Ermittlungen gegen Lutz Bachmann wegen Keira-Tweet

Lutz Bachmann auf einer Pegida-Kundgebung im Oktober 2017 Bild: dpa
Pegida-Gründer Lutz Bachmann hat schon wieder Ärger mit der Justiz. Nach einem Tweet über die Tötung der Berliner Schülerin Keira ermittelt die Polizei wegen übler Nachrede, falscher Verdächtigung und Volksverhetzung.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Polizei ermittelt gegen Pegida-Gründer Lutz Bachmann im Zusammenhang mit einem Tweet über die Tötung der 14 Jahre alten Schülerin Keira aus Berlin. „Wir ermitteln wegen übler Nachrede, falscher Verdächtigung und Volksverhetzung“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

„Die Bestie vom Kaukasus“

Bachmann hatte auf Twitter geschrieben: „Mordfall #Keira G. Nun ist es wohl raus: Die Bestie vom Kaukasus, Edgar H., tschetschenischer Moslem und Ex-Flüchtling“. Dazu hatte er auf ein Facebook-Profil eines Mannes verlinkt, der an der Tat allerdings offensichtlich unbeteiligt war. Der Tweet ist bei Twitter nicht mehr zu sehen.

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Trump überwirft sich mit der Tea Party

Image: NBCNews/YouTube
  • Mit einem neuen Tweet macht sich Donald Trump die ultra-konservative Tea-Party-Bewegung unter den Republikanern zu Gegnern.
  • Trump will diese genauso bekämpfen wie die Demokraten.
  • Der Streit könnte seine Pläne gefährden.

Von Thorsten Denkler | Süddeutsche.de

Mark Meckler ist nicht irgendwer unter den Hardcore-Konservativen in den USA. Er ist Mitbegründer der mächtigen Tea-Party-Bewegung. Seine neue Plattform „Citizens for Self Governance“, sinngemäß etwa „Bürger für Selbstverwaltung“, wird von mehr als zwei Millionen konservativen Aktivisten unterstützt. Er gehört zu den Herzschrittmachern jener Bewegung, die Donald Trump letztlich ins Weiße Haus brachte.

Doch jetzt ist Mark Meckler enttäuscht von Trump. Obwohl, enttäuscht, das wäre eigentlich zu milde. Er sei „angeekelt“ vom Präsidenten, sagt Meckler. Mehr noch: „Der Mann, der versprochen hat, den Sumpf in Washington trockenzulegen, scheint jetzt die Creature from the Black Lagoon zu sein.“ Gemeint ist das schleimig-grüne Monster aus dem gleichnamigen US-Horrorfilm-Klassiker von 1954. In Deutschland bekannt als „Der Schrecken vom Amazonas“.

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Animiertes Gif löste Epilepsie aus: Twitter-Nutzer festgenommen

foto: ap photo/bullit marquez Flackerndes Licht oder Animationen mit Stroboskopeffekt können bei manchen Personen mit Epilepsie Anfälle verursachen.
US-Amerikaner drohen zehn Jahre Haft – hatte Journalisten flackerndes Bild geschickt

derStandard.at

Im Dezember 2016 hat der an Epilepsie leidende US-Journalist Kurt Eichenwald einen Anfall erlitten. Auslöser war ein Tweet mit einem animierten Gif, der mit den Worten „Du verdienst einen Anfall“ an ihn gerichtet war. Nun wurde der mutmaßliche Absender des Tweets festgenommen, berichtet die „New York Times“.

Anwalt: Wie eine Briefbombe

Der 29-Jährige John R. wurde vom FBI wegen des Verdachts auf Cyberstalking mit der Absicht auf Tötung oder Körperverletzung festgenommen. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Eichenwald hatte schon im Oktober zuvor ein ähnliches Bild mit flackender Animation erhalten, damals aber schnell genug wegsehen können.

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Wenn Fake-News und unbeherrscht twitternde Politiker zusammenkommen

TwitterBird

Auf eine Falschmeldung reagierte der pakistanische Außenminister mit einem Tweet, der das angeblich drohende Israel erinnert, dass auch Pakistan Atomwaffen besitzt

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Fake News, also auch gezielt gestreute Meldungen, die Unruhe erzeugen oder einfach täuschen sollen, gab es immer schon. Sie gehören zur Politik ebenso wie zur psychologischen Kriegsführung. In der Vergangenheit sprach man bei solchen in die Irre führenden Meldungen, die scherzhaft oder auch boshaft verbreitet wurde, von Hoaxes. Dass sie durchaus zu diplomatischen Problemen oder gar gefährlich werden können, zeigt der jüngste Vorfall, der sich zwischen Ländern ereignet hat, die beide über Atomwaffen verfügen. Wirklich brisant wird es, wenn unbedachte Politiker mit den Online-Möglichkeiten schnell auf Fake-News meinen reagieren zu müssen.

Der pakistanische Außenminister Khawaja Asif drohte in Reaktion auf eine Falschmeldung auf einer Newssite Israel mit einem Atomanschlag. In der News stand, dass das israelische Verteidigungsministerium Pakistan wegen dessen Rolle in Syrien mit einem Atomwaffenangriff drohen würde. Asif nutzte, wie es mehr und mehr üblich zu werden scheint, Twitter, um persönlich in Trump-Manier und wahrscheinlich aus der Hüfte, um den starken Mann zu markieren, einen Tweet auszusenden, anstatt die offiziellen Kanäle zu verwenden, so dass auch keine Mitarbeiter zur Korrektur oder Mäßigung eingreifen konnten: „Israel vergisst, dass auch Pakistan ein Atomstaat ist“, so der Außenminister erbost. Zurückgezogen hat der Minister seinen Tweet bislang nicht.

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Steinbach und Woelki über Logik

Woelki: Ein Tweet der CDU-Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach spalte und schüren Ängste. Bundestagsabgeordnete Steinbach (CDU): «Logisch denken sollte ein Kardinal können».

kath.net

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat einen Tweet der CDU-Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach scharf kritisiert und ihr vorgeworfen, zu spalten und Ängste zu schüren. Steinbach wiederum wehrte sich gegen diese Kritik – unter anderem mit den Worten: «Logisch denken sollte ein Kardinal können».

Auslöser war ein Tweet der Sprecherin für Menschenrechte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Samstagmittag, der für einen regelrechten Shitstorm im Internet sorgte. Steinbach postete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ein Bild, das ein kleines blondes Kind inmitten einer Gruppe dunkelhäutiger Menschen zeigt. Überschrieben ist das Foto mit den Worten «Deutschland 2030», darunter steht: «Woher kommst du denn?»

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