Fonds für »Märtyrer«

Europäische Steuergelder für den Terror? Diese Frage ist so alt wie die Palästinensische Autonomiebehörde selbst, deren Haushalt weitestgehend durch Hilfsleistungen der internationalen Gemeinschaft finanziert wird – auch aus Deutschland.

Von Paul Bentin | Jüdische Allgemeine

Neu dagegen ist das Eingeständnis der Bundesregierung, dass ein Teil dieser Gelder, die eigentlich für den Aufbau von Schulen, Krankenhäusern und einer zivilen Infrastruktur gedacht sind – Berlin zählt mit jährlich über 160 Millionen Euro immerhin zu den größten Geberländern –, zweckentfremdet wird und in einen Fonds für sogenannte Märtyrer fließt. Das jedenfalls brachte eine Anfrage des grünen Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe, Volker Beck, zutage.

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Käßmann-Bullshistic: EU sollte in Konflikten auf religiöse Vermittler setzen

Bild: wikipedia
Die Europäische Union sollte nach Ansicht der Reformationsbotschafterin Margot Käßmann stärker auf Kirchen und Religionen als Akteure der Friedenspolitik setzen.

evangelisch.de

„Religiös motivierte Akteure tragen zur Verminderung von Gewalt in politischen Konflikten bei“, sagte die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstagabend in Brüssel. Dazu gebe es zahlreiche Fallbeispiele. Auch die europäische Außenpolitik sollte das Potenzial der Religionen bewusster ausschöpfen, sagte Käßmann.

Käßmann war im Rahmen des 500. Reformationsjubiläums in die Europa-Hauptstadt gekommen. Auf einer Diskussionsveranstaltung der EKD und des Auswärtigen Amtes sprach sie zum Thema „Reformation und Toleranz“. In zahlreichen Konflikten hätten religiös motivierte Akteure erfolgreich als Vermittler gewirkt, sagte Käßmann unter Verweis auf eine Studie des Politologen Markus Weingardt. Die buddhistischen Mönche in Kambodscha seien ebenso zu nennen wie der katholische Bischof Belo in Osttimor. „Was wissen wir eigentlich über die Vermittlungsbemühungen in Sambia oder Nicaragua, Sri Lanka oder Kongo?“

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