Schlagwort-Archive: Tschechien

Tschechiens Knochen-Kirche

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Zehntausende Menschen schmücken die Wände.


buzz.at

Diese Kirche ist nichts für schwache Nerven: Das Sedletz-Ossarium im Osten von Prag enthält die Überreste von 40.000 bis 70.000 Menschen – viele von ihnen kamen bei den Pestepidemien und den Hussitenkriegen im 15. Jahrhundert zu Tode. Ihre Knochen schmücken jetzt die Wände und Einrichtung des Beinhauses.

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Woelki: Gefeilsche um Flüchtlings-Quoten wie um Schadstoffe

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki wirft den europäischen Staaten eine Flüchtlingspolitik nach dem “Sankt-Florian-Prinzip” vor. “Jeder hält seine Haustür zu und verweist auf den Nachbarn, der doch bitte die Flüchtlinge aufnehmen soll”, sagte der Erzbischof am Sonntag dem Kölner domradio. “Da wird um Quoten und Aufnahme-Kontingente gefeilscht, wie sonst um Abgasmengen oder Schadstoffe.”


kathweb

Länder wie Großbritannien, Irland und Dänemark hätten sich bereits gegen die vereinbarte Aufnahmequote entschieden, kritisierte Woelki. Die Begeisterung in Frankreich, Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und den baltischen Staaten halte sich auch in Grenzen. “Es ärgert mich, dass wir im reichen Haus Europa so klein und armselig denken”, so Woelki. “Es geht doch hier nicht um die Pest, die wir ins Haus holen, sondern um Menschen, die unsere Hilfe brauchen.” Menschen verließen nicht freiwillig ihre Heimat, sondern wegen Krieg, Terror, Not, Elend und Armut.

“Folterwerkzeuge dürfen in der EU noch immer beworben werden”

Elektrische Schlagstöcke. Bild: igfm
Amnesty-Experte Marczynski über Folter in Europa und wie ein bestehendes EU-Handelsverbot mit Folterwerkzeugen umgangen wird


Interview Bianca Blei|derStandard.at

Im Jahr 2006 führte die Europäische Union die weltweit erste Handelsregulierung für Gegenstände ein, die keinen Zweck außer der Hinrichtung, der Folter oder ähnlichen Misshandlungen von Menschen haben. Eine Reihe von Dingen wie elektrische Fußfesseln, elektrische Schlagstöcke und Netzbetten landeten auf der Liste von verbotenen Gütern, die in die EU weder ein- noch ausgeführt werden dürfen.

Ein Bericht von Amnesty International zeigt allerdings, dass europäische Unternehmen immer noch in den Handel mit solchen Gütern involviert sind. Am Donnerstag begann im EU-Parlament eine Debatte über eine Verschärfung der Richtlinie. Amnesty-Experte Marek Marczynski über Schlupflöcher in der aktuellen Bestimmung, wie Firmen die Regulierung umgehen und wo Folter noch immer stattfindet.

STANDARD: Wenn man von Folter spricht, dann ist das etwas sehr Mittelalterliches. Wie gängig sind solche Praktiken in der heutigen Zeit noch?

Marczynski: Klar ist, dass Folter unter internationalem Recht streng verboten ist. Das gilt für alle Staaten dieser Welt. Da gibt es einen sehr hohen gesetzlichen Standard. Realität ist aber, dass laut unserem Bericht aus dem vergangenen Jahr 82 Prozent der Länder weltweit in irgendeiner Weise und in einem gewissen Grad foltern.

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EU-Kommission will Quotensystem zur Verteilung von Flüchtlingen

EuropaIn der Debatte über eine andere Verteilung von Flüchtlingen in der Europäischen Union geht die EU-Kommission auf Konfrontationskurs zu den nationalen Regierungen. “Wir werden ein Quotensystem vorschlagen”, kündigte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch während einer Plenardebatte des Europaparlaments in Straßburg an.


evangelisch.de

Einen entsprechenden Vorschlag werde seine Behörde am 13. Mai vorlegen, sagte Juncker. “Es kann nicht sein, dass wir die betroffenen Länder in dieser Frage alleine lassen.” Nach den derzeitigen EU-Regeln ist grundsätzlich das Ersteinreiseland für die Ankömmlinge zuständig, also in vielen Fällen etwa Italien oder Griechenland. Etliche nördliche Staaten, etwa Großbritannien, Tschechien und die baltischen Länder, lehnen es bisher ab, daran etwas zu ändern. Auf ihrem Krisengipfel zur Flüchtlingspolitik in der vergangenen Woche hatten sich die 28 EU-Regierungen zwar im Grundsatz offen für eine Umverteilung gezeigt. Sie beließen es aber in ihrer Schlusserklärung bei vagen Formulierungen.

Kommt eine tschechische Journalistin nach Dresden …

Allein unter Pegida-Anhängern: Die tschechische Journalistin Andrea Votrubová hat sich Dresden von innen angesehen.© Sebastian Kahnert/DPA
Auf dem Dresdner Messegelände konzentrierte sich am Montagabend die deutsche Wut gegen Ausländer. Obwohl ich Ausländerin bin, fühlte ich mich bei der Pegida-Kundgebung zuweilen fast wie ein Star.


Von Andrea Votrubová|stern.de

Die Deutschen haben den Ruf, ein fleißiges und tolerantes Volk zu sein. Weltweit, auch in meiner Heimat Tschechien. Immer wieder hört man Berichte über eine mächtige Kanzlerin, die mit Putin über die Ukraine oder mit dem unberechenbaren Syriza über das Schicksal Griechenlands verhandelt. Deutschland ist ein mächtiges Land. Auf manchen Ebenen der Gesellschaft sieht es aber ganz anders aus. Das habe ich Montagabend gelernt.

Da durfte das erste Mal eine Pegida-Demonstration miterleben. Der niederländische Islamfeind Geert Wilders sprach, dem, wie schon immer, auch manches Mitglied der rechtsextremen Szene lauschte. Aus Sachsen, aber auch anderswoher. Christian Behr spricht über eine gewisse Art von Tourismus. Er ist der Pfarrer der Dresdner Kreuzkirche, deren Mitarbeiter am Ostermontag von zwei Pegida-Anhängern bedroht. Behr kennt sich besser aus.

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Intoleranz gegenüber christlichen Überzeugungen in Europa wächst

DerverzweifelteJesusDie Intoleranz gegenüber christlichen Überzeugungen in Europa nimmt zu. Das berichtet die Juristin und katholische Theologin Gudrun Kugler (Wien).


kath.net

Die 38-jährige vierfache Mutter arbeitet unter anderem für das „Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen“ (www.IntoleranceAgainstChristians.eu). Wie sie am 26. März vor Teilnehmern des Forums „Christ und Politik“ im thüringischen Bad Blankenburg sagte, hat das Archiv gegenwärtig rund 1.400 individuelle Fälle in Westeuropa dokumentiert, in denen Christen diskriminiert worden seien.

So dürften in Frankreich beispielsweise angehende Mediziner nicht zu Ende studieren, wenn sie sich aus Glaubensgründen weigerten, während des Studiums an einer Abtreibung mitzuwirken. Standesbeamte stünden in der Gefahr, verklagt zu werden, wenn sie aus ihrer christlichen Überzeugung heraus ablehnten, gleichgeschlechtliche Paare zu „verpartnern“. Das komme einer „Art von Berufsverbot“ gleich, so Kugler. Auch Elternrechte würden immer stärker eingeschränkt. So sei in Deutschland, Schweden, Tschechien und Kroatien das Unterrichten der eigenen Kinder zuhause verboten. Damit würden vor allem Christen diskriminiert, weil vor allem sie sich für Hausunterricht entschieden.

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Satzungsänderung: Sudetendeutsche verzichten auf “Rechtsanspruch auf die Heimat”

Fahne der Sudetendeutschen (ohne Wappen). Bild: wikimedia.org/PD
Seit 70 Jahren fordern aus dem heutigen Tschechien vertriebene Deutsche ihre Heimat zurück – bis jetzt: Die Sudetendeutsche Landsmannschaft hat ihre Satzung geändert. Die Regierung in Prag zeigt sich erleichtert.


SpON

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft fordert nicht länger die “Rückgabe” ihrer früheren Heimat. Das hat die Bundesversammlung des Vertriebenenverbandes beschlossen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Demnach zielen die Verbandszwecke nicht mehr darauf, nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmtes Eigentum zurückzuerhalten. Gestrichen ist auch das Ziel, den “Rechtsanspruch auf die Heimat, deren Wiedergewinnung und das damit verbundene Selbstbestimmungsrecht der Volksgruppe durchzusetzen”.

Die sogenannten Sudetendeutschen lebten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in den Randgebieten des heutigen Tschechiens. Bis ins frühe 20. Jahrhundert gehörte das Gebiet zu Österreich-Ungarn und in der Zwischenkriegszeit zur neugegründeten Tschechoslowakei.

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Tschechien: Politiker ruft zum Boykott von Muslimen auf

Parlamentarier Okamura: "Mit Hunden und Schweinen in der Nähe von Moscheen Gassi gehen" Bild: AP/bearb.BB
Parlamentarier Okamura: “Mit Hunden und Schweinen in der Nähe von Moscheen Gassi gehen” Bild: AP/bearb.BB
Zuletzt leugnete er die Existenz eines Konzentrationslagers, nun legt der tschechische Parlamentarier Tomio Okamura nach: Im Netz wettert er gegen Muslime – und verbreitet ganz konkrete Handlungsanweisungen.


SpON

Der tschechisch-japanische Politiker Tomio Okamura hat zur Schikane gegen Muslime in Tschechien aufgerufen. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte er am Wochenende einen ausführlichen Beitrag darüber, wie sowohl die Bürger als auch die Politiker gegen Muslime und den Islam vorgehen sollten.

Man solle “Hunde und Schweine” in der Umgebung von Moscheen Gassi führen, schlägt er in dem sozialen Netzwerk vor. Der Islam sieht Schweine als unrein an und verbietet den Verzehr. Außerdem rief Okamura zu einem Boykott von Geschäften auf, die von Muslimen betrieben werden. “Jeder gekaufte Kebap ist nur ein weiterer Schritt hin zu Burkas”, so Okamura.

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Grundlagen der Zivilgesellschaft finden sich in der Bibel—verdummbibelt

Jerzy Buzek 2011, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/Michael Thaidigsmann
Kirchen können viel zur europäischen Integration beitragen.

idea.de

Die Kirchen können einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Integration leisten. Diese Überzeugung äußerte der ehemalige Ministerpräsident Polens, Prof.Jerzy Buzek, am 5. Juli in Breslau (Wroclaw). Er sprach dort bei den 9. Christlichen Begegnungstagen. Zu dem Treffen unter dem Motto „Frei sein in Christus“ haben sich vom 4. bis 6. Juli rund 4.000 Christen aus zahlreichen europäischen Ländern in der früheren Hauptstadt Schlesiens versammelt. Nach Buzeks Worten ist die Idee der Gemeinschaft von Anfang an im Christentum verwurzelt. Die Reformation vor knapp 500 Jahren habe dann entscheidende Grundlagen für die heutige Zivilgesellschaft gelegt, indem sie die Verantwortung des einzelnen Menschen vor Gott und seinem Nächsten herausgestellt habe, sagte der Protestant, der von 2009 bis 2012 auch Präsident des Europäischen Parlaments war. Selbst zu Zeiten der kommunistischen Diktatur in den Ländern Mittel- und Osteuropas habe die Zivilgesellschaft innerhalb der Kirchen weiter funktioniert.

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Vegane Kondome und Peitschen aus Fahrradschläuchen

In allen Farben und Formen erhältlich: die Dildos im alternativen Sexshop. Am besten verkaufen sich die schwarzfarbenen. Foto: Paulus Ponizak
Die gebürtige Kanadierin Sara Rodenhizer verkauft veganes Sexspielzeug und bietet Workshops zu Themen wie Menstruation und Oralsex an. Ihr Shop am Mehringdamm ist der einzige seiner Art in Deutschland.

Von Corinne PlagaBerliner Zeitung

Wenn Sara Rodenhizer durch ihren Laden „Other Nature“ geht, die Dildos in die Hand nimmt und anschließend erklärt, wie ein Vaginalkondom funktioniert, wirkt das weder schmuddelig noch beschämend. Ganz im Gegenteil: Die Sexshop-Inhaberin schafft es, ihren Kunden eine vertrauensvolle Atmosphäre zu vermitteln, und das an einem Ort, der gemeinhin eher ein negatives Image hat.

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Mehr dazu:

www.other-nature.de

Sekte “Zwölf Stämme” soll Kinder ins Ausland gebracht haben

Bild: Wikimedia Commons/B. Gibson Barkley
Bild: Wikimedia Commons/B. Gibson Barkley
Bei einem Großeinsatz holte die Polizei 40 Kinder aus den Fängen der Sekte “Zwölf Stämme” in Bayern. Nach SPIEGEL-Informationen lebten Mitglieder der urchristlichen Gruppe aber auch in Sachsen-Anhalt. Dort sind nun mehrere Kinder verschwunden.

Spiegel online

Die umstrittene Glaubensgemeinschaft “Zwölf Stämme” hat mehr Standorte als bislang bekannt: Nach SPIEGEL-Informationen waren sie nicht nur in den zwei Anwesen in den bayerischen Dörfern Klosterzimmern und Wörnitz sesshaft. Seit Juli lebt ein Teil der Gemeinschaft auch in einer Ortschaft in Sachsen-Anhalt. Nach Angaben von Nachbarn und ehemaligen Sektenmitgliedern sollen etwa zehn schulpflichtige Kinder seit vorvergangener Woche aus der Ortschaft Dolchau verschwunden sein. Die Jungen und Mädchen im Alter zwischen rund 7 und 16 Jahren sollen auf einen Hof der “Zwölf Stämme” in Tschechien gebracht worden sein – vermutlich um sie dem Zugriff der deutschen Jugendämtern zu entziehen.

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Tomas Halik(Theologe): “Etwassismus” ist die am weitesten verbreitete Religion

Tomas Halik, Bild: KNA

Der Prager Theologe Tomas Halik fordert ein Umdenken beim Thema Atheismus. “Meine Erfahrung aus Tschechien ist: Viele, die sich als Atheisten bezeichnen, negieren ihre Vorstellungen von Gott”, sagte er am Montagabend in Hamburg. “Wenn ich nachfrage, sagen viele: Ich bin kein dummer Materialist, ich weiss, dass etwas über uns ist”, so Halik, der an der Prager Karls-Universität Soziologie lehrt.

kipa-apic

“`Etwassismus` ist die am meisten verbreitete Religion unserer Zeit. Dieses `Etwas` ist eine Herausforderung für die Christen, ein Anknüpfungspunkt für den Dialog”, betonte Halik. Heute sinke sowohl die Zahl der überzeugten Christen als auch die der Atheisten, sagte der Wissenschaftler. Die Grenze verlaufe nicht zwischen Gläubigen und Atheisten, sondern zwischen denjenigen, die gegenüber der Frage nach Gott gleichgültig oder auf der Suche seien. Diese gebe es sowohl unter konventionell Gläubigen als auch leidenschaftlichen Atheisten, erklärte der katholische Priester.

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Tschechien: Parlament beschließt die Restitution

Blick auf die tschechische Hauptstadt Prag: im Bild vorne links die St.-Nikolaus-Kirche, hinten rechts der Veitsdom. Bild: renovabis.de

Gemeinden sollen unter den Kommunisten geraubtes Eigentum im Wert von mehr als fünf Milliarden Euro erhalten

Von Hans-Jörg SchmidtDIE WELT

Mit den Stimmen der bürgerlichen Koalition und gegen den erbitterten Widerstand der linken Opposition hat das Prager Abgeordnetenhaus in der Nacht zum Donnerstag abermals für die Rückgabe des früheren Eigentums der Kirchen votiert.

Nach einer stürmischen Debatte stimmten 102 von 103 anwesenden Abgeordneten für das Gesetz. Damit wies das tschechische Unterhaus das Veto der zweiten Kammer des Parlaments, des Senats, zurück. Sozialdemokraten und Kommunisten, die im Senat die Mehrheit haben, verließen vor der Abstimmung aus Protest den Sitzungssaal.

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Die Madonna und der Ketzer

Die Mariensäule auf dem Altstädter Ring in Prag war ein Maria geweihtes Standbild auf einer Säule. Bild: wikipedia

Der Katholizismus ist den meisten Pragern suspekt. Und doch könnte bald eine Mariensäule in die gottesferne Stadt zurückkehren.

Von Hans-Jörg SchmidtSÜDWEST PRESSE

Seit fast 100 Jahren thront auf dem zentralen Prager Altstädter Ring nur ein überdimensionaler “Ketzer” Jan Hus als Symbol des tschechischen Protestantismus. Der wird in Tschechien verehrt und dient bis heute als Ausdruck böhmischer Rebellion gegen die 300-jährige katholische Übermacht aus Wien. 1915, an seinem 500. Geburtstag, wurde für Hus besagtes Denkmal enthüllt. 1918, als sich die Tschechen von Habsburg lossagten, schleiften sie lustvoll die benachbarte katholische Mariensäule. Einer der “Drahtzieher” war Frantisek Sauer, ein enger Freund des anarchistischen Schriftstellers Jaroslav Hasek, der den braven Soldaten Schwejk erfand. Mit dem Abriss der Mariensäule sollte der Schlussstrich unter die “Knechtschaft” der Habsburger gezogen werden.

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Ostdeutsche sind größte Gott-Zweifler der Welt

Bild: glaube-und-kirche.de

Als “Opium des Volkes” verdammte Marx Religion. In der DDR waren Kirchen verpönt – mit nachhaltigen Folgen: Noch heute ist Gottesfurcht in Ostdeutschland weltweit am wenigsten verbreitet.

WELT ONLINE

In katholisch geprägten Ländern, vor allem  Entwicklungsländern, ist der Glaube an Gott laut einer  internationalen Studie am meisten ausgeprägt. Am geringsten ist er in Ostdeutschland, so lauten Ergebnisse einer wissenschaftlichen Erhebung der Universität Chicago.

Demnach ist der Glauben an Gott in den Philippinen mit 94 Prozent der Befragten am höchsten und auf dem Gebiet der ehemaligen DDR mit 13 Prozent am niedrigsten. Das ehemals kommunistisch regierte Tschechien rangiert den Angaben zufolge mit 20 Prozent ebenfalls auf den hinteren Rängen.

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Kostbare Handschrift des Vaters der Genetik wieder in Tschechien

Begründete mit seinen Versuchen die Genetik: Gregor Mendel. Archivfoto

Nach jahrelangem Streit ist eine Handschrift des großen Vererbungsforschers Gregor Mendel an seinen Ursprungsort zurückgekehrt. 20 Jahre lag das Manuskript in einem Pfarrhaus in Stuttgart-Sillenbuch.

bietigheimerzeitung.de

Nur wenige wussten, welchen Schatz Pater Clemens Richter in seinem Pfarrhaus in Stuttgart-Sillenbuch hütete. Die 48-seitige Handschrift ist eines der wertvollsten Dokumente der Wissenschaftsgeschichte: Das Manuskript eines Vortrags aus dem Jahr 1865, in dem der Begründer der Vererbungslehre, Johann Gregor Mendel, seine Versuche mit Pflanzen-Hybriden beschrieb. Der Naturforscher hatte nach systematischen Kreuzungsexperimenten die weltberühmten Mendelschen Gesetze aufgestellt.

Richter war auf unbekanntem Weg in den Besitz der Kostbarkeit gelangt. Der Biograph Mendels, Hugo Iltis, hatte das Manuskript in einer alten Kiste im Brünner Kloster entdeckt. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt das Werk als verschollen. Vermutlich wurde es in der Zeit des Kalten Kriegs aus dem damals sozialistischen Mähren nach Deutschland geschmuggelt, um sie vor dem Zugriff der Kommunisten zu bewahren. So geriet es in die Hände von Richter, der ein indirekter Nachkomme Mendels ist. Das Mitglied des Augustinerkonvents auf den Fildern stammt von Mendels älterer Schwester Veronika ab.

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Gegen anti-europäische Tendenzen

Foto: (v.l.): Marion Walsmann, Gergely Pröhle, Katrin Hatzinger, Joel Ruml, Bischof Michael Bünker.

Die Kirchen sollten sich gegen anti-europäische Kräfte in einigen der 27 EU-Mitgliedsstaaten wenden. Dazu haben Politiker und Kirchenvertreter aus Mitteleuropa am 3. Juni auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden aufgerufen.

idea.de

Die EU sei die Garantie, dass die rund 500 Millionen Bürger in Frieden leben könnten, sagte die Thüringer Ministerin für Bundes- und Europa-Angelegenheiten und Leiterin der Staatskanzlei in Erfurt, Marion Walsmann (CDU). Es lohne sich, für dieses Ziel auch Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen wie etwa die Staatsverschuldungskrise. Sie nannte es beunruhigend, dass laut einer Umfrage nur 18 Prozent der Deutschen einigermaßen über die europäischen Institutionen Bescheid wüssten. Walsmann bezeichnete die Kirchen und Religionsgemeinschaften als wichtige Partner des weltanschaulich neutralen Staats. Viele Menschen fragten nach Werteorientierung. Solche Werte könne der Staat nicht aus sich heraus schaffen. Das bedeute aber nicht, dass Nicht-Glaubende ausgeschlossen seien. Auch sie suchten nach Halt, wie sich etwa nach dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 2002 gezeigt habe.

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Der Atheismus der Gegenwart

 

Dominik Duka, Quelle: wikipedia

 

Warum die katholische Kirche in der Tschechischen Republik im Laufe des 20. Jahrhunderts um fünfzig Prozent dezimiert wurde und über Atheismus und Säkularismus der Gegenwart sprach der Prager Erzbischof Dominik Duka in Berlin.

KATH.NET

„Die Methoden, die der militante Säkularismus verwendet, sind jenen sehr auffallend ähnlich, die wir in der Zeit der kommunistischen Unterdrückung und Unfreiheit kannten und am eigenen Leib erfuhren.“ Das sagte der Erzbischof von Prag, Dominik Duka OP, anlässlich des St.-Michael-Jahresempfangs des Kommissariats der deutschen Bischöfe am 6. Oktober in Berlin in einer Ansprache.

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Atheismus: oft primitiv oder grausam

Tomas Halik, Quelle. wikimedia.org

Der tschechische Professor Thomas Halik, Romano-Guardini-Preisträger 2010, hat den Atheismus als „Reinigung des Glaubens“ bezeichnet. Viele Atheisten seien Menschen, die ihre eigenen Vorstellungen von Gott zurückweisen würden, sagte Halik anlässlich der Preisverleihung am Montag dem Münchner Kirchenradio. Diese Vorstellungen seien aber oft grausam oder primitiv. Durch den Dialog zwischen Atheisten und gläubigen Christen könne man aber der Wahrheit auf die Spur kommen.

Münchner Kirchenradio

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Vom Militant-Atheismus der braunen und roten Farbe

Dominik Duka

kathweb

Der neue Prager Erzbischof Dominik Duka will die Kirche stärker zur weitgehend säkularisierten tschechischen Gesellschaft hin öffnen und verstärkt auf die Menschen zugehen. Die Mehrheit der Menschen sei weder antiklerikal noch atheistisch, daher werde es für ihn oberste Priorität haben, sich “mehr an die breite Öffentlichkeit zu wenden”. Dies unterstrich Duka in einem Interview gegenüber dem Tschechischen Fernsehen, in dem er zentrale Punkte seiner zukünftigen Agenda als Erzbischof von Prag skizzierte. Duka, bisher Bischof von Hradec Kralove (Königgrätz), war am 13. Februar von Papst Benedikt XVI. zum 36. Prager Erzbischof und tschechischen Primas ernannt worden. Das neue Amt tritt er am kommenden Samstag, 10 Uhr, im Rahmen eines Gottesdienstes im Prager Veitsdom an.

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