Die islamische Welt gegen den Fortschritt

Bild. RDF
Die allergrößte Mehrheit der islamischen Strömungen führt zu einer Stagnation der islamischen Gesellschaften.

Von Felix Kruppa | Richard-Dawkins-Foundation

Der ganzen Welt geht es seit vier Jahrzehnten immer besser. Nie lebten die Menschen gesünder, länger, gebildeter und toleranter als heute. Vor 40 Jahren lebte noch die Hälfte aller Menschen in extremer Armut, heute ist es nur noch ein Zehntel aller Erdbewohner. Dieser Fortschritt fällt in islamischen Ländern weitaus geringer aus. Neben dem Westen ist vor allem der politische Islam als Ursache für das Leid der islamischen Welt zu nennen.

1. Bildung

Bildung im Vergleich zu anderen Religionen

Die Bildung von Muslimen ist im weltweiten Vergleich zu anderen Religionsangehörigen und Konfessionslosen besonders schlecht.[1] Im Durchschnitt waren Muslime weltweit 5,6 Jahre lang in der Schule. Zum Vergleich: Christen besuchten die Schule im Durchschnitt 9,3 Jahre lang, Konfessionslose 8,8 Jahre und Juden sogar 13,4 Jahre.

Sonderfall Afrika

Besonders erschreckend ist der Bildungsmangel bei Muslimen in Afrika südlich der Sahara. Dort haben Muslime, im Vergleich mit Christen, mehr als doppelt so häufig überhaupt keine formale Schulbildung (65% zu 30%).[2] Während Christen im Schnitt 6 Jahre in der Schule waren, ist der Unterschied zu Muslimen (2,6 Jahre) hier besonders auffällig. Diese großen Unterschiede sind selbst innerhalb einzelner Länder zu verzeichnen (z.B. in Nigeria, Kenia, der Elfenbeinküste oder Kamerun).

Gender Equality Gap

Muslimische Frauen besuchen die Schule im Schnitt 1,5 Jahre kürzer als muslimische Männer, bei Christen beträgt diese Geschlechterdifferenz nur 0,4 Jahre, bei Hinduisten allerdings sogar 2,7 Jahre.[3]
Laut UNICEF sind von den 24 Nationen, in denen weniger als 60% der Mädchen die Grundschule besuchen, 17 islamisch. Die Alphabetisierungsraten zwischen den Geschlechtern sind nirgendwo unterschiedlicher und auch generell in der islamischen Welt überdurchschnittlich schlecht. In Afghanistan beispielsweise waren 2011 nur 32% der Bevölkerung alphabetisiert (45 % der Männer und 18% der Frauen).[4]
Eine Studie des Weltwirtschaftsforums untersuchte diesen Bildungsunterschied zwischen Männern und Frauen 2012 in 135 Ländern. Von den 18 Ländern, die hier am schlechtesten abschneiden, sind 17 Mitglied der Organisation für Islamische Zusammenarbeit: (Algerien, Jordanien, Libanon, Nepal, Türkei, Oman, Ägypten, Iran, Mali, Marokko, Elfenbeinküste, Saudi Arabien, Syrien, Tschad, Pakistan, Jemen).[5] Nirgendwo sonst sind Frauen gemäß dieser Studie folglich weniger gebildet als Männer.

Bücher und Buchdruck in der islamischen Welt

Während der Buchdruck in der (damals) christlichen Welt im 15. Jahrhundert eine geistige Revolution auslöste, liefen die Druckpressen in der islamischen Welt erst 300 Jahre später. Bis dato hatten sich die Rechtsgelehrten gegen das Teufelswerk gewehrt, weil sie die Bildung der Massen als gefährlich für die damalige Gesellschaftsordnung ansahen. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Die repressive Sakralität verhindert jene Literalität, die den Westen in die Moderne geführt hat. Es gibt kaum Buchimporte aus anderen nicht-islamischen Ländern. In der marokkanischen Nationalbibliografie wurden zwischen 2007 und 2009 nur 172 neue Buchtitel angezeigt. In fast allen islamischen Ländern weichen die Kinos und Buchhandlungen zunehmend den Minaretten. Kritische Stimmen und nicht koran- und systemkonforme Akademiker werden zum Schweigen gebracht oder getötet.

Mangelnde Bildung gilt als eines der größten Hindernisse gesellschaftlicher Entwicklung.

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Klimawandel bedroht US-Wälder

Wegen Dürre abgestorbene Bäume in einem Waldgebiet in Kalifornien. © Ian McCullough/ University of California Santa Barbara
Klimawandel konkret: Wälder in allen Gebieten der USA zeigen schon messbare Folgen der Erwärmung, wie Klimaforscher berichten. Die Zahl toter Bäume nimmt zu und das Wachstum stagniert. Im Westen sterben teilweise schon ganze Bestände geschlossen ab. Sie sehen dies als Indiz dafür, dass sich die Wälder nicht schnell genug an die klimabedingten Veränderungen anpassen können.

scinexx

Das der Klimawandel gerade an den Wäldern nicht spurlos vorbeigeht, weiß man schon seit längerem. So zeigen Studien, dass vor allem alte Baumriesen am meisten unter der Trockenheit leiden. Zudem hat sich in vielen Regionen, darunter dem Westen der USA, aber auch im Mittelmeerraum, die Waldbrandsaison verlängert und es brennt häufiger.

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Christa Nickels: „Die Kirche riskiert ihre Existenz“

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Reformstau, starre Hierarchien, selbstbezogene Eliten: Nicht Veränderung, sondern die Angst davor scheint das Leitmotiv bei den Verantwortlichen in der katholischen Kirche zu sein. Das muss sich dringend ändern, fordert die Grünen-Politikerin Christa Nickels.

Von Christa NickelsDeutschlandradio Kultur

Der zweite große Skandal in nur drei Jahren, erneut ausgelöst von den eigenen Oberhirten, überrollt die katholische Kirche in Deutschland. Erinnern wir uns: 2010 – ausgerechnet im von Rom ausgerufenen Jahr des Priesters – platzte mit Wucht die Nachricht in die Gesellschaft, dass sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen Jahrzehnte lang durch kirchenleitende Hirten vertuscht worden war. Erst der Mut des Jesuitenpaters Klaus Mertes brachte die katholische Kirche in Zugzwang, ihre verdrängten Abgründe auszuloten.

Nun – im Herbst 2013 – der nächste Tiefschlag: Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst verheddert sich im Gestrüpp von Eitelkeit, Ausflüchten und Selbstherrlichkeit. Auch dieses Mal musste die katholische Kirchenleitung erst zu Einsicht und Handlungsbereitschaft gezwungen werden – durch unverdrossen aufklärende Journalisten und eine breite öffentliche Empörung.

Die Hirten sollten wieder den Geruch ihrer Schafe annehmen, mahnt Papst Franziskus. Aber das Bild von den Gläubigen als Schafen und den Bischöfen als deren Hirten ist überholt und seit langem diskreditiert, und zwar durch die Hirten selbst.

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Lammert: Bischöfen fehlt der Mut

Norbert Lammert, Bild: wikipedia

Bundestagspräsident Norbert Lammert ist Katholik. Mit seiner Kirche aber geht er hart ins Gericht. Auf dem Katholikentag in Mannheim fand er deutliche Worte.

Deutsche Welle

Zurzeit herrsche in der katholischen Kirche Stagnation statt Aufbruch und das Festhalten an Lehrsätzen habe Vorrang vor der Seelsorge, beklagte der CDU-Bundestagspräsident.

„… geben ihre Einsichten an der Pforte ab

Die Bischöfe setzten sich zu wenig für die Belange der deutschen Katholiken ein. Es gebe etliche Streitfragen, „in denen die Bischöfe regelmäßig ihre eigenen Einsichten an der Klosterpforte des Vatikans abgegeben haben. Ich vermisse bei ihnen den Mut, den sie von Laien in ähnlichen Fällen wöchentlich einfordern“ – so Lammert wörtlich.

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