – Axel Bojanowski

Hamburg – Das weltumspannende Netz von Atomtest-Sensoren hat in den vergangenen 14 Jahren 26 große Detonationen aufgespürt, die nicht von Nuklearwaffen erzeugt wurden. Es handele sich um Meteoritenexplosionen, berichtet die Stiftung B612, die ein Frühwarnsystem gegen die Bomben aus dem All aufbauen will. Die meisten der Detonationen wären bislang unbemerkt geblieben.

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Die Schöpfung geht weiter

Das erste Licht, Quelle: firstgalaxies.org

Existiert Gott? Ist es überhaupt möglich, ihn zu erkennen und an ihn zu glauben? Dies sind häufige Fragen. Obwohl die katholische Kirche immer wieder den Versuch unternimmt, die Übereinstimmung von Glauben und Vernunft zu erklären und darzulegen, bestehen neben anderen militante Atheisten nach wie vor auf einer absoluten Unvereinbarkeit zwischen Wissenschaft und Glauben.

ZENIT

Ein Mitglied der vatikanischen Sternwarte, der Jesuitenpater Sabino Maffeo SJ., erläuterte in einem Interview mit ZENIT seinen Standpunkt zur Entstehung der Welt. Nach seiner Auffassung kann der menschliche Verstand auf drei Ebenen zu Erkenntnissen gelangen:

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