Atom-Frankreich hängt am europäischen Strom-Tropf

AKW Fessenheit. Bild: Florival fr/CC BY-SA-3.0
AKW Fessenheit. Bild: Florival fr/CC BY-SA-3.0
Da es wieder einmal kalt ist, wird ein Blackout durch massive Zukäufe im Ausland verhindert, trotz allem frieren viele Franzosen längst bitter

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

Wenn es kalt ist, dann wird es im Atomstromland Frankreich meist eng bei der Stromversorgung und im Februar 2012 wurde sogar schon der Blackout erwartet und mit Notmaßnahmen reagiert. Die Lage hat sich für Frankreich aber etwas verbessert, obwohl im Land etliche Atommeiler wegen der „Unregelmäßigkeiten“ abgeschaltet waren oder sind, da Sicherheitszertifikate gefälscht wurden. Deshalb wurde längst darüber spekuliert, dass es bei einer Kältewelle zu einem Blackout kommen könnte.

Angesichts der fatalen Lage, wurde sogar zum Jahresende wieder ein Block des ältesten Kraftwerks in Fessenheim am Oberrhein in Betrieb genommen, der eigentlich ohnehin längst definitiv abgeschaltet sein sollte. Das hatte der sozialdemokratische Präsident Hollande im Wahlkampf versprochen. Und das Versprechen hat er noch einmal bekräftigt, nachdem im vergangenen Frühjahr bekannt geworden war, dass das Atomkraftwerk sogar schon einmal kurzzeitig außer Kontrolle war.

Doch da das Land, in dem Millionen in schlecht gedämmten Wohnungen und Häusern mit angeblich billigem Atomstrom heizen, der sogar illegal unter Gestehungspreis verkauft wurde, musste nun ein Meiler im Erdbebengebiet am Oberrhein angesichts der Stromknappheit zum Jahreswechsel wieder in Betrieb genommen werden, auch wenn die Sicherheitsbedenken sehr hoch sind. Ähnliches gilt für einen Meiler im ebenfalls grenznahen Cattenom, der an Weihnachten wieder ans Netz ging.

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Wenn der Kernreaktor e-Mails liest

Bild: wikimedia.org

Das Netz ist voller Verschwörungstheorien. Chemtrails, HAARP, Illuminaten, Kennedy-Attentat, Mondlandung, 9/11 und viele andere mehr. Ganz gefährlich wird es, wenn Kernreaktoren anfangen e-Mails zu lesen und dann per Befehl unkontrolliert explodieren. Das ist dann Hacker-Terrorismus. Der bedroht uns alle.

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DpolG) Rainer Wendt ist ein Super-Schwergewicht in Sachen Internet, bei der Polizei. Auf dem Europäischen Polizeikongresses zur Cyber-Kriminalität forderte der Stratege Tausende neue Internetspezialisten für die Polizei und warnt uns alle schon fast hysterisch:

Rainer Wendt:

„Der nächste 11.-September-Anschlag kommt per E-Mail. Deshalb brauchen wir schnellstens mindestens 2000 Cyber-Cops.“

Da bekommt der Bürger doch sofort eine bildliche Vorstellung davon, wie die Datenpakete in die öffentliche Infrastruktur einschlagen und verheerende Schäden anrichten. Al-Quaida könnte sich quasi auf den Mail-Servern der großen Provider einnisten und verstecken, öffnet dann der Schichtleiter am Kernreaktor die Mail, springt ein ganzes Selbstmordkommando in den Kontrollraum und Bumms, aus die Maus.
Jetzt braucht der Herr Gewerschaftsfunktionär mal ganz schnell 2000 Cyber-Cops, hoffentlich können die Lesen und öffnen verdächtige Mails, aus dem arabischen Raum, nur in der Sandbox, unbestätigten Gerüchten soll der Sand der Box Waffenwirkungen erheblich einschränken, quasi wie Sandsäcke, die vor feindlichem Beschuss schützen sollen. Blöd nur, wenn die Hacker-Terroristen in ihrer IT-Infrastruktur Proxies eingebaut haben und so die Herkunft des Terror-Pakets verschleiern.

In der Osnabrücker Zeitung bringt Gewerkschafsboss Wendt die Sache auf den Punkt:

Rainer Wendt

„Dass Hacker-Terroristen ein AKW zur Explosion bringen, die Stromversorgung unserer Städte kappen oder Klärwerke stoppen, um die Bevölkerung zu vergiften, sind reale Bedrohungsszenarien.“

Wenn die Terroristen unsere Klärwerke angreifen, dann dürfte uns die Scheiße um die Ohren fliegen, dann ist die Kacke richtig am dampfen.

Herr Wendt danke für die Aufklärung, mein Tipp, schalten Sie bitte nie Ihren Computer an, nicht dass die Hacker-Terroristen als Psychatrie-Team zuschlagen.

Nach einem Blog-Post von TELEPOLIS

A.Glück: Katholische Kirche ist nicht auf dem Rückzug

Alois Glück (© dr )

ZdK-Präsident Alois Glück spürt in der katholischen Kirche eine positive Eigendynamik. Im Vergleich zu den Erschütterungen nach dem Missbrauchsskandal gebe es nun eine wesentlich offenere Gesprächskultur.

domradio.de

KNA: Herr Glück, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat mit seiner jüngsten Entscheidung Streiks in kirchlichen Einrichtungen unter bestimmten Bedingungen erlaubt – eine Niederlage für die Kirchen?
Glück: Insgesamt haben die Richter den sogenannten Dritten Weg, also die arbeitsrechtliche Sonderstellung der Kirchen, bestätigt. Gleichzeitig wurde ein Akzent gesetzt im Hinblick auf die Rechte der Mitarbeiter, indem Streiks als letzte Möglichkeit akzeptiert werden. Was das im Einzelnen aber zu bedeuten hat, lässt sich erst nach der Lektüre der schriftlichen Urteilsbegründung sagen.

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