Schlagwort-Archive: Spanien

Madrider Politikerin nach Nackt-Protest in Kapelle vor Gericht

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Heftiger Streit um die Ausrichtung Spaniens zu den christlichen Werten und Traditionen.

kath.net

Wegen eines Nackt-Protests in einer Kapelle muss sich Rita Maestre, Sprecherin der linken Madrider Stadtregierung, am 18. Februar vor Gericht verantworten. Wie am Freitag bekannt wurde, stürmte sie 2011 während eines Gottesdienstes mit anderen Studenten die Kapelle der Madrider Complutense-Universität. Sie entblößten ihre Oberkörper, sangen Lieder mit kirchenfeindlichen Inhalten und protestieren gegen die Benutzung staatlicher Räumlichkeiten für religiöse Zwecke. «Es handelte sich um einen friedlichen Protest, mit dem wir an den laizistischen Charakter der Universität erinnern wollten», rechtfertigte die 27-jährige Maestre laut spanischen Medienberichten (Freitag) die Protestaktion.

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Immobilien-Irrsinn in Spanien: Kirche gehört jetzt der Kirche

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Durch ein abstruses Gesetz konnte sich die katholische Kirche in Spanien eine der größten Sehenswürdigkeiten des Landes unter den Nagel reißen: die Mezquita-Kathedrale. Nun machen Bürger und Wissenschaftler aus aller Welt ihrer Empörung Luft.

Von Tino Brömme|SpON

Die Moschee und Kathedrale von Córdoba begeistert mit ihrer maurischen Architektur Jahr für Jahr Tausende Besucher, die ihren “Säulenwald” und Orangengarten durchwandern. Muslimische Gebete allerdings finden hier schon seit 800 Jahren nicht mehr statt. Damals entriss die Reconquista den Arabern die iberische Halbinsel und die Moschee wurde zur katholischen Kirche geweiht.

In der Mitte des 20.396-Quadratmeter-Komplexes erhebt sich daher eine gotische Kathedrale, erbaut im 16. Jahrhundert, die zwischen den orientalischen Säulenbögen wie ein Fremdkörper wirkt. Doch die Jahrhunderte ältere arabische Vorgeschichte ist in den Informationsbroschüren, auf den Schautafeln oder der offiziellen Webseite kaum mehr als eine Randnotiz.

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Soziologe: Christen sind zu Weihnachten gelassener

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Christen sind in der Advents- und Weihnachtszeit gelassener als Nichtgläubige. Das will der Soziologieprofessor Michael Mutz (Göttingen) in einer Studie nachgewiesen haben.

kath.net

Mutz: „Christen, vor allem jene, die sich selbst als sehr religiös einstufen, sind in der Vorweihnachtsphase positiver eingestellt und zufriedener mit ihrem Leben.“ Er führt dies darauf zurück, dass Christen weniger konsumorientiert handelten.
Nichtreligiöse Menschen hätten es dagegen schwer: Der Druck, Geschenke zu kaufen und gesellschaftliche Verpflichtungen zu erfüllen, führe zu einem hohen Stressfaktor. Hinzu kämen häufig finanzielle Sorgen. Der Glaube erweise sich dagegen als ein Schutzfaktor und stärke das emotionale Wohlbefinden. Für die Studie wertete Mutz Daten aus Belgien, Estland, Deutschland, Ungarn, Irland, die Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden und Großbritannien aus.

Wehrmacht: Rente für spanische Nazi-Schergen

Etwa 1941: Hitler im Gespräch mit Franco (2.v.l.) Foto: imago/Leemage
Deutschland zahlt immer noch mehr als 100.000 Euro Rente pro Jahr an Wehrmacht-Kämpfer aus Spanien. Die sogenannte Blaue Division hatte in der Sowjetunion gegen die Rote Armee gekämpft. Die Linksfraktion kritisiert die Zahlungen scharf.

Von Steven Geyer|Frankfurter Rundschau

Deutschland gibt noch immer mehr als 100.000 Euro pro Jahr für ehemalige spanische Kämpfer aus, die im Zweiten Weltkrieg freiwillig die Wehrmacht unterstützten. Pro Jahr fließen an 41 Veteranen, acht Witwen und einen weiteren Hinterbliebenen in Spanien Rentenzahlungen in Höhe von insgesamt 8946 Euro monatlich. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Frankfurter Rundschau vorliegt.

Bei den Veteranen handelt es sich um ehemalige Soldaten der sogenannten Blauen Division: Freiwillige aus Spanien, die von 1941 bis 1943 in der Sowjetunion aufseiten der Wehrmacht gegen die Rote Armee kämpften. Laut Linksfraktion gehörten dazu unter anderem viele junge Faschisten der spanischen Falange, die sich aus freien Stücken gemeldet hatten, um Nazideutschland im Kampf gegen die Kommunisten zu unterstützen.

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Sozialisten in Spanien wollen Kirche stärker besteuern

Bild: tilly
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Sanchez’ Plänen zufolge soll die Kirche künftig etwa Grundsteuern für Immobilien zahlen, die nicht Zwecken der Religionsausübung dienen.

kath.net

Spaniens Sozialisten wollen das Steuersystem für die katholische Kirche des Landes reformieren. Sollte der Spitzenkandidat der PSOE, Pedro Sanchez, die Parlamentswahlen im Dezember gewinnen, will er laut Bericht der Tageszeitung «El Pais» (Montag) die Kirche steuerlich stärker belasten.

Sanchez’ Plänen zufolge soll die Kirche künftig etwa Grundsteuern für Immobilien zahlen, die nicht Zwecken der Religionsausübung dienen. Angestrebt werde «eine Selbstfinanzierung der religiösen Konfessionen» und eine «Überprüfung der Vereinbarungen mit dem Vatikan», zitiert die Zeitung aus dem Wahlprogramm des Parteivorsitzenden.

In Spanien entscheiden Steuerpflichtige Jahr für Jahr freiwillig mit ihrer Steuererklärung, ob ein 0,7-Prozent-Anteil ihrer Steuerschuld entweder der Kirche oder anderen sozialen oder kulturellen Zwecken zufließt. Die jährlichen Zuweisungen an die Kirche betragen derzeit jährlich rund 160 Millionen Euro.

Asylrecht: EU-Kommission leitet Verfahren gegen Deutschland und 18 weitere Länder ein

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker © Francois Lenoir/Reuters
Gegen Deutschland und 18 andere EU-Länder wird die EU- Kommission 40 Vertragsverletzungsverfahren einleiten. Es geht um die Verletzung des europäischen Asylrechts.
 

stern.de

Gegen Deutschland und 18 andere EU-Länder wird die EU- Kommission am Mittwoch noch vor dem Sondergipfel zur Flüchtlingskrise nach einem Zeitungsbericht 40 Vertragsverletzungsverfahren im Zusammenhang mit dem Asylrecht  einleiten. Die Zeitung “Die Welt” schreibt unter Berufung “hohe, informierte EU-Kreise” weiter, diesen Ländern werde vorgeworfen, die bestehende europäische Asylgesetzgebung bisher nicht ausreichend umgesetzt zu haben. Betroffen seien neben Deutschland unter anderem auch Frankreich,  Italien, Österreich, Spanien, die Niederlande und Ungarn. Dänemark, Irland und Großbritannien seien ausgenommen, weil sie an der EU-Asylgesetzgebung nicht teilnehmen.

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König-Abdullah-Zentrum in Wien: Riads Feigenblatt

Das König Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog in Wien steht in der Kritik. (imago/blickwinkel)
Das König-Abdullah-Zentrum in Wien soll den Dialog zwischen den Religionen und gegenseitigen Respekt fördern. Doch das Projekt ist umstritten. Denn Hauptgeldgeber ist ausgerechnet Saudi-Arabien, wo man von religiöser Toleranz nicht viel hält.


Von Stefan May|Deutschlandradio Kultur

Ein nobles Palais an der Wiener Ringstraße ist die Heimstätte des KAICIID. Die Abkürzung steht für “König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog”. Über dem Eingang wehen die Fahnen von Saudi-Arabien, Spanien, Österreich und des Vatikans. Es handelt sich um die Gründungsstaaten des Zentrums. Sprecher Peter Kaiser nennt als Hauptziel: Respekt zu schaffen zwischen den Religionen und Kulturen durch Dialog. Und er betont die Unabhängigkeit des Zentrums.

“Keine einzige Religion und keine einzige Regierung kann uns sagen, was wir vornehmlich machen sollen. Sie müssen alle im Konsens vorgehen.”

Als aber Anfang dieses Jahres der saudische Blogger Raif Badawi wegen eines Plädoyers für Religionsfreiheit in seiner Heimat zu zehn Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt worden war, blieb das Zentrum stumm. Peter Kaiser begründet dies mit einer grundsätzlichen Entscheidung des neunköpfigen Direktoriums, in dem die fünf großen Weltreligionen – Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus – vertreten sind.

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Studie: Katholiken lehnen Lehre ihrer Kirche zu Sex und Ehe ab

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Deutsche Katholiken lehnen den Umgang ihrer Kirche mit Sexualmoral, der Ehe und der Homosexualität mehrheitlich ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Studenten aus Münster und Berlin, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.


evangelisch.de

Zwei Befragungen des Vatikan vor der Familiensynode im Oktober in Rom waren zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

Die jungen Leute befragten von März 2014 bis zum März dieses Jahres fast 12.500 aktive Katholiken in 24 Ländern per Fragebögen und online, darunter Gläubige in England, Polen, Frankreich, Spanien, Italien, Marokko, Brasilien und in den USA. Aus Deutschland liegen knapp 7.900 ausgefüllte Fragebögen vor.

Priester sollen frei über Zölibat entscheiden können

Die Ergebnisse für Deutschland bestätigen den Trend der Vatikan-Umfragen: 90 Prozent der deutschen Katholiken lehnen es ab, dass Geschiedene von der Kommunion ausgeschlossen werden. Beim Thema Empfängnisverhütung gibt ein Großteil an, sich nicht mehr an der Lehre der Kirche zu orientieren. 80 Prozent sprechen sich für ein Zusammenleben vor der Ehe aus. Gleichzeitig sagen neun von zehn Befragten, dass ihnen eine kirchliche Trauung wichtig ist – und fast alle (95 Prozent) wollen auch ihre Kinder christlich erziehen.

Im Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren wünschen sich 70 Prozent der deutschen Studien-Teilnehmer eine Anerkennung und Segnung dieser Partnerschaften. Dass gleichgeschlechtliche Partner kirchlich heiraten dürfen, wird indes mehrheitlich nicht befürwortet. 85 Prozent der deutschen Gläubigen halten es für besser, Priester frei wählen zu lassen, ob sie im Zölibat leben wollen.

Neuer Anlauf: Test mit gentechnisch veränderten Olivenfliegen in Spanien

Die britische Firma Oxitec hat in Spanien erneut einen Freilandversuch mit gentechnisch veränderten Olivenfliegen beantragt. Ein spezielles Genkonstrukt soll die Vermehrung der Schädlinge unterbinden und so die Population drastisch reduzieren. Dieses Konzept wird bereits bei anderen schädlichen Insekten angewandt, etwa bei der Tickermücke, welche die Erreger des Dengue-Fiebers überträgt. Wenn die spanischen Behörden den Antrag genehmigen, wäre es der erste Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Tieren in Europa. – Die Fliege führt derzeit zu erheblichen Ertragsverlusten im Olivenanbau und wird intensiv mit Insektiziden bekämpft.


transGen.de

Die Olivenfliege ist der am meisten gefürchtete Schädling im Olivenanbau. Sie legt ihre Eier in die reifenden Früchte. Die Maden fressen das Fruchtfleisch der Oliven. Lorraine Graney, Bartlett Tree Experts, Bugwood.org

Im Olivenanbau in den Mittelmeerländern müssen regelmäßig große Mengen InsektizideInsektizide gesprüht werden, hauptsächlich zur Bekämpfung der Olivenfliege. Diese Fliege legt ihre Eier auf oder in den Oliven ab und die Larven ernähren sich von dem Fruchtfleisch. Dadurch werden erhebliche Ertragsausfälle verursacht.

Eine Alternative zum teilweise massiven Insektizideinsatz wurde von der britischen Firma Oxitec entwickelt. Sie hat männliche Olivenfliegen gentechnisch so verändert, dass sie ein Gen tragen, das bei weiblichen Fliegen zum Tod führt. Es ist mit einer DNADNA-Sequenz gekoppelt, die bewirkt, dass es nur in weiblichen Organismen abgelesen wird. Dort sorgt es dafür, dass sich ein bestimmtes ProteinProtein im Körper ansammelt, das in zu hohen Mengen tödlich wirkt.

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Mit Vollgas zum spanischen Atomlager

Über alle Zweifel hinweg versucht Spanien nun sein Atommülllager vor den Wahlen im Herbst als Faktum zu etablieren


Von Ralf Streck|TELEPOLIS

Themenbild. Bild: brightsblog
Themenbild. Bild: brightsblog

Die aufgekeimten Hoffnungen von Umweltschützern, dass das geplante zentrale atomare Zwischenlager (ATC) in Spanien nicht weiter vorangetrieben wird, sollen einen Dämpfer erhalten. Die gut informierte Zeitung El País schreibt am Freitag, dass die Atomsicherheitsbehörde CSN in der nächsten oder übernächsten Woche auf Druck der konservativen Regierung den Weg für eine Vorabgenehmigung freimachen werde, um die Arbeiten in der Nähe des Dorfs Villar de Cañas im zentralspanischen Kastilien-La Mancha weiterführen zu können.

Das Plazet des atomfreundlichen CSN ist nötig, damit die konservative Regierung die Umweltverträglichkeitserklärung abgeben kann. Zudem, so hebt auch die Zeitung hervor, ist es ein politisch besetztes Gremium, das entscheiden wird. Dort geben die Vertreter der regierenden Volkspartei (PP) den Ton an. Und die will, ähnlich wie die französischen Sozialisten im lothringischen Bure, nun offenbar Fakten schaffen.

Dabei war es genau die PP-Zentralregierung, die im Frühjahr noch verhinderte, dass die nächste Baustufe angegangen werden kann. Das Industrieministerium begründete das mit “gesundem Menschenverstand”. Es sollte nicht weiter viel Geld unsinnig verbaut werden, weil die Eignung des Standorts in Frage steht, wo oberirdisch etwa 6.700 Tonnen hoch radioaktiver Müll für 60 Jahre sicher gelagert werden sollen.

Das führte zum Rücktritt des Enresa-Präsidenten. Francisco Gil-Ortega wollte die Arbeiten für die nächste Baustufe für insgesamt 260 Millionen Euro zuweisen. Der Chef des Nationalen Unternehmens für Radioaktive Abfälle (Enresa) trat wegen des damaligen Widerstands aus Madrid zurück.

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Nigerias Apostel: Über die „Kulturelle Fäulnis homosexueller Subkultur“ des Westens

Am vergangenen 8. Juli verabschiedete die Nigerianische Bischofskonferenz unter der Leitung von Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama von Jos eine Erklärung, die eine scharfe Anklage gegen den „kulturellen Imperialismus“ des Westens ist. Konkret verurteilen die nigerianischen Bischöfe die Versuche westlicher Regierungen und internationaler Institutionen den afrikanischen Staaten die Homo-Agenda aufzuzwingen.


Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Ignatius Kaigama (Jos/Nigeria). Bild: missio-hilft.de

Die Bischöfe warnen vor den wachsenden Gefahren des „homosexualistischen Irrweges“ des Westens. Die Erklärung trägt den Titel: „Unser Standpunkt zu Ehe, Familie und menschliche Gesellschaft“.

Darin bekräftigen die Bischöfe Nigerias, ohne drum herum zu reden, die Position der katholischen Kirche zu Ehe und Familie. „Das jüngste Anwachsen des LGBT-Aktivismus, der Volksentscheid in der Republik Irland und die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA wird zu einer beachtlichen und schnellen Veränderung der öffentlichen Meinung bezüglich der Natur und der Bedeutung der Ehe und der Familie beitragen. Das hat in vielen Ländern zu mächtigen Weichenstellungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung geführt, die darauf abzielen, die Ehe neu zu definieren, um die ‚Homo-Ehe‘ einzuführen. Wir bekräftigen, daß es sich dabei um eine traurige, ungerechte und tadelnswerte Entwicklung handelt, die großteils auf einem verzerrten Verständnis des Naturrechts, des Willens Gottes und der menschlichen Natur beruht.“

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Deutschland: Augen zu vor Menschenrechtsverletzungen

Themenbild. Screenshot: bb
Themenbild. Screenshot: bb
Die Bundesregierung beteuert stets, Menschenrechte seien zentral für ihre Außenpolitik, dabei wird auch Folter von Verbündeten gedeckt oder unterstützt


Von Ralf Streck|TELEPOLIS

Stets wird am heutigen 26. Juni der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer begangen, der 1997 von der Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen wurde. Und auch die Bundesregierung behauptet stets, ihre Außenpolitik sei auf die Achtung der Menschenrechte ausgerichtet. Wenig ist davon aber im Verhältnis zu Verbündeten zu spüren, wie auch die Veröffentlichung des CIA-Folterreports schon gezeigt hat (Die Königin der Folter). Aber das gilt auch für massive Menschenrechtsverletzungen durch Marokko in der illegal besetzten Westsahara, wie eine Anfrage an die Bundesregierung gerade gezeigt hat.

Noch klarer wird es, wenn es sich um einen EU-Mitgliedsstaat wie Spanien handelt, das gerade erneut von den Vereinten Nationen (UN) gerügt wurde, weil nichts gegen Folter unternommen wird. Die trifft sogar Journalisten, wie auch der Straßburger Menschenrechtsgerichthof schon festgestellt hat.

Die Menschenrechte werden gerne und immer wieder beschworen und das Folterverbot gehört eigentlich zum Kernbestand der Menschenrechte. Und dennoch wird überall auf der Welt gefoltert oder Menschen an Folterländer abgeschoben oder ausgeliefert. Das hat gerade auch der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Richter am Bundesgerichtshof Wolfgang Neškovićs herausgearbeitet, der den CIA-Report in Deutschland herausgegeben hat.

Er weist auch darauf hin, dass die Menschenrechte im Fall von Russland oder anderen Ländern angeklagt werden, während bei Verbündeten die Augen vor deren Verbrechen verschlossen bleiben (Folter und die Herrschaft des Rechts, Von der VIP-Limousine in den Gefangenentransporter).

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Umwelthormone selbst im Hochgebirge

Bersee in den Pyrenäen – selbst in diesen entlegenen Gewässern sind die Fische kontaminiert © Babylas / CC-by-sa 3.0
Antibabypille für Fische: Sogar entlegene Bergseen Europas sind schon mit hormonähnlich wirkenden Chemikalien belastet. Die dort lebenden Fische weisen erhöhte Werte von organischen Chlorverbindungen und Pestiziden auf, wie Forscher festgestellt haben. Als Folge sind die männlichen Fische bereits verweiblicht. Angesichts der nachgewiesenen Effekte solcher Chemikalien auch auf den Menschen sei dies eine ernste Warnung, so die Forscher im Fachmagazin “Scientific Reports”.

scinexx

Über Emissionen, Abwässer, Pestizide oder Kunststoffzusätze gelangen immer mehr hormonähnlich wirkende Chemikalien in unsere Umwelt. Sogar in Babybeißringen oder Mineralwasser wurden solche endokrinen Disruptoren schon nachgewiesen. Das Problem dabei: Diese langlebigen und schwer abbaubaren Umweltchemikalien wirken wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Reichern sie sich im Körper an, verweiblichen männliche Tiere und werden unfruchtbar, viele dieser Substanzen können zudem Krebs auslösen.

Kontaminierte Bergseen

Sergio Jarque vom Institut für Umwelt- und Wasserforschung in Barcelona und seine Kollegen haben nun untersucht, wie stark inzwischen entlegene Gewässer Europas mit diesen Umwelthormonen belastet sind – und welche Folgen dies für die dort lebenden Fische hat. Dafür nahmen die Forscher Fischpopulationen in neun Hochgebirgs-Seen in Spanien, Polen und der Slowakei unter die Lupe. Diese Seen liegen zwischen 1.395 und 2.688 Meter hoch und sind meist weit entfernt von Städten, Äckern und andern Emissionsquellen.

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Julia Klöckner: „Burka hat nichts mit kultureller Vielfalt zu tun“

Weinkönigin, Religionslehrerin, Journalistin – Julia Klöckner hat viel erlebt, bevor sie von 2002 bis 2011 für die CDU im Bundestg saß. Heute ist sie Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag von Rheinland-Pfalz Foto: Stefan Thomas Kroeger
Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner bekräftigt im pro-Gespräch ihre Kritik an der Vollverschleierung von Frauen – und stellt sich der Frage, ob sie wirklich nicht Bundeskanzlerin werden will.


pro Medienmagazin

pro: Zuletzt waren Sie mit der Forderung eines Burka-Verbots in den Schlagzeilen. Kaum eine Frau in Deutschland trägt Burka – war es nötig, das Thema aufzugreifen?

Julia Klöckner: Es geht nicht nur um die Burka, sondern auch um die in Deutschland häufiger zu sehende Niqab, es geht um die Vollverschleierung von Frauen. Es hat nichts mit einer offenen, freien Gesellschaft zu tun, wenn sich Frauen aufgrund ihres Geschlechts verhüllen müssen, weil einige fundamentalistische Männer das wollen. Und das nur aus dem Grund, weil sie als Frauen geboren wurden. Das hat nichts mit Gleichberechtigung, auch nichts mit kultureller Vielfalt zu tun, denn die Männer verhüllen sich ja auch nicht. Wenn aber ein Mann den Anblick einer Frau in der Öffentlichkeit nicht ertragen kann, dann ist das nicht das Problem der Frau, sondern des betreffenden Mannes. In Frankreich und in Spanien ist die Vollverschleierung verboten. Und es hat nichts mit der Quantität der Trägerinnen zu tun, wie viele es von ihnen in unserem Land gibt, sondern mit der Qualität des Frauenbildes. Wer für Frauenquote, gleiche Bezahlung von Männern und Frauen kämpft, der kann Vollverschleierung nicht gut finden. Im Übrigen will die Umwelt auch umgekehrt jemandem ins Gesicht schauen können, Gestik und Mimik sind wichtig.

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Kirchliche Rechtsberater: Religionsfriede in EU braucht Verträge

Bild: fis-kirchenrecht.de
Bild: fis-kirchenrecht.de
Die Rechtsberater der europäischen Bischofskonferenzen haben bei ihrer vorwöchigen Jahreskonferenz die Notwendigkeit der Begleitung des Grundrechts der Meinungs- und Pressefreiheit durch eine “ausgewogene, vernünftige Balance” zwischen staatlichen Grundrechten und Rechten der Religionsgemeinschaft betont.


kathweb

Sie folgten damit der Sicht der Vizepräsidentin des italienischen Verfassungsgerichtshofs, Marta Cartabia, die sich bei der Tagung für bilaterale Verträge mit den Religionsgemeinschaften aussprach. Staaten mit entsprechenden Verträgen seien in Konflikten besser gefahren, betonte sie. Damit werde gesellschaftlicher Pluralismus gewahrt, ohne Aufhebung der Unterschiede und Vereinheitlichung.

Hintergrund der vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) veranstalteten Tagung in Pressburg (Bratislava) waren die Anschläge auf Karikaturisten in Paris und Kopenhagen. Weitere Diskussionsthemen waren das Recht auf Gewissenvorbehalt, die Definition von “Eheschließung” vor dem Hintergrund der Öffnung der Ehe für Homosexuelle in Slowenien, die Sicht von Papst Franziskus zu Europa sowie die Lage in der Ukraine.

Zum Thema “Gewissensvorbehalt” hielten die Teilnehmer in der Abschlusserklärung fest, es gebe in den EU-Staaten einen auffälligen Gegensatz zwischen dem Trend zur Stärkung individueller Rechte im Bereich auf Lebensanfang und Lebensende und der Schwächung des Grundrechts auf Gewissensfreiheit in ethischen Fragen, vor allem in der Medizin und dem Bildungswesen. “Die Gewissensfreiheit, ein Grundrecht, das zu den Grundlagen der Demokratie und des Rechtsstaats der europäischen Länder gehört, wird vor allem im Bereich der Medizin und der Bildung immer mehr in Frage gestellt”, so der CCEE. Der Gewissensvorbehalt sei “gegen niemanden gerichtet” und habe “nicht das Ziel einer Aushöhlung des Rechtssystems, sondern den eines Dienstes am Gemeinwohl”.

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Laizismus: Religion von Japan bis zum Libanon

napoleon_religionIn Deutschland haben die Kirchen immer noch großen Einfluss. Wie sieht es in anderen Ländern mit dem Verhältnis von Staat und Religion aus?


ZEIT ONLINE

Ich lebe seit vielen Jahren in Italien. Die Katholische Kirche mischt sich hier indirekt noch immer stark in politische Belange ein. Viele Abgeordnete definieren sich explizit als katholisch, weshalb sich zum Beispiel noch keine parlamentarischen Mehrheiten für eingetragene Lebensgemeinschaften oder Homo-Ehen gefunden haben, auch wenn die Bevölkerung mehrheitlich dafür ist. Dabei ist es außer in Einzelfällen nicht einmal so, dass die Kirche eine klare Abstimmungsempfehlung abgäbe, aber die Abgeordneten wissen eben, dass bestimmte Vorschläge von der Kirche nicht gutgeheißen werden, und stimmen folglich dagegen. Aber nicht nur auf der Ebene der Gesetzgebung kann einem der Katholizismus das Leben schwer machen. In einigen Regionen ist es zum Beispiel ein großes Problem, dass viele Frauenärzte aus Gewissensgründen keine Abtreibungen vornehmen und auch die Pille nicht verschreiben. Da wird das gesetzlich verbriefte Recht auf Abtreibung in einigen Fällen de facto außer Kraft gesetzt, weil die Verweigerer nahezu 100 Prozent der Ärzte stellen. Oder man findet zwar einen Arzt, der die Abtreibung vornimmt, aber keine Krankenschwester, die in den Stunden danach dazu bereit ist, mal nach dem Rechten zu gucken.
Gesine Althaus 

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Einwanderung in Deutschland: Die Evangelisierung!

Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
Noch nie kamen so viele Einwanderer nach Deutschland wie heute. Die meisten von ihnen stammen aus christlich geprägten Ländern.


Von Ralph Bollmann|Frankfurter Allgemeine

An diesem Montag wollen sie in Dresden wieder demonstrieren, gegen eine „Islamisierung des Abendlands“. Dass ausgerechnet in der sächsischen Hauptstadt kaum Muslime leben, wurde gegen das Unterfangen schon oft eingewandt. Was bislang jedoch unterging: Die Einwanderung nach Deutschland insgesamt ist seit einigen Jahren so christlich-abendländisch geprägt wie seit langen Zeiten nicht mehr – von einer „Islamisierung“ kann mit Blick auf die Zahlen keine Rede sein.

Zuletzt feierte sich Deutschland als das zweitbeliebteste Einwanderungsland der Welt, nach den Vereinigten Staaten. Dabei ist die Bundesrepublik keineswegs bei Einwanderern aus aller Welt populär, sondern vor allem bei anderen Europäern. Aus katholisch geprägten Ländern wie Polen, Italien oder Spanien kommen die Leute ins Land, ebenso aus Regionen mit orthodoxer Tradition wie Rumänien, Bulgarien oder Griechenland. Die Türken, größte Bevölkerungsgruppe mit muslimischem Hintergrund, wandern eher ab.

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Alexander Grothendieck: Von einem der größten Mathematiker zum Esoteriker

Bild: youtube

Wer pittoreske Anekdoten liebt, ist wohl beraten, sich mit der Geschichte der Mathematik zu beschäftigen. Da wäre Pierre Fermat, der die Jagd auf das berühmteste Problem der Zahlentheorie eröffnete, indem er an den Rand eines Buches kritzelte, dass er einen Beweis habe, aber leider reiche der Platz nicht, ihn hier niederzuschreiben (der Beweis konnte bekanntlich erst rund 350 Jahre später geliefert werden); da wäre Évariste Galois, der mit zwanzig Jahren am frühen Morgen des 31. Mai 1832 bei einem Duell starb, nachdem er die Nacht damit zugebracht hatte, fieberhaft unter anderem seine mathematischen Ideen niederzuschreiben (seine Galois-Theorie erlaubte endlich den Beweis, dass die Winkeldrittelung und die Würfelverdopplung mit Lineal und Zirkel nicht durchführbar sind). Da wäre Grigori Perelman, der die Poincaré-Vermutung bewies, aber weder das Preisgeld in Höhe von einer Million Dollar haben wollte noch die Fields-Medaille (das Nobelpreis-Äquivalent der Mathematiker). Aber kein Mathematiker hinterließ einen reicheren Schatz an Anekdoten, als der am 13. November verstorbene Alexander Grothendieck.

Von Peter Riedlberger|TELEPOLIS

Nicht nur das Leben, sondern bereits Herkunft und Kindheit von Grothendieck waren von Gegensätzen geprägt. Sein Vater Alexander Schapiro stammte aus ultraorthodox-jüdischer Familie, wurde Anarchist, verbrachte mehr als zwölf Jahre in zaristischen Kerkern, verlor dabei einen Arm und floh schließlich nach Berlin, wo er Johanna Grothendieck kennenlernte und seinen Sohn Alexander zeugte, den späteren Mathematiker. Der Vater und die Mutter gingen nach der Machtergreifung erst nach Frankreich, dann ins republikanische Spanien. Nach Francos Sieg kehrten sie nach Frankreich zurück. Von dort aus wurde Alexander Schapiro 1942 nach Auschwitz verschleppt, wo man ihn ermordete.

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“Islamischer Staat”: Das Kalifat als Köder

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com
Die allermeisten Muslime verurteilen die brutalen Methoden des “Islamischen Staates”. Doch dessen selbsternannter Kalif bietet Kämpfern aus Europa sowie immer mehr Rebellen in Syrien eine handfeste Vision und eine imaginierte muslimische Identität – die beide auf frühmittelalterlichen Ideen basieren.

Von Tomas AvenariusSüddeutsche.de

Der Prophet war keine hundert Jahre tot, da beherrschten seine Gefolgsleute ein Weltreich. Der Kalif regierte ein Gebiet, das von der arabischen Halbinsel über die Levante und Nordafrika bis nach Spanien reichte, im Osten beherrschten die Muslime Zentralasien und Teile des indischen Subkontinents. Weshalb das Bagdader Abbasiden-Kalifat bis heute Inbegriff ist des politischen, militärischen, wissenschaftlichen und kulturellen Führungsanspruchs des Islam und der Araber als seinem Trägervolk. Ein Imperium ohne Kaiser, geführt von einem rechtsgläubigen, vom Volk akzeptierten Regenten: das Kalifat als Synonym für die goldene Zeit einer Weltreligion.

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„Zeichen, daß Kirche ein Irrenhaus ist“ – Medien der Bischofskonferenz

Bild: wikimedia.org
Bild: wikimedia.org
Was nützen Medien, die sich katholisch nennen und im Besitz der Bischöfe sind, aber nicht katholisch sind? Die Frage betrifft nicht nur Spaniens Bischöfe. Diese verfügen über ein beachtliches Mediennetz. Die Bischofskonferenz hält seit vergangenem April 60 Prozent der Fernsehsenderkette 13tv, die Spanien und Andorra terrestrisch, im Kabelnetz und im Internet beliefern.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Zuvor waren es bereits 51 Prozent gewesen. Der Rest gehört lokalen und regionalen katholischen Fernsehsendern. Mit 50 Prozent ist die Bischofskonferenz zudem Mehrheitseigentümer der Radiosenderkette COPE mit vier eigenen Hörfunksendern, die in Spanien, Andorra, Frankreich und Portugal senden. 20 Prozent gehören den spanischen Diözesen, der Rest einigen Ordensgemeinschaften wie den Jesuiten und den Dominikanern. Die COPE-Gruppe verbreitet ihre Programme über Mittelwelle, UKW, Digital, Satellit, Kabel und Internet.

Offizielle Katholische Medien ein „Zeichen, daß Kirche ein Irrenhaus ist“?

Der Fernsehsender 13tv und vor allem das Jugendradio Megastar FM fielen in jüngerer Zeit mehrfach durch antikatholische Sendeinhalte auf. „Ein Zeichen, daß die Kirche ein Irrenhaus ist“, schrieb dazu der bekannte katholische Blogger von La Gaceta, Francisco de la Cigoña. Probleme haben die Sender nicht nur mit den nicht verhandelbaren Werten, die Papst Benedikt XVI. einforderte, wie de la Cigoña anmerkt. Die Medien der Bischofskonferenz würden in Glaubensfragen ein „Anti-Zeugnis“ geben und seien ein „Grund zur Schande“ schrieb vor kurzem Religion Digital. Die Pluralität der Meinungen sei verwirrend. Sie lasse kein klares katholisches Profil erkennen. Das Land brauche jedoch keinen zusätzlichen „neutralen Allerweltssender“. Davon gebe es bereits genug.

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de omnibus dubitandum

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